Danke, aber ausgerechnet dem Mallorca Nachtbild von der Kathedrale, habe ich ca. ein Drittel des Himmels im Photoshop spendiert

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Da hast du mich missverstanden. Das Mallorca-Bild hatte ich als Negativ-Beispiel für nachträgliche Bildbearbeitung angeführt.
Um diese Bereiche ohne EBV sichtbar zu machen, hätte ich länger belichten müssen (was unwiederbringlich viele Details in den Lichtern geschluckt hätte) oder die Blende aufmachen müssen (Details in den Lichtern weg, Blendensterne weniger ausgeprägt).
Dieses Problem kennt wohl jeder Fotograf. Und die "Tiefen aufhellen" ist bei dem Helligkeitskontrast in meinen Augen die schlechteste Wahl. HDR wäre hier der beste Weg gewesen.
Zudem zeichnet die Kamera mehr auf als in den JPEG-OOC erkennbar ist.
Der unterschied ist wenn ich keine Nachbearbeitung mache entscheidet die Kamera in welche Richtung die Bilder verfälscht werden. Wenn ich die Settings in der Kamera vorher anpasse gewinnt man etwas darüber an Kontrolle in welche Richtung die Bilder verfälscht werden. Und zu Hause am PC kann ich den vollen Datenumfang nützen den mir die Kamera liefert.
Alles richtig, mit dem richtigen Maß.
So wie ich es ein paar posts vorher geschrieben habe, sollte man die basics der Fotografie nicht überspringen und gleich mit EBV anfangen. Grenzen kennenlernen und Technik gezielt einsetzen. Man glaubt gar nicht, wenn man das beherzigt, wie viel Nachbearbeitung dann auf einmal nicht mehr nötig ist.
Weiß nicht ob es an meinem beruflichen Hintergrund liegt, aber grafische Störfaktoren erkenne ich meist recht schnell und sie stören mich beim Betrachten eines Bildes. Die größte "Volkskrankheit" unter Hobby-Fotografen ist das Nachschärfen und dunkle Stellen aufhellen. Wenn das übertrieben wird, wird das Bild pixelig/körnig. Mag dem einen gefallen, hat aber nichts mit Qualität zu tun.
Schwarz besteht nun mal aus den 3 Grundfarben Gelb, Magenta und Cyan. Eine gelbe Wand zu dunkel belichtet wird schwarz. Am PC aufgehellt bekommst du einen Farbmatsch aus den 3 Grundfarben, aber niemals kommt das ursprüngliche Gelb zum Vorschein. Na klar, Bild verkleinern oder mehr Abstand beim Betrachten halten, und schon fällt das nicht mehr so sehr auf. Aber ist das das Ziel ?
Von einer ganz anderen Seite betrachtet:
Ich lese häufig hier im Forum, dass man sich mal mit einer Festbrennweite beschränken sollte. Einfach mal losziehen und unter den beschränkten Möglichkeiten das Beste heraus holen.
Vielleicht auch mal einen Rat Wert, es mal ohne EBV zu versuchen

Da es die Möglichkeit der EBV gibt macht sich kaum einer wirklich einen Kopf darum, was er mit der Kamera verbessern kann. Man kann es ja hinterher korrigieren. Es wird zu schnell aufgegeben. Und genau so gibt es dann Antworten hier im Forum, wenn einer ein Problem schildert: "Bekommste hinterher am PC wieder hin !"