Bedenken habe ich vor allem bei den lichtstarken größeren Teleobjektiven um die 300-500mm. Würde ich ein 300mm APS-C Teleobjektiv mitnehmen, entspräche dies ja etwa 450mm in Vollformat und zwischen einem 300mm APS-C und einem 450mm Vollformat Objektiv gibt es doch deutliche Unterschiede in Gewicht und Handlichkeit.
Jedoch sind die 300mm APS-C-Objektive in der Regel recht lichtschwach. D.h. mit f6.3 am langen Ende und dem kleineren Sensor muss man schon schauen, wo man bleibt. Ich hab das Gewichtsproblem für Wanderungen und Ausflüge für mich folgendermaßen gelöst. Ich hab mir das Nikon 300/4 PF besorgt. Mit 755 Gramm bin ich da leichter als jedes 400er Telezoom, hab f4 als Ausgangslichtstärke. Dazu hab ich mir den 1.7er Konverter gegönnt. Wenn mir die 300mm nicht reichen, geht's mit ein paar Gramm Mehrgewicht auf 510mm bei immer noch akzeptablen f6.8 (ich hab ja den größeren Sensor). Da denk ich, dass ich damit einem kleinen 70-300er an APS-C deutlich überlegen bin.
Aktuell denke ich eher an lichtstarke Weitwinkel Objektive im Vollformat
Ja aber wozu? Wenn Du solch ein 17-28/2.8 an der Z5 nehmen möchtest, müsstest Du ja an einer APS-C irgendwas wie ein 12-20/2.0 nehmen. Solch ein Objektiv gibt's erstens gar nicht und wäre bestimmt entsprechend groß und teuer. Das einzige, was da in etwa hinreicht, ist das alte Tokina 14-20/2, das es für die Canon und Nikon-DSLR gegeben hat.
Der Vorteil an KB wäre ja stattdessen, dass ein f4-Objektiv auch ausreicht, wo Du an APS-C bereits mit f2.8 ran musst. So ein Nikon 14-30 ist ein recht passables UWW und von den Ausmaßen aus meiner Sicht akzeptabel leicht und kompakt.
Dann nimmst noch was im mittleren Brennweitenbereich zwischen dem 14-30 und dem 300PF und hast schonmal insgesamt eine sehr gute Ausgangsbasis. Es gibt neben einem Standard 24-70 oder 24-120 auch exotische Optionen. Ich beispielsweise verwende im mittleren Brennweitenbereich das Tamron 28-200 in der Sony-Variante (weils die Nikon nicht gibt) über einen Megadap-Adapter. Geht einwandfrei. Statt der Z5II hab ich noch eine alte Z7 der ersten Generation. Und das ist in der Regel mein "Reisesetup":
Z7 + Nikon 14-30 + Tamron 28-200 + Nikon 300PF + TC1.7 fürs 300PF
Das ist jetzt nur mal beispielhaft aufgelistet, dass man relativ rückenschonend auch bei KB landen kann und hat bereits ein relativ potentes System, auch was die Low-Light-Eigenschaften betrifft.
Das ganze "Gefrickel" mit zusätzlichen lichtstarken Festbrennweiten wie einem 40/2 oder einem 16/1.8 kann man ja sowohl mit KB als auch mit APS-C veranstalten. Das schöne an KB ist dabei, dass man mit popeligen f1.8 auskommt, wo man bei APS-C mit f1.2 schon "in die vollen" gehen muss bzw mit der KB selbst bei f4 einfach mal sagt, "ISO 5000 ist mir jetzt auch mal egal".
Gewicht und Abmessungen sind eines der Prioritäten bei meinem Kauf. Natürlich werde ich dies im Laden testen, aber ich denke, dass das Vollformat raus ist.
Dass ich mal pro KB argumentiere, hätt ich auch nicht so leicht gedacht. Eigentlich hab ich ja ein quasi vollständiges Nikon DX System mit der D7500 im Einsatz (wir sind ein "Mehrkamera-Haushalt", die o.g. Z7-Kombo ist für die Lebensgefährtin)
Und die Sensoren haben auch nur um die 20MP. Mir wurde als Interessent und potentieller Käufer immer eingetrichtert, es müssen mehr Pixel sein. Oder spielen die 20MP keine gravierende Rolle aufgrund der Sensorgröße?
Das hat im Prinzip mit der Sensorgröße nicht direkt was zu tun. 20MP sind 20MP. Aber da versteh ich die Bedenken jetzt nicht. Eine Z5II hätte ja auch nur 24MP. Das macht den Kohl nicht fett.
Andersrum, wenn es ums Rauschen und Detailverlust geht, muss man sehen, dass man mit 40MP bei APS-C viel schneller Probleme mit dem Rauschen bekommt als mit 20MP bei mFT. Natürlich kann ich das 40MP Bild auf 20MP runterrechnen und stelle damit den Abstand beim Rauschen wieder her. Aber das ist erstens mühsam und lästig und ja eigentlich nicht Sinn und Zweck der Sache.