Schiefer Horizont, MBV
Noch etwas aus den alten Kleinbild-Zeiten:
Die Masken der Diarähmchen waren bis auf ein paar Spezialprodukte immer 23x35 mm. Also Crop 1.03

.
Da konnte man das Dia noch ein bisschen geradedrehen.
Bei ± 0.5mm und einer Drehung um den Mittelpunkt (Radius 21mm) wären das arc sin (0.5/21) = 1.3° ...
Es gab glaub ich sogar Rähmchen mit 22x34mm für schwere Fälle...
Das könnte man dann MBV nennen: Mechanische Bildverarbeitung. War übrigens bis auf den verdeckten Rand sogar verlustfrei ;-) ...
Natürlich ist es lästig, wenn das Bild nachher (trotz SLR-Prinzip) nicht das zeigt, was man aufnehmen wollte. Solange aber keine Präzisions-Gittermattscheiben zu haben sind, ist es eh schwierig, kritische Motive richtig aufzunehmen.
Photometrie ist das alles nicht. Die Hasselblads bei den Apollo-Missionen hatten AFAIK extra Glas-Platten vor der Filmebene, in die Kreuze mit definiertem Abstand eingraviert waren. Die sind auf allen Aufnahmen als Referenz mit drauf...
Wenn LiveView hilft, warum sollte man ihn nicht nutzen?
Ich nutze ihn auch, um bei statischen Makros per D-Lupe
bei Arbeitsblende aufs Optimum scharfzustellen, da sich dieses bei Abblenden noch leicht verschiebt. Sowas ist im SLR-Sucher unmöglich!
Gruss
Jakob