gudeau
Themenersteller
Seit Einführung von digitalen Kameras mit kleinerem Sensor als dem, aus dem analogen Zeitalter als Standard definiertem, Kleinbildformat (oder auch Vollformat), existiert wohl auch der Streit um die Definition der unterschiedlichen Bildwirkung an den sogenannten Crop-Sensoren.
Entsprechende Erklärungen finden sich hier im Forum (Bilder dort in Beitrag #8) oder auch z.B. bei wikipedia.
Den beiden Artikeln ist zu entnehmen, dass dasselbe Objektiv an DSLRs mit verschieden großem Sensor von der Brennweite her gleich bleibt – nur der Bildwinkel ändert sich. Somit wird die vielfach verwendete Aussage, dass ein 50mm Objektiv von der Brennweite an einer Cropkamera (mit Canon’s Cropfaktor von 1,6) einem 80mm Objektiv an Kleinbild entspricht, als Lüge hingestellt - lediglich durch die Veränderung des Bildwinkels wird die Wirkung eines 80mm Objektivs „vorgegaukelt“. Belegt werden soll das ganze durch, für den Ottonormalverbraucher unverständliche, physikalische Formeln.
Ich bin so ein Ottonormalverbraucher, der mit diesen ganzen Formeln nichts anfangen kann und, ehrlich gesagt, sich auch gar nicht näher mit der Theorie beschäftigen will. Mir kommt es auf die Praxis an: Ich will wissen, ob ein 200mm Objektiv an meiner Cropkamera „nur“ den 200mm am Kleinbild entspricht, oder ob die Kamera nicht doch 320mm „weit brennt“, also quasi das Objekt so vergrößert, als wenn ich ein 320mm Objektiv hätte.
Wenn ich mir nämlich die Bildbeispiele in den beiden oben verlinkten Artikeln ansehe, würde ich durchaus von einer Brennweitenverlängerung (wie gesagt: Als Laie würde ich’s so ausdrücken!) sprechen, da neben einer Bildwinkelverkleinerung auch eine Vergrößerung des fotografierten Objektes deutlich zu erkennen ist.
Jetzt möchte ich kurz erklären, wie ich Brennweiten- und Bildwinkelveränderung definieren würde. Dazu nehme ich als Objektiversatz mein Auge, und jeder kann das nachmachen.
Brennweitenveränderung:
Ich sitze ca. zwei Meter entfernt von meinem Monitor. Der Monitor ist mittig und brennt sich relativ klein in die Netzhaut meines Auges. Nun bewege ich mich auf den Monitor zu, bis meine Nase diesen berührt. Der Bildwinkel meines Auges ist nicht veränderbar, aber durch das Herangehen an den Monitor füllt dieser zum Schluss fast mein gesamtes Sichtfeld aus – aber es hat sich noch etwas verändert, nämlich die Größe dieses Textes … Nein, natürlich nicht real, aber durch die Nähe erscheinen die Buchstaben größer.
Ich habe also gerade die Brennweite verändert, aber den Bildwinkel beibehalten.
Bildwinkelveränderung:
Ich sitze immer noch vor’m Monitor. Mit Daumen und Zeigefinger forme ich einen Kreis und halte mir diesen vor mein Auge. Nehme ich nun nur den Bereich innerhalb des Kreises und bewege meine Hand Richtung Monitor, wird mein Bildwinkel immer kleiner, der Text jedoch erscheint nicht größer.
Wenn ich meine „Erkenntnisse“ und die schon erwähnten Bilder aus den verlinkten Artikeln nehme, komme ich zu dem Schluss, dass bei einem Foto mit einem (für KB berechneten) Objektiv an einer Cropkamera sowohl eine Brennweitenverlängerung als auch eine Bildwinkelverkleinerung zu erkennen ist.
Wo ist mein Denkfehler?
Für den Fall, dass ich einfach nur ein „Dösbaddel“ bin und nichts gecheckt habe, würde ich mich trotzdem freuen, wenn Besitzer zweier DSLRs (einmal KB- und einmal Cropsensor) mal mit einem Objektiv an beiden Kameras Aufnahmen mit identischen Einstellungen bei gleicher Entfernung zum Objekt machen und hier im Thread zeigen könnten.
Entsprechende Erklärungen finden sich hier im Forum (Bilder dort in Beitrag #8) oder auch z.B. bei wikipedia.
Den beiden Artikeln ist zu entnehmen, dass dasselbe Objektiv an DSLRs mit verschieden großem Sensor von der Brennweite her gleich bleibt – nur der Bildwinkel ändert sich. Somit wird die vielfach verwendete Aussage, dass ein 50mm Objektiv von der Brennweite an einer Cropkamera (mit Canon’s Cropfaktor von 1,6) einem 80mm Objektiv an Kleinbild entspricht, als Lüge hingestellt - lediglich durch die Veränderung des Bildwinkels wird die Wirkung eines 80mm Objektivs „vorgegaukelt“. Belegt werden soll das ganze durch, für den Ottonormalverbraucher unverständliche, physikalische Formeln.
Ich bin so ein Ottonormalverbraucher, der mit diesen ganzen Formeln nichts anfangen kann und, ehrlich gesagt, sich auch gar nicht näher mit der Theorie beschäftigen will. Mir kommt es auf die Praxis an: Ich will wissen, ob ein 200mm Objektiv an meiner Cropkamera „nur“ den 200mm am Kleinbild entspricht, oder ob die Kamera nicht doch 320mm „weit brennt“, also quasi das Objekt so vergrößert, als wenn ich ein 320mm Objektiv hätte.
Wenn ich mir nämlich die Bildbeispiele in den beiden oben verlinkten Artikeln ansehe, würde ich durchaus von einer Brennweitenverlängerung (wie gesagt: Als Laie würde ich’s so ausdrücken!) sprechen, da neben einer Bildwinkelverkleinerung auch eine Vergrößerung des fotografierten Objektes deutlich zu erkennen ist.
Jetzt möchte ich kurz erklären, wie ich Brennweiten- und Bildwinkelveränderung definieren würde. Dazu nehme ich als Objektiversatz mein Auge, und jeder kann das nachmachen.
Brennweitenveränderung:
Ich sitze ca. zwei Meter entfernt von meinem Monitor. Der Monitor ist mittig und brennt sich relativ klein in die Netzhaut meines Auges. Nun bewege ich mich auf den Monitor zu, bis meine Nase diesen berührt. Der Bildwinkel meines Auges ist nicht veränderbar, aber durch das Herangehen an den Monitor füllt dieser zum Schluss fast mein gesamtes Sichtfeld aus – aber es hat sich noch etwas verändert, nämlich die Größe dieses Textes … Nein, natürlich nicht real, aber durch die Nähe erscheinen die Buchstaben größer.
Ich habe also gerade die Brennweite verändert, aber den Bildwinkel beibehalten.
Bildwinkelveränderung:
Ich sitze immer noch vor’m Monitor. Mit Daumen und Zeigefinger forme ich einen Kreis und halte mir diesen vor mein Auge. Nehme ich nun nur den Bereich innerhalb des Kreises und bewege meine Hand Richtung Monitor, wird mein Bildwinkel immer kleiner, der Text jedoch erscheint nicht größer.
Wenn ich meine „Erkenntnisse“ und die schon erwähnten Bilder aus den verlinkten Artikeln nehme, komme ich zu dem Schluss, dass bei einem Foto mit einem (für KB berechneten) Objektiv an einer Cropkamera sowohl eine Brennweitenverlängerung als auch eine Bildwinkelverkleinerung zu erkennen ist.
Wo ist mein Denkfehler?
Für den Fall, dass ich einfach nur ein „Dösbaddel“ bin und nichts gecheckt habe, würde ich mich trotzdem freuen, wenn Besitzer zweier DSLRs (einmal KB- und einmal Cropsensor) mal mit einem Objektiv an beiden Kameras Aufnahmen mit identischen Einstellungen bei gleicher Entfernung zum Objekt machen und hier im Thread zeigen könnten.