Der Junge mit der Nikon schrieb:
Na ja, Esoterik trifft es in diesem Fall nicht so ganz, geb ich zu. Aber Deine Begründung und der Vergleich mit Mittelformat zu Kleinbild war falsch.
Abwarten.
Ich hab mir nicht die Mühe gemacht, diese Bilder anzusehen, wenn schon massenhaft von zweifelhafter Glaubwürdigkeit die Rede war. Im übrigen bleibt immer noch ein theoretischer Auflösungverslust der D200 gegenüber der 5D entsprechend 10,4 MP zu 12,8 MP.
Der Unterschied in den Bildern, die ICH aufgrund meiner eigenen (wenigen) Testbilder D200 und 5D für *glaubhaft* halte (hier gilt aber natürlich das alte Wort: glaube nur das, was Du selbst gesehen hat) ist aber eindeutig nicht nur auf den Auflösungsverlust zurückzuführen. Selbst wenn man den außer Acht läßt, sehen die Bilder qualitativ unterschiedlich aus. (ich rede von denen hier
http://www.potatobear.com/ND200/D200F.htm)
Das [bezogen auf Qualität bei Olympus] ist auch eher ein Mythos.
Der Oly-Mythos wird erst dann bestätigt oder widerlegt werden, wenn eine 10-12 MP Olympus auf dem Markt ist. Solang sag ich mal: "im Zweifel für den Angeklagten".
Die Beugung wird unter normalen Bedingungen nicht zum Problem.
Man nähert sich aber bei hoher Pixeldichte der Beugungsgrenze und das kann m.E. auf die Qualität durchaus schon Einwirkungen haben. Die Beugungsgrenze ist ja eine "fließende" Grenze und nicht etwas, was ab einer bestimmten Pixeldichte "auf einmal" da ist und vorher noch nicht.
Das hat nun aber nix mit dem Format zu tun, sondern nur noch mit dem Hersteller. Eigentlich kann auch gar keine Rede davon sein, dass Canon billiger wäre als die Konkurrenz.
Mit "billig" meinte ich die Verarbeitung der Kameras, nicht den Kaufpreis !! Wann auch immer ich mir ne Canon anschaue, hab ich das Gefühl, daß in vielen Bereichen der Verarbeitungsqualität mit einer sehr großen Routine und Erfahrung bis knapp zum gerade Vertretbaren gespart wurde. Das ist auch klar, wenn die die größten Produktionszahlen erreichen, haben sie eben auch die meiste Erfahrung - auch was Einsparpotentiale angeht. In vielen Kleinigkeiten, wo andere Hersteller bei ihrer Kamera oder den Objektiven noch ein Löffelchen mehr beigeben, da verzichtet Canon halt dann drauf.
Dies Argument (also bessere Bildqualität weil Canon mehr Erfahrung mit eigenen Sensoren hat) hätte aber in der Tat natürlich nichts mit dem Format zu tun, sondern nur mit dem Hersteller und evtl. eben mit dem CMOS- anstatt CCD-Prinzip. Aber inwieweit CMOS wirklich als Prinzip CCD überlegen ist oder umgekehrt, dies können wir als nicht-Chipentwickler wirklich nicht aus der Theorie heraus beurteilen.
Ich hab es nicht selbst, aber das AF-Nikkor 1,4 85 mm gilt als eines der besten Nikkore. Über seine optische Leistung habe ich noch nie was Negatives gelesen. Wenn die Ergebnisse nicht optimal sind, dann kann das nicht an diesem Objektiv liegen.
Dann liegt es am Fotografen (wenn ich mir die o.g. Motive anschaue, seh ich aber nicht viel, was ein Fotograf da so konsequent falsch machen könnte), an den Voreinstellungen der Kamera (wenn die D200 aber so schlechte Voreinstellungen hätte, würde mir das auch zu denken geben) oder eben doch generell an der Sensorqualität.
Wie gesagt, ich würde niemals die D200 als "untauglich" bewerten aufgrund der Bilder, aber der Qualitätsunterschied für den, der's braucht, ist deutlich sichtbar und m.E. auch nicht mehr sonderlich groß anzweifelbar. Aber einen großartigen Auflösungsvorsprung zu einer guten 6 MP-Kamera kann ich aus allem, was bisher von der D200 gezeigt wurde, noch nicht so recht erkennen.
viele Grüße
Thomas