Meine Grundfrage jedoch bleibt bestehen: Offensichtlich ist die LR Datenbank für viele ein Grund, dieses nicht zu nutzen. Ich würde gerne die Gründe hierfür verstehen.
Vielleicht kann ich dazu was sagen, da es monate/Jahre auch der Grund für mich wahr.
Ich vermute eine grundsätzliche Unwissenheit.
Man hörte immer was von Bilddatenbank. (diejenigen, die jahrelang auf filebasis sortiert haben, und physisch ihre Files da hingelegt habe, wo sie sie haben wollen, denen wurde schlecht, wenn sie daran denke, daß ihre Bilder und Daten nun in einer "lightroom-LR" gehalten werden. DB's sind auf das spezielel Programm bezogen und ein wechsel des entwicklerprogramm somit nicht "mal eben" möglich. Besonders aus solchen Gründen würde ich niemals von der physischen Ordnerstruktur abgehen wollen.
Ich fotografiere RAW, ich wandel nach dem Shooting in ein fullsize-JPEG und ein 1280pixel-JPEG und lösche die RAW's. Shooting erledigt, Bilder als JPEG vorhanden, Bilder ausbelichten, Bilder dem Model schicken, Bilder ins Album einkleben. JPEG's archivieren. So entsteht ein Archiv von mitlerweile 50.000 Bildern aus den letzten 19 Jahren. Ob diese Bilder nun Mittelformatscan's, Kleinbilddias oder Digitalbilder aus Nikon, Canon, RAW-Shooter oder Photoshop stammen, ist dabei egal. Das Ergebnis ist ein JPEG und ein Papierbild im Album. Beides nach Jahrgang chronologisch ablegt. So ist es, und so soll es bleiben.
Da verwundert es nicht, wenn mir die Gallo hochkommt, wenn ich von virtuellen Sammlungen und Bildhaltung in Datenbanken lese (die ich neben den Bildern dann noch sichern muß, und wenn ich mal Bilder umlagere, noch Probleme mit den Pfaden und Laufwerksbuchstaben bekomme ... etc). Daher kann ich die allgemeine Abneigung gegenüber den RAW-Konvertern, die aus einem RAW ein JPEG machen, und ansonsten nix tun und können, verstehen.
Schaut man sich LR aber mal genau an, kann man (wenn man will) LR auf die Grundfunktionalität kastrieren und ebenso in seinen Workflow einarbeiten (und dabei noch ein paar Gimicks wirklich nutzen, ohne seineen "alten" Workflow zu zerstören). Dazu muß man LR aber wirklich mal auf den Zahn fühlen, und schauen "was macht es?".
Ich habe 6 Jahre mit dem Flow
EOSUtility (RAW) -> RAWShooter (JPEG) -> [falls nötig Photoshopkorrektur] (JPEG) -> JPEGCompressor (kleines JPEG, grosses JPEG)
gearbeitet. Nun wollte ich den RSP gegen LR ersetzten. Je mehr ich mir aber LR angeguckt habe, desto mehr konnte ich mich damit anfreunden. Mitlerweile ist der Import auch von LR übernommen, da es deutlich besser ist als EOSUtility (bessere konfigurierbarkeit und presets bei den EXIFdaten was Urheber, Cameratyp, usw betrifft). Der JPEGCompressor war jahre das allererste mittel der wahl, weil geniale und scharfe ergebnisse beim kleinrechnen. LR kann das auch (langsamer, aber ok). Beim JPG-C fand ich die presets für verschiedene anwedungen immer toll (ich hatte 20) für TFP, für PAY, für preview, einzelshoot, gruppenshoot usw .. Das kann LR mit den presets auch, wenn man sie gut konfiguriert. Schaut man mal manuell in den katalog rein, dann findet man die presets dort sogar als reine xml-files. bei gruppenshoots also mal eben das passende xml an die teilnehmer versenden und schon hat man ein coorporate identiti. nett! Tja, und Photoshop muß ich auch nur noch selten aufrufen, weil ich die paar Pickel und partiell Anpassungen in LR machen kann. Mitlerweile habe ich vom Kartenimport bis zum jpegexport den workflow komplett in Lightroom. Es hakt manchmal noch etwas, aber kein wunder ... 6 Jahre und dann eine Umstellung ist klar ...
Ich hatte weiter oben ja beschrieben, das ich den Katalog nur für die Bilder nutze, die ich gerade entwickel. Das ist die Kastration, die ich meine. Ich habe einen Katalog "aktueller Workflow" ... da für ich per "import" neue bilder eines shooting hinzu, LR kopiert sie auf einen von mir ausgesichten Pfad auf platte. Nach fertigstellung des shootings lösche ich den ordner in dem katalog. Übrig bleiben die JPEGs auf der Platte, da wo ich sie haben wollte. LR weiß nun nichts mehr von den Bildern. Alles ist wie früher
Derjenige, der aber unbedarft an die Sache rangeht, völlig planlos seine CF-Karte mit lightroom "irgendwo" auf seine festplatte

speichert, dann umfangreiche verschlagwortung und metas einpflegt, ohne neben die RAW's die XMP's zu speichern, und seine JPEGS ohne meta's exportiert ... der .. ja der .... der wird LR verfluchen, wenn der Katalog mal abschmiert, oder wenn die Bindungen durch verändern von laufwerksbuchstaben und ordnern verlorengehen. Ein RAW mit XMP-sidecar oder ein sauber befülltes meta-JPEG ist auch in den nächsten Jahren auch ohne LR und Katalog noch sein Geld wert.