AW: Eine Geschichte über eine Olympus E-510
Moin,
nun ja, das leidige Rauschen.
Ich war letzten in der Kirche, meine Tochter sang im Kinderchor zur Weihnachtszeit. Was machen?
Der Organist und der Probst haben mir fotografieren erlaubt! Sollte ich vielleicht eine Lichtkanone (Metz-Stabblitz) zücken und die Stimmung zerstören? Oder mich mit einem Stativ hinstellen? Oder mit einem lichtstarken Weitwinkel nur Komplettaufnahmen vom gesamten Kinderchor machen.
Nein!!!!
Ich habe das alte Kit-Telezoom (40-150, 3.5-4.5) aufgesetzt und freihändig und ohne Blitz, der Stimmung wegen, Portraits geschossen.
Der Canonist neben mir hat immer geblitz!
Wegen der Dunkelheit habe ich ISO 800 bis 1600 eingestellt und meist ca. 1 Blende unterbelichtet, das entspricht dann bis zu ISO 3200!!!! Und das mit einer E-510.
Anschließend habe ich die RAW Dateien mit dem neuen Bibble 5 entwickelt und mit Noise Ninja entrauscht. Nun, das Rauschen ist nicht weg, aber die Bilder sind gut zu gebrauchen und äußerst stimmungsvoll. Ich war durchaus von den Low Light Fähigkeiten der E-510 angetan.
OK, Blende 4,5 und 1/30 Sek. freihand sind auch mit Stabi für mich nicht alltäglich, aber es funktioniert. Wenn man dann noch den Preis berücksichtigt: E-510 ca. 200,- EUR und Tele ca. 100,- EUR; dann ist es wirklich keine billige, sonder sehr preisgünstige Lösung!
Ich mache sonst mit ISO 400 und ISO 800 häufig Freihand-Fotos im Haus und mit ein wenig Aufwand in der RAW Entwicklung und Entrauschung sind die Bilder bis DIN A 4 gut zu gebrauchen!
VG Max
PS: Oly hat halt ein besseres Preis-Leistungsverhältnis bei guten Gläsern, und einen integrierten Bildstabi. Dafür muss man halt manchmal bei Low Light ein wenig mehr Aufwand betreiben. Aber es kann funktionieren.