Ich möchte mich gerne dem Post von iCre anschließen.
Ein Wechsel am Anfang ist sinnig, denn Du musst erstmal Erfahrungen über das bloße "im Laden in der Hand halten und rumspielen" gemacht haben um wirklich zu sehen, ob Dir ein System liegt oder nicht.
Auch ich finde, dass die Wahl das Bodys eher sekundär ist. Das einzige WAS an einem Body ENTSCHEIDEND ist, sind NICHT die 1000 Funktionen, die er bietet, sondern ob diese Funtkionen GUT BEDIENBAR sind. Mir nützen abermillionen Spezialfunktionen nicht, wenn ich sie nur über Umwege anwählen kann, oder sie mir beim Fotografieren im Weg stehen. Ich habe selbst lange Zeit gehadert ob ich mir eine Pentax kaufe oder nicht. Die Bildqualität war bei allen Kameras die ich lange Zeit testen durfte (es ist immer gut Berufsfotografen in der Verwandtschaft zu haben

) durchweg super. Egal was irgendwelche Labortests wie man sie im Netz zu Hauf findet sagten.
Meine engste Auswahl fiel damals nicht auf Canon vs. Pentax, sondern ich überlegte Nikon oder Pentax. Es ist bei mir die Pentax geworden, da ich mit der Bedienung am besten klarkam und mir darüber hinaus die Farbgebung die die Kamera den Bildern verpasst am besten gefiel.
Dieser Punkt ist hier generell noch nicht angesprochen worden. Klar, man kann an jedem Body Sättigung, Schärfe und was weiss ich nicht noch alles einstellen um das Bild "lebendiger" wirken zu lassen. Und wer RAW schießt wähnt sich ja ohnehin dieserzeit in der Allmachtsposition per EBV alles uns jedes Bisschen manipulieren zu können. Nichts desto weniger: jedes Kamerasystem hat seine individuelle Note hinsichtlich der Farbgebung. Und das ist etwas, was ich heute bei meiner Pentax nicht mehr missen will. Sogar bei "natürlicher" Farbeinstellung produziert sie Bilder die in meinen Augen viel lebendigere Farben haben als die EOS 400 D meiner Freunde. Canon kam für mich von Anfang an nicht in Frage weil ich nicht nur mit den Menüs nicht klarkam, mir waren die Bilder einfach immer irgendwie zu matt. (Sry, entsättigen kann ich imho immer. Nachsättigen ist irgendwie auffälliger ^^)
Mit dem Tamron 17-50 machst Du sicherlich keine schlechte Wahl, mein bester Freund hat es auch an seiner 400 D. Aus eigener Erfahrung (habe auch die eine oder andere Drittanbieterlinse besessen) kann ich Dir auf Dauer aber nur zu Anbieter-Objektiven raten. Nur die sind auf dein System wirklich abgestimmt und bringen durch diesen Heimvorteil die technisch besseren Resultate. Was nicht heißt, dass man dadurch bessere Fotos macht. Keineswegs.
Bei Canon hast Du auf jeden Fall die größere Objektivauswahl. Keine Frage. Auch ist das System nicht umsonst so beliebt bei Pressefotografen. Es ist schnell, in jeder Richtung sehr gut aufgestellt und selbst wenn Du nicht wirklich weisst was Du suchst, Du findest es.
Pentax dagegen hat ein im Vergleich schlankes Sortiment an Objektiven, dafür ist keines dabei von welchem ich aktuell beim Kauf abraten würde. Es wird nicht wirklich zwischen hundert Arten verschiedener Objektivgüten unterschieden. Es gibt die Kit Linsen für den Einstieg und alles was Du Dir darüber hinaus kaufen kannst erfüllt die Erwartungen die man daran stellen kann. Nein, perfekt oder fehlerfrei ist auch das Pentax System nicht. Kein System ist das. Durch die "schlanke" Aufstellung wirst Du immer sehr genau im Voraus wissen müssen "will ich das, oder will ich's nicht", denn im Regelfall gibt's nur die eine Linse, oder eben keine. (Nicht wie bei Canon allein das 70-200 L in 4 (!!!) Variationen, nebst brennweitengleichen Kitscherben und Objektiven anderer Klassen.)
Wie auch immer Du dich entscheidest, einen Fehler machst Du definitiv mit keinem System.