FreundlicherHerr schrieb:
...
Ich verstehe das Prinzip dieses 'Stacking' nicht.
Das Stacking kompensiert lediglich das bei längerer Belichtungszeit sonst auftretende Rauschen.
Anders als Zeluloid-Film, liefern die Sensoren, wenn sie zu lange
belichtet werden nur noch zufällige Ergebnisse.
Das hängt damit zusammen, dass sie zum Beispiel heiß werden.
In dunklen Bildbereichen, reicht die verfügbare Zeit dann unter Umständen nicht aus,
um eine zuverlässige Messung durchzuführen, bevor der Sensor selbst die Messung beeinflußt.
Das ist zwar grundsätzlich bei allen Sensoren so, fällt aber beim Foveon
prinzipbedingt stärker auf, weil Farbtrennung und Photonenmessung in
einem einzigen Arbeit(Mess)vorgang ablaufen.
Man hat aber 3 Möglichkeiten, dieses Rauschen zu eleminieren:
1) Kühlung
2) Stacking: man erweitert die Datenbasis und bildet einen statistischen Mittelwert.
3) Darkframes: man ließt den unbelichteten Sensor aus und subtrahiert dieses "Schwarzbild" vom Belichteten.
Die beiden letzte Verfahren können auch in der Kamera realisiert werden.
(Darkframes sind z.B. in der D50 meiner Frau in der "Rauschunterdrückung" implimentiert.
Sie lassen das gute Teil aber minutenlang rechnen!)
Stacking könnte nun ein Weg sein, der SD10 Langzeitbelichtung beizubringen:
Laut Frank Klemm beginnt der Foveon ab etwa 1/15 sek "aus dem Ruder" zu laufen,
sprich er liefert dann zunehmend zufällige Ergebisse (=er rauscht!)
Wenn Du jetzt einfach 150 x 1/15 sek belichtest und anschließend stackst,
viola, dann hast Du ein Bild mit 10 sek Belichtung - ohne Rauschen!
Schönen Gruß
Pitt