Gestern waren laese und ich wieder auf einer gemeinsamen Tour. Nachdem wir uns zuerst für einen zweitägigen Ausflug ins Bernerland entschieden hatten, mussten wir sehr kurzfristig uns anderweitig umsehen, weil das als Übernachtungsmöglichkeit vorgesehene Berghaus abends noch geschlossen hat. Da in den höheren Lagen noch viel Schnee liegt suchten wir uns ein Ziel, welches nicht so hoch gelegen ist und wir in einem Tag machen konnten. Die Wahl fiel auf den Spaneggsee, ein kleiner abgelegener Bergsee im Kanton Glarus, zwischen ca. 1400 und 1500 Meter über Meer.
Nachdem wir uns beim Aufstieg schon gefreut hatten, dass eher weniger Schnee als wir gedacht haben auf dem Weg lag und wir die Schneeschuhe wohl vergebens eingepackt haben, gings dann aber richtig los: Kein sichtbarer Weg mehr, steiles Gelände und Schnee zwischen Knie- und Leistenhöhe. Irgendwie kämpften wir uns da hoch und erreichten dann den von uns anvisierten Aussichtspunkt zum See. Hinter uns hörten wir das Grollen der Lawinen, welche von der nahegelegenen Felswand des Mürtschenstocks hinunterdonnerten (war für uns aber ungefährlich) während wir den phantastischen Ausblick auf den noch zugefrorenen See und die umliegenden Berge genossen.
Wir warteten dann bis Sonnenuntergang und stiegen danach im Scheine unserer Stirnlampen wieder zum Ausgangspunkt hinunter.
Klingt wie mein Abenteuer von gestern zum Traualpsee/Landsberger Hütte. Nur habe ich zu wenig bzw. keine Erfahrung und hatte echt schiss beim Abstieg, da die Sonne den Schnee tagsüber ordentlich bearbeitet hatte. Bin dann lieber 30 Minuten vor Sonnenuntergang abgestiegen, aber einfach nur geil wenn man so ein Licht mitnehmen kann
Die 173 ist sensationell schön, eins der schönsten Winterbilder der letzten Zeit überhaupt, Glückwunsch!!