dr. scotch: beachtlich, was dem einen sein google- link, ist dem anderen sein doktor...
persönlichkeiten lasse ich mal außen vor-eine prise humor ist besser.
ich schlage vor, wir fangen noch mal von vorne an, um unsere mißverständnisse zu klären.
thema: 3d-wirkung von fotografien unter dem aspekt der verblauung des hintergrundes aufgrund von streulicht-insbesondere über wäldern und vegetation. (ist das dem thread gegenüber angemessen?)
wieso blau? ausgehend vom gesamtspektrum des sonnenlichtes sehe ich 2 aspekte ursächlich für "blau" in der luft: kuzrwelliges licht wird stärker gestreut (diffus reflektiert) als langwelliges, während langwelliges besser absorbiert wird. beides führt dazu, daß einerseits mehr "blaues" licht da ist, andrerseits durch fehlen der rötlichen anteile auch unser auge mehr "blau sieht". 2 verschiedene dinge, die aber den gleichen effekt bestärken.
aspekt 2: die streuung findet hauptsächlich an feinsten wassertröpfchen statt, deshalb über wasser, meer etc. auch intensivtes blau...
aspekt 3: (evtl. vernachlässigbar) bestimmte pflanzen wandeln UV-licht in sichtbares licht um (besonders bergvegetation) da die blauen frequenzen näher an UV liegen- großer anteil von blau in diesen transformierten spektren.
jetzt zum wald: es ist logisch, daß a) über wäldern und dichter vegetation eine erhöhte luftfeuchte herrscht. d.h. merh wasser in der luft und (evtl. auch beeinflussend) kältere luftschichten. falls der herr doktor mal bumerang-schießen gegangen ist, würde er merken, daß luft alles andere als ein homogener stoff ist! da gibts ständig thermikblasen, "löcher", dicke und dünne luft. ganz besonders am waldrand. sonnenstrahlung und pflanzenatmung schaffen sehr komplexe luftverhältnisse.
luft optisch zu beschreiben wird deshalb nicht ohne sein. was ich pauschal als filterwirkung beschrieb ist natürlich ein komplex aus obigen streuverhalten an den wasserteilchen, tatsächlicher frequenzabsorption (langwelliges licht), streulicht direkt von den pflanzenblättern und zu guter letzt: eben die optischen veränderungen durch änderung der luftzusammensetzung!
daß wälder tonnenweise terpentin ausschütten ist mir seit langem bekannt, isopropanol seit dem artikel. ich denke die hygroskopische wirkung sorgt einfach dafür daß über dem wald schlichtweg mehr wasser gebunden wird, was letzlich zur erhöhten streuwirkung führt, bzw evtl. auch noch mehr rotanteile des lichtes gefiltert werden.
das jetzt alles summa summarum zusammengedacht, sollte ansatz genug sein, sich selbst ohne fachliteratur und doktorabschluss in die sache hineinzudenken um dann einen zusammenhang zwischen den ausdünstungen von pflanzen und dem streulicht/spektralverhalten zu sehen.
zusätzlich kommen noch ätherische öle hinzu die in selbiger richtung wirken könnten (blue mountains z.b. eukalyptus). ich hoffe ich habe mich jetzt verständlich und genauer ausgedrückt.
zum blauen leuchten bei schallanregung: stichwort- sonoluminiszens.....
für mich interessant wie universal das wissen des herrn doktors ist und wie er fachübergreifend zusammenhänge herstellen kann! da sollte an seiner vorstellungskraft gearbeitet werden.
und die neigung zur vorverurteilung evtl. etwas abgemildert werden.
warum 3d durch blau?
obige ausführungen im hinterkopf ist es also so, daß maler schon immer raumtiefe durch verblauung/vergrauung des hintergrundes geschaffen haben.
film ist nun auch mehr für hohe frequenzen empfindlich( blau7 UVempfindlich deshlab ja uv-filter!) das heißt, wenn man einen film (bevorzug mittelformat, bzw größere formate, da dort mehr sättigungseffekt möglich ist) stärker sättigt, sich vor allem die blauanteile anreichern, da selbige quasi bevorzugt "aufgenommen" werden. ergebnis: dies typisch blau-leuchtenden hintergründe bei film. die sigma simuliert diesen "effekt" unfreiwillig, indem auch sie für blau stärker empfindlich ist, da das blau quasi in der "ersten reihe" steht. also das gesamtlicht immer durch den blausensor muß!
diesen effekt zu nutzen ist naheliegend, bzw. hier sehe ich den grund bei landschaftsaufnahmen ähnlich film die blauempfindlich der sd auszunutzen um das schwache streulicht in den hintergründen zu verstärken.
es wäre auszutesten inwieweit lange belichtungszeiten diesen sättigungseffekt zugunsten von blau begünstigen.
per ebv kann dieses natürlich auch mit allen anderen cams bewerkstelligt werden!
lg matthias

persönlichkeiten lasse ich mal außen vor-eine prise humor ist besser.
ich schlage vor, wir fangen noch mal von vorne an, um unsere mißverständnisse zu klären.
thema: 3d-wirkung von fotografien unter dem aspekt der verblauung des hintergrundes aufgrund von streulicht-insbesondere über wäldern und vegetation. (ist das dem thread gegenüber angemessen?)
wieso blau? ausgehend vom gesamtspektrum des sonnenlichtes sehe ich 2 aspekte ursächlich für "blau" in der luft: kuzrwelliges licht wird stärker gestreut (diffus reflektiert) als langwelliges, während langwelliges besser absorbiert wird. beides führt dazu, daß einerseits mehr "blaues" licht da ist, andrerseits durch fehlen der rötlichen anteile auch unser auge mehr "blau sieht". 2 verschiedene dinge, die aber den gleichen effekt bestärken.
aspekt 2: die streuung findet hauptsächlich an feinsten wassertröpfchen statt, deshalb über wasser, meer etc. auch intensivtes blau...
aspekt 3: (evtl. vernachlässigbar) bestimmte pflanzen wandeln UV-licht in sichtbares licht um (besonders bergvegetation) da die blauen frequenzen näher an UV liegen- großer anteil von blau in diesen transformierten spektren.
jetzt zum wald: es ist logisch, daß a) über wäldern und dichter vegetation eine erhöhte luftfeuchte herrscht. d.h. merh wasser in der luft und (evtl. auch beeinflussend) kältere luftschichten. falls der herr doktor mal bumerang-schießen gegangen ist, würde er merken, daß luft alles andere als ein homogener stoff ist! da gibts ständig thermikblasen, "löcher", dicke und dünne luft. ganz besonders am waldrand. sonnenstrahlung und pflanzenatmung schaffen sehr komplexe luftverhältnisse.
luft optisch zu beschreiben wird deshalb nicht ohne sein. was ich pauschal als filterwirkung beschrieb ist natürlich ein komplex aus obigen streuverhalten an den wasserteilchen, tatsächlicher frequenzabsorption (langwelliges licht), streulicht direkt von den pflanzenblättern und zu guter letzt: eben die optischen veränderungen durch änderung der luftzusammensetzung!
daß wälder tonnenweise terpentin ausschütten ist mir seit langem bekannt, isopropanol seit dem artikel. ich denke die hygroskopische wirkung sorgt einfach dafür daß über dem wald schlichtweg mehr wasser gebunden wird, was letzlich zur erhöhten streuwirkung führt, bzw evtl. auch noch mehr rotanteile des lichtes gefiltert werden.
das jetzt alles summa summarum zusammengedacht, sollte ansatz genug sein, sich selbst ohne fachliteratur und doktorabschluss in die sache hineinzudenken um dann einen zusammenhang zwischen den ausdünstungen von pflanzen und dem streulicht/spektralverhalten zu sehen.
zusätzlich kommen noch ätherische öle hinzu die in selbiger richtung wirken könnten (blue mountains z.b. eukalyptus). ich hoffe ich habe mich jetzt verständlich und genauer ausgedrückt.

zum blauen leuchten bei schallanregung: stichwort- sonoluminiszens.....
für mich interessant wie universal das wissen des herrn doktors ist und wie er fachübergreifend zusammenhänge herstellen kann! da sollte an seiner vorstellungskraft gearbeitet werden.

warum 3d durch blau?
obige ausführungen im hinterkopf ist es also so, daß maler schon immer raumtiefe durch verblauung/vergrauung des hintergrundes geschaffen haben.
film ist nun auch mehr für hohe frequenzen empfindlich( blau7 UVempfindlich deshlab ja uv-filter!) das heißt, wenn man einen film (bevorzug mittelformat, bzw größere formate, da dort mehr sättigungseffekt möglich ist) stärker sättigt, sich vor allem die blauanteile anreichern, da selbige quasi bevorzugt "aufgenommen" werden. ergebnis: dies typisch blau-leuchtenden hintergründe bei film. die sigma simuliert diesen "effekt" unfreiwillig, indem auch sie für blau stärker empfindlich ist, da das blau quasi in der "ersten reihe" steht. also das gesamtlicht immer durch den blausensor muß!
diesen effekt zu nutzen ist naheliegend, bzw. hier sehe ich den grund bei landschaftsaufnahmen ähnlich film die blauempfindlich der sd auszunutzen um das schwache streulicht in den hintergründen zu verstärken.
es wäre auszutesten inwieweit lange belichtungszeiten diesen sättigungseffekt zugunsten von blau begünstigen.
per ebv kann dieses natürlich auch mit allen anderen cams bewerkstelligt werden!
lg matthias