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Bildbearbeitung (JA/NEIN?!) Eure Meinung ist interessant

  • Themenersteller Themenersteller Gast_333240
  • Erstellt am Erstellt am
Ich habe jetzt zwar nicht alles gelesen, aber meiner Meinung nach gehört die Nachbearbeitung am PC heute genauso zum Fotografieren wie früher die Nachbearbeitung im Fotolabor (auch da konnte man noch einiges drehen). Die Bildkomposition, das "das Motiv ins rechte Licht rücken", ist ja nur der erste Teil der Fotografie.

Wenn man dann die JPEG-ooc nimmt gibt man ja quasi einen Teil (bzw. einen größeren Teil als man müsste) der gestalterischen Tätigkeit an den Kamerahersteller ab.

Allerdings hat man heute den Vorteil dass man schon viel mehr Einstellungen in der Kamera anpassen kann, direkt an der Kamera nachkorrigieren kann, Profile erstellen kann und so Nacharbeit vorweg nehmen kann.
 
Natürlich ist es hilfreich und aufregend, wenn man das Bild anschließend noch am Computer auf das Ergebnis bringt, wie es der eigenen Vorstellung entspricht aber hat es dann wirklich etwas mit dem Ursprung zu tun?

Eventuell liegt hier dein Irrtum. Ein Bild vor Ort so einzufangen wie es in Echt ist, ist schlicht nicht möglich. Es findet immer eine Bildverarbeitung statt, wobei immer Verfälschungen entstehen. Zudem zeichnet die Kamera mehr auf als in den JPEG-OOC erkennbar ist.

Der unterschied ist wenn ich keine Nachbearbeitung mache entscheidet die Kamera in welche Richtung die Bilder verfälscht werden. Wenn ich die Settings in der Kamera vorher anpasse gewinnt man etwas darüber an Kontrolle in welche Richtung die Bilder verfälscht werden. Und zu Hause am PC kann ich den vollen Datenumfang nützen den mir die Kamera liefert.
 
Zumindest bei mir kommt dazu das Fotos ein Hobby sind und ua. meine Stimmungslage wieder spiegeln. Im Abstand von einigen Monaten kann das selbe Bild völlig anders "behandelt" werden/diese Stimmung treffen.

Oder Bilder werden "Zweckentfremdet" und bewusst verfälscht um zB. als Hintergrund zu dienen. Da wird dann aus dem hellen Wäldchen schon mal ein "düsterer Urwald" und der dient dann als Hintergrund-Ebene für ein 1:24er "Monster"

Auf BEA zu verzichten würde mir einen Teil vom Spass (und Nutzen) der Fotografie nehmen
 
Ich habe jetzt zwar nicht alles gelesen, aber meiner Meinung nach gehört die Nachbearbeitung am PC heute genauso zum Fotografieren wie früher die Nachbearbeitung im Fotolabor (auch da konnte man noch einiges drehen).
(...)

Genau dieses!

Auch die klassische Fotografie war immer "Bildbearbeitung" im weitesten Sinn.
Wenn man früher mit Film fotografiert hat, dann hat das Labor/die Dunkelkammer nicht selten bei der Ausbelichtung der Abzüge noch das ein oder andere an unterbelichteten Bildern retten können.

Und selbst mit dem Auswahl des Filmes hat man einen Einfluss auf die Farbcharakteristik des Bildes. Ein Velvia macht eben andere (gesättigtere, kontrastreichere) Bilder als ein Provia, mit anderen Farbkurven. Und ein Kodak E100 (der dieses Jahr neu aufgelegt wird...) wird wohl wieder andere Farb- und Kontrast-Charakteristika haben (auf die ich schon gespannt bin..auch wenn ich eigentlich nicht mehr Analog knipse, aber die F80 liegen noch im Schrank.).

Und das alles sind Diafilme, bei denen man an der Entwicklung nicht mehr wirklich was ändern kann, anders als bei Papierabzügen. Außer natürlich eine bewusste Fehlentwicklung oder Cross-Entwicklung zu machen. Was auch wieder irgendwo "Bildbearbeitung" ist.
 
Ich verurteile es nicht, ich finde es eher nur Schade, wenn doch in vielen Threads oder Plattformen, häufiger "stark" bearbeitete Bilder vorzufinden sind, also die weniger oder nicht bearbeiteten Bilder. Ich möchte für mich die Handschrift des Fotografen erkennen und nicht sein Können mit dem Bearbeitungsprogramm.
Bildbearbeitung gehört zum kreativen Prozess in der Fotografie. Das kannst du drehen und wenden wie du willst, aber es gehört dazu. Wenn du es nicht selber machen willst, kann es deine Kamera für dich erledigen, nur wird das eher nach Art der Kamera als nach deiner persönlichen gehen.
Die echte, eigene Handschrift des Fotografen kommt erst MIT einer kontrollierten Bearbeitung der Bilder. Ob er nun die Jpeg-Engine seiner Kamera dafür besonders gut im Griff hat oder es am Rechner macht, ist dabei zweitrangig, auch wenn am Rechner der eigene Stil noch individueller sein kann.

Ich spreche hier nicht von Bildbearbeitung im Sinne der Verbesserung rein technischer Qualitäten wie Rauscharmut etc. Ich meine das setzen von Akzenten, Konrolle über Farben und Kontraste, etc., so dass das Bild an Wirkung oder Aussage gewinnt.
 
Was ist der Ursprung ?
Damit ist das Ursprungsbild gemeint, also so wie das Motiv im ersten Moment entstanden ist.
Ich verstehe aber, dass es jedes Mal unterschiedlich sein wird und auch nicht immer ersichtlich ist, also erst später am Computer, ob das Bild wirklich der Vorstellung entspricht und falls nicht, wird eben in dem erforderlichen Umfang editiert. :top:

Wenn das Deine Auffassung ist, dann dürfte dieser ganze Thread obsolet sein.
Bitte richtig verstehen. Ich verteufele die Bildbearbeitung nicht. Mir geht es mehr um die Meinung dazu, also wie in den Ausgangsfragen schon gefragt worden ist. :) Ich möchte und habe mir schon eine grobe Meinung dazu gebildet und bereits mit der leichten Bearbeitung eines Bildes begonnen. Um mich da heranzutasten und zu schauen, ob aus dem Motiv genau das werden kann, was ich mir vorgestellt habe, also was die Kamera nicht geschafft hat aufzunehmen. :D

Eventuell liegt hier dein Irrtum. Ein Bild vor Ort so einzufangen wie es in Echt ist, ist schlicht nicht möglich. Es findet immer eine Bildverarbeitung statt, wobei immer Verfälschungen entstehen. Zudem zeichnet die Kamera mehr auf als in den JPEG-OOC erkennbar ist.
Ich verstehe. Also ist die Einstellung in der Kamera auch so gesehen eine Bildbearbeitung, zumindest in dem Umfang, wie es möglich ist.

Bildbearbeitung gehört zum kreativen Prozess in der Fotografie. Das kannst du drehen und wenden wie du willst, aber es gehört dazu. Wenn du es nicht selber machen willst, kann es deine Kamera für dich erledigen, nur wird das eher nach Art der Kamera als nach deiner persönlichen gehen.
Die echte, eigene Handschrift des Fotografen kommt erst MIT einer kontrollierten Bearbeitung der Bilder. Ob er nun die Jpeg-Engine seiner Kamera dafür besonders gut im Griff hat oder es am Rechner macht, ist dabei zweitrangig, auch wenn am Rechner der eigene Stil noch individueller sein kann.

Ich spreche hier nicht von Bildbearbeitung im Sinne der Verbesserung rein technischer Qualitäten wie Rauscharmut etc. Ich meine das setzen von Akzenten, Konrolle über Farben und Kontraste, etc., so dass das Bild an Wirkung oder Aussage gewinnt.
Ich kann das jetzt besser nachvollziehen. Man kann ein Bild bei der Bearbeitung ins extreme ziehen oder es gesund bearbeiten, so dass es an Wirkung oder Aussage gewinnt.
Ich werde die Bilder, die meiner Ansicht nach extrem stark bearbeitet worden sind, einfach nicht mit ins Boot nehmen, also mir darüber keinen weiteren Urteil mehr bilden und es lockerer sehen - es ist die jeweilige Handschrift des Fotografen. Nicht mehr und nicht weniger. Und jeder wie Er mag. :)
 
Danke, aber ausgerechnet dem Mallorca Nachtbild von der Kathedrale, habe ich ca. ein Drittel des Himmels im Photoshop spendiert:eek:.

Da hast du mich missverstanden. Das Mallorca-Bild hatte ich als Negativ-Beispiel für nachträgliche Bildbearbeitung angeführt.

Um diese Bereiche ohne EBV sichtbar zu machen, hätte ich länger belichten müssen (was unwiederbringlich viele Details in den Lichtern geschluckt hätte) oder die Blende aufmachen müssen (Details in den Lichtern weg, Blendensterne weniger ausgeprägt).

Dieses Problem kennt wohl jeder Fotograf. Und die "Tiefen aufhellen" ist bei dem Helligkeitskontrast in meinen Augen die schlechteste Wahl. HDR wäre hier der beste Weg gewesen.

Zudem zeichnet die Kamera mehr auf als in den JPEG-OOC erkennbar ist.

Der unterschied ist wenn ich keine Nachbearbeitung mache entscheidet die Kamera in welche Richtung die Bilder verfälscht werden. Wenn ich die Settings in der Kamera vorher anpasse gewinnt man etwas darüber an Kontrolle in welche Richtung die Bilder verfälscht werden. Und zu Hause am PC kann ich den vollen Datenumfang nützen den mir die Kamera liefert.

Alles richtig, mit dem richtigen Maß.
So wie ich es ein paar posts vorher geschrieben habe, sollte man die basics der Fotografie nicht überspringen und gleich mit EBV anfangen. Grenzen kennenlernen und Technik gezielt einsetzen. Man glaubt gar nicht, wenn man das beherzigt, wie viel Nachbearbeitung dann auf einmal nicht mehr nötig ist.

Weiß nicht ob es an meinem beruflichen Hintergrund liegt, aber grafische Störfaktoren erkenne ich meist recht schnell und sie stören mich beim Betrachten eines Bildes. Die größte "Volkskrankheit" unter Hobby-Fotografen ist das Nachschärfen und dunkle Stellen aufhellen. Wenn das übertrieben wird, wird das Bild pixelig/körnig. Mag dem einen gefallen, hat aber nichts mit Qualität zu tun.
Schwarz besteht nun mal aus den 3 Grundfarben Gelb, Magenta und Cyan. Eine gelbe Wand zu dunkel belichtet wird schwarz. Am PC aufgehellt bekommst du einen Farbmatsch aus den 3 Grundfarben, aber niemals kommt das ursprüngliche Gelb zum Vorschein. Na klar, Bild verkleinern oder mehr Abstand beim Betrachten halten, und schon fällt das nicht mehr so sehr auf. Aber ist das das Ziel ?

Von einer ganz anderen Seite betrachtet:
Ich lese häufig hier im Forum, dass man sich mal mit einer Festbrennweite beschränken sollte. Einfach mal losziehen und unter den beschränkten Möglichkeiten das Beste heraus holen.
Vielleicht auch mal einen Rat Wert, es mal ohne EBV zu versuchen :)
Da es die Möglichkeit der EBV gibt macht sich kaum einer wirklich einen Kopf darum, was er mit der Kamera verbessern kann. Man kann es ja hinterher korrigieren. Es wird zu schnell aufgegeben. Und genau so gibt es dann Antworten hier im Forum, wenn einer ein Problem schildert: "Bekommste hinterher am PC wieder hin !"
 
Von einer ganz anderen Seite betrachtet:
Ich lese häufig hier im Forum, dass man sich mal mit einer Festbrennweite beschränken sollte. Einfach mal losziehen und unter den beschränkten Möglichkeiten das Beste heraus holen.
Vielleicht auch mal einen Rat Wert, es mal ohne EBV zu versuchen :)
Da es die Möglichkeit der EBV gibt macht sich kaum einer wirklich einen Kopf darum, was er mit der Kamera verbessern kann. Man kann es ja hinterher korrigieren. Es wird zu schnell aufgegeben. Und genau so gibt es dann Antworten hier im Forum, wenn einer ein Problem schildert: "Bekommste hinterher am PC wieder hin !"

Verstehe ich richtig, dass die Einstellmöglichkeiten in der Kamera und auch die integrierten Bearbeitungsmöglichkeiten schon ein gewisses Maximum an zufriedenem Ergebnis liefern können? :)
Ich frage deshalb, weil ich bis jetzt davon ausging, dass die Bearbeitung in der Kamera eher die letzte Option ist, also nach der Bearbeitung am Computer. :)
 
Verstehe ich richtig, dass die Einstellmöglichkeiten in der Kamera und auch die integrierten Bearbeitungsmöglichkeiten schon ein gewisses Maximum an zufriedenem Ergebnis liefern können? :)
Ich frage deshalb, weil ich bis jetzt davon ausging, dass die Bearbeitung in der Kamera eher die letzte Option ist, also nach der Bearbeitung am Computer. :)

Es ist unbestritten, dass ein RAW wesentlich mehr Bildinformationen liefert, als ein fertiges JPG aus der Kamera. Fertig aus der Kamera ist aber das Maximum an Qualität (technische Qualität, nicht gestalterische Qualität), welches heraus zu holen ist. Die Kunst der EBV ist, gestalterisch eine Verbesserung zu erzielen, ohne die technische Qualität zu zerstören. Dafür muss man EBV aber auch perfekt beherrschen. Wie viele können das von sich behaupten ?

Ich erreiche zu 95% mit den Einstellmöglichkeiten der Kamera (und hier beziehe ich mich auf meine Kamera) eine absolute Zufriedenheit für mich selbst. Hin und wieder stoße aber auch ich an die Grenzen, nur beherrsche ich die EBV nicht.

Das beste Beispiel ist das Nachschärfen. Ein Bild, welches nicht perfekt fokussiert wurde, wird auch in der EBV nicht schärfer. Man kann nur den Eindruck von Schärfe vermitteln. Aber technisch schärfer wird es nicht. Man verhunzt das Bild nur und muss es sich mit einem wesentlich größerem Abstand angucken. Fällt mir häufig auf Flickr auf. In der Übersicht kommt ein Bild gut rüber, bis ich es anklicke und in einem größeren Ausgabeformat ansehe.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen EBV, aber es ist kein Ersatz für nachlässiges Arbeiten mit der Kamera. Und manche Dinge sollte man tatsächlich der Kamera überlassen. Viele überschätzen sich einfach was EBV angeht. Da man aber auch als Anfänger immer und immer die Predigt hört, man muss bearbeiten, lernen viele weder den Umgang mit der Kamera, und für wirklich gute EBV braucht man viel Zeit, Geduld und einen guten Lehrer. Das trifft wohl auf die Wenigsten zu.
 
Verstehe ich richtig, dass die Einstellmöglichkeiten in der Kamera und auch die integrierten Bearbeitungsmöglichkeiten schon ein gewisses Maximum an zufriedenem Ergebnis liefern können? :)
Ich frage deshalb, weil ich bis jetzt davon ausging, dass die Bearbeitung in der Kamera eher die letzte Option ist, also nach der Bearbeitung am Computer. :)

Macht es im Ergebnis einen unterschied, ob ich den Nagel mit dem Hammer oder mit einem Stein einschlage ?
Ersteres ist einfacher und flüssiger, ähnlich würde ich auch den Unterschied in Deinem Beispiel sehen.
Am Ende ist der Nagel in der Wand.
 
Hier mal ein Beispiel von mir selber.
Wie schon gesagt, ich habe EBV nie gelernt (so wie wahrscheinlich die meisten), es trotzdem hin und wieder probiert.
Es geht um einen Sonnenuntergang. Gegen die Sonne (auch wenn verdeckt), mit dem dunklen Motiv im Vordergrund. Eine schwierige Situation, bei der jeder hier sagen wird: "Das geht ohne EBV nicht".

Ausgabegröße leider unterschiedlich, aber man kann den Unterschied trotzdem erkennen.

Hier mein JPG-OOC:

The sun goes down over cologne by Mettwoosch, auf Flickr

Und hier das, was ich aus dem RAW gemacht habe:

1508_bk.jpg

Das Gras im Vordergrund und auch die Gebäude auf der anderen Rheinseite (speziell links neben den Kranhäusern) werden kriselig und farblich unanschaubar (waren halt sehr dunkel, wenn man auf die Lichter belichtet). Nach ca 2-3 Std experimentieren und herumschrauben habe ich mich für das fertige JPG aus der Kamera entschieden.
Mein Ziel war es, die dunklen Bereiche heller zu bekommen. Aber ohne Qualitätsverlust ging es einfach nicht. Klar, wenn ich jetzt einen Meter vom Monitor weg gehe, sieht das gar nicht schlecht aus. Aber das reicht mir persönlich nicht ;)
 
Sehr vieles geht in der Kamera, das ist korrekt - aber wenn ich jetzt Landschaften fotografiere muss ich dann ggf. das Bildprofil Landschaft aktivieren, Active-D-lightning passend einstellen etc., beim Portrait dann Bildstil Portrait, ggf. warmer Weissabgleich, ADL wieder aus...

Da bin ich dann letztlich schneller, wenn ich einfach in Lightroom das passende Preset auswähle und muss mich nicht durch das Kamera-Menü hangeln.
 
Sehr vieles geht in der Kamera, das ist korrekt - aber wenn ich jetzt Landschaften fotografiere muss ich dann ggf. das Bildprofil Landschaft aktivieren, Active-D-lightning passend einstellen etc., beim Portrait dann Bildstil Portrait, ggf. warmer Weissabgleich, ADL wieder aus...
.

Ja, die Bild-Styles ... :)
Das ist an der Kamera eines der ersten Dinge, welche ich nach einem Neukauf einstelle. Die voreingestellten Profile sind Rotz, ähneln sich vollkommen.
Aber die Arbeit mache ich mir nur einmal, danach sitzen die Bilder.
Die Bild-Styles habe ich übrigens auf einer Taste ...
 
Man kann ein Bild bei der Bearbeitung ins extreme ziehen oder es gesund bearbeiten, so dass es an Wirkung oder Aussage gewinnt.

'Extrem bearbeiten' und 'an Wirkung und Aussage gewinnen' sind keine Gegensaetze. Wie immer haengt es (abgesehen vom jeweiligen Geschmack) davon ab, ob derjenige es 'kann' oder nicht bzw. Fehler gemacht wurden.

'Extreme Bearbeitung' ist nicht per se schlecht genausowenig wie 'wenig Bearbeitung' automatisch gut ist.

Schwarz besteht nun mal aus den 3 Grundfarben Gelb, Magenta und Cyan.

Nein. Entweder es gibt die Grundfarben Gelb, Magenta, Cyan und _Schwarz_ (subtraktiv, typisch fuer den Druck, CMYK) oder es gibt z.B. Rot, Gruen und Blau (additiv, typisch fuer selbstleuchtende Anzeigen/Licht, wenn man die Helligkeits/Farbigkeitsmodelle ignoriert, die tatsaechlich fuer die Anzeige verwendet werden).


Eine gelbe Wand zu dunkel belichtet wird schwarz. Am PC aufgehellt bekommst du einen Farbmatsch aus den 3 Grundfarben, aber niemals kommt das ursprüngliche Gelb zum Vorschein.

Das ist auch nciht ganz richtig, meistens ist es eben kein reines schwarz sondern - in deinem Beispiel - 'Dunkelgelb'.


Die Kunst der EBV ist, gestalterisch eine Verbesserung zu erzielen, ohne die technische Qualität zu zerstören. Dafür muss man EBV aber auch perfekt beherrschen.

Nein, das ist Falsch. Man muss nur wissen, was man tut - genau wie beim photographieren selbst.

Nicht gegen dich speziell gerichtet, nur weil's mir wieder auffaellt: EBV ist _E_lektronische _B_ild_v_erarbeitung, das ist eine automatisierte Verarbeitung von Bildern (Videos), wie sie etwa notwendig ist um einen QR Barcode zu dekodieren oder Gesichter zu erkennen oder OCR. Das, warum es hier geht, ist Bildbearbeitung.



Ich bin nicht grundsätzlich gegen EBV, aber es ist kein Ersatz für nachlässiges Arbeiten mit der Kamera. Und manche Dinge sollte man tatsächlich der Kamera überlassen. Viele überschätzen sich einfach was EBV angeht.

Das muss man nocheinmal zitieren.


Da man aber auch als Anfänger immer und immer die Predigt hört, man muss bearbeiten, lernen viele weder den Umgang mit der Kamera, und für wirklich gute EBV braucht man viel Zeit, Geduld und einen guten Lehrer.

Ich glaube nicht, dass die Leute deswegen den Umgang mit der Kamera nicht lernen. Ich wuerde umgekehrt behaupten, dass 'wenig Umgang mit der Kamera lernen' und 'Bildbearbeitung nicht richtig lernen' beides Symptome mit derselben Ursache sind.
 
Ja, die Bild-Styles ... :)
Das ist an der Kamera eines der ersten Dinge, welche ich nach einem Neukauf einstelle. Die voreingestellten Profile sind Rotz, ähneln sich vollkommen.
Aber die Arbeit mache ich mir nur einmal, danach sitzen die Bilder.
Die Bild-Styles habe ich übrigens auf einer Taste ...

Ich auch, bzw. im Schnellmenü :)
 
Alles richtig, mit dem richtigen Maß.
So wie ich es ein paar posts vorher geschrieben habe, sollte man die basics der Fotografie nicht überspringen und gleich mit EBV anfangen. Grenzen kennenlernen und Technik gezielt einsetzen. Man glaubt gar nicht, wenn man das beherzigt, wie viel Nachbearbeitung dann auf einmal nicht mehr nötig ist.

Man kann viele Basics überspringen. Viele machen auch nicht mehr viel Sinn. Digitale Fotografie ist nunmal anders als analoge und hat Möglichkeiten die man so früher nicht hatte.
Weiß nicht ob es an meinem beruflichen Hintergrund liegt, aber grafische Störfaktoren erkenne ich meist recht schnell und sie stören mich beim Betrachten eines Bildes. Die größte "Volkskrankheit" unter Hobby-Fotografen ist das Nachschärfen und dunkle Stellen aufhellen. Wenn das übertrieben wird, wird das Bild pixelig/körnig. Mag dem einen gefallen, hat aber nichts mit Qualität zu tun.
Schwarz besteht nun mal aus den 3 Grundfarben Gelb, Magenta und Cyan. Eine gelbe Wand zu dunkel belichtet wird schwarz. Am PC aufgehellt bekommst du einen Farbmatsch aus den 3 Grundfarben, aber niemals kommt das ursprüngliche Gelb zum Vorschein. Na klar, Bild verkleinern oder mehr Abstand beim Betrachten halten, und schon fällt das nicht mehr so sehr auf. Aber ist das das Ziel ?
Wo liegt der Unterschied ob man den Farbmatsch aus der Kamera nimmt, oder sich den Matsch zuhause so hin dreht wie er einem passt? Ich bin zwar auch der Meinung das viele es übertreiben, aber zu meinen die Farben der JPEG ooc sind echter ist einfach falsch. Selbst der RAW Prozess in der Kamera ist nicht frei von Beeinflussung. Das ursprüngliche gelb bekommt man da auch nicht und das ist nicht einmal das Ziel der Kamera Hersteller. Realitätsnahe Farben werden in Vergleichstests tendenziell eher negativ bewerten.
Von einer ganz anderen Seite betrachtet:
Ich lese häufig hier im Forum, dass man sich mal mit einer Festbrennweite beschränken sollte. Einfach mal losziehen und unter den beschränkten Möglichkeiten das Beste heraus holen.
Vielleicht auch mal einen Rat Wert, es mal ohne EBV zu versuchen :)
Da es die Möglichkeit der EBV gibt macht sich kaum einer wirklich einen Kopf darum, was er mit der Kamera verbessern kann. Man kann es ja hinterher korrigieren. Es wird zu schnell aufgegeben. Und genau so gibt es dann Antworten hier im Forum, wenn einer ein Problem schildert: "Bekommste hinterher am PC wieder hin !"

Das mit den Festbrennweiten ist auch so ne Sache. Ich mag Festbrennweiten, aber man lernt doch das Fotografieren nicht schneller oder besser wenn man sich auf einen Bildwinkel beschränkt. Der Bildwinkel ist ein ebenso wichtiger Teil wie Blende, Belichtungszeit und ISO.

Man lernt Fotografieren am besten wenn man sich mit der Materie beschäftigt. Und da ist es im Endeffekt egal ob man mit einer lichtstarken Festbrennweite (mehr Kontrolle über Blende) oder einem Zoom (mehr Kontrolle über Bildwinkel) beginnt.

Das "Bekommste hinterher am PC wieder hin !" Ist ja auch Unsinn. Ein Bild das vorher nicht vernünftig gemacht wurde wird am PC auch nicht zwingend besser. Am besten zur Nachbearbeitung eignen sich Bilder die vorher auch richtig belichtet wurden und die in der Komposition gut sind.
 
Nein. Entweder es gibt die Grundfarben Gelb, Magenta, Cyan und _Schwarz_ (subtraktiv, typisch fuer den Druck, CMYK) oder es gibt z.B. Rot, Gruen und Blau (additiv, typisch fuer selbstleuchtende Anzeigen/Licht, wenn man die Helligkeits/Farbigkeitsmodelle ignoriert, die tatsaechlich fuer die Anzeige verwendet werden).

Du hast Recht, aber so tief brauchen wir in die Materie nicht rein. Wenn du ein Bild druckst, hast du wieder YMC ;)
Und wenn dein RAW in den dunklen Stellen wirklich aus Schwarz bestehen würde, dann holst du da gar keine Farben mehr raus.

In den Printmedien wird oftmals Schwarz aus den 3 Grundfarben gemischt, welches jeden Drucker (Mensch, nicht Maschine) zur Verzweiflung bringt.
In der Fotografie ist es ähnlich, auch wenn sich die Problematik hier etwas anders stellt.

Wo liegt der Unterschied ob man den Farbmatsch aus der Kamera nimmt, oder sich den Matsch zuhause so hin dreht wie er einem passt? Ich bin zwar auch der Meinung das viele es übertreiben, aber zu meinen die Farben der JPEG ooc sind echter ist einfach falsch. Selbst der RAW Prozess in der Kamera ist nicht frei von Beeinflussung. Das ursprüngliche gelb bekommt man da auch nicht und das ist nicht einmal das Ziel der Kamera Hersteller. Realitätsnahe Farben werden in Vergleichstests tendenziell eher negativ bewerten.

Dann drücke ich mich klarer aus:
Wenn ich lange genug belichte, bekomme ich auch dunkle Bereich hell in den "richtigen" Farben (lass uns jetzt nicht von Abweichungen reden, sondern von der grundsätzlichen Farbe). Problem ist jetzt, dass hellere Bereiche im Bild kaputt gehen. Also belichte ich kürzer und hole mir über die nachträgliche Bildbearbeitung die Tiefen wieder. Nun hast du aber deine eigentliche Farbe nicht mehr zu 100% dargestellt, sondern kommst in´s Schwarz. Und wenn du das aufhellst, bekommst du Farbinformationen der 3 Grundfarben. Dies sieht dann so kriselig aus, wie auf meinem Beispielbild. Mir persönlich reicht sowas nicht.
Für mich ist bei so einem Motiv mit starkem Hell/Dunkel Kontrast ein HDR der einzige Weg, sich die Farbinformationen nicht kaputt machen zu lassen.

Nicht gegen dich speziell gerichtet, nur weil's mir wieder auffaellt: EBV ist _E_lektronische _B_ild_v_erarbeitung, das ist eine automatisierte Verarbeitung von Bildern (Videos), wie sie etwa notwendig ist um einen QR Barcode zu dekodieren oder Gesichter zu erkennen oder OCR. Das, warum es hier geht, ist Bildbearbeitung.

Es hat in der Vergangenheit einer Diskussion nicht geholfen, und wird es auch in Zukunft nicht, wenn man versucht auf einer Formulierung herum zu reiten. Anfangs habe ich von Bearbeitung gesprochen. Da wurde ich korrigiert, dass auch die Kamera "bearbeitet". Lasst uns aufhören Haare zu spalten und uns lieber dem Inhalt der Aussagen widmen ;)
 
Dieses Problem kennt wohl jeder Fotograf. Und die "Tiefen aufhellen" ist bei dem Helligkeitskontrast in meinen Augen die schlechteste Wahl. HDR wäre hier der beste Weg gewesen.

Gefühlt 95% der HDR Bilder, die ich gesehn habe, finde ich geschmacklos und überdreht. Deswegen bleibe ich lieber bei einer einzelnen RAW Datei. Nur simples "Tiefen aufhellen" (die Bilder sehen mir zu "flach" aus) mache ich nur in seltenen Fällen. In der Regel belichte ich Teilbereiche des Bildes (mit Verlaufs, Radial Filter oder dem Pinselwerkzeug in Lightroom) bei Bedarf. Erst dann ziehe ich, wenn nötig die Tiefen hoch. Die Dateien D810 bei ISO64 verhalten sich gerade bei solchen Spielchen bei recht gutmütig und zeigen selbst bei Nachbelichtung um 3EV bis 4EV kaum negative Wirkung in Form von Rauschen.

Es ist ja nicht so, dass ich wirklich bei jedem Bild eine Stunde dran sitze, und mir einen Wolf bearbeite. Das passiert nur bei dem problematischen Bildern, z.B. auch bei Innenräumen Dort wären 3 Aufnahmen bei Blende 11 und unterschiedlichen Belichtungen zu einem HDR zusammengefügt vermutlich ideal. Nur leider sind in solchen Locations Stative nicht erlaubt/nicht erwünscht/nicht möglich. Das einzige was hilft, ist eine stabile Körperhaltung, gutes Objektiv welches bereits bei Offenblende oder etwas abgeblendet gute Ergebnisse liefert, eine Kamera die RAW Dateien mit guten Bearbeitungsreserven bringt, ein vernünftiger Bildstabilisator (wegen der möglichst kürzesten Belichtungszeit). Und natürlich EBV.

Hier ein bearbeitetes Beispiel (15mm, Blende 4, 1/15sek., ISO64) dafür, was ich meine. Das unbearbeitete RAW aus der Kamera liefere ich nachmittags nach:


Bei solchen Situationen, und die sind keine absolute Seltenheit bei meiner Fotopraxis, könnte ich niemals dieses Ergebnis (mir gefällt es, ob es anderen gefällt ist für mich zweitrangig) mit den JPEG Einstellungen in der Kamera erreichen.

Deswegen, Bildbearbeitung außerhalb der Kamera => JA
 
Fertig aus der Kamera ist aber das Maximum an Qualität (technische Qualität, nicht gestalterische Qualität), welches heraus zu holen ist.

Das stimmt so nicht. Die Bilder kommen so aus der Kamera wie die Kamera eingestellt wurde. Das ist nicht das Maximum an Qualität. Weder technisch noch gestalterisch. Wenn es denn sowas überhaupt geben sollte. Jeder Hersteller hat da so seinen Style. Es gibt ganze Foren voll von unterschieden zwischen Canon, Nikon etc.

Im Grunde machst du mit den Anpassungen der Bild Styles ja auch nicht viel was anderes als andere hinterher am PC. Beides ist EBV. Am PC hat man den Vorteil des großen Bildschirms und der umfangreichen Bedoenstruktur. An der Kamera kann man sich vorgefertigte Schablonen basteln, um hinterher weniger bis nichts mehr machen zu müssen.
 
Dann drücke ich mich klarer aus:
Wenn ich lange genug belichte, bekomme ich auch dunkle Bereich hell in den "richtigen" Farben (lass uns jetzt nicht von Abweichungen reden, sondern von der grundsätzlichen Farbe). Problem ist jetzt, dass hellere Bereiche im Bild kaputt gehen. Also belichte ich kürzer und hole mir über die nachträgliche Bildbearbeitung die Tiefen wieder. Nun hast du aber deine eigentliche Farbe nicht mehr zu 100% dargestellt, sondern kommst in´s Schwarz. Und wenn du das aufhellst, bekommst du Farbinformationen der 3 Grundfarben. Dies sieht dann so kriselig aus, wie auf meinem Beispielbild. Mir persönlich reicht sowas nicht.
Für mich ist bei so einem Motiv mit starkem Hell/Dunkel Kontrast ein HDR der einzige Weg, sich die Farbinformationen nicht kaputt machen zu lassen.
"Richtige" Farben existiert so nicht. Man hat immer eine Farbinformationen aus drei Grundfarben. Farben sind immer verfälscht.
 
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