Ich habe jetzt mal draußen getestet, alle Aufnahmen mit Sättigung:0, Rauschunterdrückung:-2.
Variiert habe ich die Schärfe von +1 bis -1 sowie den Kontrast von 0 bis -2.
Die Bildstabilisierung war abgeschaltet - ich habe die Kamera auf einen kleinen Pfeiler gestellt und mit Selbstauslöser gearbeitet (überwiegend 2 sec., später 10 sec., nachdem mir klar geworden ist, dass der nicht völlig fest im Boden verankerte Pfeiler Ausschwingerscheinungen zeigte, so dass ich befürchtete, dass die 2 sec. nicht ausreichen. Insofern also suboptimale Testbedingungen und eine kleine Unsicherheit bei den Ergebnissen.)
Ich denke aber, die Ergebnisse sprechen eine so klare Sprache, dass zu große Skepsis bei den Ergebnissen nicht angebracht ist:
Testreihe
Also: Schärfe +1 ist danach notwendig für sehr gute Details. Schärfe -1 radiert recht gnadenlos Details weg, und Schärfe 0 liegt ziemlich genau dazwischen, knabbert die Details also auch schon ganz schön an.
Das Rauschen bei "Normalbetrachtung" an meinem Bildschirm fällt bei diesen Bildern nicht auf. Bei ungünstigen Lichtbedingungen kann man (in dieser Reihenfolge) auf a) Rauschunterdrückung -1, b) Rauschunterdrückung 0, c) zusätzlich zu b) Schärfe:0 ausweichen.
Die Testaufnahmen zeigen meines Erachtens auch, dass Kontrast:-1 gut als Standardeinstellung taucht, und man problemlos auf -2 ausweichen kann, wenn starke Lichtkontraste das erfordern. Natürlich ist das Geschmackssache, und Kontrast:0 ist knackiger und auf den ersten Blick "schöner" - nicht aber realitätsnäher als Kontrast:-1.
In der Bildnachbearbeitung kann man bei Bedarf gezielt Rauschen unterdrücken dort, wo es stört, oder aber auch gezielte Kontrastanpassungen vornehmen.
Sind hingegen umgekehrt Bilddetails wegradiert oder Tiefen oder Lichter abgesoffen bzw. geclippt, kann man nachträglich nichts mehr retten.
Für eine für mich dann ausreichende Sicherheit werde ich eine kleine weitere Testreihe aufnehmen, diesmal mit Stativ, und diesmal mit Sättigung konstant 0, Kontrast ebenso konstant -1, und variieren werde ich wieder die Schärfe zwischen +1 und -1 sowie die Rauschunterdrückung zwichen -2 und 0.
Nicht vergessen zu erwähnen sollte ich, wie wirklich erstaunlich doch die Detailqualität ist, die mit der FX500 erreichbar ist, auch mit der längsten Brennweite, wie man hier sieht.
Es gilt halt rauszukitzeln, wie man die Qualitäten dieser tollen Kamera praktisch nutzen kann.