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Bildqualität - überbewertet?

Wie kommt es eigentlich zu der Annahme, dass die Fotos immer austauschbarer werden?

Man liest das immer wieder: Bilderflut, alles austauschbar, alles zig-mal gesehen, eigentlich alles schon fotografiert.

Wenn ich mir analoge Bilder von früher ansehe - Bilder, die meine Familie, einige Freunde und Lehrer auf Klassenfahrt gemacht haben - dann sehen DIE eher für mich austauschbar aus. Man hat sich als jemand, der für Erinnerungszwecke eine Kamera besaß, keine großen Gedanken um Bildgestaltung etc. gemacht und es störte auch keinen Betrachter, wenn Farben verfälscht, der Horizont schief, jemand totgeblitzt oder nur halb drauf war. Solche Bilder wurden z.B. von der Klassenfahrt oder Geburtstagsfeier problemlos für andere abgezogen bzw. von anderen angefordert.
Heute mag es vielfältiger sein und vielleicht knipsen mehr Leute wild in der Gegend rum, dafür sind mMn die Motive deutlich vielfältiger und mehr Bilder werden mit größerem Bewusstsein (Richtung Bildgestaltung und Technik bzw. Nachbearbeitung) gemacht.

Ich vermute mal, dass man bei heutigen Bildern bessere Qualität (richtiger Einsatz der vorhandenen Technik + überlegterer Bildgestaltung) finden würde, wenn man wahllos 100 heutige Spontanfotos verschiedener Menschen - NICHT expliziter Hobbyfotografen - mit Bildern aus den 70ern bis 90ern vergleichen würde.
Man denke nur an die vielen schrecklichen Polaroidfotos!

In den ganzen Fotoportalen findet sich zwar viel Müll, aber auch viele erstaunlich gute Fotos. Vielleicht nicht unbedingt Meisterwerke. Aber oft merkt man den Fotos Überlegung und Kreativität an, die früher unter den Gelegenheitsfotografen meines Bekanntenkreises - also Freunde, Klassenkameraden, Lehrer, Bekannte der erwachsenen Verwandten - nicht in dieser Art verbreitet waren.

Austauschbare Fotos würde ich eher in der analogen als digitalen Zeit suchen.
Allein schon das ins-Netz-Stellen hat mMn das Bewusstsein für "bessere" Bilder geschärft, wobei "besser" rein subjektiv definiert ist - man vergleich seine Bilder mit bestimmten, nicht zwingend "offiziell besseren" - Bildern und schärft so ein Bewusstsein für bessere Bilder.
Und man hat natürlich viel mehr Übungsmöglichkeiten als zu analogen Zeiten (Speicherkarte vs. Filmrolle).

LG
Frederica

Edit:
Ich war heute morgen in einem Café, in dem auch Fotos auf Leinwand verkauft werden. Es wurden ein Fotoatelier und zwei Fotokünstler genannt.
Preis für ein Foto auf Leinwand (der Druck sah für meine Augen recht einfach aus): 60 bis 80 € für eine kleine oder hohe schmale Leinwand.
Motive waren: Ein Rapsfeld, mehrfach "Strand mit Wasser", eine triste Hafenszene mit bunten Regenschirmen, eine Standard "Schiffe fahren vorbei"-Szene.
Also alles Bilder, die hier keinen Blumentopf gewinnen würden oder sogar Kritik ernten (das Regenschirmbild war bei eisengrauem Himmel aufgenommen worden).
Aber offenbar gehen die Künstler und evtl. Cafébetreiber davon aus, dass Kunden dafür mindestens 60 € auf den Tisch legen.
Also ggf. sich nicht in der Lage sehen, solche Bilder selbst aufzunehmen,
 
Zuletzt bearbeitet:
Frederica, Du schreibst "Austauschbare Fotos würde ich eher in der analogen als digitalen Zeit suchen".

Nehmen wir doch einmal das Beispiel Zoofotografie. Früher hat der (Hobby-)Fotograf schon aus Kostengründen eine sehr begrenzte Anzahl Fotos gemacht und konnte diese erst viel später kontrollieren.

Heute werden mal eben 1000 Fotos gemacht und irgend ein Treffer wird schon dabei sein. So haben wir z.B. viele schöne Erdmännchen-Fotos, oft eines wie das andere, eben austauschbar.

Heute das wirklich besondere Foto zu machen ist m.E. vielfach schwerer als damals, weil man dank digitaler Masse und den flickr dieser Welt eben vieles schon zig Mal gesehen hat.

Ich will das nicht verteufeln und bin schon aufgrund meines beruflichen Hintergrunds eher der Techniktyp. Ich finde nur, dass heutzutage Technik und Bildqualität überbewertet sind-jedenfalls, wenn ich mir die Foren hierzu ansehe.

Da werden Unterschiede zw. den DSLR-Anbietern bis ins letzte Detail diskutiert, Mauern fotografiert, um Verzeichnung und Unschärfe zu erkennen und unter dem Strich sieht keiner, ob es eine Canon, Nikon oder Sony war...
 
Da werden Unterschiede zw. den DSLR-Anbietern bis ins letzte Detail diskutiert, Mauern fotografiert, um Verzeichnung und Unschärfe zu erkennen und unter dem Strich sieht keiner, ob es eine Canon, Nikon oder Sony war...

Na ja, es ist mittlerweile halt so, dass die Kameratechniken sehr ausgereift sind und bei guten Bedingungen relativ einfach scharfe und richtig belichtete Fotos zu machen egal ob mit dem Iphone oder einer Canon oder sonst was, die Kamera hat grossen Aufgabenteile des Fotografen übernommen. Jemand der bisher noch nie eine Kamera in der Hand hatte, geht heute in entsprechende Geschäfte, liest die Schnellanleitung und los gehts, hat er noch eine hübsche Freundin die etwas mehr herzeigt, kann er innerhalb von 3 Stunden nachdem er die Kamera gekauft hat schon Begeisterungsstürme in diversen Foren erzeugen.
Um sich jetzt von diesem grossen Durchschnitt "abzuheben", gibt es zwei Möglichkeiten, in noch teurere Ausrüstung investieren oder sich zeitraubend mit der Fotografie auseinander setzen, Kurse besuchen, Erfahrungen sammeln und üben, üben, üben. Welche der beiden Varianten in der grossen Mehrheit gewählt wird ist klar. Daher dann auch die Diskussionen über die Feinheiten des Materials.
Letztendlich sind es Scheindiskussionen um der zweiten Variante aus dem Weg zu gehen. Gingen die Diskussionen über Bildsprache, Komposition, Licht und Details, müsste ich ja ggfls. investieren und zwar nicht Euros sondern Zeit, Aufwand und wenn es dann am Talent scheitert habe ich ganz schlechte Karten, dann doch lieber die Diskussionen über einzelne Pixel in der 300% Ansicht.
 
Wie kommt es eigentlich zu der Annahme, dass die Fotos immer austauschbarer werden?

Man liest das immer wieder: Bilderflut, alles austauschbar, alles zig-mal gesehen, eigentlich alles schon fotografiert.

Wenn ich mir analoge Bilder von früher ansehe - Bilder, die meine Familie, einige Freunde und Lehrer auf Klassenfahrt gemacht haben - dann sehen DIE eher für mich austauschbar aus. Man hat sich als jemand, der für Erinnerungszwecke eine Kamera besaß, keine großen Gedanken um Bildgestaltung etc. gemacht und es störte auch keinen Betrachter, wenn Farben verfälscht, der Horizont schief, jemand totgeblitzt oder nur halb drauf war. Solche Bilder wurden z.B. von der Klassenfahrt oder Geburtstagsfeier problemlos für andere abgezogen bzw. von anderen angefordert.
Heute mag es vielfältiger sein und vielleicht knipsen mehr Leute wild in der Gegend rum, dafür sind mMn die Motive deutlich vielfältiger und mehr Bilder werden mit größerem Bewusstsein (Richtung Bildgestaltung und Technik bzw. Nachbearbeitung) gemacht.

Ich vermute mal, dass man bei heutigen Bildern bessere Qualität (richtiger Einsatz der vorhandenen Technik + überlegterer Bildgestaltung) finden würde, wenn man wahllos 100 heutige Spontanfotos verschiedener Menschen - NICHT expliziter Hobbyfotografen - mit Bildern aus den 70ern bis 90ern vergleichen würde.
Man denke nur an die vielen schrecklichen Polaroidfotos!

In den ganzen Fotoportalen findet sich zwar viel Müll, aber auch viele erstaunlich gute Fotos. Vielleicht nicht unbedingt Meisterwerke. Aber oft merkt man den Fotos Überlegung und Kreativität an, die früher unter den Gelegenheitsfotografen meines Bekanntenkreises - also Freunde, Klassenkameraden, Lehrer, Bekannte der erwachsenen Verwandten - nicht in dieser Art verbreitet waren.

Austauschbare Fotos würde ich eher in der analogen als digitalen Zeit suchen.
Allein schon das ins-Netz-Stellen hat mMn das Bewusstsein für "bessere" Bilder geschärft, wobei "besser" rein subjektiv definiert ist - man vergleich seine Bilder mit bestimmten, nicht zwingend "offiziell besseren" - Bildern und schärft so ein Bewusstsein für bessere Bilder.
Und man hat natürlich viel mehr Übungsmöglichkeiten als zu analogen Zeiten (Speicherkarte vs. Filmrolle).

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Sehe ich genauso. Durch die heutigen Möglichkeiten gibt es mehr unterschiedliche Bilder als zu Analogzeiten, und zwar weil man heute bei Lichtbedingungen fotografieren kann, bei denen man früher die Kamera eingepackt oder die Stimmung mit einem Blitz platt gemacht hätte. Auch das Internet stachelt den Ehrgeiz von vielen an. Man will sich vor der Welt eben nicht durch miserable Bilder blamieren. Als Beispiel mal ein paar solide Bilder fürs Familienalbum, die ich analog niemals hingekriegt hätte. Heute schafft man das mit jeder DSLR oder Spiegellosen.
 

Anhänge

... Man will sich vor der Welt eben nicht durch miserable Bilder blamieren. Als Beispiel mal ein paar solide Bilder fürs Familienalbum, die ich analog niemals hingekriegt hätte. Heute schafft man das mit jeder DSLR oder Spiegellosen.

Ich glaube nicht, dass sich irgendwer Fremdes aus der Welt für Deine Fotos(und meine oder die anderer) großartig interessiert. Wie auch bei den gefühlten billion Fotos auf Flickr und Co.
Wenn man nicht davon leben muss sollte es doch reichen, für sich oder Verwandte zu fotografieren. Für die sind doch die Fotos interessant. Und da geht es häufig nur um Motive. Bildqualität ist da eher zweitrangig.
Wenn es um Fotokunst und nicht um Erinnerungsbilder geht ist m.E. das Motiv und dessen Umsetzung relevant und nicht die Technik, die - ich wiederhole mich - aus meiner Sicht überbewertet ist.
P.S. Ansonsten schließe ich mich dem hochinteressanten Beitrag von reutter zu 100# an.
 
Ich glaube nicht, dass sich irgendwer Fremdes aus der Welt für Deine Fotos(und meine oder die anderer) großartig interessiert. Wie auch bei den gefühlten billion Fotos auf Flickr und Co.
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Das habe ich auch nicht behauptet, aber trotzdem will ich keine grottenschlechte Bilder ins Internet stellen. Im Gegensatz zu dir will ich aber auch bei meinen privat genutzten Fotos eine gewisse Qualität haben. Technik ist in der Hinsicht überbewertet, dass das Niveau selbst bei der billigsten Spiegellosen oder DSLR heutzutage schon sehr hoch ist.

PS: Ab und an hat sich doch jemand für meine Bilder auf fotocommunity interessiert und dafür sogar Geld bezahlt. Das nur als Bemerkung am Rande.
 
IMO ist Bildqualität krass überbewertet ... meist von denen, die mit den eigenen Fotos unzufrieden sind und den Fehler nicht bei sich sehen wollen.

Zu der Frage, für wen man fotografiert:
Ich persönlich für mich selbst. Mit egal (Naja ... zumindest nicht das wichtigste:ugly:) ob sich jemand an meinen Fotos erinnert, wenn man mir die nur mit ins Grab legt und auf den Grabstein "Fotograf" schreibt.
 
Für einen schlechten Fotografen reicht eine schlechte Kamera.

Für einen wirklich guten Fotografen kann die Bildqualität der Kamera gar nicht gut genug sein.

Das es rauscht wie doof kann ich bei einer schlechten Kamera nicht ändern.
Bei einer guten Kamera kann ich Rauschen, Unschärfe oder was auch immer provozieren oder nachträglich einfügen, wenn es dem Bild gut tut.

Die Entwicklung wird weiter gehen in Richtung immer besserer Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen.

Ich freu mich darauf:)

Nein, Bildqualität wird nicht überbewertet.

Überall wo ich irgendwas schaffen musste, bei dem ich mit dem vorhandenen Werkzeug klar kommen musste, habe ich mich auf dieses Werkzeug einstellen müssen um das maximal mögliche heraus zu holen.
 
Für einen schlechten Fotografen reicht eine schlechte Kamera.

Ich denke, ein guter Fotograf wird grundsätzlich mit einer schlechten Kamera bessere, im Sinne von ausdrucksvolleren Fotos machen als ein schlechter Fotograf mit einer teuren...
Den Blick für das Motiv kann man für Geld nun einmal nicht kaufen.

Sicher wird das den Pixelpeepern mit highend-Ausrüstung nicht gefallen.;)

Vermutlich werden sich die Meinungsunterschiede hierzu in einem IMO fotografischen, überwiegend Technik-lastigem Forum wie diesem bestimmt nicht lösen lassen.
 
Dabei muss man natürlich bedenken, dass man auch mit dem teuren Zeug umgehen können muss, die meisten sind dann mehr mit der ungewohnten Kamera beschäftigt und verpassen wichtige Bilder ;)

Mir persönlich ist es da (im privaten Bereich) wichtiger schöne Momente festzuhalten, als 13x19 oder selbst als 20x30 Abzug ordentlich bearbeitet im Fotoalbum oder auch mal an der Wand relativiert sich da auch schlechtere Qualität relativ schnell. ........
Das zeigt ja nur, mit welch primitiven Apparaten wir zu tun haben, wenn die Tauglicheren so kompliziert zu bedienen sind.
Bewegungsunschärfen reichen auch nicht für 10x15, abgesehen davon, warum nicht 20x30 im Fotobuch?

Die Antwort heißt, wir brauchen noch viel stärkere Kameras.
Das momentan am Markt befindliche, reicht ja nicht einmal für Familie.

Ich war kürzlich Krampusaufführung......
AF-Probleme/Bewegungsunschärfe....
es ist wie ich immer sage: Sportbolide mit lichtstärksten Optiken, ist noch am ehesten für Familienkram tauglich. Alles darunter funktioniert schlicht nicht für schlichte Familienangelegenheiten.

.......Heute schafft man das mit jeder DSLR oder Spiegellosen.
Nein, schafft man nicht. Zumindest öfters nicht ohne mit der Blitzfunsel drauf zu hauen und einen harten Schatten auf der gegenüberliegenden Seite (die man sich nicht aussuchen kann) zu produzieren. Ansonsten,- Bewegungsunschärfe/massives Rauschen.
Schön ist sowas überhaupt nicht, für mich unansehnlich.

Ich glaube nicht, dass sich irgendwer Fremdes aus der Welt für Deine Fotos(und meine oder die anderer) großartig interessiert. ......Bildqualität ist da eher zweitrangig.
Wenn es um Fotokunst und nicht um Erinnerungsbilder geht ist m.E. das Motiv und dessen Umsetzung relevant und nicht die Technik, die - ich wiederhole mich - aus meiner Sicht überbewertet ist.

Würde meine Tochter Handball spielen, wäre ich auch mit APScbildern samt Zoom und aktueller Sensorgeneration nicht glücklich, auch weil die AFmodule der Bodys sich nicht wirklich leicht tun.....
Natürlich kommts auch auf die Halle an.

Die eh schon ultraweichen, aber trotzdem noch verrauschten Bilder....wer kennt sie nicht zum Überdruss.

Wems reicht, von mir aus.

Ich seh mir solche Bilder im Handballthread weder gern an, noch würd ich sie gern in meinem Fotobuch sehen.

Es scheint mir so zu sein, dass sich viele Menschen an die Einschränkungen der Apparate gewöhnt haben und daher meinen, die wären schon ziemlich tauglich, was natürlich nicht zu den Lebensumständen der Meisten passt.

Es werden ganz selbstverständlich ganze Lebensbereiche nicht erfasst und daher gar nicht wahrgenommen, wo wir zur Zeit technisch stehen.

Technisch stehen wir ganz am Anfang, ein paar Jahrhunderte später, wird man sich darüber wundern.


Die Bilder vom Christof Abt gefallen mir.
Wären sie verrauscht/bewegungsunscharf, fänd ichs schade und sie wären für mich nicht mehr so schön.
Ob sich die Welt für diese Bilder ínteressiert, ist mehr als belanglos.

Es ist eben ein Mix aus Inhalt und technischer Bildqualität.
Sonst würde z.B. der ISO und Auflösungskampf der Hersteller ja ohne Sinn geführt.
Glaubt wohl niemand ernsthaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Blick für das Motiv kann man für Geld nun einmal nicht kaufen.
Gewisse technische Erfordernisse kann kein Fotograf dieser Welt wegzaubern.

Ich wollte jedenfalls keine verwaschenen oder alternativ total verrauschten und farbarmen Bilder mit einer aus heutiger Sicht schlechten Kamera aufnehmen, die ich dann zwar noch als Hintergrundbild für meinen FullHD-Monitor in der Firma oder für die Weihnachtspostkarten nutzen kann, aber für nichts anderes nutzen wollte. Völlig egal, in welche Kategorie von Fotografen ich mich einordne, ich kenne die Bedingungen, unter denen ich das ganze Jahr über fotografiere.

Was nützt mir der Blick fürs Motiv, wenn ich dann zwangsweise dieses Motiv Dank schlechter Technik und unverwänderlichen äußeren Bedingungen nur mit ungenügender Qualität einfangen kann (ja, solche Motive wurden früher exakt aus diesem Grund einfach garnicht aufgenommen)?

Wenn man nicht davon leben muss sollte es doch reichen, für sich oder Verwandte zu fotografieren. Für die sind doch die Fotos interessant. Und da geht es häufig nur um Motive. Bildqualität ist da eher zweitrangig.
Dann lasse ich mal den Nachwuchs meiner Verwandten exakt dort "rumlaufen", wo ich aus reinem Hobby andauernd fotografriere. Das klappt bei mir zwar derzeit nicht, aber bei einigen meiner Bekannten, die dort auch fotografieren.

Die meisten Eltern, die dort mit (aus meiner Sicht eher ungeeigneten) Kameras herum laufen, kommen früher oder später mit einer der zwei Fragen an: (1) Welche Ausrüstung brauche ich, um solche Bilder wie Sie machen zu können? (2) Kann man ihre Bilder auch kaufen?

Die Fraktion, die dann tatsächlich zu (1) greift und es trotzdem nicht schafft, damit für sie vernünftige Bilder aufzunehmen, ist verschwindend klein.

Auch der Begriff "Familienbilder" ist keineswegs so homogen, wie ihn hier gerne viele hätten. Es will zwar bei weitem nicht jeder künstlerisch wertvolle Bilder aufnehmen, viele wären aber gerne in der Lage, die Ereignisse der Familie brauchbar zu dokumentieren.

Es ist eben ein Mix aus Inhalt und technischer Bildqualität.
Sonst würde z.B. der ISO und Auflösungskampf der Hersteller ja ohne Sinn geführt.
Glaubt wohl niemand ernsthaft.
Das werden durchaus viele glauben. Genauso, wie es viele Fotografen gibt, die einzig bei ISO200 fotografieren und die Bilder nachher in max. 13x19 ausbelichten.
 
Gewisse technische Erfordernisse kann kein Fotograf dieser Welt wegzaubern.
Immer wenn ich mit Menschen darüber rede, kommt das als "Ja, aber ..." auf meine Aussage, Kameras seien egal. Ich verstehe es aber nicht:
Kamerabedienung? Ich denke wir wissen alle, wie wir die paar Parameter einstellen und wir wissen auch, dass man das in 2 Tagen lernen kann, wenn man will.
Quali? Bewegt sich heute auf einem Niveau ... Der Rest sollte klar sein.
"Man muss alles fotografieren"? Warum fotografieren die besten dann immer nur bestimmte Sachen, spezialisieren sich?

Ich denke, dass deine technischen Erfordernisse heute so leicht zu umgehen und zu beherrschen sind, dass sie nur als Ausrede derer dienen, die Fotografie ja "doch nicht sooo ambitioniert" betreiben wollen.

Natürlich nützt dir "der Blick" nichts, wenn du die Technik nicht beherrscht (wobei ...). Aber die Herangehensweise ist ca. so, als wenn du vor dem Mathestudium alle Primzahlen auswendig lernen willst. Du fängst dann nie mit dem Studium an und kannst so auch nie feststellen, dass du das gar nicht hättest lernen müssen.
 
Den Spruch, dass es nicht auf die Technik ankommt, um gute Fotos zu machen, kann ich nicht mehr hören. Aber ok, ich bin auch Ritschratsch-pocketcam und Beirette-geschädigt, aus denen man bauartbedingt mit Fixfokus usw. gar keine wirklich schönen Fotos rausbekommen hat.
Ich bin kein Freund von Lomo, bei mir müssen Farben leuchten, Schärfen stimmen, Lichtsituationen passen. Daher fotografiere ich mit relativ hochwertigem Equipment. Ein Mobiltelefon gehört da nicht dazu. Ein gutes Foto lebt sicher durch ein tolles Motiv, aber es wird erst brilliant, wenn es technisch top ist.
 
Großprint und dabei sehr hohe Auflösung tiggert bei einem gelungenen Motiv zusätzlich.
Zu Analogzeiten hatte ich Mittelformat, was man auch kleiner geprinteten Fotos ansah. Die kamen einfach satter und klarer rüber gegenüber meinen damalien Aufnahmen mit Nikon F 4 und sehr guten Objektiven.

Schielte immer auf eine Großformat ala Sinar, halt wegen der bestechenden Auflösung von größeren Prints.

Im digitalen Zeitalter aufgrund gezielter Herstellerpolitik (die Gebrauchten kaufen die Hersteller selber wieder auf um einen Gebrauchtmarkt gleich abzuwürgen und die Preise hoch zu halten) für einen Amateur bereits Mittelformat in der Regel nicht bezahlbar.

Daher will ich, wenn schon nur noch bestenfalls KB als digitale geht, dann die physikalisch best mögliche Auflösung und Klarheit der Aufnahmen erzielen.
Ich sehe die Unterschiede selbst auf meinem 0815 PC-Monitor, auch, vor allem bei Landschaftsaufnahmen den Unterschied zwischen KB und APS, was die Klarheit der Aufnahmen angeht.

Ist immer eine Frage des Anspruchs (ähnlich wie im Hifi-Audio-Bereich) und nicht jedes Auge ergötzt sich an an exelenter BQ.

Sicher ist die Motivgestaltung und Bildaussage noch wichtiger und sicher ist die BQ in vielen Fällen zweitrangig. Schön ist aber, wenn man sie immer zur _Verfügung hat dank sehr guter Objektive womögliche eines größeren Formats für ganz besondere Motive.
 
Ich hab' jetzt so die letzten Kommentare gelesen und habe das Gefühl, dass andere Bilder es gar nicht wert sind, gemacht zu werden. Hoch lebe die BQ, so hoch, dass sich alles andere verstecken muss. Oder mit zwei Beispielen zu verdeutlichen:

Wird das bequeme Autofahren überbewertet. Nein, nur in einem Mercedes der Obeklasse fährt man wirklich bequem, das merkt man aber erst, wenn man mal damit gefahren ist.
oder:

Schmeckt eigentlich Kartoffelpürree mit Bratensoße.
Nein, erst wenn man mal in einem "15-Sterne-Hotel" gegessen hat, merkt man erst, was man zu Hause so isst oder was man mit einer Pizza isst.

Mit Kompaktkameras sind keine Bilder möglich?

Daher will ich, wenn schon nur noch bestenfalls KB als digitale geht, dann die physikalisch best mögliche Auflösung und Klarheit der Aufnahmen erzielen.
Ich sehe die Unterschiede selbst auf meinem 0815 PC-Monitor, auch, vor allem bei Landschaftsaufnahmen den Unterschied zwischen KB und APS, was die Klarheit der Aufnahmen angeht.

Das widerspricht sich nun aber so, dass es schon weh tut. Du begnügst dich mit einem 0815-Monitor für deine bestmöglichen Bilder? Glasklare, knackscharfe, superaufgelöste, hochbrilliante?:eek:
 
Mit Kompaktkameras sind keine Bilder möglich?
Es muss jeder für sich entscheiden, ob er mit der von der Kompaktkamera gebotenen Gesamtleistung zufrieden ist oder nicht. Ich hätte jedenfalls keien Lust, mit dem Smart von München nach Köln zu fahren, obwohl ich damit auch ankomme und dies vieleicht auch tun würde, wenn ich diese Fahrt nur einmal alle paar Jahre mache. Fahre ich aber regelmässig, dann muss das Auto (wie auch die regelmäßig genutzte Kamera) zu meinen Aufgaben passen.

Nicht jeder will sich mehrere Kameras kaufen oder gar ständig mitnehmen. Also kaufe ich lieber einmal die Ausrüstung, die von der Gesamtausstattung her am besten zu mir passt (was dann auch die Möglichkeit von entsprechend hochwertiger BQ einschliesst) und nehme diese Ausrüstung mit, wenn ich Bilder aufnehmen will. Erfahrungssgemäß ärgere ich mich nämlich über meine qualitätiv schlechteren Bilder und lasse dann das Fotografeiren mit der Kompakten ganz bleiben. Meine Kompakte war reine Geldverschwendung und ich habe mit ihr vieleicht 10 Bilder aufgenommen, die heute noch im Bildarchiv schlummern.

Du begnügst dich mit einem 0815-Monitor für deine bestmöglichen Bilder?
Das war zwar nicht mein Kommentar, aber trotzdem: ja, da ich auf der Arbeit nicht auch noch meinen eigenen Monitor hinstellen kann. Aber genau dort landen (als Hintergrundbilder) einige meiner Bilder.

Nachdem ich einmal mein Mobiltelefon als Kameraersatz nutzen musste (das passende Objektiv zur DSLR lag ein paar 100km entfernt zu Hause, der Museumsbesuch war ungeplant, das iPhone liefert für eine Zielauflösung von 1920x1080 mind. so gute Ergebnisse wie meine Kompakte von 2009) und mir dann ein paar Tage lang die technischen Fehler dieser Bilder in der Arbeit ansehen "musste" (den Kollegen sind sie nicht aufgefallen), habe ich die Bilder trotz toller Motive schnell durch andere ersetzt.
 
Klar, bei Kompaktkameras und Smartphones muss man in der Bildqualität einige Abstriche machen, trotzdem gibt es Anwendungen für die das Gebotene ausreicht. Das technische Bildqualität überbewertet wird merkt man aber erst richtig, wenn man hier im Forum über den Vergleich durchgängig hochwertiger Kameras und Objektive liest. Da liegen zwischen zwei Kamerageneration plötzlich Welten, für eine bestimmte Anwendung muss es eigentlich schon Kleinbild sein und das neue Objektiv soll doch bitte das schärfste überhaupt sein. Hier wird denke ich immer wieder die technische Bildqualität um ihrer selbst willen maximiert, ohne über die praktischen Erfordernisse nachzudenken. Man will halt, dass bei 20 Megapixel in der 100%-Ansicht alles perfekt aussieht, obwohl viele Fehler dann in der Präsentation im Web oder beim ausgearbeiteten Druck an der Wand nicht mehr auffallen.

Schöne Grüße, Robert
 
Ich hätte jedenfalls keien Lust, mit dem Smart von München nach Köln zu fahren, obwohl ich damit auch ankomme und dies vieleicht auch tun würde, wenn ich diese Fahrt nur einmal alle paar Jahre mache. Fahre ich aber regelmässig, dann muss das Auto (wie auch die regelmäßig genutzte Kamera) zu meinen Aufgaben passen.

Der Autovergleich passt ganz gut und deinen Ausführungen würde ich auch zustimmen, das Problem ist nur, dass die meisten Hobbyfotografen nicht von München nach Köln fahren müssen, es dann aber dank passenden Auto (Kamera) doch machen ohne zu wissen was sie in Köln sollen, entsprechend inhaltsleer sind dann auch die technisch brillanten Fotos ;)

Ansonsten empfehle ich mal einen Besuch in einer guten Fotobuchhandlung, alternativ auch mal ein Besuch der Magnum-Seite um den Einfluss der wirklich notwendigen technischen Qualität auf den Wert eines Fotos einzuschätzen.

Bevor ich jetzt gesteinigt werde, ich bin altmodisch und die Entscheidung ob das Foto meinen Ansprüchen gerecht wird fällt final immer erst im Print, niemals am Monitor. Da gab es schon die ein oder andere Überraschung -in beide Richtungen- im Vergleich zur Bildschirmansicht. Wer mal eine Fotoausstellung besucht hat nach vorheriger Bildsuche im Internet wird wissen was ich meine.

Yogi
 
Zuletzt bearbeitet:
[…] Ansonsten empfehle ich mal einen Besuch in einer guten Fotobuchhandlung, alternativ auch mal ein Besuch der Magnum-Seite um den Einfluss der wirklich notwendigen technischen Qualität auf den Wert eines Fotos einzuschätzen.
… und sich überdem mit gestalterischen Grundlagen beschäftigen. Sonst sucht man irgendwas ohne zu wissen, was eigentlich und die Bilder sind dann … « hübsch » / « nicht hübsch » :rolleyes:
[…] ich bin altmodisch und die Entscheidung ob das Foto meinen Ansprüchen gerecht wird fällt final immer erst im Print, niemals am Monitor. […]
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