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Wattsekunden in Watt umrechnen

Ich fasse das Richtige nochmal zusammen:

1. Der 300Ws Blitz verrichtet bei jedem blitzen die Arbeit ,wie Inge Koschmidder richtig geschrieben hat, von 0,0833Wh.

Den Wirkungsgrad lassen wir mal außen vor, würde eine 83 Watt Lampe in einer Stunde die gleiche Arbeit verrichten.
Der Blitz verrichtet die Arbeit aber in einer Sekunde.

2. Deshalb ist die Aussage von Mr. X schon richtig. Würde der Blitz eine Stunde leuchten mit seiner maximalen Helligkeit leuchten, was nicht funktionieren würde, würde er aber eine Arbeit von 1.080 Kwh verrichten. Also würde er eine 1.080 Watt Dauerbeleuchtung benötigen.


Nachdem man nicht immer mit der maximalen Helligkeit Blitzt, ist die Durchschnittsrechnung von UnclePat und seiner 300KW Beleuchtung schon soweit richtig.
 
Die Lösung des Rätsels ist ganz einfach:
Ein Blitz mit X Ws ergibt die gleiche Belichtung wie ein Dauerlicht mit X W bei 1 Sekunde Belichtungsdauer (bei angenommen gleichem Wirkungsgrad der Lampen*). Das Dauerlicht wird nun proportional zur Belichtungszeit heller oder dunkler, der Blitz bleibt (innerhalb der Blitzsynchronisationszeit) immer gleich hell. Bei 1/250s Belichtungszeit ist der Blitz 250 mal heller als das Dauerlicht.

Fast alle anderen Rechenbeispiele hier im Thread sind leider falsch oder verwirrend.

*: Auch bei Blitzgeräten ist die elektrische Eingangsleistung in der Ws-Angabe gemeint, der Wirkungsgrad ist auf sowohl auf die Angabe beim Blitz als auch auf die Angabe beim Scheinwerfer noch anzuwenden
 
hallo,...d.h. Wenn du eine glühbirne mit 300w lichtausbeute genau eine sekunde anschaltest, dann hast du die selbe arbeit verrichtet wie dein blitz.

ehrlich??
 
Ich fasse das Richtige nochmal zusammen:
Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber die einzige richtige Aussage, die du zitierst ist folgende:
1. Der 300Ws Blitz verrichtet bei jedem blitzen die Arbeit ,wie Inge Koschmidder richtig geschrieben hat, von 0,0833Wh.

Folgendes ist falsch:
Den Wirkungsgrad lassen wir mal außen vor, würde eine 83 Watt Lampe in einer Stunde die gleiche Arbeit verrichten.
Das müsste nach obiger Rechnung eine 83 mW Lampe sein.

Und selbst das ist falsch, da es auf Folgendem basiert:
Der Blitz verrichtet die Arbeit aber in einer Sekunde.
Wieso in einer Sekunde? Nur weil die Energieeinheit als 1 J = 1 W s definiert ist?

Der Blitz leistet die Arbeit natürlich innerhalb der Abbrennzeit, typischerweise 1/10.000 bis 1/1000 s.

2. Deshalb ist die Aussage von Mr. X schon richtig. Würde der Blitz eine Stunde leuchten mit seiner maximalen Helligkeit leuchten, was nicht funktionieren würde, würde er aber eine Arbeit von 1.080 Kwh verrichten. Also würde er eine 1.080 Watt Dauerbeleuchtung benötigen.
Das würde nur gelten, wenn die Abbrennzeit 1 s wäre und während dieser Sekunde eine konstante Blitzleistung abgegeben würde.

Nachdem man nicht immer mit der maximalen Helligkeit Blitzt, ist die Durchschnittsrechnung von UnclePat und seiner 300KW Beleuchtung schon soweit richtig.
Meine Rechnung gilt für die maximale Blitzenergie von 300 W s.
Ich weiß nicht, wo ich ein Durchschnittsrechnung gemacht habe...:confused:
 
Uh, das Ganze scheint doch erheblich komplizierter zu sein als zunächst angenommen.
Vielleicht erläutere ich einmal kurz, weshalb ich diesen Thread ins Leben gerufen habe:
eigentlich ging es mir nur darum, jemandem, der mich fragt, was er sich denn unter 300 Wattsekunden konkret vorstellen könne, eine halbwegs kurze und verständliche Antwort und vielleicht auch einen Alltagsvergleich liefern zu können (nach dem Motto: "300 Wattsekunden ist so hell wie ..."). Es ging mir dabei also nicht unbedingt um wissenschaftliche Exaktheit.

Aber für diejenigen, die dennoch mit spitzem Bleistift nachrechnen wollen liefere ich hier einmal die exakten Werte meines Studioblitzes nach: mein Blitz hat eine Abbrennzeit von 1/800 bis 1/1200 Sekunde und ein Einstellicht von 150 W (wobei ich keine Ahnung habe, ob das Einstellicht während des Blitzens anbleibt oder nicht, für diese Frage sollte ich vielleicht einen Extra-Thread aufmachen *g*).

Nicht falsch verstehen: ich freue mich über die Resonanz (und hoffe, daß ich die Erklärungen eines Tages mal alle werde verstehen können *g*). Im Moment fühle ich mich noch ein wenig verwirrt, muß mir das alles nochmal in Ruhe durchlesen.

Mr. X
 
Ups...da ist mir wirklich ein Fehler unterlaufen.

rockshox schrieb:
Den Wirkungsgrad lassen wir mal außen vor, würde eine 83 Watt Lampe in einer Stunde die gleiche Arbeit verrichten.
Das müsste nach obiger Rechnung eine 83 mW Lampe sein.

Hast du vollkommend recht, habe mich mit der Einheit geirrt. War irgendwie bei KW statt W.

rockshox schrieb:
Der Blitz verrichtet die Arbeit aber in einer Sekunde.
Wieso in einer Sekunde? Nur weil die Energieeinheit als 1 J = 1 W s definiert ist?

Der Blitz leistet die Arbeit natürlich innerhalb der Abbrennzeit, typischerweise 1/10.000 bis 1/1000 s.

Ok, ich habe mich unglücklich ausgedrückt, natürlich hat der Blitz keine Abbrennzeit von einer Sekunde. Aber der einfacheren Vergleichbarkeit wegen wird eben die Arbeit des Blitzes in Ws angegeben. Er verrichtet die Arbeit von z.B. 300 Ws unabhängig ob die Abrennzeit nun 1/10.000 oder 1/1000 s ist. Deshalb kann ich ja gleich mit der einen Sekunde rechnen.

Siehe hier:
...
300 W s bedeuten, dass dein Blitz für die gesamte Dauer eines Blitzes 300 W s = 300 J elektrische Arbeit leistet. Dabei ist erstmal egal, wie lange der Blitz leuchtet. Er könnte also z.B. für eine Sekunde relativ schwach leuchten (mit einer Leistung von 300 W; 300 W * 1 s = 300 W s) oder für 1/1000 s sehr stark (300.000 W * 0,001 s = 300 W s). Wenn du die Leistung (d.h. Arbeit pro Zeiteinheit) vergleichen willst, musst du also genau wissen, wie lange der Blitz leuchtet (und eigentlich sogar auch, wie sich die Blitzleistung mit der Zeit ändert). Wenn man nun also annimmt, dass der Blitz 1/1000 s mit konstanter Leistung leuchten würde, leistet er in dieser Zeit 300.000 W = 300 kW. Wenn die Glühbirne nun mit einem Wirkungsgrad von 100% arbeitet (d.h. die gesamte elektrische Arbeit wird in Licht umgewandelt und die Birne wird nicht warm beim leuchten) bräuchte man eine 300 kW Glübirne, um in der kurzen Zeit des Blitzes zwei gleich helle Lichtquellen zu haben.

rockshox schrieb:
2. Deshalb ist die Aussage von Mr. X schon richtig. Würde der Blitz eine Stunde leuchten mit seiner maximalen Helligkeit leuchten, was nicht funktionieren würde, würde er aber eine Arbeit von 1.080 Kwh verrichten. Also würde er eine 1.080 Watt Dauerbeleuchtung benötigen.
Das würde nur gelten, wenn die Abbrennzeit 1 s wäre und während dieser Sekunde eine konstante Blitzleistung abgegeben würde.

Nein, siehe dein Zitat weiter oben.


rockshox schrieb:
Nachdem man nicht immer mit der maximalen Helligkeit Blitzt, ist die Durchschnittsrechnung von UnclePat und seiner 300KW Beleuchtung schon soweit richtig.
Meine Rechnung gilt für die maximale Blitzenergie von 300 W s.
Ich weiß nicht, wo ich ein Durchschnittsrechnung gemacht habe...

Ok, wieder unglücklich ausgedrückt. Du hast einfach eine Abbrennzeit von 1/1000 angenommen, weswegen du auf eine niedrigere Arbeit kommst. Hättest du nun 1/2000 angenommen, hättest du 600 KW als Ergebnis. Wir wissen aber nicht die Abbrennzeit, deshalb rechne ich einfach mit der Arbeit die er in einer Sekunde verrichtet, unabhängig von der Abbrennzeit. Sollte doch richtig sein, oder irre ich???

Ich hoffe ich habe nicht wieder einen Fehler gemacht.
 
Uh, das Ganze scheint doch erheblich komplizierter zu sein als zunächst angenommen.
Ich kann es Dir - jenseits der in diesem Thread abgehandelten Physik-Rechnungen - auch ganz einfach erklären: Man kann Wattsekunden nicht in Watt umrechnen - genausowenig wie man Kilometer in Volt umrechnen kann, oder Ravioli in Spaghetti. ;)

eigentlich ging es mir nur darum, jemandem, der mich fragt, was er sich denn unter 300 Wattsekunden konkret vorstellen könne, eine halbwegs kurze und verständliche Antwort und vielleicht auch einen Alltagsvergleich liefern zu können (nach dem Motto: "300 Wattsekunden ist so hell wie ..."). Es ging mir dabei also nicht unbedingt um wissenschaftliche Exaktheit.
Schon klar, dass Deine Ausgangsüberlegung so oder so ähnlich war.

Ich versuche mich noch an einem anschaulichen Vergleich:
Stell Dir vor, Du füllst Wasser in einen Eimer. Wenn der Eimer voll ist, ist ein bestimmter Wert erreicht (das entspricht einer bestimmten Zahl an Wattsekunden).
Der Wasserhahn ist sowas wie eine Dauerleuchte. Um den Eimer voll zu kriegen, kannst Du den Wasserhahn nur wenig aufdrehen und länger laufen lassen (wenig Watt) oder weit aufdrehen und nicht so lang lassen (viel Watt).
Ein Blitzgerät ist eher wie ein zweiter Eimer, der schon mit der benötigten Wassermenge (also einer bestimmten Menge Wattsekunden) vorgefüllt ist. Du schüttest ihn um und machst damit augenblicklich den anderen Eimer voll.
Also Wattsekunde = Wassermenge
und Watt = Wasserfließgeschwindigkeit
Besser verständlich?

mein Blitz hat eine Abbrennzeit von 1/800 bis 1/1200 Sekunde und ein Einstellicht von 150 W (wobei ich keine Ahnung habe, ob das Einstellicht während des Blitzens anbleibt oder nicht, für diese Frage sollte ich vielleicht einen Extra-Thread aufmachen *g*).
Das Einstelllicht hätte nur Einfluss auf die Belichtung, wenn Du sehr lange belichtest (was in Verbindung mit Studioblitz sinnlos wäre). Also wenn Du die Kamera z. B. auf 1/125 Sekunde stellst und Deinen 300-Ws-Blitz abfeuerst, kommt vom Einstelllicht nicht Sichtbares mehr auf dem Bild an - weil 150 Watt Einstellicht bei 1/125 Sekunde Belichtung verschwindend wenig Licht ist im Vergleich zu einer Blitzladung von 300 Ws. Das ist ungefähr ein Mengenverhältnis, wie wenn Du in einen vollen Eimer spuckst. ;)
 
Man kann Wattsekunden nicht in Watt umrechnen ...
.... zumindest nicht ohne Kenntnis der Sekunden. ;)

Zöge eine kontinuierlich leuchtende Lampe über fünf Sekunden hinweg eine elektrische Energie von 300 Ws, so würde es sich um eine 60 Watt-Lampe handeln. (300 Ws / 5 s = 60 W)

Zöge ein Lichtbogen in einer Xenon-Hochdrucklampe (= Blitzröhre) innerhalb einer 1/1000 s eine elektrische Energie von 300 Ws, so wäre seine mittlere Leistungsaufnahme innerhalb dieser Zeitspanne mit 300 kW zu beziffern. (300 Ws / (1/1000 s) = 300.000 W)

Nun sollte man aber nicht der falschen Annahme folgen, das mit einem 300 Ws-Blitz ausgeleuchtete Bild sei nun gleich hell, wie das Bild, welches mit einer 60 W-Lampe für 5 s belichtet wurde, denn sowohl die Wirkungsgrade, die Abstrahlcharakteristiken und - last but not least - die Farbtemperaturen der beiden Lichtquellen unterscheiden sich sehr stark voneinander.

Um einen groben Eindruck zu erhalten, was 300 Ws bei einem Studioblitz an Helligkeit erzeugen, stellt Euch vor, dass ca. 4-5 Metz nebeneinander gestellte 45er Stabblitze auf einen Schlag bei jeweils voller Leistung gezündet werden. Dies entspricht ganz grob einem 300 Ws-Studioblitz, der ebenfalls mit voller Leistung feuert.
 
Ich versuche mich noch an einem anschaulichen Vergleich:
Stell Dir vor, Du füllst Wasser in einen Eimer. Wenn der Eimer voll ist, ist ein bestimmter Wert erreicht (das entspricht einer bestimmten Zahl an Wattsekunden).
Der Wasserhahn ist sowas wie eine Dauerleuchte. Um den Eimer voll zu kriegen, kannst Du den Wasserhahn nur wenig aufdrehen und länger laufen lassen (wenig Watt) oder weit aufdrehen und nicht so lang lassen (viel Watt).
Ein Blitzgerät ist eher wie ein zweiter Eimer, der schon mit der benötigten Wassermenge (also einer bestimmten Menge Wattsekunden) vorgefüllt ist. Du schüttest ihn um und machst damit augenblicklich den anderen Eimer voll.
Also Wattsekunde = Wassermenge
und Watt = Wasserfließgeschwindigkeit
Besser verständlich?

Auf jeden Fall.

Das Einstelllicht hätte nur Einfluss auf die Belichtung, wenn Du sehr lange belichtest (was in Verbindung mit Studioblitz sinnlos wäre). Also wenn Du die Kamera z. B. auf 1/125 Sekunde stellst und Deinen 300-Ws-Blitz abfeuerst, kommt vom Einstelllicht nicht Sichtbares mehr auf dem Bild an - weil 150 Watt Einstellicht bei 1/125 Sekunde Belichtung verschwindend wenig Licht ist im Vergleich zu einer Blitzladung von 300 Ws. Das ist ungefähr ein Mengenverhältnis, wie wenn Du in einen vollen Eimer spuckst. ;)

Gut zu wissen. Dann spielt es ja eigentlich keine Rolle mehr, ob das Einstellicht beim Blitzen an oder aus ist.
 
Ok, wieder unglücklich ausgedrückt. Du hast einfach eine Abbrennzeit von 1/1000 angenommen, weswegen du auf eine niedrigere Arbeit kommst. Hättest du nun 1/2000 angenommen, hättest du 600 KW als Ergebnis. Wir wissen aber nicht die Abbrennzeit, deshalb rechne ich einfach mit der Arbeit die er in einer Sekunde verrichtet, unabhängig von der Abbrennzeit. Sollte doch richtig sein, oder irre ich???

Ich hoffe ich habe nicht wieder einen Fehler gemacht.

Du vermischst hier die Grenzen zwischen Arbeit und Leistung. Beim Blitz kommt der zusätzliche Umstand hinzu, dass er nur blitzt, d.h. seine gesamte Arbeit in kurzer Zeit verrichtest.

Willst du aber die wirkliche "Helligkeit" des Blitzes mit der Leistung von Dauerlichtquellen vergleichen, musst du zwingend die Abbrennzeit beachten.
Wenn du einfach ein Sekunde als Abbrennzeit annimmst, ist die Leistung ja um den Faktor 1000 kleiner als bei einer Zeit von 1/1000 Sekunde.

Geht es um die konkrete Belichtung eines Bildes, musst du natürlich wieder über die Belichtungszeit integrieren. Dann kann man relativ einfach rechnen: Eine Belichtung mit X-Sync-Zeit mit Blitz mit 300 Ws entspricht einer Dauerbeleuchtung mit einer 300 W Lichtquelle für eine Belichtungszeit von 1 s.
 
Hier ist die Rechnung aufgeführt:
http://foto.beitinger.de/leitzahl/

...An einem simplen Beispiel, das ich mit meinem Studioblitz (Blitzröhre gegen Einstellicht) ermittelt habe, läßt sich das Verhältnis verdeutlichen: Um auf die Belichtung des 200-Joule-Blitzes zu kommen, muß man mit der 60-Watt-Halogenlampe 10 Sekunden lang belichten. Das wäre 1 Sekunde mit 600 Watt, 1/10 Sekunde mit 6.000 Watt oder 1/100 Sekunde mit 60.000 Watt...

Gruß
NavMan
 
Du vermischst hier die Grenzen zwischen Arbeit und Leistung. Beim Blitz kommt der zusätzliche Umstand hinzu, dass er nur blitzt, d.h. seine gesamte Arbeit in kurzer Zeit verrichtest.

Willst du aber die wirkliche "Helligkeit" des Blitzes mit der Leistung von Dauerlichtquellen vergleichen, musst du zwingend die Abbrennzeit beachten.
Wenn du einfach ein Sekunde als Abbrennzeit annimmst, ist die Leistung ja um den Faktor 1000 kleiner als bei einer Zeit von 1/1000 Sekunde.

Das verstehe ich nicht, warum vermische ich die Grenzen zwischen Arbeit und Leistung?
Du schreibst doch selber...
300 W s bedeuten, dass dein Blitz für die gesamte Dauer eines Blitzes 300 W s = 300 J elektrische Arbeit leistet. Dabei ist erstmal egal, wie lange der Blitz leuchtet. Er könnte also z.B. für eine Sekunde relativ schwach leuchten (mit einer Leistung von 300 W; 300 W * 1 s = 300 W s) oder für 1/1000 s sehr stark (300.000 W * 0,001 s = 300 W s). Wenn du die Leistung (d.h. Arbeit pro Zeiteinheit) vergleichen willst, musst du also genau wissen, wie lange der Blitz leuchtet (und eigentlich sogar auch, wie sich die Blitzleistung mit der Zeit ändert). Wenn man nun also annimmt, dass der Blitz 1/1000 s mit konstanter Leistung leuchten würde, leistet er in dieser Zeit 300.000 W = 300 kW. Wenn die Glühbirne nun mit einem Wirkungsgrad von 100% arbeitet (d.h. die gesamte elektrische Arbeit wird in Licht umgewandelt und die Birne wird nicht warm beim leuchten) bräuchte man eine 300 kW Glübirne, um in der kurzen Zeit des Blitzes zwei gleich helle Lichtquellen zu haben
 
Uh, das Ganze scheint doch erheblich komplizierter zu sein als zunächst angenommen.
Offensichtlich.
nach dem Motto: "300 Wattsekunden ist so hell wie ..."
Genau da liegt Dein Hund begraben: Wattsekunden können nicht so "hell" sein wie irgendeine Lampe. Deine Wattsekunden können halt seehr hell sein für ne ganz ganz kurze Zeit - oder eben recht wenig Licht erzeugen über Tage.

Aber das wurde eigentlich (ich hab's hier bloß überflogen) schon mehrfach dargelegt.

Manfred
 
Das verstehe ich nicht, warum vermische ich die Grenzen zwischen Arbeit und Leistung?
Du schreibst doch selber...

Wenn du die Leistung (d.h. Arbeit pro Zeiteinheit) vergleichen willst, musst du also genau wissen, wie lange der Blitz leuchtet (und eigentlich sogar auch, wie sich die Blitzleistung mit der Zeit ändert).

Ja, genau das habe ich geschrieben. Wenn du konkrete Vergleiche der Helligkeit zweier Lichtquellen durchführen willst, musst du die Leistung der beiden Quellen kennen. Und dazu benötigst du eben die Zeit, in der die Arbeit verrichtet wird.
Da kann man nicht annehmen, dass die Blitzenergie in einer Sekunde abgegeben wird, da es nicht so ist...
 
Das bedeutet also das zwei 300Ws Blitze unterschiedlich hell sein können, weil der eine z.B. Abbrennzeit von 1/1000 hat und der andere z.B. 1/2000 s und somit der zweite heller ist.

Das irgendwo noch ein Fehler in meiner Überlegung sein muss kam mir gestern noch in den Sinn. Durch meine errechneten 1.080 KW Lampe, könnte der Blitz ja nur eine Abbrennzeit von 1/3600s haben. Hätte er eine noch kürzere Abbrennzeit wäre der Blitz ein perpetuum mobile und es gibt ja Blitze die eine kürzere Abbrenndauer haben.

Also dann brauchen wir nur noch die Abbrennzeit eines realen 300Ws Blitzes und könnten dann, Wirkungsgrad außen vor, die Leistung einer Glühlampe berechnen die die gleiche Helligkeit hat. Die Leistung ist auf jeden Fall dann deutlich höher als die ohnehin schon gigantisch große Leistung von 1.080KW.

Nun richtig???
 
Das bedeutet also das zwei 300Ws Blitze unterschiedlich hell sein können, weil der eine z.B. Abbrennzeit von 1/1000 hat und der andere z.B. 1/2000 s und somit der zweite heller ist.
Für die Praxis: so what ... trotz der unterschiedlichen Momentanhelligkeit werden ja beide Blitze noch innerhalb der Synchronzeit durch die Kamera integriert und können daher sehr wohl gleich hell erscheinen.

Ebenfalls für die Praxis: 300 Ws sind in Sachen Bildhelligkeit nicht gleich 300 Ws. Da die 300 Ws eine rein elektrische Leistungsaufnahme darstellen, ist damit noch nichts über die Helligkeit ausgesagt, die durch Wahl des Reflektors und von Lichtformern massiv verändert wird.

Das irgendwo noch ein Fehler in meiner Überlegung sein muss kam mir gestern noch in den Sinn. Durch meine errechneten 1.080 KW Lampe, könnte der Blitz ja nur eine Abbrennzeit von 1/3600s haben. Hätte er eine noch kürzere Abbrennzeit wäre der Blitz ein perpetuum mobile und es gibt ja Blitze die eine kürzere Abbrenndauer haben.
Was sollte dort zum perpetuum mobile werden, nur weil sehr hohe Momentanleistungen erzeugt werden?

Also dann brauchen wir nur noch die Abbrennzeit eines realen 300Ws Blitzes und könnten dann, Wirkungsgrad außen vor, die Leistung einer Glühlampe berechnen die die gleiche Helligkeit hat. Die Leistung ist auf jeden Fall dann deutlich höher als die ohnehin schon gigantisch große Leistung von 1.080KW.
nun richtig???
Nicht wirklich, da die typischen Abbrennzeiten von Studioblitzgeräten bei voller Leistung (also nicht abgeregelt) eher bei gemächlichen 1/300 s bis 1/150 s liegen.
 
Für die Praxis: so what ... trotz der unterschiedlichen Momentanhelligkeit werden ja beide Blitze noch innerhalb der Synchronzeit durch die Kamera integriert und können daher sehr wohl gleich hell erscheinen.

Ebenfalls für die Praxis: 300 Ws sind in Sachen Bildhelligkeit nicht gleich 300 Ws. Da die 300 Ws eine rein elektrische Leistungsaufnahme darstellen, ist damit noch nichts über die Helligkeit ausgesagt, die durch Wahl des Reflektors und von Lichtformern massiv verändert wird.

Es geht hier ja nur um den Blitz alleine. Das Lichtformer und die Kamera das Ergebnis weiter beeinflussen können bzw. auch tun ist schon klar.

Was sollte dort zum perpetuum mobile werden, nur weil sehr hohe Momentanleistungen erzeugt werden?
Nein nicht durch die hohe Momentanleistung. Beruht auf meinem Denkfehler. Schon gut.



Nicht wirklich, da die typischen Abbrennzeiten von Studioblitzgeräten bei voller Leistung (also nicht abgeregelt) eher bei gemächlichen 1/300 s bis 1/150 s liegen.

Dann nehmen wir doch einfach die 1/300 s, dann müsste die Dauerlichtquelle unter idealen Umständen 90 KW leisten.
 
Nicht wirklich, da die typischen Abbrennzeiten von Studioblitzgeräten bei voller Leistung (also nicht abgeregelt) eher bei gemächlichen 1/300 s bis 1/150 s liegen.

Dann sollte man aber auch den Leistungsverlauf betrachten. Nach einem sehr schnellen Leistungsanstieg wird ja bekanntlich die Maximal(leucht)leistung erreicht, welche dann wieder langsam abklingt.

Wie ist denn genau die Abbrennzeit definiert? Über eine Zeitkonstante im natürlichen oder dekadischen Logarithmus? Oder ganz anders?
 
Wenn der Blitz mit 300 Ws spezifiziert ist, sollte das heißen, daß er 300 Ws Lichtenergie abgeben kann. Bei unterschiedlichen Belichtungszeiten würde das (bei gleicher Energieabgabe) unterschiedliche Helligkeiten bedeuten. Weil eben die Energie angegeben ist und nicht die Leistung. Mit einer 300 W-Birne wird die Umgebung immer gleich hell egal wie lange die Birne an ist. Wenn die Birne aber immer nur 300 Ws Lichtenergie abgibt, dann wären das bei einer Sekunde 300 W Lichtleistung, bei 1/100 s hundertmal so viel, damit auch (pi mal Daumen, also näherungsweise) hundertmal so viel Licht. Ungeachtet des Wirkungsgrad, der Anstiegzeiten usw. usf.

Leistung ist eben Arbeit pro Zeit. Wenn ich die gleiche Arbeit in einem hundertstel der Zeit schaffe, dann ist meine Leistung auch hundertmal so hoch.
(Arbeit = Energie)
 
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