Kersten Kircher schrieb:
Nur vom Crop her betrachtet ist die Fläche des 20/30D-Sensors kleiner als die der 5D. Über die Crop=Ausschnitt(sfläche) betrachtet hätte die 20D einen Crop von 2,54. Für den Crop werden die Diagonalen betrachtet: ca. 27 bei der 20/30D und ca. 43 bei der 5D ergibt 1,6er Crop für die kleineren Sensoren.
Was hat das mit der Brennweite zu tun? Garnix! Die Brennweite ist eine Eigenschaft der Linsen(kombination) und die Linsen bleiben wie sie sind! Der Fehler ist, das Objektive durch die Brennweite beschrieben werden, die für sich keine Information hergibt. Interessant ist der aufgenommene Bildwinkel!
Wenn man an der grösseren Fläche des 5D-Sensors einen Bildwinkel von 20° hat, dann wäre das am Ausschnitt daraus, den der 20D-Sensor abbildet, ein Bildwinkel von ca. 13°. Es ist aber immer noch ein 100mm-Objektiv!
Jetzt kommt noch die Pixeldichte :wall: Einzelne Pixel auf dem Sensor können wir eh nicht sehen, kein bisschen! Also ist es legitim, die Bildgrösse unter gleicher Auflösung zu betrachten, z.B. 200dpi beim Ausdruck, das wäre dann unser Vergleichsmassstab. Hat ein gleich grosser Sensor eine höhere Pixeldichte, so ergibt das ein grösseres 200dpi-Bild als bei einer geringeren Dichte. Das sind die 1.25, die die 20/30D der 5D vorraus hat, wenn man vom 5D-Bild nur den Ausschnitt ausdrucken würde, der auch auf dem 30D-Sensor zu sehen ist. Das ist eine effektive Vergrösserung, die an der 5D ein 125mm-Objektiv bedingen würde.
Und das ist die einzige Art von "Brennweitenverlängerung" über die zu Reden legitim wäre. Diese Betrachtung gilt auch für die etwa gleichgrossen Chips der 5D und der 1x-Versionen mit ihren unterschiedlichen Pixeldichten.
Siehst du, HardyE, warum dein gesenkter Daumen OK ist
Grüsse, Alaska