E-510: Eine Geschichte über eine Olympus...
Guten Morgen alle zusammen,
ich muss ein wenig Dampf ablassen in Form einer Geschichte. Wem sie nicht gefällt der brauch sie nicht lesen...
Heute morgen um rund 10.30 Uhr ging ich aus dem Haus zusammen mit meinem Hund und meiner E-510 sowie dem 70-300er.
Als ich an meiner üblichen Stelle ankam, wo ich oft auf einen Falken oder Bussard stieß wurde ich enttäuscht. Außer einer ziemlich großen Schar von Staren - was die jetzt schon hier, oder immer noch hier machen?!? - stieß ich auf nichts außer Amseln.
Ich vergaß zu erwähnen bei uns gab es die Nacht rund 5cm Neuschnee, wahrlich nicht die Welt, die Außentemperatur lag bei -1,5C°.
Zurück zur Geschichte: Nun stand ich da, mal wieder enttäuscht und alles in Frage stellend.
Doch dann plötzlich sah ich etwas im Augenwinkel. Ich drehte mich um und erblickte mein "Objekt der Begierde" - den Bussard.
Alle Zweifel waren verflogen, die Kamera im Anschlag und der Finger am Abzug, klack. Und so schnell er kam war er wieder hinter den Bäumen verschwunden. Das was von dem klack noch übrig war, war ein richtig belichteter Himmel und ein schwarzer Punkt mit Form eines Bussards. Die Zweifel kamen wieder, ich wartete noch fünf Minuten ob er mit noch eine Chance gibt - vergebens.
Von der Höhe, die mit Feldern bestückt war ginge weiter über die Hauptstraße zu einem "Hang" mit Weinbergen. Ich hielt Ausschau und da, da sah ich ihn: Majestätisch durch den leichten Schneefall gleiten und sich eine Weinbergzeile abwärts auf einen Pfahl schwingen.
Der Ehrgeiz packte mich und ich nahm die Verfolgung auf, in Schussweite angekommen gleich abgedrückt und er verschwand wieder, doch er hatte keine Chance das Gebiet war zu überschaubar.
Es ging noch eine Weinbergzeile hinab, die Hände froren ein, ein Schneesturm zog auf und der Akku ging langsam in die Knie.
Doch da saß er, mir direkt in die Augen blickend durch mein Objektiv: klack klack klack.
Und da war er auch wieder weg, den Weinberg diesmal nach oben. Für so einen Vogel mag das nicht sehr anstrengend sein aber bei 5cm Neuschnee, rutschigem Gras und einer schweren Kamera sehr wohl für einen Menschen. Ein letztes mal nahm ich ihn in das Visier und drückte wieder ab. Danach entkam er endgültig. Er flüchtete in die Weiten des Tals - ich gab auf.
Unterkühlt und doch voller Hoffnung trat ich den Heimweg an. Daheim angekommen dem Hund etwas zu fressen gemacht, die Speicherkarte aus der Kamera und ab in den Computer und voller Spannung die Bilder ausgewertet.
Nichts, nichts und nochmal nichts. Entweder ein Scherenschnitt oder zu weit weg oder verrauscht bei einem ISO Wert von 800. Schade das die Olympus Kameras so Rauschanfällig sind.
Ich hoffe man kann sie lesen. Der Kern der Sache ist, nein vielmehr die Kerne der Sache sind:
1. Das Rauschverhalten der Olympus E-510 ist ziemlich naja. Dafür hat sie andere Stärken...
2. Gebt niemals auf an einem Motiv zu hängen, irgendwann kommt der richtige Moment.
und 3. es ist kalt ohne Handschuhe
Viele Grüße Kilian
Ach ja da das SmallTalk Forum ja nur noch zum lesen da ist habe ich es eben hier herein gestellt. Gehört ja letztlich zu Olympus.