objectivus
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Kann man für FF auch. Spätestens dann, wenn das Problem der Schräglicht- Einfallsempfindlichkeit der größeren Sensoren gelöst ist - vielleicht durch eine spezielle Anorndung der Mikroprismen wie beim Leica-DMR.Cephalotus schrieb:Man kann gute Objektive dafür bauen, die nicht irrsinnig groß sind.
Na und? Das ist doch nur für Extremtele-Liebhaber ein wirklich relevanter Umstand.Cephalotus schrieb:Ein 300mm Objketiv liefert den Bildwinkel eines 600mm beim Gewicht eines 300ers und auch der Naheinstellgrenze eines 300mm Objektivs.
Das ist - wenn überhaupt - ausschließlich für die Makrofotografie interessant. Es gab auch in der vor-digitalen Zeit ausgezeichnete KB-Macroaufnahmen.Cephalotus schrieb:Im Makrobereich benötigt man nur halb so große Abbildungsmaßstaäbe um Motive gleicher Größe abzulichten. Die effektiven Blenden sind dabei geringer.
Ist sie nicht - sie erschwert die "Freistellung" von Motivedetails und stellt eine Einschränkung dar. Außerdem kann man sie beim FF jederzeit durch Abblenden bekommen.Cephalotus schrieb:Die Schärfentiefe ist größer (kann ja auch ein Vorteil sein)
Eine höhere Bauteile-Integration (Packungsdichte) findet sicherlich bei allen Sensorgrößen statt. Ihr Einfluß auf den Kostenfaktor ist jedoch bei allen gleich.Cephalotus schrieb:Man kann davon ausgehen, dass die kleinen Pixel stärker rauschen, vorausgesetzt in beiden Sensorgrößen wird dieselbe Technik verwndet (moderne und teure Technik wird in aller Wahrscheinlichkeit in kleineren Sensoren billiger zu verbauen sein)
16 MP FOVEON? Gerne!. Den sehe ich aber derzeit nicht. Und viele, die jetzt und in naher Zukunft auf eine 5D umsteigen werden, sicherlich auch nicht.Cephalotus schrieb:Ob man daraus nun ein "Problem" macht ist eine Frage der persönlichen Erwartungen.
Gib mir einen 16 MP Foveon artigen Sensor für 4/3, der bei ISO 50 rauscharm ist und bei ISO 400 genauso gut wie meine F717 bei ISO 400 und ich bin bestens zufrieden damit.
Diese Flexibilität ist in bestimmten Anwendungsfällen durch nichts zu ersetzen. Wobei z.B. auch ich zugegebenermaßen überwiegend nur den ISO-Bereich zwischen 100 bis 800 nutze.Cephalotus schrieb:Andere mögen gerne mit ISO 3200 fotografieren und von brauchbaren ISO 12800 träumen, ich finde das für mich nicht sonderlich wichtig. Wäre schön zu haben aber ich verzichte auch draufund wenn, dann würde mir dafür ein Extra Modell mit einem 5MP Sensor auch reichen. Ich mache wohl einfach keine Aufnahmen bei ISO 3200, bei denen es auf feinste Details ankommt...
Genau so. Die kleineren Sensoren waren eben auch bei Canon früher da und zu vertretbaren Kosten in Massen produzierbar / verfügbar / einsetzbar.Cephalotus schrieb:Genau so wie Canon auch?
Jede Canon ist - egal ob APS-C oder FF - ebenso ein Kompromiß wie jede Olympus, Pentax, Nikon ... das Leben ist hart....Cephalotus schrieb:Sicherlich hat es auch seine Vorteile, zwischen verschieden Sensorformaten wählen zu können, doch eine klare Linie kann ich persönlich im System nicht erkennen. Irgendwo wird man ständig mit Kompromissen konfrontiert.

Verzicht ist eine vielgeforderte Tugend, und Bescheidenheit eine Zier. Im Zweifelsfalle führen meist beide zu einem kostengünstigeren Lebenswandel....Cephalotus schrieb:Da gehe ich persönlich doch lieber den Kompromiss ein, evtl auf die rauscharmen hohen ISO Werte verzichten zu müssen...

Der Vergleich ist nicht sonderlich ausagekräftig. Denn eine Steigerung der Sensorgröße geht stets mit einer Steigerung der Auflösung einher. Was wiederum erhöhte Anforderungen an das somit höhere Aufkommen an Sensordaten darstellt. Das Datenaufkommen muß mit mehr Pufferspeicher aufgefangen werden, die Datenverwaltung und das Processing muß schneller erfolgen, und das alles bei möglichst geringer Stromaufahme und Wärmeentwicklung.Cephalotus schrieb:Seid ihr Euch denn so sicher, dass Vollformat wirklich sooo billig werden wird. Meines Wissens kostet ein 8" Silizium Wafer (für die Chip Fertigung) derzeit rund 1000 $, Tendenz steigend. Ohne Gewähr.
Dies macht das "Gesamtpaket" - auflösungsbedingt! -einfach teurer. So wie bei der Nikon D2X. Man könnte deshalb auch umgekehrt fragen: warum sind hochauflösende (12 MP) APS-C DSLR nicht soo viel billiger?
Deshalb: die "Strategie" der 4/3 - und APS-C Sensoren ist keine, und ist nie eine gewesen, sondern nur eine Umsetzung des "Machbaren". Sie wurde halt von geschickten Marketingstrategen als "Strategie" verkauft - unter der Annahme eines hinlänglich langen "Lifecycle" von APS-C DSLRs im Hinblick auf die zu erwartende Technik- und Kostenentwicklung bei Bildsensoren.
Nun hat Canon geschickterweise viel früher als erwartet eine 12,5 MP FF-Sensor DSLR herausgebracht und auch noch angekündigt, künftig eine einheitliche FF-DSLR Produktpalette anzustreben. Die zugegebenermaßen aufgrund der größeren Sensorfläche auch künftig mehr Auflösungspotential bietet. Eine von Profi-Fotografen begrüßte, und als erfreulich angesehene Entwicklung. Und somit unzweifelhaft auch mit Einfluß auf den Amateur- und semiprofessionellen Markt. Denn dessen Zielgruppen schielen stets mehr oder minder heftig nach dem Markt der "Profi-Produkte". Aber das bleibt jedem einzelnen selbst überlassen. Ich bin weder Profi noch Markenfetischist, und kann mit 8 MP und dem 1,3er Crop gut leben. Genauso wie andere mit 5-8 oder gar 12 MP und 1,6er Crop oder 4/3. Man sollte vielleicht daraus einfach keine Lebensphilosophie machen - denn nur die persönliche Zufriedenheit mit den Ergebnssen zählt. Und die liegt in den meisten Fällen viel eher in der Erfahrung und "Leistungsfähigkeit" des Fotografen denn in der seiner Kamera.