• Neuer Gutscheincode unseres Partners Schutzfolien24:
    DSLR-Forum2025
    Dauerhaft 10% Rabatt auf alle Displayschutzfolien und Schutzgläser der Eigenmarken
    "Upscreen", "Screenleaf", BROTECT" und "Savvies".
    Der Code ist für alle Geräteklassen gültig.
  • Stimmt ab über die Sieger des DSLR-Forum Fotowettbewerbs August 2025.
    Thema: "Kurven"

    Nur noch bis zum 31.08.2025 23:59!
    Jeder darf abstimmen!
    Zur Abstimmung und Bewertung hier lang
  • In eigener Sache!

    Liebe Mitglieder, liebe Besucher und Gäste
    ich weiß, es ist ein leidiges Thema, aber ich muss es ansprechen: Werbung, Werbeblocker und Finanzierung des Forums.
    Bitte hier weiterlesen ...

  • Nicht erreichbare Adressen im Benutzerkonto
    Wir bekommen zurzeit eine große Anzahl an E-Mails, die das System zum Beispiel als Benachrichtigungen an Nutzer verschickt,
    als unzustellbar zurück, weil z.B. die Adressen nicht erreichbar sind oder das Postfach gar nicht existiert.
    Stellt doch bitte sicher, dass die Benachrichtigungen, die ihr vom System erwartet, auch zugestellt werden können.
    Nicht erreichbare E-Mail-Adressen sind dazu wenig hilfreich.
    Danke!
WERBUNG

Lightroom ohne Bild-Datenbank?

Bei den Leuten, die ihre Bilder (vermeintlich gut) im LR Katalog halten, bin ich gespannt wie groß das Geheule ist, wenn der Katalog mit 50.000 bildern dann abschmiert und die gewohnte Verschlagwortung der grauen Realität der weit gestreuten RAW'S ohne sinnvolle Namen weicht. :D

Du beschreibst hier ein Szenario, welches erheblich abgemildert werden kann. Wie ich schon schrieb kann bei der Verwendung mit LR die gesamte Ordner- und Benennungsstruktur beibehalten werden, wer hier also sorgfältig vorgeht, hat im Falle eines Ausfalls also immer noch alles wie gewohnt auf der Platte. Darüber hinaus können die Schlagworte mit der Tastenkombination "Strg + S" in xmp Sidecarfiles geschrieben werden. Sollte der Katalog also kaputt gehen können die Bilder mit den Files einfach wieder in einen neuen importiert werden, sämtliche Schlagworte sind dann auch wieder verfügbar.

Einzig die Entwicklungseinstellungen gingen tatsächlich verloren, ein nicht zu unterschätzender Punkt. Genau aus diesem Grund bietet LR eine automatische Sicherung seines Katalogs an, zyklus annähernd frei definierbar. Ich lasse mir einfach jede Woche Sonntag ein Backup erstellen und bewahre dieses über ein Jahr hinweg auf. Ein Ausfall würde also schlimmstenfalls einen Verlust von einer Woche nach sich ziehen.

Zum Problem mit den externen Programmen würde ich mal gucken ob auch dad nicht mit LR geht. Soweit ich weiß, kann LR an externe Programme übergeben und beim Schliessen kommt das veränderte Bild als zweite Kopie wieder zurück.

Vollkommen korrekt, LR kann Bilder an externe Programme übergeben (als jpg, tiff oder psd). Nach Bearbeitung werden diese dann auch wieder sauber in LR angezeigt.

Viele Grüße,
Jörg
 
Ich möchte hierbei nochmal erwähnen, weil es anscheinend überlesen wurde. LR hat keine DB. LR legt die Bilder ganz normal im Dateisystem. Dabei wird standardmässig eine Struktur angelegt die auf dem Datum beruht. Bei mir zb /Bilder/2011/August.

Du meinst das Richtige, aber es kann leicht missverstanden werden. Natürlich verwendet LR eine Datenbank, wie Du im weiteren Verlauf schreibst werden in dieser aber nicht die Bilder selbst, sondern lediglich Verweise darauf gepeichert. Darüber hinaus sind Metadaten, Entwicklungeinstellungen etc. enthalten.

Die Tatsache, dass LR standardmäßig die Bilder beim Import in der von Dir genannten Struktur ablegt ist wohl einer der Hauptgründe, weshalb einige User Angst um ihre Originaldaten haben. LR importiert standardmäßig tatsächlich so, in meinem persönlichen Fall ist dies auch goldrichtig. Man kann jedoch auch ohne Probleme einstellen, dass die Originaldaten an ihrem Speicherplatz belassen werden sollen. Somit findet absolut keine Veränderung der Daten auf der Platte statt.

Viele Grüße,
Jörg
 
Zwar na andere Frage zu LR, aber ich hänge sie mal dran, um nicht extra nen neuen Thread machen zu müssen - wenn hier schon die LR Profis vorbei schauen :)

Wenn ich ein RAW aus LR nach Photoshop schicke und es dort weiter bearbeite - dann speicher ich dieses in einem neuen Ordner "Bearbeitet" als PSD. Dieses wird mir dann aber sogleich in LR hinter meinem Ursprungs-RAW angezeigt.
In der Bibliothek habe ich aber eigentlich nur den RAW-Ordner ausgewählt.

Kann man das irgendwie abschalten?
 
Ich selbst arbeite seit Version 1 mit Lightroom und möchte es unter keinen Umständen mehr missen.

Die von vielen hier kritisierte Import- und Verwaltungsfunktion von Lightroom ist hervorragend gelöst und bietet alles was eine manuelle Strukturierung per Dateisystem kann - jedoch on Top noch vieles mehr.

Ich hab jetzt nicht alle Beiträge gelesen, hätte aber nichts gefunden, was im WorkFlow des jeweiligen Nutzers vorkommt, was Ligthroom ausschliessen würde - ganz im Gegenteil - alles was da gefordert wird kann mit Lightroom m.E. besser, schneller und komfortabler gemacht werden.

Bin mir nicht sicher, aber ich denke, dass selbst Phase One jetzt mit der letzten Capture One Software eine Art Datenbanksystem eingeführt hat, oder ? Denke die meisten Nutzer sind dankbar für eine ordentliche Bildverwaltung - allein die Verschlagwortung erspart mir oft lange Suchzeiten.

Und dass das Geheule losgeht, wenn die DB abschmiert ist wohl wirklich das fadenscheinigste Argument ..... wozu gibts ein Backup ?

Wer seine Bilder (ob mit oder ohne DB) nicht sichert ist ohnehin .... (ich verkneif mir das mal).

lg, Philipp
 
Einzig die Entwicklungseinstellungen gingen tatsächlich verloren, ein nicht zu unterschätzender Punkt.

Wenn ich mich recht errinere, werden gerade die Entwicklungseinstellungen in den XMPs abgespeichert. Bei anderen Formaten speichert LR diese Einstellungen auf Wunsch in der Datei ab.

Wenn ich ein RAW aus LR nach Photoshop schicke und es dort weiter bearbeite - dann speicher ich dieses in einem neuen Ordner "Bearbeitet" als PSD. Dieses wird mir dann aber sogleich in LR hinter meinem Ursprungs-RAW angezeigt. In der Bibliothek habe ich aber eigentlich nur den RAW-Ordner ausgewählt.

Kann man das irgendwie abschalten?

Man kann normalerweise einstellen, ob die bearbeitete Datei mit dem Original gestapelt werden soll, oder als separates Bild angezeigt wird. Genaueres weiß ich jetzt aus dem Kopf nicht. :o

Gruß
Christian
 
Wenn ich mich recht errinere, werden gerade die Entwicklungseinstellungen in den XMPs abgespeichert. Bei anderen Formaten speichert LR diese Einstellungen auf Wunsch in der Datei ab.

Sorry, ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Natürlich werden die Entwicklungseinstellungen ebenfalls in die xmps geschrieben. Die Einstellungen gehen nur verloren, wenn die Daten eben nicht erstellt worden sind.

Viele Grüße,
Jörg
 
Natürlich werden die Entwicklungseinstellungen ebenfalls in die xmps geschrieben. Die Einstellungen gehen nur verloren, wenn die Daten eben nicht erstellt worden sind.

Ah, ok. Da hast du natürlich recht. :)

Vielleicht noch etwas zur Frage des TO: Ob es Sinn macht, auf die Datenbankfunktionalitäten von LR zu verzichten, lasse ich mal dahin gestellt sein. Tatsache ist jedoch, das man LR auch fast nur Ordner-Basiert betreiben kann. Die Verpflichtung zum Import bleibt natürlich bestehen, aber es ist nicht zwingend erforderlich z.B. Stichworte, Farben, Sterne usw. zu vergeben und diese für die Organisation zu benutzen.

Lightroom ist hervorragend in der Lage auch mit Hilfe des Dateinamens oder des Erstellungsdatums Bilder zu finden und zu organisieren. Wenn man dann noch die gewünschten Dateioperationen ausschließlich in LR durchführt, gibt es auch keine Konfusionen. Kopieren kann LR allerdings nicht, da LR dasselbe Bild nicht in verschiedenen Verzeichnissen akzeptiert.

Gruß
Christian
 
Wenn Du die Ergebnisse von LR magst, jedoch aufgrund der DB nicht einsetzen willst, greife guten Gewissens zu Bridge + ACR.

Einen winzigen finanziellen Aspekt hat die ganze Sache auch noch:
Während LR derzeit für 99 Euronen verfügbar ist, ist das enthaltene Bridge+ACR nur in PS CS5 zu kriegen, wofür man knapp das zehnfache ausgeben darf.
(Studentenversionen nicht eingerechnet)

Wenn man nur CS4 oder älter bzw. gar kein PS hat, kann es sich schon lohnen, die DB von LR einfach mit zu schleppen und weitgehend zu ignorieren, auch wenn sie nicht benötigt wird.
 
Einen winzigen finanziellen Aspekt hat die ganze Sache auch noch:
Während LR derzeit für 99 Euronen verfügbar ist, ist das enthaltene Bridge+ACR nur in PS CS5 zu kriegen, wofür man knapp das zehnfache ausgeben darf.

Volle Zustimmung soweit, meine Aussage bezog sich erstmal nur auf den Funktionsumfang und die Konvertierungsqualität von ACR. Wenn überhaupt keine Bildverwaltung erfolgen soll genügt unter Umständen schon der mitgelieferte RAW-Konverter + ein kostenfreies Bearbeitungsprogramm wie Gimp.

Meine Grundfrage jedoch bleibt bestehen: Offensichtlich ist die LR Datenbank für viele ein Grund, dieses nicht zu nutzen. Ich würde gerne die Gründe hierfür verstehen.

Viele Grüße,
Jörg
 
Vielleicht noch etwas zur Frage des TO: Ob es Sinn macht, auf die Datenbankfunktionalitäten von LR zu verzichten, lasse ich mal dahin gestellt sein.

Tatsache ist jedoch, das man LR auch fast nur Ordner-Basiert betreiben kann.

Ja, man läßt dann halt einfach Verschlagwortung, Sammlungen etc. bleiben. Habe ich auch eine ganze Zeitlang so gemacht, weil ich keine Lust auf Einarbeitung hatte...

Die Verpflichtung zum Import bleibt natürlich bestehen

Die kann man auch indirekt über die Ordner-Synchronisation machen, was ich den Leuten, die dateisystemorientiert arbeiten wollen, sogar empfehlen würde. So kriegt LR von außen durchgeführte Arbeiten mit, ohne selbst etwas im Dateisystem zu verändern - davor haben ja offenbar recht viele Leute Angst.

Wichtig ist nur, daß die Arbeitsordnerstrukturen nicht zu voll werden, sonst zieht sich die Synchronisation unangenehm hin.


@ BadBoogeyMan:
Die 99Euro-Aktion ist vorbei, LR muß wieder zum normalen Preis gekauft werden. Ein Grund mehr, daß sich die Datenbankverweigerer nach Alternativen umsehen sollten.
 
Meine Grundfrage jedoch bleibt bestehen: Offensichtlich ist die LR Datenbank für viele ein Grund, dieses nicht zu nutzen. Ich würde gerne die Gründe hierfür verstehen.
Ich nutze Lightroom seit einigen Wochen -- trotz der Datenbank. Genauer gesagt, ich verwende ausschliesslich die Raw-Konverter-Funktionalität, den Rest nur, soweit zwingend erforderlich (d.h. im wesentlichen den Import).

Grund dafür ist zunächst das langsame, träge, unübersichtliche, komplizierte, inkonsistente und alles andere als selbsterklärende User-Interface.

Die Ergebnisse, die man mit Lightroom erzielen kann, sind sehr gut -- jedenfalls, wenn man zwei Wochenenden damit zugebracht hat, sich ein geeignetes Kamera-Profil zu bauen. Die Funktionalität ist gut -- in manchen Aspekten schlechter, dafür in anderen besser als von RawTherapee gewohnt. Aber Spass macht die Arbeit mit Lightroom nicht.

Und deshalb nutze ich für die Verwaltung nach wie vor Picasa. Das kann alles, was ich brauche, funktioniert intuitiv und gefühlt zehnmal schneller als Lightroom. Und wenn ich z.B. mal Tags von einem Bild zum nächsten kopieren möchte, habe ich das mit Irfanview oder Exiftool schon erledigt, bevor Lightroom überhaupt gestartet ist.

Unabhängig davon bin ich grundsätzlich kein Freund des Datenbank-Konzepts, weil es mich auf ein bestimmtes Tool festlegt. Ob ich dagegen meine Fotos mit Picasa, Irfanview, Exiftool oder einem Hex-Editor bearbeite -- ich sehe alle Ergebnisse sofort und konsistent in allen Tools, ohne irgendwelche Klimmzüge machen zu müssen.

Dieser Aspekt würde mich wahrscheinlich auch dann davon abhalten, die sonstige Funktionalität von Lightroom zu nutzen, wenn das User-Interface besser wäre.

Puh, das ist lang geworden...

Gruss
Bezier
 
Hallo Bezier,

vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung!

Tools wie IrfanView sind natürlich schneller als Lightroom, darüber besteht kein Zweifel. Dies ist also ein für mich absolut nachvollziehbarer Grund, wenn Geschwindigkeit im Vordergrund steht. Ob IrfanView im gleichen Maße Verschlagwortungsoptionen bietet wie LR weiß ich aufgrund von mangelnder Erfahrung damit nicht.

Etwas stutzig macht mich folgende Aussage:

Bezier schrieb:
Unabhängig davon bin ich grundsätzlich kein Freund des Datenbank-Konzepts, weil es mich auf ein bestimmtes Tool festlegt. Ob ich dagegen meine Fotos mit Picasa, Irfanview, Exiftool oder einem Hex-Editor bearbeite -- ich sehe alle Ergebnisse sofort und konsistent in allen Tools, ohne irgendwelche Klimmzüge machen zu müssen.

Von welchen Ergebnissen sprichst Du hier genau? Von den Entwicklungseinstellungen eines RAW-Files sicher nicht, denn die Tools können natürlich allesamt keine Änderungen an den originalen RAWs vornehmen bzw. ermöglichen überhaupt keine Bearbeitung. Geht es um die Metadaten? Wie ich etwas weiter vorne schon schrieb, kann LR diese bei jpgs und tiffs direkt in die Datei hineinschreiben, ist also vollkommen unabhängig von der Datenbank und tut nichts anderes als die von Dir beschriebenen Programme auch. Bei RAW-Files lassen sich sämtliche Einstellungen und vor allem auch Metadaten in xmp Files schreiben, welche viele andere Programme problemlos auslesen können. Auch hier kommt der Katalog in keinster Weise negativ zum Tragen, alles wird ordentlich in das Filesystem geschrieben.

Woran genau siehst Du also den großen Nachteil? Bei der Performance bin ich bei Dir, beim Rest liegt das Verständnisproblem womöglich bei mir.

Viele Grüße,
Jörg
 
Unabhängig davon bin ich grundsätzlich kein Freund des Datenbank-Konzepts, weil es mich auf ein bestimmtes Tool festlegt.

Alle Bilddatenbanken setzen auf den standardisierten Metadatenformaten IPTC und teilweise XMP auf. Die Softwareabhängigkeit entsteht erst in der Ebene darüber, schließt aber den kleinsten gemeinsamen Nenner, mit dem Du bisher hantierst, in keinster Weise aus.
Und mal ehrlich, Verschlagwortung mit Irfanview, das ist doch gerade mal eine Stufe über Hex-Editor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, ich glaube, Du hast mich richtig verstanden, und Du hast auch recht, was die Möglichkeiten von Lightroom angeht. Aber wenn ich es so mache wie von Dir beschrieben, dann nutze ich doch gerade die Datenbank nicht.

Ok, vielleicht ist mein "sonstige Funktionalität" missverständlich. Gemeint ist natürlich genau die Datenbank-Funktionalität.

(Picasa hat auch eine Datenbank, Collections usw. Auch die verwende ich nicht bzw. nur temporär, bis zum Verlassen des Tools.)

Gruss
Bezier
 
Und mal ehrlich, Verschlagwortung mit Irfanview, das ist doch gerade mal eine Stufe über Hex-Editor.

Ich mag Hex-Editoren ;)

Natürlich ist Irfanview nicht mein generelles Verschlagwortungstool. Dazu nehme ich Picasa. Und für batchmässiges Schlagwort-Anpassen nehme ich Exiftool und erforderlichenfalls Shell-Skripte. Aber ich kann mit Irfanview in ca. 5 Sekunden (ich hab's nicht gemessen) "ausnahmsweise" die Tags von einem Bild zum anderen kopieren. Zwei Maus-Doppelklicks, ca. 7 Tastendrucke, praktisch keine Wartezeiten. Da kenne ich kein Tool, mit dem das besser geht.

Gruss
Bezier
 
Nein, ich glaube, Du hast mich richtig verstanden, und Du hast auch recht, was die Möglichkeiten von Lightroom angeht. Aber wenn ich es so mache wie von Dir beschrieben, dann nutze ich doch gerade die Datenbank nicht.

Aber ist es denn nicht genau das was Du möchtest? LR nur ohne DB?

Meiner Meinung liegt die Abneigung gegen LR einfach in einer nicht ganz korrekten Auffassung, was DB eigentlich bedeutet.

Lightroom DB bedeutet nicht:

  • Meine Bilder werden in eine vorgegebene Struktur abgelegt
  • Meine bisherige Struktur ist damit hinfällig
  • Alle Informationen werden ausschließlich in der DB gesichert
  • Bei korrupter DB ist meine ganze Arbeit hinfällig

Lightroom DB bedeutet:

  • Meine bisherige Ordnerstruktur kann vollkommen erhalten bleiben
  • Es erfolgt kein unerwünschtes "verwurschteln" meiner Daten
  • Alle Daten bleiben, wo sie sind
  • Sämtliche Einstellungen und Änderungen können in die Datei direkt, bei RAWs in XMPs gespeichert werden
  • Viele andere Programme können die Metadaten problemlos auslesen, vollkommen unabhängig von LR und seiner DB
  • Durch die DB habe ich die Möglichkeit, eine Vielzahl von Verwaltungsoptionen zu verwenden (Collection, Smart Collection, farbliche Hervorhebungen etc.)
  • Diese Möglichkeiten sind optional, mir wird damit nichts aufgezwungen
  • Ich nutze nur, was ich wirklich brauche

Die LR Datenbank ist keine Beschränkung, sondern vielmehr eine Erweiterung der Möglichkeiten, die eine Verwaltung auf Filesystem Ebene bietet. Durch die Möglichkeit, sämtliche Settings entweder direkt in die Files bzw. in XMPs zu schreiben, bin ich zweifelsfall sogar unabhängig und kann problemlos andere Anwendungen verwenden (meine Lightroom Metadaten konnte Phase Ones Media Pro anstandslos lesen und verwenden). Einig und allein die Tatsache bleibt, dass die Entwicklungseinstellungen aus LR und ACR in PS kein anderen Programm auslesen und anwenden kann. Dies ist aber kein LR Problem, sondern gilt für alle mir bekannten RAW-Konverter (ich nutze hauptsächlich Capture One).

Meine Beiträge sollen keinesfalls als Bekehrungsversuche intepretiert werden, davon habe ich persönlich überhaupt nichts. Vielmehr möchte ich zeigen, dass etliche Vorurteile nicht zutreffen und Interessenten teilweise unbegründete Angst nehmen.

Viele Grüße,
Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
Meine Grundfrage jedoch bleibt bestehen: Offensichtlich ist die LR Datenbank für viele ein Grund, dieses nicht zu nutzen. Ich würde gerne die Gründe hierfür verstehen.
Vielleicht kann ich dazu was sagen, da es monate/Jahre auch der Grund für mich wahr.

Ich vermute eine grundsätzliche Unwissenheit.

Man hörte immer was von Bilddatenbank. (diejenigen, die jahrelang auf filebasis sortiert haben, und physisch ihre Files da hingelegt habe, wo sie sie haben wollen, denen wurde schlecht, wenn sie daran denke, daß ihre Bilder und Daten nun in einer "lightroom-LR" gehalten werden. DB's sind auf das spezielel Programm bezogen und ein wechsel des entwicklerprogramm somit nicht "mal eben" möglich. Besonders aus solchen Gründen würde ich niemals von der physischen Ordnerstruktur abgehen wollen.

Ich fotografiere RAW, ich wandel nach dem Shooting in ein fullsize-JPEG und ein 1280pixel-JPEG und lösche die RAW's. Shooting erledigt, Bilder als JPEG vorhanden, Bilder ausbelichten, Bilder dem Model schicken, Bilder ins Album einkleben. JPEG's archivieren. So entsteht ein Archiv von mitlerweile 50.000 Bildern aus den letzten 19 Jahren. Ob diese Bilder nun Mittelformatscan's, Kleinbilddias oder Digitalbilder aus Nikon, Canon, RAW-Shooter oder Photoshop stammen, ist dabei egal. Das Ergebnis ist ein JPEG und ein Papierbild im Album. Beides nach Jahrgang chronologisch ablegt. So ist es, und so soll es bleiben.

Da verwundert es nicht, wenn mir die Gallo hochkommt, wenn ich von virtuellen Sammlungen und Bildhaltung in Datenbanken lese (die ich neben den Bildern dann noch sichern muß, und wenn ich mal Bilder umlagere, noch Probleme mit den Pfaden und Laufwerksbuchstaben bekomme ... etc). Daher kann ich die allgemeine Abneigung gegenüber den RAW-Konvertern, die aus einem RAW ein JPEG machen, und ansonsten nix tun und können, verstehen.

Schaut man sich LR aber mal genau an, kann man (wenn man will) LR auf die Grundfunktionalität kastrieren und ebenso in seinen Workflow einarbeiten (und dabei noch ein paar Gimicks wirklich nutzen, ohne seineen "alten" Workflow zu zerstören). Dazu muß man LR aber wirklich mal auf den Zahn fühlen, und schauen "was macht es?".

Ich habe 6 Jahre mit dem Flow

EOSUtility (RAW) -> RAWShooter (JPEG) -> [falls nötig Photoshopkorrektur] (JPEG) -> JPEGCompressor (kleines JPEG, grosses JPEG)

gearbeitet. Nun wollte ich den RSP gegen LR ersetzten. Je mehr ich mir aber LR angeguckt habe, desto mehr konnte ich mich damit anfreunden. Mitlerweile ist der Import auch von LR übernommen, da es deutlich besser ist als EOSUtility (bessere konfigurierbarkeit und presets bei den EXIFdaten was Urheber, Cameratyp, usw betrifft). Der JPEGCompressor war jahre das allererste mittel der wahl, weil geniale und scharfe ergebnisse beim kleinrechnen. LR kann das auch (langsamer, aber ok). Beim JPG-C fand ich die presets für verschiedene anwedungen immer toll (ich hatte 20) für TFP, für PAY, für preview, einzelshoot, gruppenshoot usw .. Das kann LR mit den presets auch, wenn man sie gut konfiguriert. Schaut man mal manuell in den katalog rein, dann findet man die presets dort sogar als reine xml-files. bei gruppenshoots also mal eben das passende xml an die teilnehmer versenden und schon hat man ein coorporate identiti. nett! Tja, und Photoshop muß ich auch nur noch selten aufrufen, weil ich die paar Pickel und partiell Anpassungen in LR machen kann. Mitlerweile habe ich vom Kartenimport bis zum jpegexport den workflow komplett in Lightroom. Es hakt manchmal noch etwas, aber kein wunder ... 6 Jahre und dann eine Umstellung ist klar ... ;)

Ich hatte weiter oben ja beschrieben, das ich den Katalog nur für die Bilder nutze, die ich gerade entwickel. Das ist die Kastration, die ich meine. Ich habe einen Katalog "aktueller Workflow" ... da für ich per "import" neue bilder eines shooting hinzu, LR kopiert sie auf einen von mir ausgesichten Pfad auf platte. Nach fertigstellung des shootings lösche ich den ordner in dem katalog. Übrig bleiben die JPEGs auf der Platte, da wo ich sie haben wollte. LR weiß nun nichts mehr von den Bildern. Alles ist wie früher ;)

Derjenige, der aber unbedarft an die Sache rangeht, völlig planlos seine CF-Karte mit lightroom "irgendwo" auf seine festplatte(n) speichert, dann umfangreiche verschlagwortung und metas einpflegt, ohne neben die RAW's die XMP's zu speichern, und seine JPEGS ohne meta's exportiert ... der .. ja der .... der wird LR verfluchen, wenn der Katalog mal abschmiert, oder wenn die Bindungen durch verändern von laufwerksbuchstaben und ordnern verlorengehen. Ein RAW mit XMP-sidecar oder ein sauber befülltes meta-JPEG ist auch in den nächsten Jahren auch ohne LR und Katalog noch sein Geld wert.
 
Lightroom DB bedeutet nicht:

  • Meine Bilder werden in eine vorgegebene Struktur abgelegt
  • Meine bisherige Struktur ist damit hinfällig
  • Alle Informationen werden ausschließlich in der DB gesichert
  • Bei korrupter DB ist meine ganze Arbeit hinfällig

Lightroom DB bedeutet:

  • Meine bisherige Ordnerstruktur kann vollkommen erhalten bleiben
  • Es erfolgt kein unerwünschtes "verwurschteln" meiner Daten
  • Alle Daten bleiben, wo sie sind
  • Sämtliche Einstellungen und Änderungen können in die Datei direkt, bei RAWs in XMPs gespeichert werden
  • Viele andere Programme können die Metadaten problemlos auslesen, vollkommen unabhängig von LR und seiner DB
  • Durch die DB habe ich die Möglichkeit, eine Vielzahl von Verwaltungsoptionen zu verwenden (Collection, Smart Collection, farbliche Hervorhebungen etc.)
  • Diese Möglichkeiten sind optional, mir wird damit nichts aufgezwungen
  • Ich nutze nur, was ich wirklich brauche

danke Jörg für diese Aufzählung. :top:

Ich denke dass viele Problemfälle daher rühren, dass einige völlig falsch an LR herangehen und dies auch nicht so nutzen, wie es angedacht ist.

Ich verstehe ehrlich gesagt den ganzen Fred irgendwie nicht, mir hat LR noch niemals etwas aufgezwungen, ich arviere wie bisher in dem System das mir paßt und ziehe dann den Ordner einfach auf LR. Meine Strukturen blieben in den ganzen Jahren erhalten. Ändert sich etwas in dem Ordner, synchronisiere ich in LR einfach den Ordner 'Bilder' und gut ist.
 
WERBUNG
Zurück
Oben Unten