Aber ein Biwak-Foto wäre schon mal interessant. Vor allem auch die verpackte Ausrüstung/Rucksack....
Ich stell mir das ganz schön anstrengend vor mit Zug, Rucksack und per Pedes. Da ist ja auch nicht immer eine Imbisbude um die Ecke.
Das entschleunigte Leben mit Foto und Natur hat aber auch einen tollen Erhohlungsfaktor.
Gruß strickliese
Ok, zumindest zwei Zeltfotos hab ich mal angehängt, der Rucksack kommt vielleicht später nach, wobei ich da kein schönes hab.
Und ja, obwohl es manchmal ziemlich anstrengend ist, finde ich diese Art von Urlaub auch unglaublich entspannend.
Nach der Nacht auf dem Preikestolen ging es für mich dann per Trampen weiter nach Odda. Obwohl die Strecke nicht sonderlich weit ist, ließ ich mir ein paar Tage Zeit und lernte richtig nette Leute kennen und bekam einmal sogar die Möglichkeit einer warmen Dusche. :

In Odda angekommen machte ich mich auf den Weg zur Trolltunga. Auch dort waren zwar einige Touristen, allerdings kein Vergleich zum Preikestolen. Nach dem recht anstrengendem Aufstieg bei richtig mießem Wetter wurde ich aber mit einer gigantischen Aussicht belohnt!
Mein Plan, dort oben ebenfalls zu Zelten, wurde leider aufgrund des Wetters nichts, da inzwischen ein richtiger Sturm aufgekommen war und jedes Zelt weggeflogen wäre.
Also drängte ich mich mit 4 Deutschen und zwei Franzosen in eine Schutzhütte. Nach einiger Zeit kamen noch 4 weitere Franzosen dazu und um Mitternacht tauchte plötzlich noch ein komplett durchnässtes und frierendes Tschechisches Pärchen auf. Langsam wurde es zwar etwas eng, aber immerhin war es warm und wir hatten einen sehr lustigen Abend.
Beim Abstieg von der Trolltunga musste ich natürlich noch so blöd hinfallen, dass mein noch ziemlich neues Handy kaputt ging.

Ein Grund mehr, einen Abstecher nach Bergen zu machen, das ich aber auch sonst ohnehin besuchen wollte. Nach weiteren zwei Tagen trampen erreichte ich dann diese wirklich sehenswerte Stadt an der Westküste. Das Handy reparieren zu lassen wäre natürlich zu teuer geworde und hätte zu lange gedauert. Also kaufte ich notgedrungen ein neues.
Zwar verließ ich Bergen am gleichen Abend schon wieder, aber was ich von der Stadt sah war wirklich schön, insbesondere der historische Hafenbereich Bryggen.
Da mir ein Spanier auf Spitzbergen sein Busticket für die Lofoten geschenkt hatte, entschied ich mich spontan, dort ebenfalls hinzufahren. Leider gibt es keine direkte Zugverbindung von Bergen nach Bodø im Norden, sodass ich notgedrungen erst von Bergen über Nacht nach Oslo fuhr um dann am nächsten Tag bis Trondheim und von dort ebenfalls über Nacht Bodø zu erreichen, von wo aus ich die Fähre nach Moskenes auf den Lofoten nehmen wollte.
Da hoch ist es schon eine echt lange Zugfahrt. Abgesehen von etwas Aufenthalt in Oslo verbrachte ich fast 34 Stunden im Zug.
Bei der Ankunft auf den Lofoten war allerdings sofort klar: Es hat sich gelohnt!
Man hört ja viel von diesen Inseln, aber sie selbst zu sehen ist dann doch nochmal was anderes, auch wenn das Wetter zunächst nicht so toll war. Noch dazu traf ich zwei deutsche Studentinnen, bei denen ich netterweise zwei Nächte übernachten durfte.

Auch Vaeroy, einer der Lofotenhauptkette vorgelagerten Insel, stattete ich einen Besuch ab, obwohl die berühmten Seevogelkolonien wie erwartet bereits verlassen waren.
Trotzdem war es eine schöne Zeit dort, auch wenn ich aufgrund eines geänderten Fährplans ein paar Tage länger auf der Insel bleiben musste als geplant ^^
Ich will euch jetzt aber nicht mit Lofotenbildern vollmüllen, da gibt es wesentlich bessere hier im Forum. Nur ein kleiner Eindruck von Vaeroy sei mir gestattet.
#36 Vaeroy (NMZ)
#37 Mein Zeltplatz (NMZ)
#38 Der gleiche Ort bei Nacht (NMZ)
#39 Auch wenn die Seevögel schon weg waren, gab es immerhin noch Seeadler, Kolkraben und Wanderfalken
