Um bei einer stark wissenschaftsorientierten Diskussion, wie wir sie hier vorfinden, den strengen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine terminologische Präzision unabdingbar. Deshalb hier der Versuch der Definition von "schnurrig", insbesondere im Zusammenhang mit der Fotografie, also "schnurrige Fotografie".
Ja, das war jetzt wirklich schnurrig - im Sinne von drollig.
Ohne irgendwie auch nur annähernd auf die Argumente einzugehen, überträgst Du das Attribut "schnurrig" von meiner Bewertung der obskuren Begründung des Lehrwerts von FBs gleich auf eine bestimmte Art des Fotografierens. Das ist etwas völlig anderes, als was ich hier gesagt habe.
Definition:
Die schnurrige Fotografie ist der bewusste oder auch unbewusste Verzicht auf die technische Ausnutzung der theoretisch zur Verfügung stehenden Brennweiten bzw. Bildwinkel.
Bis jetzt ganz normal - sonst müßte man ja von jedem Motiv unendlich viele Bilder mit jeder Brennweite machen.
Stattdessen nutzt man bei der schnurrigen Fotografie selbst bei Zoomobjektiven nur ein Minimum der Möglichkeiten.
Ja, und zwangsläufig immer nur eine pro Bild. Was sonst?
Setzt man bei der schnurrigen Fotografie ausschließlich Festbrennweiten ein, die gegenüber einem Zoomobjektiv weder einen lichtwerten Vorteil noch einen eindeutig optischen Vorteil erbringen, dies aber leugnet, so haben wir es mit einem schnurrigen Fotografen zu tun.
Jetzt wird es klarer, was Du meinst. Aber verstehen tue ich es trotzdem nicht.
Schnurriger Fotograf kann man aber nur werden, wenn man psychische Probleme hat.
Das ist einfach albern, weil das niemand hier behauptet hat.
Ein psychisches Problem erkennt man daran, dass ein Fotograf Festbrennweiten bevorzugt mit der Begründung, dass er damit bessere Fotos macht.
Du meinst also, wer Festbrennweiten favorisiert, würde hier als "verrückt" bezeichnet? Ist das die Übernahme einer Opferrolle mangels überzeugender Argumente?
Die Bevorzugung von Festbrennweiten gegenüber Zooms ist hier aber gar nicht das Thema gewesen, sondern die vermeintlich fotografenverbessernden Eigenschaften, die der Festbrennweite zugeschrieben wird. Dass FBs im konkreten Anwednungsfall sinnvoller und effizienter sein können, wird hier wohl von niemand bestritten.
Und plötzlich, simsalabim, sind wir wieder bei einer dieser Grundsatzdebatten - diesmal: Festbrennweite vs. Zoom. Als ob das eine Glaubensfrage wäre, oder gar ein Entweder-Oder:
Warum macht er bessere Fotos?
Siehe Definition
schnurrige Fotografie.
BG
Rolf
Alles klar. Er macht bessere Fotos, und er weiß, dass er sie macht, und er muss das weder begründen, noch jemand davon überzeugen. Das ist einfach etwas, was man zu glauben hat.