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Objektiv hängt fest...

Och schade das ich den Thread erst jetzt finde :D

Das ist ja mal was für Grobmechaniker wie mich. Die Sigma Bajonette sind recht robust - in dem Fall leider.
Ansonsten hätte ich den Weg empfholen mit ner großen guten Rohrzange das Objektivbajonett zu fassen, und zusammenzubiegen. Das geht gut mit Filterfassungs-Innenteilen.

Allerlei Fräsideen gabs ja schon. Was wäre mit einfach einem Schlitz, der nicht mal ganz durchgehen muß zum Kamerabajonett - und dann meine Zangen-Biege-Methode - der letzte 1/10 mm Metall bricht dann weg. so könnte man eventuell auch erst mal das Kamera Bajonett schonen (und dann Ursachenanalyse und eventuell Tausch).

Beim Bohren ist halt immer das Problem, dass die Spitzen spitz zulaufen - also in der Mitte ist der Bohrer wesentlich tiefer als am Rand. Da wäre Fräsen oder auch feilen außen am Bajonett meiner Ansicht nach besser.

Allerdings würde ich vor weiteren Grob-Techniken doch mal den Ring weitmöglichst in Richtung öffnen drehen und versuchen diesen unter Spannung zu halten. Dann schauen ob irgendeine der Schrauben schuld sein könnte, und wenn ja dann die Schraube hochziehen (festkleben) und nochmals zu drehen versuchen.

Mit der jetzigen Abklebung wie in dem Bild würde ich eher nicht fräsen - das sind Falten drin. Und die Kontaktleiste der Kamera würde ich auch noch schützen.
Für den Sensor-Spiegel würde ich mir ein breites Klebebeand besorgen, und das zurechschneiden. Und dann das sehr sorgsam faltenfrei kleben. Und dann gerne noch mehr drauf zum Schutz vor Schraubendreher etc. Eventuell noch ne dicke Pappe, oder gar ein Blech. Und nach der Operation mit feuchten Wattestäbchen feine Späne aufwischen vor und nach der Entfernung des letzten Klebebandes.

Hast Du schonmal mit nem kleinen Spiegel ins Bajonett reingeschaut - also so ne Art Zahnarztspiegel, ob Du innen was hängen siehst?

Gibt / Gabs Geräusche bei den Entriegelungsversuchen des Objektives?

Falls irgendwer das hier mal liest bevor er sein Objektiv wegbricht: Eine Bajonett-Lösungshilfe kann es sein das Objektiv mit Kraft von der Kamera wegzuziehen während des Abdrehens.
 
Och schade das ich den Thread erst jetzt finde :D

Das ist ja mal was für Grobmechaniker wie mich. .....

Ich, ebenfalls bekennender Grobmechaniker, verfolge den Thread seit Anfang an - und überlege schon die ganze Zeit, ob in diesem Fall Grob- oder doch lieber Feinmechaniker ans Werk sollen :D

Bin wirklich schon auf Updates gespannt, ich hoffe sehr, dass der TO noch ein paar Reportage Fotos macht - und das die "Operation" gelingt!
 
Hallo,

verfolge den krimi hier auch schon seit ein paar tagen;)

und hätte noch sonne idee, vielleicht können die ja bei sigma zu dem problem etwas beitragen?

könnte allerdings sein das die sagen das so etwas noch nicht vorgekommen ist...............


MFG
 
Sorry für das lange Warten, hatte die Woche viel zu tun. Ich bin heut weg und werde morgen Mittag mit der Operation beginnen. Bilder folgen.

Fals jemand noch einen wichtigen Tipp für mich hat immer her damit!
Denkt ihr dieser Bolzen kann die Ursache sein? Denn das ist die einzige Schraube, die ich noch nicht genauer untersucht habe. Ich könnte diese herausbohren falls es was helfen könnte.

Gruß
Patrick
 
Nun, das ist der Endanschlag, der das Bajonett vor dem Überdrehen schützt. Eigentlich kann der nicht die Ursache sein, aber was ist bei dem Bajonett hier schon noch normal?
 
Soo, endlich habe ich mal eine freie Minute und kann euch berichten wie es ausgegangen ist:

Das wichtigste zuerst: OPERATION WAR ERFOLGREICH!! :D


Wie habe ich das angestellt?
Zuerst habe ich mich nun doch für den Fräser entschieden, da die Dremel mit Flex-Scheibe (oder wie man das nennt) um einiges unpräziser zu halten ist und ich leichter das Bajonett verletzt hätte und zwar dadurch, dass ich eine Mulde flexen müsste.
Der Fräseinsatz war für die Dremel, die per Hand gehalten wurde. Wichtig war beide Arme ab zu stützen und die Dremel beidhändig gut und sicher festzuhalten. Ich bin trotzdem beim Ansatz einige male abgerutscht was aber nicht weiter schlimm war.
Gefräst habe ich nicht direkt über den Schrauben, sondern daneben und dann das Bajonett an die entsprechende Stelle gedreht.
Das klappte ziemlich gut, sodass ich weder Schrauben noch das Bejonett verletzen musste. Dafür sorgte auch ein sehr dünnes aber stabiles Blech, dass ich zwischen das Bajonett geschoben habe (siehe Bild 1).
Als zusätzlichen Abrutschschutz habe ich die jeweilige Stelle mit Karton abgeklebt (nicht zu sehen).
Als Schutz für den Spiegelkasten dienten mehre Lagen Isolierband, Gaffa, Pappe und Karton sowie das dünne Blech/Alu.
Trotzdem waren das größte Problem die Metallspäne. Und hier ist wirklich sauber zu arbeiten und gutes Abdichten gefragt. Trotz mehrlagigem Abdichten und Absaugen gelang es einigen Spänen in den Spiegelkasten. Ich habe diese soweit es mir möglich war entfernen können - das ist aber nicht einfach. Hoffe dass nichts zwischen Verschluss und Sensor kommt...

Jetzt fragt ihr euch bestimmt was an der Blockade Schuld war: siehe Bild 4 - ein winziges Plastikteil, als Größenvergleich liegt eine 1 Cent Münze bei.
Jetzt kann ich mich auch erinnern: Das Stück vermisste ich von einem anderen Objektiv wo es vom Plastikbajonett abgebrochen war als ich mit meinen Makroringen experimentiert habe. Ich dachte das Stück wäre drausen, da ich die Kamera gründlich ausgeschüttelt und nichts klappern gehört habe. Nur komisch, dass dieses Stück etwa zwei Woche lang in der Kamera verweilt hat. Ich habe die Kamera in der Zeit stark beansprucht, allein von der Musikmesse sind 2000 Fotos geblieben und ich hatte ständige Objektivwechsel gemacht - ohne auch nur ein Klemmen.
Doch jetzt stellt man sich mal vor was dieses Kunsstoffteil für Schaden anrichten hätte können wenn es zwischen Verschluss/Sensor oder Submirror geraten wäre...

Von daher ging die Sache noch mal gut aus. Schaden: Ein halbkaputtes Objektiv im Wert von 150€. Kennt jemand zufällig Bezugsquellen für Sigma Ersatzteile? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal Glückwunsch zur gelungenen Operation :top::D eine wahre Meisterleistung!!

Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht! Wenn´s auch bestimmt nicht oft passieren wird, jetzt hat das Forum wenigstens eine Anleitung, sollte das mal jemanden passieren - eigentlich gehört der Thread ja jetzt in die Bastelecke :D

Abschließend die Frage, da nicht per Fotos dokumentiert: Das Bajonett der Kamera hats also wirklich überlebt, hast du es wieder rangeschraubt, und die Cam funktioniert? Oder musst du erst ein neue besorgen und montieren?

:top::top::top:

Gruß
Andi
 
Jo, habe den Plastikbrocken entfernt und das Bajonett wieder drangeschraubt. Das Bajonett selber hat keinen Kratzer abbekommen.

Die Mods können diesen Thread gerne verschieben.
 
Einfach nur Respekt vor der Arbeit!

Ich finde es toll, das du Ruhe bewahrt hast und gut überlegt und geplant an die Sache ran bist!
 
Super. Ich hab dir doch gesagt wenn du vorsichtig an die Sache herangehst, dir zeit lässt und alles gründlich abklebst wird das.:top: Trotzdem klasse gemacht. Auf die Idee nen anderen Aufsatz zu nehmen bin ich nicht gekommen. Ich hab da irgendwie immer meine Mini-Trennscheiben im Kopf wenn ich an den Dremel denke:ugly:
 
Na das nennt man dann wohl Glück im Unglück...

Congrats für deine Arbeit, und vor allem für deine Geduld. Ich hätte das nicht hinbekommen, ich kenne mich...., ich hätte mich auf das Ding gestürzt und noch viel mehr kaputt gemacht...

Grüssle
JoeS
 
Glückwunsch und Danke für den tollen Erfahrungsbericht. Letztlich bleibt nur eins bei mir hängen: Nie mehr Objektive mit Plastikbajonett :lol:
 
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