Species, ich kann nur zu Dingen Stellung nehmen, die ich auch gesagt habe und nicht zu Behauptungen, die nicht von mir stammen. Da ändert auch nichts die mir von Dir untergeschobene Behauptung etwas. Stichwort "Lerneffekt":
Ich habe gesagt:
Es wäre wesentlich einfacher gewesen, Du hättest mich sofort darüber aufgeklärt, dass ich Dich falsch verstanden habe, dann hätten wir uns das Hickhack sparen können. Ich bin am Thema hier interessiert, nicht an persönlichen Auseinandersetzungen.
Was ich in Frage gestellt habe, ist die Theorie, dass FBs zu besserem fotografischen Sehen führen würden, nicht unbedingt, was Du dazu gesagt oder nicht gesagt hast. Wenn Du das nicht gemeint hast, brauchst Du Dich eigentlich auch nicht getroffen zu fühlen. Dann lassen wir das einfach gut sein.
Ich halte nichts davon, Dir gegenüber Rechenschaft abzulegen, warum ich mir die Freiheit nehme, auf bierernste Posts manchmal mit einer ironischen Leichtigkeit zu reagieren. Die Leichtigkeit hört aber auch für mich da auf, wo jemand den Versuch unternimmt, mich willkürlich zu interpretieren, wenn es die Zitate nicht hergeben, das zu unterstellen, was man unterstellen will.
Ich kann auch nichts dafür, wenn Du mit meiner Art, bestimmte Dinge zu betrachten und entsprechend zu reagieren Probleme hast.
Das macht es mir ja so schwer, zu verstehen, was Du eigentlich sagen willst. War dieser Satz jetzt ironisch-leicht oder bierernst-verärgert gemeint?
Vielleicht spielst Du ja einmal die Frohnatur, und dann wieder den Verärgerten/Gekränkten, aber es ist jedesmal eine Mordsgaudi für Dich? Woher soll man das wissen?
Falls ich Dich falsch interpretiert habe, entschuldige ich hiermit. Aber Du könntest dann vielleicht netterweise erklären, was Du mit dieser Äußerung eigentlich gemeint hast, wenn nicht eine Art Lerneffekt:
Eine feste Brennweite im Bereich Normalobjektiv, also zwischen 35 und 75 bei KB, ist nicht nur eine Herausforderung, sondern regt wesentlich mehr zur Auseinandersetzung mit dem Motiv an als das ewige hin- und herdrehen des Zooms. Man "denkt" dann irgendwann nur noch in dieser Brennweite, hat den Blick für die Möglichkeiten genau dieser Brennweite und für die Perspektiven. Und dann sieht man es den Bildern an, dass hier nicht einfach nur hin und her gezoomt wurde.
Die "Suppenzoomfotografie" habe ich ganz persönlich noch nicht als wesentliche Bereicherung der Fotografie erlebt, weil ich offensichtlich noch keine Bilder gesehen habe, die erst dadurch hervorragend wurden.
Vielleicht ist das Trainingscamp in der Lüneburger Heide für Suppenzoomfotografie ja gar keine schlechte Idee.
Jetzt gehst Du's von der anderen Seite her an. "Suppenzoom" als Gegensatz zur FB. Da das ganz offensichtlich heiter-ironisch gemeint ist (Trainingscamp), habe ich keinerlei Hemmungen, ebenfalls heiter-locker-überspitzt darauf zu antworten (ein bestimmter Teil meiner Antwort setzt sich dabei dann nicht mehr mit Rolfs wörtlichem Zitat auseinander, sondern geht darüber deutlich hinaus. Ich lege diesmal Wert darauf, dies festzustellen, damit niemand auf die Idee kommt, ich würde Rolf unterstellen, er hätte das, was ich hier sage, beabsichtigt, im Sinn gehabt, gemeint, oder auch nur in Erwägung gezogen).
Da die Abbildungsleistung und Lichtstärke offenbar hier keine Rolle spielen, muss dem "Suppenzoom" eine Eigenschaft anhängen, welche ambitioniertes Fotografieren mit solchen Objektiven ausschließt. Irgendwie logisch - wenn gestalterische Fotografie umso besser gelingt, je beschränkter der Brennweitenbereich ist, dann muss ein Zoom mit enormem Brennweitenbereich natürlich verheerend wirken, selbst wenn man es mit hervorragenden optischen Eigenschaften bauen kann/könnte.
Das, was diese perfiden technischen Machwerke aber von vornherein disqualifiziert, ist der Umstand, dass die mit ihnen entstandenen Bilder nicht deswegen hervorragend werden,
weil sie mit einem Suppenzoom gemacht werden. Also, selbst wenn sie
trotz "Suppenzoom" hervorragend werden, dann reicht das für die Existenzberechtigung dieser Objektive nicht aus, da man ebenso gute Bilder auch mit einer ganzen Kiste FBs hinbekommen könnte.
Die logische Folgerung lautet, dass Zooms im Prinzip überflüssig sind, weil man mit Festbrennweiten genau dieselben Ergebnisse erreichen kann. Zooms dienen nur der Bequemlichkeit des Fotografen und sind deswegen abzulehnen.