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Freistellung VF vs Crop

Warum soll das Unfug sein? Unfug mag es dann sein, wenn man nur den Abbildungsmaßstab des Hauptmotivs berücksichtigt und den des Hintergrundes / Vordergrundes ignoriert. Oder wovon außer dem Abbildungsmaßstab soll es (bei gleicher Blende) denn noch abhängen?

Wie ist denn der Abbildungsmaßstab des unendlich entfernten Hintergrunds? Null, nicht wahr, und zwar bei jeder Brennweite?

Wenn Du es über den Abbildungsmaßstab in der Fokusebene ausdrücken möchtest, findest Du hier ein paar übersichtliche Formeln, und da gibt's auch die Zeichenerklärungen.

Bei Verwendung des Abbildungsmaßstabs β0 kann zrel∞ auch ausgedrückt werden als (f/B ist übrigens die Eintrittspupille p):
zrel∞ = f/B*β0/zzul

Bei diesem Vergleich verschiedener Aufnahmeformate bleibt β0/zzul konstant und damit ist die relative Unschärfe (bezogen auf den zulässigen Z-Kreis) proportional zur Eintrittspupille, nicht zur Blende(nzahl).

Und schließlich gibt's da noch den oft falsch benutzten Merksatz "Schärfentiefe hängt nur von Abbildungsmaßstab und Blende ab". Die Schärfentiefe bei guter Freistellung (zrel∞>>1) kann man auch mit dem Abbildungsmaßstab β0 ausdrücken:
∆g(@zrel∞>>1) = 2*B*zzul*(1+β0)/β0²
...was sich bei kleinen Abbildungsmaßstäben und guter Freistellung weiter vereinfacht zu
∆g(@zrel∞>>1; β0<<1) = 2*B*zzul0²
Außerhalb des Nahbereichs und bei guter Freistellung ist die Schärfentiefe also proportional zur Blendenzahl, umgekehrt proportional zum Quadrat des Abbildungsmaßstabs und, und das wird fast immer vergessen, proportional zum zulässigen Zerstreuungskreis, also zur Sensorgröße.

Hier ist's etwas unübersichtlicher, aber beim Vergleich der verschiedenen Aufnahmeformate mit gleichem Bildwinkel und entsprechend kleinerem A-Maßstab an Crop, ist die Schärfentiefe gleich, wenn die Eintrittspupille gleich ist.




Gruß, Matthias
 
Null? Das wäre dann unsichtbar.

Ist aber so! Der A-Maßstab in unendlich ist null, aber es gibt dort einen Zerstreuungskreis. Kann ich auch nicht ändern, aus der Erkenntnis entspringt doch die hyperfokale Distanz.


Gruß, Matthias
 
Ein DOF-Rechner berücksichtigt GLEICHE Bildauschnitte, damit ergibt sich natürlich eine andere Schärfentiefe bei unterschiedlichen Sensorgrößen, weil entweder die Gegenstandsweite oder die Brennweite angepasst werden müssen.

Das ist zumindest sehr umständlich ausgedrückt.

Der DOF-Rechner kümmert sich überhaupt nicht um Bildausschnitte. Im Gegenteil! Er geht davon aus, das dein gesamtes Bild (nicht ein Ausschnitt davon) auf eine normierte Ausgabegrösse gebracht wird, und dieses dann aus einem normierten Betrachtungsabstand angesehen wird.

Und nur für diesen Fall stimmen dann die gelieferten Zahlen. Das wird offensichtlich, wenn du ein kleines Gedankenexperiment machst: Ein und das selbe Bild (aus der gleichen Bilddatei) druckst du 2x aus. Einmal in 10x15cm, und einmal in A3. Betrachtest du diese beiden Bilder aus der gleichen Entfernung (das kleine Bild erscheint dabei unter einem kleineren Betrachtungswinkel), dann ist dessen Schärfentiefe grösser als die des anderen Bildes. Betrachtest du die beiden Bilder aus unterschiedlichen Entfernungen, so dass die Betrachtungswinkel beider Bilder gleich sind, dann ist die Schärfentiefe der beiden Bilder gleich.
 
wenn du ein kleines Gedankenexperiment machst:

Längst alles x Mal durchexerziert:

picture.php


picture.php




Gruß, Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
...Was mich interessieren würde: ist das bezogen auf umgerechnete Brennweite oder bei Benutzen des gleichen Objektives?...

Bei gleichem Motivabstand, gleicher Blende und gleichem Bildwinkel (= ungleiche Brennweite) hat mein 24-105
hinsichtlich Freistellung etwa 1 Blende Vorteil am KB gegenüber APS-C. Deines dürfte sich da vermutlich ziemlich ähnlich verhalten.:cool:

P.s.: Natürlich nur bei entsprechender Aufnahme, nicht etwa beim nachträglichen Croppen.:ugly:

P.p.s.: Und ja, man sieht diesen Effekt selbst als fotografischer Analphabet deutlich. Mir fiel wenigstens fast die Kinnlade runter.:eek:

P.p.p.s.: Es gibt hier haufenweise Lehrmaterial und lebhafteste Diskussionen zu dem Thema.;)
 
Genau, gestresster Bimbam. Und bei gleicher Brennweite und unterschiedlichem Bildwinkel ist die Schärfentiefe gleich groß am Sensor und die unterschiedliche Vergrößerung auf Ausgabe von KB und Aps-C macht nicht 1 Blende zugunsten größerer Schärfentiefe von KB aus.


Lynx, wenn du schreibst:
Dass der Unterschied aber in einem Fall vernachlässigbar sein soll, im umgekehrten Fall aber "1 Blende" beträgt ist allerdings nicht nachvollziehbar - er beträgt nämlich in beiden Fällen ca. 1 Blendenstufe.
würde gelten, dass dann KB 2 Blenden weniger Tiefenschärfe zeigt bei gleicher Blende/Brennweite/Bildwinkel (also angepasster, unterschiedlicher Brennweite).

Ein Bild bei 70mm/4 mit meiner alten S3IS (1/2,5-Zoll-Sensor = Crop >6!) zeigt bei gleicher Ausgabegröße ziemlich genau die gleiche Schärfentiefe wie meine APS-C bei 4/70mm und hier ist der Vergrößerungsfaktor viel höher als zwischen KB und APS-C.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und bei gleicher Brennweite und unterschiedlichem Bildwinkel ist die Schärfentiefe gleich groß am Sensor [...]

Es gibt keine Schärfentiefe am Sensor. Es gibt eine Schärfeebene, die so scharf abgebildet ist, wie Beugung und Abbildungsfehler es eben zulassen, davor und dahinter (im Objektraum) wird alles unscharf abgebildet, je weiter von der Schärfeebene, um so unschärfer. Es gibt auch einen etwas ausgedehnteren Bereich vor und hinter der Schärfeebene, der wegen der begrenzten Auflösung des Sensors annähernd gleich scharf erfasst wird. Und es gibt einen Schärfeverlauf, der auf den Sensor projiziert wird, und der von Brennweite, Blende, Fokusdistanz und Entfernung des unscharf abgebildeten Objekts abhängt.

Lynx, wenn du schreibst:

würde gelten, dass dann KB 2 Blenden weniger Tiefenschärfe zeigt bei gleicher Blende/Brennweite/Bildwinkel (also angepasster, unterschiedlicher Brennweite).

Und nochmal:

Die Abhängigkeit von der Brennweite ist quadratisch (doppelte Brennweite erzeugt vierfache Unschärfe des entfernten Hintergrunds), die Abhängigkeit vom Aufnahmeformat (oder besser von der nötigen Vergrößerung aufs Ausgabeformat) ist linear (doppelte Vergrößerung erzeugt doppelte Unschärfe). Jetzt brauchst Du für Vollformat eine 1,6x größere Brennweite (Vorteil: 1,6²x), aber eine 1,6x kleinere Vergrößerung (Nachteil: 1,6x), und das ergibt dann immer noch einen Freistellungsvorteil von 1,6x.

Aber doch nur deshalb, weil bei einer längeren Brennweite der Abbildungsmaßstab des Hintergrundes zunimmt obgleich der Abbildungsmaßstab des Hauptmotives gleich bleibt.

Es ist also doch wieder der Abbildungsmaßstab.

Nein, oder wenigstens nicht so ganz. Heute Nacht ist mir eingefallen, dass man aus meinem Formelwerk diese beiden Teile kombinieren kann:

Bei Verwendung des Abbildungsmaßstabs β0 kann zrel∞ auch ausgedrückt werden als (f/B ist übrigens die Eintrittspupille p):
zrel∞ = f/B*β0/zzul

Der Abbildungsmaßstab β0 selber ist:
β0 = f/(g0-f)
Außerhalb des Nahbereichs (g0>>f) wird daraus:
β0(@g0>>f) = f/g0

Wenn man jetzt die relative Unschärfe in einer beliebigen anderen Entfernung berechnen will, muss man für jede Entfernung g die Entfernungsabhängigkeit |1-g0/g| berechnen. Die || bedeuten, dass immer der positive Wert genommen wird. Damit bekommt man die relative Unschärfe in beliebiger Entfernung g:
zrel = KF/cM*|1-g0/g| = zrel∞*|1-g0/g|

Und wenn man dann noch analog den Abbildungsmaßstab β in beliebiger Entfernung g einsetzt:

β = f/(g-f)
Außerhalb des Nahbereichs (g>>f) wird daraus:
β(@g>>f) = f/g

Bekommt man:

zrel(@g>>f) = f/B/zzul*|β0-β|

Die relative Unschärfe auf dem fertigen Bild ist also proportional zur Eintrittspupille f/B, umgekehrt proportional zum Aufnahmeformat und proportional zur Differenz der Abbildungsmaßstäbe zwischen Fokusebene und unscharf abgebildetem Objekt.



Gruß, Matthias
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann hast Du Deine eigene Frage gar nicht verstanden.
Doch, doch! Meine Gegenfrage "Dann wäre bei allen Kameras ... die Schärfentiefe gleich solange Brennweite und Blende identisch sind?" habe ich gestellt um die Absurdität der These dass das Aufnahmeformat unmaßgeblich sei herauszustreichen.

Das Thema Vergrößerung des Bildes und Zerstreungskreise hat in diesem Zusammenhang überhaupt keine Relevanz, da ja nur ein Ausschnitt bzw. CROP erzeugt wird. Der muß natürlich nicht vergrößert werden.
Doch, die (unterschiedliche) Vergrößerung des Bildes und damt der zulässige Zerstreungskreis haben Relevanz, da ja gleiche Ausgabegrößen verglichen werden sollen - andere Vergleiche bleiben wenig aussagekräftig und sinnlos.
Oder betrachtest du Bilder von verschiedenen Sensorformaten nur mit konstanter Vergrößerung und somit unterschiedllichen Formaten - etwa KB nur in 20x30, APS-C in 13x18, FT in 10x15, Kompaktkamerabilder nur in Briefmarkengröße? Dann wäre die (empfundene) Schärfentiefe allerdings identisch, es bleibt aber trotzdem vollkommen praxisfremd.

... damit ergibt sich natürlich eine andere Schärfentiefe bei unterschiedlichen Sensorgrößen, weil entweder die Gegenstandsweite oder die Brennweite angepasst werden müssen.
Das bestreite ich auch nicht. Aber auch im umgekehrten Fall - gleiche Brennweite, Blende und Abstand, jedoch unterschiedliches Sensorformat - ergibt sich eine andere Schärfentiefe; siehe oben.
 
Bei Verwendung des Abbildungsmaßstabs β0 kann zrel∞ auch ausgedrückt werden als (f/B ist übrigens die Eintrittspupille p):
zrel∞ = f/B*β0/zzul

Der Abbildungsmaßstab β0 selber ist:
β0 = f/(g0-f)
Außerhalb des Nahbereichs (g0>>f) wird daraus:
β0(@g0>>f) = f/g0
Zitat:

Wenn man jetzt die relative Unschärfe in einer beliebigen anderen Entfernung berechnen will, muss man für jede Entfernung g die Entfernungsabhängigkeit |1-g0/g| berechnen. Die || bedeuten, dass immer der positive Wert genommen wird. Damit bekommt man die relative Unschärfe in beliebiger Entfernung g:
zrel = KF/cM*|1-g0/g| = zrel∞*|1-g0/g|
Und wenn man dann noch analog den Abbildungsmaßstab β in beliebiger Entfernung g einsetzt:

β = f/(g-f)
Außerhalb des Nahbereichs (g>>f) wird daraus:
β(@g>>f) = f/g

Bekommt man:

zrel(@g>>f) = f/B/zzul*|β0-β|

Die relative Unschärfe auf dem fertigen Bild ist also proportional zur Eintrittspupille f/B, umgekehrt proportional zum Aufnahmeformat und proportional zur Differenz der Abbildungsmaßstäbe zwischen Fokusebene und unscharf abgebildetem Objekt.
:eek:
Immer wieder atemberaubend zu welchen Doktorarbeiten man hier über ein derart ausgelutschtes Thema fähig ist.
:lol:
:lol:
 
:eek:
Immer wieder atemberaubend zu welchen Doktorarbeiten man hier über ein derart ausgelutschtes Thema fähig ist.
:lol:
:lol:

Waren Dir die Zusammenhänge in dieser Form schon vorher klar? Respekt! Ich habe eine solche Darstellung dieses "ausgelutschten Themas" hier bislang nicht gesehen. Und angesichts der geradezu erschütternden Missverständnisse z.B. in dieser Diskussion hier, kann es so furchtbar ausgelutscht ja offenbar nicht sein.

Übrigens ist das für mich weit entfernt von einer "Doktorarbeit", solche Sachen reime ich mir im Kopf zusammen, während ich radfahre oder....



Gruß, Matthias
 
Waren Dir die Zusammenhänge in dieser Form schon vorher klar? Respekt! Ich habe eine solche Darstellung dieses "ausgelutschten Themas" hier bislang nicht gesehen. Und angesichts der geradezu erschütternden Missverständnisse z.B. in dieser Diskussion hier, kann es so furchtbar ausgelutscht ja offenbar nicht sein.

Genauso ist es:top: Und wenn man kein Interesse an einem Thema hat, muss man weder lesen noch schreiben.

@fensterlgucker: In einem anderen Thread beschwerst Du Dich gerade, das Leute angemacht werden (wg Suchfunktion) und hier tust Du es selbst(Leute anmachen). Finde ich ebenso "erschreckend", gelle?
 
Genau, gestresster Bimbam. Und bei gleicher Brennweite und unterschiedlichem Bildwinkel ist die Schärfentiefe gleich groß am Sensor und die unterschiedliche Vergrößerung auf Ausgabe von KB und Aps-C macht nicht 1 Blende zugunsten größerer Schärfentiefe von KB aus.

Es bleibt falsch. Und ein Blick auf den Post zwei über deinem Zeigt es auch.

1) Schärfentiefe "am Sensor" gibt es nicht, weil zur Schärfentiefe immer (!) auch die Betrachtung der nötigen Vergrösserung des Bildes auf Ausgabegrösse nötig ist.

2) Der Vergleich der Schärfentiefe ist nur möglich, wenn die zu vergleichenden Bilder auf die gleiche (!) Ausgabegrösse gebracht werden.

Wenn wir also deine Argumentation betrachen, müssten wir folgendes tun: Wir geben beide Bild in Sensorgrösse aus ... dann widersprechen wir aber #2, da die Bilder nicht gleich gross sind. Geben wir sie gleich gross aus, dann haben wir das APS-C-Bild vergrössert, und die unterschiedliche Schärfentiefe stellt sich ein.

Nun will ich noch einmal (aber nur einmal noch) zeigen, daß es jeweils Faktor 1.6 ist, um den sich die Schärfentiefe unterscheidet. Wir wissen, dass die Brennweite quadratisch eingeht, und die nötige Vergrösserung auf Ausgangsgrösse linear. Die Entfernung zum Motiv sowie die Blende lassen wir jeweils gleich ... die brauchen wir daher hier nicht betrachten (da sie in beide Rechnungen identisch eingehen).

Fall 1) Gleicher Bildwinkel aus gleichem Abstand
Brennweite=BR
Schärfentiefe=S

1-APS-C: S=BR*BR*1.6
... Brennweite quadratisch ... Vergrösserung (1.6) linear

1-KB: S=(BR*1.6)*(BR*1.6)*1.0
... Brennweite quadratisch ... Vergrösserung (1.0) linear

Das Verhältnis der beiden ist S-APS-C : S-KB == 1 : 1.6

Fall 1) Gleiche Brennweite aus gleichem Abstand
Brennweite=BR
Schärfentiefe=S

1-APS-C: S=BR*BR*1.6
... Brennweite quadratisch ... Vergrösserung (1.6) linear

1-KB: S=BR*BR*1.0
... Brennweite quadratisch ... Vergrösserung (1.0) linear

Das Verhältnis der beiden ist S-APS-C : S-KB == 1.6 : 1

Also ... im einen Fall ist die Schärfentiefe bei KB um 1.6x (eine Blende und ein bischen) kleiner ... im anderen Fall ist sie um genau (!!) den gleichen Wert bei APS-C kleiner.
 
Zuletzt bearbeitet:
@fensterlgucker: In einem anderen Thread beschwerst Du Dich gerade, das Leute angemacht werden (wg Suchfunktion) und hier tust Du es selbst(Leute anmachen). Finde ich ebenso "erschreckend", gelle?

Warum wird immer alles gleich als Anmache angesehen?

Mich erheitert es halt, wie immer wieder das gleiche Thema disskutiert wird, wobei komischerweise hier nicht dauernd Verweise auf die Suchfunktion gepostet werden, obwohl das sicher schon öfter behandelt wurde als: 60D o. 600D kaufen :)

Das sollte in keinster Weise eine Herabwürdigung von Masis sicher bisher einzigartigen Darstellung sein!

( Wobei ich glaube das die Zahl derer, die das jetzt verstehen, bzw. nachrechnen verschwindend gering ist )
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau, gestresster Bimbam. Und bei gleicher Brennweite und unterschiedlichem Bildwinkel ist die Schärfentiefe gleich groß am Sensor und die unterschiedliche Vergrößerung auf Ausgabe von KB und Aps-C macht nicht 1 Blende zugunsten größerer Schärfentiefe von KB aus.
Doch, er beträgt ca. 1 Blende, eben wegen der unterschiedlichen erforderlichen Vergrößerung. Rechne es mit dofmaster o.Ä. aus - sofern du diese DOF-Rechner nicht generell anzweifelst...;)

Lynx, wenn du schreibst:

würde gelten, dass dann KB 2 Blenden weniger Tiefenschärfe zeigt bei gleicher Blende/Brennweite/Bildwinkel (also angepasster, unterschiedlicher Brennweite).
Der Satz widerspricht sich selbst...
Es verhält sich so wie von Masi1157 oder RainerT im Posting #54 beschrieben.

Ein Bild bei 70mm/4 mit meiner alten S3IS (1/2,5-Zoll-Sensor = Crop >6!) zeigt bei gleicher Ausgabegröße ziemlich genau die gleiche Schärfentiefe wie meine APS-C bei 4/70mm und hier ist der Vergrößerungsfaktor viel höher als zwischen KB und APS-C.
Bei gleichem Aufnahmeabstand? Hast du dazu Beispielfotos?
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Nein, oder wenigstens nicht so ganz. Heute Nacht ist mir eingefallen, dass man aus meinem Formelwerk diese beiden Teile kombinieren kann:...
Gruß, Matthias

Zunächst einmal danke für die ausführliche Darstellung. Ich muss jedoch gestehen, dass ich zumindest bis zur Stunde nicht in Lage bin die Formeln nachzuvollziehen.

Ich werde aber daran arbeiten.

Bei meiner bildhaftem Herangehensweise den Versuch zu unternehmen zu verstehen warum bei einer längeren Brennweite die Unschärfe gegenüber einer kürzeren Brennweite (bei jeweils gleicher Größe der Objekte der fokussierten Ebene) stärker ist, sehe ich nur eine Unterschied: Die Objekte außerhalb der fokussierten Ebene sind bei der längeren Brennweite größer Abgebildet als bei der kürzeren. Ihr Abbildungsmaßstab ist also größer.

Welchen Unterschied gibt es denn noch, der für die unterschiedliche Freistellung bzw. Unschärfe relevant ist? Was übersehe ich?
 
Und jetzt noch mein Senf:

Der Zusammenhang zwischen Filmformat und Schärfentiefe und die vor mehr als 100 Jahren entstandenen Faustwerte zum Zerstreuungskreisdurchmesser (KB 1/60mm, MF 1/30mm, Planfilm 9x12 1/15mm) sind heute doch ein alter Hut. Diese Werte gründeten auf:

- geringere Nachvergrößerung großer Filmformate bei gleicher Ausgabegröße
- der Annahme "Betrachtungsabstand entspricht Bilddiagonale"

Heute schaut's anders aus, spätestens seit dem

- Bilder bei 100% am Monitor betrachtet und akribisch nach pixelgenauer Auflösung innerhalb der gewünschten Schärfentiefe durchforscht werden.

- die Qualität eines Bildes auf hohe Detailauflösung reduziert wird. Megapixel zählen. Ein "Fine-Art-Print" (Autsch) aus einer Hasselblad mit 60+ MP wird gelobt, weil man ja mit der Nase drauf könne, ohne Pixeltreppchen zu sehen.

Wer Bilder heute so betrachtet, wird bei einer 5D II eine geringere Schärfentiefe als bei der 5D I bemerken...

Wenn's dagegen um eine bessere, weichere Freistellung geht, hätte ich noch ein weiteres Argument pro KB-Format:

Die tatsächlich verfügbaren Objektive.

Fürs KB-Format gibts die Freistellungs-Klassiker 1,4/24mm / 1,4/35mm / 1,2/50mm und 1,2/85 mm.

Am Crop wären die lichtstärksten Objektive mit halbwegs entsprechendem Bildwinkel
2,8/14mm / 2,8/20mm / 1,4/35mm 1,2/50mm

Das bedeutet für die Praxis, dass ich derzeit mit einer KB-Kamera im leichten bis mittleren WW-Bereich um drei Blenden besser freistellen kann, weil es einfach keine entsprechenden Objektive für APS-C gibt.

Deshalb haben für mich beide Formate parallel zueinander ihre Berechtigung,
KB im WW bis leichtem Telebereich, darüber APS-C.

LG Stefan
 
Zunächst einmal danke für die ausführliche Darstellung. Ich muss jedoch gestehen, dass ich zumindest bis zur Stunde nicht in Lage bin die Formeln nachzuvollziehen.

Soooo schwierig ist das alles nicht. :rolleyes:

Welchen Unterschied gibt es denn noch, der für die unterschiedliche Freistellung bzw. Unschärfe relevant ist? Was übersehe ich?

Bis heute morgen (bzw. gestern Nacht) hatte ich mir das über die A-Maßstäbe auch noch nicht so klar gemacht. Es ist interessanterweise die Differenz der A-Maßstäbe von Motiv und Hintergrund. Je größer die Differenz ist, also je kleiner der Hintergrund in gleicher Entfernung abgebildet wird, desto größer wird seine Unschärfe. Das spräche eigentlich für ein Weitwinkel. Aber Vorsicht! das gilt nur bei gleicher Eintrittspupille, also z.B. beim Vergleich 100/2,8 mit 50/1,4 und 35/1,0.

Eine Beispielrechnung? Crop gegen Vollformat? Hmmm..... An Vollformat ein 80mm-Objektiv, an Crop ein 50er, also äquivalente Brennweiten im Faktor 1,6, und mit beiden aus gleicher Entfernung fotografiert. Dann sind die A-Maßstäbe sowohl des Motivs als auch des Hintergrunds um 1,6x verschieden, und damit auch die Differenz (an Crop kleiner). Außerdem sind auch noch zulässigen Z-Kreise um 1,6x verschieden (auch an Crop kleiner), das gleiche gilt für die Brennweite. Wenn jetzt auch noch die Blendenzahl an Crop um 1,6x kleiner ist, bekommt man bzgl. Schärfentiefe/Freistellung das gleiche Bild. Wenn das 80er mit f/2,8 benutzt wurde, braucht man also an Crop ein 50er mit f/1,8. Das ist ja bekannt als Äquivalenz.

Noch eine? Verschiedene Brennweiten am selben Format? 1. Bild mit 50er an Crop, 2m vom Motiv, Hintergrund noch 1m weiter. Zweites Bild mit 100er aus 4m Entfernung, Hintergrund also in 5m. In beiden Fällen hat das Motiv den selben A-Maßstab, der Hintergrund aber im 1. Fall etwa 2/3 davon (67%), im 2. Fall 4/5 (80%), die Differenz der A-Maßstäbe ist also 1/3 und 1/5. Die Brennweiten stehen 1:2, zzul ist natürlich gleich. In die Formel eingesetzt ist das Verhältnis der Unschärfe des Hintergrunds

zrel1/zrel2 = 1/2 * B2/B1 * 5/3 = 5/6 * B2/B1

Bei gleicher Blende (B2=B1) wäre also das 1. Bild nur unwesentlich schärfer als das 2., trotz nur halber Brennweite. Und das könnte durch höhere Lichtstärke auch noch ausgeglichen werden.

Aber ich wollte eigentlich nur sagen und zeigen, dass die Zusammenhänge mit dem Abbildungsmaßstab zwar existieren, aber nicht so einfach sind, wie der Merksatz "Schärfentiefe hängt nur von Blende und Abbildungsmaßstab ab" es glauben macht.



Gruß, Matthias
 
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