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Analog Totgesagte leben länger . .

  • Themenersteller Themenersteller klausesser
  • Erstellt am Erstellt am
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Ich rechne immer mit etwa 20 bis 25 MB je bild beim Digitalisieren.... zumindest kam und kommt das bei den Bildern raus, die ich bisher Digitalisiert habe.
 
Nochmal:

es geht nicht um digitalisierte Bilder, sondern um die Kosten eines analogen 36er Films, archiviert und gesichert GEGEN 36 mit einer DSLR digital aufgenommene Bilder, ebenfalls archiviert und doppelt gesichert.

Es geht nicht um analog aufgenommene Fotos (= Dias, Negative, oder Abzüge), die ZUSÄTZLICH digitalisiert wurden.
 
Nochmal:

es geht nicht um digitalisierte Bilder, sondern um die Kosten eines analogen 36er Films, archiviert und gesichert GEGEN 36 mit einer DSLR digital aufgenommene Bilder, ebenfalls archiviert und doppelt gesichert.

Es geht nicht um analog aufgenommene Fotos (= Dias, Negative, oder Abzüge), die ZUSÄTZLICH digitalisiert wurden.

öhm - doch. Genau darum gehts. Um Hybriden Arbeitsprozess. Und da vergrößerst sich die menge der zu sichernden "Daten" erheblich. Negative und Digitales Backup.
Analog allein ist überholt KB erst recht. Es macht spaß - aber das wars wohl. Analog als Quelle für überaus Hochwertiges Material ist jedoch aktueller denn je. (Wie und Warum hat KlausEsser2 ja schon beschrieben)
 
Stammtisch eggett ist wieder unterwegs.
Der Verweis, dass das nun ein vorwiegend digitales Forum ist, zeigt allerhöchstens die mehr als mittelmässige Qualität --> siehe Galerie. Sind das die Früchte der Digitalfotografie, dass zuerst auf Schärfe und Rauschverhalten und unter ferner Liefen auf das Motiv geachtet wird?!
Digitale Fotografie ist in erster Linie praktischer und preiswerter. Für Fotografen im Sport oder Journalimus Umfeld mit Sicherheit auch nützlicher.
Den Kontrastumfang eines MF erreicht eine DSLR (noch) nicht, das mag sich, hoffentlich, in ein paar Kamera-Generationen ändern, nur ist es eben noch nicht soweit. Was bringen mir Handlingvorteile wenn die Ergebnisse gut sind, aber eben nicht hervorragend sind. Da kommen dann eigene Ansprüche zur Geltung.
 
Denke mal, da wird vieles stigmatisiert. Die hybride Workflow gibt es seit rund 20 Jahren. Angefangen mit PageMaker. Der hochbezahlte Beruf des Schriftsetzers wurde vom DTP'ler übernommen, weil der auf Knopfdruck erzwungenen Blocksatz machen konnte. Schriftästhetik ist seither nahezu ausgestorben. Satz macht heute der Praktikant oder Umschüler vom Metzger zum Mediengestalter. Seit dieser Zeit gibt es auch Scanner, um analoges Bildmaterial in die Layoutprogramme einbinden zu können. Das Wissen und Farbkönnen der Lithographen wurde überflüssig. Der Operator scannt das schon mit den den richtigen DPI. Dann kam die Digitalitis in Form preiswerter DSLR's ... jeder ist nun Fotograph, Licht und Können spielen keine Rolle mehr. Die Spielwiese ist nun Canon vs. Nikon, Sigma vs. Tamron, Sonnenuntergang mit 12 vs. 8 B/sec, 85/1,2 vs. 85/1.4 auf linkes Lidwimper, Tri-X vs. HDRI, Fremdtinten vs. Aldipapier ... Was übrig bleibt: Photografie ist zur billigen Beliebigkeit verkommen. Das Downgrading ist in allen Medien erkennbar. Im Internet besonders. Was schon auffällt, ist die Unsicherheit in der Sicherheit digitaler Medien. 5 1/4 Floppydisc, Zip, Scsii ...geht schon nicht mehr. Negative, Dias und Papierbilder, auch 150Jahre alt, können problemlos weiter verarbeitet werden. Das geht auch in 150Jahren noch analog. Digital=Quick and Dirty. 5000 JpgSchoots am Wochenende. Da kein sonderliches Interesse herscht, als "mein Erstes" in die Foren, oder halt Bilder machen, die Bestand haben.

Gruß Rue
 
Denke mal, da wird vieles stigmatisiert. Die hybride Workflow gibt es seit rund 20 Jahren. Angefangen mit PageMaker. Der hochbezahlte Beruf des Schriftsetzers wurde vom DTP'ler übernommen, weil der auf Knopfdruck erzwungenen Blocksatz machen konnte. Schriftästhetik ist seither nahezu ausgestorben. Satz macht heute der Praktikant oder Umschüler vom Metzger zum Mediengestalter. Seit dieser Zeit gibt es auch Scanner, um analoges Bildmaterial in die Layoutprogramme einbinden zu können. Das Wissen und Farbkönnen der Lithographen wurde überflüssig. Der Operator scannt das schon mit den den richtigen DPI. Dann kam die Digitalitis in Form preiswerter DSLR's ... jeder ist nun Fotograph, Licht und Können spielen keine Rolle mehr. Die Spielwiese ist nun Canon vs. Nikon, Sigma vs. Tamron, Sonnenuntergang mit 12 vs. 8 B/sec, 85/1,2 vs. 85/1.4 auf linkes Lidwimper, Tri-X vs. HDRI, Fremdtinten vs. Aldipapier ... Was übrig bleibt: Photografie ist zur billigen Beliebigkeit verkommen. Das Downgrading ist in allen Medien erkennbar. Im Internet besonders. Was schon auffällt, ist die Unsicherheit in der Sicherheit digitaler Medien. 5 1/4 Floppydisc, Zip, Scsii ...geht schon nicht mehr. Negative, Dias und Papierbilder, auch 150Jahre alt, können problemlos weiter verarbeitet werden. Das geht auch in 150Jahren noch analog. Digital=Quick and Dirty. 5000 JpgSchoots am Wochenende. Da kein sonderliches Interesse herscht, als "mein Erstes" in die Foren, oder halt Bilder machen, die Bestand haben.

Gruß Rue

nice one... :)
 
umso schlimmer. Dann kommt zum analogen Verfall, der zwangsläufig eintritt, sogar zusätzlich die angesprochene digitale Speicherung.

"analoger Verfall" . . . darf ich mir das aufschreiben? ;)

Im Ernst: es gibt heute noch Planfilme und Platten, die 50-100 Jahre alt sind.
Die kann man immer noch scannen oder printen (vergrößern).
Ich selbst hab eine ganze Umzugskiste und etliche Ordner voll mit Filmen - die reichen bis ca. 1963 zurück . . . und sind wie neu.

"analoger Verfall" . . . entschuldige bitte, abr das ist absurd! :lol:

Ist Dir eigentlich bewußt - sicher nicht - daß viele Fotografen ihre wichtigen digitalen Fotos auf Diamaterial ausbelichten lassen um sie zu archivieren?

Denn Dias oder Negative kann man in 150 Jahren noch mit den dann üblichen Mitteln digitalisieren - so wie man das heute mit 100 Jahre alten Negativen macht. Umgekehrt ist das lange nicht so sicher . . :eek:

Ehrlich - ich glaube nicht daß Du wirklich kennst, worüber Du da sprichst.

Das ist ja auch nicht schlimm - muss man nicht kennen - solange Du nicht solch merkwürdige Theorien darüber aufstellst und als "Weisheiten" verkaufst . . . :angel:

P.S.: außerdem muß man ja nicht JEDES Foto aufbewahren und archivieren. Selektieren ist das Zauberwort. Das erfordert eigentlich nur etwas Selbstkritik in Bezug auf die eigenen Bilder. Und einen großen Papierkorb . .

Wenn ich lese 36Bilder pro Film sind soundsoviel MB digitalisiert - das ist Quatsch. Denn erstens digitalisiert man nicht alle 36 Bilder eines KB-Films und zweitens ergeben wirklich hochwertige Scans von EINEM KB-Frame ca. 70MB.

Hier mal ein Beispiel:

Ektachrome EPP (100ASA), Trommelscan@4000dpi Übersicht und bei 100%, Nikon F5 mit 20mm,
Datei 22MPx, ca. 61,3MB.

MuGanz.jpg

Mu100.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
Klaus wollte uns nochmal seinen 30zöller präsentieren:rolleyes::angel:

:confused:ich könnte ja mal ein nettes 8x10 auf den UII packen:confused:
...aber nun gehe ich in die Heia:evil:
Mfg gpo
 
öhm - doch. Genau darum gehts. Um Hybriden Arbeitsprozess.

Nein, es ging mir um:

3. Die Haltbarkeit von Medien.

Zum letzten Mal. In Bezug darauf: die Kosten der Archivierung im Vergleich des analogen Materials zu digital aufgenommenen Medien. Aufgenommenen, nicht digitalisierten, analogen Materials.

Zitat von Tomalak
Der Verweis, dass das nun ein vorwiegend digitales Forum ist, zeigt allerhöchstens die mehr als mittelmässige Qualität --> siehe Galerie

Was genau hat jetzt die Qualität von Fotos damit zu tun, ob analoge Großformatfotografie auf Gegenliebe in einem Digitalforum stößt? Bevor Du hier markige Stammtischsprüche abgibst, und die User des Forums runtermachst, solltest Du erst nachdenken.

Zitat von Klausesser
"analoger Verfall" . . . entschuldige bitte, abr das ist absurd!

Du möchtest also allen Ernstes behaupten, dass digitales Material beim normalen Alltagsfotografen auf analogem Material sicherer aufgehoben ist, als eine Datei? Lächerlich. Deine angesprochenen, 50 Jahre alten Platten liegen sicher nicht an den Aufbewahrungsorten des typischen Freizeitfotografen.

Mit den geeigneten Klimaräumen ist es vielleicht für analoges Material eine Ansichtssache, ob der Risikofaktor Verlust bei digitalen Medien nicht auch sehr hoch ist.

Nur in Deiner Euphorie, andere auszulachen und den Helden zu spielen, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, vergisst Du eins: die Fotos auf Dias werden angeschaut, und damit durch Licht und Hitze belastet. Es sei denn, Du bist einer der "Experten", die ein Foto machen, einmal anschauen, und dann im extrem kostenintensiven Klimaraum einlagern. Du bist ja irgendwie niedlich :lol:

P.S.: außerdem muß man ja nicht JEDES Foto aufbewahren und archivieren. Selektieren ist das Zauberwort. Das erfordert eigentlich nur etwas Selbstkritik in Bezug auf die eigenen Bilder. Und einen großen Papierkorb . .

... und dann lieber noch eine Relativierung hinterher schieben. Das war klar. Wenn Selektieren das Zauberwort ist, dann kann man seine digitalen Fotos erst recht streng auswählen, und auf kleinen, billigen Medien in diversen Formaten mehrfach sichern.

Wenn ich lese 36Bilder pro Film sind soundsoviel MB digitalisiert - das ist Quatsch. Denn erstens digitalisiert man nicht alle 36 Bilder eines KB-Films und zweitens ergeben wirklich hochwertige Scans von EINEM KB-Frame ca. 70MB.

Anscheinend ist das

Zitat von eggett
Es geht nicht um analog aufgenommene Fotos (= Dias, Negative, oder Abzüge), die ZUSÄTZLICH digitalisiert wurden.

noch zu hoch für Dich. Du solltest nicht nur lesen, wie Du oben anführst, sondern auch versuchen, zu verstehen. Falls möglich.


Wisst Ihr was? Diskutiert mal schön weiter, um 14.00 Uhr geht mein Flieger nach London, ich geh lieber fotografieren, anstatt dem Stammtischgerede einiger Analogfreaks wie Klaus zu lauschen.

Viel Spaß noch bei der Diskussion, wie lange Filmplatten in Klimakammern überleben :lol:
 
Komisch, dass in allen Foren sofort gestritten wird, wenn es um dieses Thema geht.

Digital wurde entwickelt um sehr schnell aktuelle Bilder an jeden Ort der Welt zu senden. Gut. Grosse Erleichterung für Profis, die nicht per Eilboten den Film ins Labor schicken müssen, und dann händeringend auf das Ergebniss warten müssen.

Wenn ich Sportfotos schiesse, um sie im Club ins Netz stellen zu lassen, wäre ich blöde Film zu nehmen. Detto natürlich ebay, Fotos für Firmenbrochuren. Nur, dieses Zeugs geht ex und hopp. Wenn der Artikel weg ist, die Brochure publiziert ist, die Fotos auf der homepage sind, kümmert mich das Bild null.

Wenn ich hingegen Urlaube (und zwar an interessanten orten), meine aufwachsenden Kinder, meine Familie, meine Frau etc. fotografiere, dann vertraue ich dem Medium Film einfach mehr. Und wenn ich mir die dias und fotos aus meiner Jugend, die auch schon 30 jahre her ist, so ansehe, dann kann ich keinerlei analogen Verfall erkennen. Digitale files habe ich auch noch keine verloren (wenn auch schon fast), aber ich verbringe vedammt viel Zeit am PC.

Einen Urlaub habe ich komplett digital fotografiert. Ich habe einen Laptop und sogar CD samt Brenner rumgeschleppt. Statt mich bei einem kühlen bLonden nach einer Wanderung auszuruhen, habe ich bearbeitet, gebrannt. Trotzdem hatte ich einene Festplattencrash, sodass ich eine Speicherkarte nicht mehr benutzen konnte. Leider hatte ich sie schon gelöscht, konnte aber durch ein Wiederherstellungsprogramm sie daheim retten. Außerdem konnte ich nicht mehr brennen. Super.:mad:

Bei 2 anderen Urlauben habe ich mit einer kleinen Kompaktknipse fotografiert, so sahen die Fotos auch aus.

Den letzten wieder analog. Was für eine Wohltat. Die Filme habe ich mitgenommen und kühl gelagert. Und die belicheteten ins Fachlabor in Wien gegeben. Sehr entspannend. Dazu scans auf CD. Also hybride Archivierung. Dazu keine Staubprobleme in Ägypten. die Kosten: also wenn ein Urlaub mehrere tausend € kostet, kann ich mir die Filme samt Entwicklungskosten auch noch leisten.

Mein Fazit ist, dass beide Verfahren ihre Meriten haben, und daher ein Streit überhaupt nicht zielführend ist.
 
Mit den geeigneten Klimaräumen ist es vielleicht für analoges Material eine Ansichtssache, ob der Risikofaktor Verlust bei digitalen Medien nicht auch sehr hoch ist.

Nur in Deiner Euphorie, andere auszulachen und den Helden zu spielen, der die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, vergisst Du eins: die Fotos auf Dias werden angeschaut, und damit durch Licht und Hitze belastet. Es sei denn, Du bist einer der "Experten", die ein Foto machen, einmal anschauen, und dann im extrem kostenintensiven Klimaraum einlagern. Du bist ja irgendwie niedlich

Eggett - ich habe keine Klimaräume für Negative und Dias. Ich sprach ja von Kartons und Ordnern. Dias sind zum Scannen da.
Im Übrigen kenn ich Leute, die Dias-Shows gemacht haben - bei denen sind nie Dias durch die Projektion beschädigt worden.

Du hast Dich da in eine immer absurder werdende Argumentationskette reingeschraubt.
Erhol Dich mal in Londen ein paar Tage - schöne Stadt! Ich hab da mal ein Jahr gelebt.

Wenn Du zurückkommst bist Du dann vielleicht in der Lage zu argumentieren ohne allen Leuten um Dich herum Stammtisch-Gerede zu unterstellen weil Du leider so gar keine Ahnung hast, worüber Du sprichst.

Ein bisschen Distanz lockert Dich vielleicht auf. In diesem Sinne: schöne Reise! Ist jetzt ´ne tolle Jahreszeit für London.

noch was:
"anstatt dem Stammtischgerede einiger Analogfreaks wie Klaus zu lauschen. "

Nur soviel noch: ich bin - wie ich schon öfters sagte - gar kein "Analog-Freak", wie Du mich betitelst. Ich arbeite mit digitalen UND analogen Kameras und verarbeite analoges Material digital. Hab ich doch allein in diesem Fred schon - zig mal betont! Und an Stammtischen bin ich nie gewesen - nichtmal an "Foto-Stammtischen", die ja sehr beliebt sind . . :angel:
 
Zuletzt bearbeitet:
Außerdem gibt´s ja nicht nur KB, woll . . ;)
Naja, hab ja extra nach KB gefragt, da ich atm mich damit rumschlage und überlege ob es Sinn macht damit "ernsthaft" zu arbeiten:

a) man ist auf ein Labor angewiesen, da Farbfilmentwicklung nunmal was mehr kostet um es selber zu machen
b) kostet so'n Scanner ja auch noch was
c) habe ich schon digitale Bilder in einer Qualität (hier: Schärfe) gesehen die ich so noch nicht analog gesehen habe.

Bin da vielleicht etwas naiv, aber ich versuche mir ein Bild davon zu machen wie man da mit KB gegenüber digital sinnvoll arbeiten kann (insbesondere kostengünstig - da armer Student^^). MF/GF ist ja klar warum die analog noch existieren.

Interessant jedenfalls zu lesen wer da "noch" was in KB macht.
 
Du möchtest also allen Ernstes behaupten, dass digitales Material beim normalen Alltagsfotografen auf analogem Material sicherer aufgehoben ist, als eine Datei? Lächerlich. Deine angesprochenen, 50 Jahre alten Platten liegen sicher nicht an den Aufbewahrungsorten des typischen Freizeitfotografen.

Mit den geeigneten Klimaräumen ist es vielleicht für analoges Material eine Ansichtssache, ob der Risikofaktor Verlust bei digitalen Medien nicht auch sehr hoch ist.

Allgemein kann man sicherlich sagen, dass analoges Material bei 08/15-Fotografen besser aufgehoben ist als digitales Material.

Wer aus beruflichen Gründen digital fotografiert oder ein engagierter Amateurfotograf ist, wird sicherlich die nötige Arbeit in die digitale Archivierung seiner Bilder investieren. Hier würde ich also davon ausgegehen, dass mit Mehrfachsicherungen auch digitale Archivierung gut möglich ist. Eine zusätzliche Ausbelichtung der wichtigsten Bilder auf Sicherheitsfilm wird aber vermutlich auch hier nicht schaden. Hier gibt es auch einige Anbieter, die so etwas machen. Dabei erfolgt die Sicherung aber nicht auf Standardfilmmaterial, sondern auf Polyestermaterial, das eine Haltbarkeit von bis zu 500 Jahren hat. Ist also nicht mit dem analogen Fotofilm aus dem Drogeriemarkt zu vergleichen.

Beim Gegelegenheitsfotografen oder "Knipser" würde ich eine gute digitale Archivierung aber bezweifeln. Damit meine ich die Gruppe, die früher ihre Negative in der Papiertüte gelassen hat oder lose im Schuhkarton aufbewahrt hat. Von solchen Negativen, selbst wenn im Schukarton gelagert, kann man auch noch nach 20-30 Jahren ansprechende Abzüge erstellen lassen (insbesondere Dank der Digitaltechnik mit ICE - selbst aus verblassten, zerkratzten Negativen lassen sich heute noch gute Abzüge herstellen, da muss man sogar nicht einmal Computer- oder Bildbearbeitungskenntnisse haben, sondern gibt die Negative einfach im digitalen Minilab um die Ecke ab). Diese Gruppe von "Fotografen" hat sich analog nie sonderlich um Archivierung ihrer Bilder gekümmert, das wird bei digitaler Fotografie nun nicht anders sein. Insbesondere bei vielen Kompaktkamerabesitzern mit nur schlechten Computerkenntnissen wird es um die Archivierung der Bilder schlecht bestellt sein. (Es soll aber auch solche DSLR-Besitzer geben.)

Denn machen wir uns nichts vor: Eine große Zahl von Computerbesitzern macht keine Backups, weder von Fotos, noch von anderen wichtigen Dateien (viele spielen auch keine Sicherheitsupdates ein und aktualisieren auch ihren Virenscanner nicht). Da sind die Bilder einfach irgendwann weg. Entweder weil das System neuaufgesetzt werden muss (Virus, Trojaner, etc.), die Festplatte kaputt geht oder irgendwann vergessen wird, die Bilder auf aktuelle Medien zu überspielen. Eine langfristige Archivierung digitaler Bilder erfordert schon einiges an Engagement. Dass dieses viele der Fotografen hier im Forum aufbringen ist lobenswert, sollte einen jedoch nicht auf die breite Masse schließen lassen.

Also noch einmal kurz zusammengefasst: Eine langfristige digitale Archivierung ist recht aufwendig und mit der Zeit auch kostenintensiv. Eine langfristige analoge Archivierung (mehr als 50-60 Jahre) zwar auch. Ist man aber damit zufrieden, dass die analogen Bilder "nur" etwa 50 Jahre nutzbar bleiben, braucht man bei analog keinen großen Aufwand zu treiben. Hier reicht es im Grunde aus, die Bilder kühl, trocken und dunkel zu lagen. Da braucht der Normaluser keinen Klimaraum. Ein Beispiel: Fünfzig Jahre alte Kodachrome-Dias von den Großeltern lagen in einem normalen Pappkarton (die Standarddiaaufbewahrungsbox in den 50ern) in einem Schrank und sind auch heute noch in sehr guter Qualität erhalten. Da mussten nicht alle paar Jahre Backups erstellt werde. Und - man glaubt es kaum - packt man die Dias in ein Universalmagazin kann man sie sich ohne sie umzurahmen in ziemlich allen heutigen Diaprojektoren ansehen. Ob das in 50 Jahren mit einer CD-ROM auch so klappt? (Achso, ich vergaß, natürlich kopiert j e d e r Hobbyfotograf seine Bilder alle paar Jahre auf ein neues Medium, ändert gegebenenfalls das Dateiformat (und/oder hebt die alte Software und Hardware auf) und legt auch immer brav Mehrfachsicherungen an. Na klar.) Digitale Langzeitsicherung von Fotos ist heute noch ein großes Problem. Und das wird sie auch bleiben, solange jeder Hersteller bei den RAW-Formaten sein eigenes Süppchen (bei manchen Herstellern auch seine eigeneN Süppchen - anderes RAW-Formate für unterschiedliche Kameras des gleichen Herstellers) kocht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht habe ich einfach einen ganz anderen Zugang zur Fotografie...
jedenfalls sind die Gründe warum ich 99% analog fotografiere nicht nur technischer Herkunft. Es geht mir auch stark um die Auseinandersetzung mit dem Medium selbst, das ich bei digital einfach nicht habe. Auch wenn ich digital auf das 100% gleiche Ergebnis kommen würde, so würde ich analog vorziehen, weil der Arbeitsprozess inkl. Dunkelkammer ansich für mich ein wohl weit befriedigender ist.
Genauso wie ich lieber eine Schallplatte aus dem Regal ziehe, das Cover eventuell kurz begutachte, die Rille suche und die Nadel draufsetze anstatt einen Doppelklick in Itunes zu machen. Dass das nichts für Jedermann ist, ist mir auch klar. Wie gesagt, ich finde man sollte sich bei solchen Diskussionen, bei denen es um 2 komplett verschiedene Medien geht auch mal auf einer Metaebene darüber Gedanken machen anstatt sich an technische Daten wie Auflösung, Dynamikumfang etc. fest zu klammern. (Die analog wohl immer noch besser sein dürften (sorry) :ugly:
Ganz nach McLuhan: the medium is the message.
cheers
 
das EINZIGE was sich geändert hat ist, dass in den bereichen in denen es nötig bzw. sinnvoll ist (sei aus aus zeitlichen oder wirtschaftlichen gründen) von analoge auf digital gewechselt wurde. z.b.: amateur, sport, tagesberichterstattung, fashion/mode.
dass es daneben aber noch etliche andere bereiche gibt wird leider oft unter den tisch fallen gelassen.
was ist es denn was den stil einer fotografischen epoche prägt? das sind die groß ausbelichteten bilder die auch in 100 jahren noch in einem museum hängen werden. das sind die große fotografen von ansel adams über william eggleston bis hin zu sagen wir mal james nachtwey.
die fotos der lokalen presse werden in 100 jahren wohl kaum noch jemand interessieren. genauso wenig wie die urlaubsfotos von onkel olaf.
natürlich arbeiten auch viele der großen fotografen der neuzeit auf digitaltechnik aber eben parallel und mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit nicht ausschliesslich.

ich verstehe einfach nicht warum beide lager sich immer gegenseitig niedermachen müssen. beide "arten" der fotografie haben ihre vollkommene daseinsberechtigung und werden sie auch niemals verlieren.

James Nachtwey ist wohl der Krisenfotograf. Willst du die Bilder ins Museum hängen? Aber selbst wenn, was würde ein Museum daran hindern, Prints von digitalen Kameras ins Museum zu hängen? Gar nichts, eben. In zehn Jahren wird diese Nostalgie-Diskussion endgültig erledigt sein. Es geht um Bilder und nicht um den Weg der Herstellung. Der Film geht den gleichen Weg wie die Glasplatten, er verschwindet. Oder gibt es noch jemanden, der mit Glasplatten rumrennt?
 
ich verstehe einfach nicht warum beide lager sich immer gegenseitig niedermachen müssen. beide "arten" der fotografie haben ihre vollkommene daseinsberechtigung und werden sie auch niemals verlieren.

eigentlich machen sich ja nicht BEIDE Lager GEGENSEITIG nieder - in diesem Thread hier läuft lediglich einer Amok der nichts versteht von dem, worüber er räsoniert.
Dabei ist er allerdings sehr fleissig dabei, andere zu beschimpfen.

Es geht auch nicht um Dinge wie Haptik usw. oder die emotionale Seite des Mediums. Die kann ich gut nachvollziehen - aber sie entzieht sich neutraler Beurteilung völlig. Ebenso übrigens wie analoge Schallplatten - ich betreibe 3 Plattenspieler, weiß aber auch um deren eindeutige (!) technische (!) Unterlegenheit gegenüber aktuellen (!) digitalen Medien auf ähnlich hohem Niveau. Klingen tun sie trotzdem zumindest keineswegs schlechter als CDs. Wenn man mal nichtlineare Geräuschentwicklung :o beiseite lässt . .
(mittelmäßige Plattenspieler klingen auch nicht besser, eher schlechter, als mittelmäßige CD-Player)

Ich begreife auch nicht, wieso jede Erwähnung von eindeutigen technischen (!) Vorzügen auf analoger oder hybrider Seite geradezu einen Sturm völlig irrationaler Entrüstung besonders bei denen lostritt, die von analoger Be- und/oder Verarbeitung schlicht keine oder nur wenig Ahnung haben - wie immer wieder zu merken ist. Und immer und immer und immer mit denselben Argumenten ankommen. Wenn mir nicht die leider zu oft recht großmäulig-agressive Ausdruckweise reichlich auf den Nerv gehen würde - ich würde bei solchen "Diskussionen" entweder einschlafen oder weiterblättern.

Ist sicher auch tatsächlich besser, das zu tun . . :p
 
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