fuji macht derzeit MEINER meinung genau das selbe falsch wie 3DFX vor einigen jahren...
Du meinst den Wechsel vom Chip- (Sensor-)hersteller zum Kamerahersteller? Oder den Wechsel zurück? Würde mich interessieren.
So wie ich es verstehe, kann man die Situation nicht vergleichen. Der springende Punkt bei 3DFX war, dass sie als Chiphersteller mit Kartenherstellern als Kunden sehr gut verdient haben. Als sie dann selbst Karten hergestellt haben, haben sie ihre Verträge mit den anderen Kartenherstellern gekündigt -- das hat der Konkurrenz mehr genutzt als 3DFX, weil sie den Wettlauf im Kartengeschäft gegen Nvidia verloren haben.
Fuji hat die eigenen Sensoren schon immer in eigenen (Kompakt-) Kameras eingebaut. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Was sich geändert hat, war der Markt für Sensoren. Eine Weile waren Firmen wie Nikon völlig abhängig von den Sensorherstellern. Deshalb war es für Fuji auch gut, gleich von Anfang an im DSLR-Geschäft mitzumischen, weil sie damit zeigen konnten, was ihre Sensoren drauf haben (Geld verdient haben sie mit DSLRs nie).
Aber das Sensorgeschäft hat sich völlig verändert. Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, wie man einen guten Sensor baut. Nikon entwickelt selbst und lässt andere Hersteller (z.B. Sony) die Sensoren bauen (behaupten sie zumindest).
Fuji sieht selbst keine Absatzchancen für ihre Sensoren im DSLR-Geschäft, zumindest laut Dpreview-Interview, bei dem ein Fuji-Representative klar gesagt hat, dass der EXR-Sensor ausschließlich für kompakte gebaut wird. Und auf die explizite Frage, ob es andere Abnehmer für APS-C oder größere Sensoren geben könnte, wenn Fuji schon selbst nichts in dem Bereich macht, fragte er zurück: An wen sollte man sowas verkaufen können?
Es gibt diesen Markt schlichtweg nicht mehr.
Ich kann bei Bedarf den Link raussuchen.
Grüße
Mirko