Neben dem Oly 75 und dem 7-14 (nur an Panasonic Sensor) ist das 20er die dritte Linse, die mich bei mft überzeugt hat (nicht weil sie absolut gesehen so toll ist, sondern weil die Summe der Eigenschaften einfach super passt inkl. Preis). Da ich Tele nicht nutze und leider eine Oly Kamera hatte, lief das dann auf genau eine überzeugende Linse FÜR MICH hinaus - das 20er und das stellt mir eigentlich zu wenig frei. Zusammen mit dem fummeligen (aber äußerst potenten) E-M5 Body war es das dann für mich. Dennoch: sollte ich jemals wieder eine mft haben, dann kommt das 20er als erstes an Bord und wenn es die einzige Linse bleibt.
Was Objektive angeht sehe ich es wie Rolandist. Ich möchte Objektive offen nutzen können und bei deutlichem Abblenden dann rundum überzeugende Qualität in jeder Lebenslage erhalten. Das ist bei Sparlinsen meist nicht der Fall. Und auch einige künstlich gerade gerechnete Linsen haben da das ein oder andere Problem. Bei Fuji haben mich die tatsächlich optisch sehr gut korrigierten 14, 23 und 35 in der Beziehung überzeugt. Gute Linsen aber das muss man dann auch bezahlen.
Heute Abend bin ich mal mit dem neuen Ding (Fuji 23mm 1.4) um den Block gezogen, um zu schauen wie sich das bei AL so macht und um das gleiche mit meiner neuen Canon M mit 22mm 2.0 Pancake parallel zu machen.
Beim aus der Tasche holen habe ich bei der Fuji zwei oder drei mal die Blende aus versehen verstellt und irgendwann auf halbem Weg das Zeitrad von A auf 1/2000s und die Belichtungskorrektur auf 2/3. Danach waren natürlich alle Bilder für die Tonne.
Bei der Canon habe ich dafür die Blende zweimal zurück setzten und mehrmals den AF Punkt wieder ins Zentrum rücken müssen. Zudem ist der Auslöser so feinfühlig, dass ich ein paar mal ausgelöst habe, obwohl ich eigentlich noch verschwenken wollte.
Die AF Felder von beiden Kameras fokussieren so ein bisschen wohin sie wollen. Da ist es reiner Zufall, wenn wirklich mal die Schärfenebene gleich sitzt. Bei Fuji kann ich die Felder kleiner machen, aber dann wird es etwas tückisch mit dem AF.
Die Canon belichtet meist eine Blende dunkler bei wenig Licht.
Die qualitativen Unterschiede bei dieser Anwendung sind insgesamt überschaubar. Das Fuji 23er hat weniger CAs und bei Blende 2 weniger Vignette. Die Fuji Kombi ist erwartungsgemäß etwas sauberer im Bildeindruck und hat blaue Lichtquellen besser im Griff. Dazu kommt etwas mehr Reserve in den Tiefen. Die Canon macht gelbe Bilder, die Fuji grüne.
Die Fuji Kombi ist von der Größe im Vergleich zur Canon M etwa das, was die 5D im Vergleich zur Fuji ist.

Die Fuji Kombi kostet etwa das Vierfache.
Anbei zwei Knipsbildchen bei Blende 2.0 aus beiden zum Vergleich. Die Schärfe sitzt unterschiedlich und das eine ist etwas mehr verwackelt als das andere, da beide Kameras idiotische Zeiten für Auto-Iso wählen.
Also nicht pixelpeepen sondern einfach die sehr unterschiedliche Qualität einwirken lassen.