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Stürzende Linien nicht beim Auge?

Mike-Anton

Themenersteller
Die "stürzenden Linien" insb. bei Architekturaufnahmen sind ja ein allen Fotografen bekanntes Phänomen. Stehe ich aber vor einem Gebäude und betrachte dessen Fassade einfach mit meinen Augen, so vermag ich diesen Effekt nicht zu sehen; zumindest ist er nicht so deutlich, wie bei einer Fotografie von der gleichen Stelle aus. Daran ändert sich auch nichts, wenn ich ein Auge schließe.

Liegt dies daran, dass das Gehirn hier ein Shift-Programm besitzt, oder hat das etwas mit einer gebogenen Netzhaut des Auges zu tun?

Wahrscheinlich gibt es eine ganz einfache Erklärung, aber ich bin im Moment zu blöde, diese zu sehen. Die SuFu hat auch nichts Erhellendes ergeben.

M-A
 
Aus Wiki:
Wegen der Krümmung der Netzhaut bildet das menschliche Auge Gegenstände nur annähernd in einer Zentralprojektion ab. Das Auge sieht gekrümmte Linien, die das Gehirn aufgrund seiner Erfahrung entzerrt
Das bedeutet, die Verzeichnung der menschlichen Linse wird durch das Gehirn korrigiert. Geile Software, oder?
Gruß, Andy
 
Aus Wiki:
Geile Software, oder?

Und das ganze in Echtzeit. Schon sehr beeindruckend.
 
Wenn Du eine lange Straße ansiehst als stehender und dich dann niederkniest, siehst Du keinen Unterschied?:confused: Komisch dann muß mein Prozessor einen Schaden haben.:ugly::D
Nein mal im Ernst: Stell dich vor einen hohen Kirchturm und schau an ihm hinauf, ich garantiere Dir das er "fällt". Aber es ist sicher weniger als bei einem Weitwikelobjektiv, da ja das Menschliche Auge angeblich einen Bildkreis verglichen mit einem 50 mm KB hat.

mfg. Robert
 
... die das Gehirn auf Grund seiner Erfahrung entfernt? Wie ist es denn zu dieser Erfahrung gekommen?
Ich denke, das entwickelt sich im ganz frühen Kindes-Alter. Theoretisch reicht dazu ja eine einzige Beobachtung. Anderersteits kann von "Beobachtung" nur die Rede sein, wenn man etwas mit dem Auge (zentral) fixiert. Wenn ich gerade den Schrank hinter meinem Laptop-Monitor am Rande meines Blickfeldes "sehe", meine ich mir schon einbilden zu können, dass dessen Kanten krumm sind. :eek: :ugly:

Das mit der Krümmung hat wohl aber weniger mit dem Effekt stürzender Linien zu tun. Ich denke - so zumindest meine Beobachtung - dass auch der Mensch stürzende Linien deutlich sieht. Stell dir vor, du steht vor einem hohen Turm oder auf einer langen, geraden Straße. Das sind ja alles die gleichen perspektivischen Effekte. Nur dass das Blickfeld des Menschen, ja relativ klein ist. :confused: Ich kenne leider nicht die richtigen Ausdrücke dafür...wikipedia hilft mir auch gerade nicht weiter, aber ich meine jetzt nicht das "Wahnemungsfeld" das ja etwa 180° beträgt, sondern nur der Bereich, den du wirklich fixiert wahrnehmen kannst. Der ist etwa so groß wie bei einem Normalobjektiv an der Kamera und da stürzen die Linien ja auch scheinbar weniger als bei einem Ultraweitwinkel. Tatsächlich ändert es nichts an der Perspektive und somit auch nicht an der Flucht der Linien, aber man sieht die Linien außern herum eben nicht. So wie sie beim "Sehen" nicht richtig wahrgenommen werden. (Nur meine Spekulation.)
 
Naja, ich dachte mir ja, dass es nicht notwendig ist, dass das Gehirn die stürzenden Linien unseres Auges entzerrt und vor allem auch, warum es dies erstmalig (im frühkindlichen Alter oder wann auch immer) tat, damit es zur Erfahrung werden konnte. Also die wiki-Definition lässt da meines Erachtens schon zu wünschen übrig.

Ich denke, das Blickfeld des Menschen umfasst in etwa den Bereich eines 40-50mm Kleinbildobjektivs und stimme dabei im Wesentlich mit nwsDSLR überein. Aber vielleicht werden wir ja noch eines Besseren belehrt. :)
 
... die das Gehirn auf Grund seiner Erfahrung entfernt? Wie ist es denn zu dieser Erfahrung gekommen?

Tja, woher kommt die Erfahrung, dass die Welt nicht auf dem Kopf steht, obwohl man sie als Kind so sieht? Vllt hat das Gitterbett ja doch einen tieferen Sinn, als Kinder "einzusperren" :D


@TO: Das ist denke ich Gewöhnungssache. Man sieht es durchaus, man "übersieht" es aber aus Gewohnheit. Dein Gehirn weiß, "das ist ein gerader Turm" also nimmst du ihn zunächst so wahr, ach wenn du ihn tatsächlich anders siehst.
Wenn du aber mal drauf achtest (z.B. mal ein Lineal vors Auge halten und mal die "gesehene" Breite von Turmbasis und -Spitze vergleichen) siehst du es auch.
 
Naja, ich dachte mir ja, dass es nicht notwendig ist, dass das Gehirn die stürzenden Linien unseres Auges entzerrt und vor allem auch, warum es dies erstmalig (im frühkindlichen Alter oder wann auch immer) tat, damit es zur Erfahrung werden konnte. Also die wiki-Definition lässt da meines Erachtens schon zu wünschen übrig.
Mir hat mal jemand erzählt, wenn man eine spezielle Brille aufsetzt, die das Bild auf den Kopf dreht, dass das Gehirn das nach einigen Wochen oder so ausgleichen würde und man wieder "richtig herum" sieht. Klingt ein bisschen nach Humbuk, aber ich denke, da ist etwas dran. Dem Gehirn - zumindest eines sehr jungen Menschen - traue ich das zu. :angel: Weiß nicht, wo derjenige das her hat.

Die Frage wäre dann auch, ob ein Neugeborenes dann überhaupt richtig herum sieht. :confused:
 
Aber es ist sicher weniger als bei einem Weitwikelobjektiv, da ja das Menschliche Auge angeblich einen Bildkreis verglichen mit einem 50 mm KB hat.

Das hat damit nichts zu tun. Abgesehen davon, dass man den Bildkreis des menschlichen Auges je nachdem, wie man "sehen" definiert, IRGENDWO zwischen 180° und < 1° festlegen kann, ist die Perspektive von der Brennweite vollkommen unabhängig und ändert sich nur, wenn die Entfernung zu dem Objekt, das man beobachtet/abbildet, vaiiert wird.
 
Ich sage schon einmal "Danke", zumindest bin ich nicht so ganz blöde ;).

Den Test mit dem Lineal am Auge vor dem Gebäude werde ich sicher machen, noch sitze ich aber im Büro.

Das perspektivische Sehen mit sich verjüngenden Schienen hat mE nichts mit den "stürzenden Linien" zu tun. Bei dem Schienen-Beispiel erscheinen die Schienen doch wohl aufgrund der größeren Entfernung Richtung Horizont nahe beisammen zu sein. Bei den "stürzenden Linien" liegt es doch daran, dass Sensor/Film-Ebene nicht parallel zum Gebäude ausgerichtet ist.

M-A
 
Tele-Perspektiven sind nur Crops der Normalperspektive (ca. 43mm VF oder 28mm am APS-C), daher kann das Gehirn damit umgehen, da es das kennt. Brennweitentechnisch darunter liegende Weitwinkelperspektiven sind ausserhalb des Erfahrungsschatzes, daher kommen einem solche Perspektiven verzerrt vor.
 
Das perspektivische Sehen mit sich verjüngenden Schienen hat mE nichts mit den "stürzenden Linien" zu tun. Bei dem Schienen-Beispiel erscheinen die Schienen doch wohl aufgrund der größeren Entfernung Richtung Horizont nahe beisammen zu sein. Bei den "stürzenden Linien" liegt es doch daran, dass Sensor/Film-Ebene nicht parallel zum Gebäude ausgerichtet ist.
Fotografierst du die Schienen lotrecht von oben, fluchten sie auch nicht mehr. Der gleiche Effekt! ;) Gerade Schienen sind nur ein sehr hoher, waagrecht liegender Turm, wenn man so will. :D

Eine Tatsache die sicherlich auch noch zur stärkeren Wahrnehmung der Flucht/Sturz der Linien beiträgt, sind die geraden, rechtwinkligen Kanten eines Bildes. Das gibt es im menschlichen Sichtfeld nicht.
 
Mir hat mal jemand erzählt, wenn man eine spezielle Brille aufsetzt, die das Bild auf den Kopf dreht, dass das Gehirn das nach einigen Wochen oder so ausgleichen würde und man wieder "richtig herum" sieht. Klingt ein bisschen nach Humbuk, aber ich denke, da ist etwas dran. Dem Gehirn - zumindest eines sehr jungen Menschen - traue ich das zu. :angel: Weiß nicht, wo derjenige das her hat.


Das ist wirklich so... Das Bild kommt auch falschherum auf die Netzhaut. Erst das Gehirn dreht es in die richtige Richtung. Wenn du 2-3 Wochen ununterbrochen eine Brille trägst die das Bild um 180 ° dreht, dann siehst du einestages trotz dieser Brille alles wieder richtig herum, weil das Gehirn diesen "Fehler" korrigiert. Nimmst du dann die Brille wieder ab, ist alles wieder verkehrt, und es benötigt wieder diese Zeitspanne bis wieder alles i.O. ist (wenn du bis dahin nicht balabala bist).

Ähnlich wird das Auge wohl auch diese perspektivischen Verzerrungen unbewusst mildern.
 
Oh Mann...diese "Ansichten" und das bei ....Fotografen:rolleyes:

1) natürlich SEHEN wir stürzende Linien...

wir müssen nur ein Hilfmittel nehmen wie in früheren Zeiten....
nehmt einen "schwarzen Bilderrahmen".....stellt eucvh vor ein Haus und schaut nach oben....
das der Bilderahmen gerade bleibt....stürzt das Haus nach hinten:top:

2) Blickwinkel...und 50mm sind zwar im Prinzp richtig aber.....

das menschliche Auge kann NICHT gesamt SEHEN sondern....
tastet ein ein Bildfeld "punktförmig" ab...


dabei wie Schärfe und Blende(Iris) automatisch angepasst

###
und weil das so ist....sehen wie Bilder anders...als in der Natur:angel:
Mfg gpo
 
Tele-Perspektiven sind nur Crops der Normalperspektive (ca. 43mm VF oder 28mm am APS-C), daher kann das Gehirn damit umgehen, da es das kennt. Brennweitentechnisch darunter liegende Weitwinkelperspektiven sind ausserhalb des Erfahrungsschatzes, daher kommen einem solche Perspektiven verzerrt vor.

Nein, würde eher sagen das liegt am Betrachtungsabstand. Ein mit einem extremen Weitwinkel aufgenommenes Bild sieht "normal" aus, wenn man es auch aus extrem kurzer Entfernung anschaut. So wie auch ein Zylinderpanorama normal aussieht, wenn man es von innen in einem Zylinder anschaut (gibt es manchmal auf Austellungen zu sehen).
 
das mit dem Gehirn ist schon ne tolle Sache :)
ausserdem ist es so, dass auch störende Elemente einfach ausgeblendet werden. Die eigene Nase zum Beispiel. Eigentlich ist die ja immer ein wenig im Blickfeld, jetzt wo ich daran denke, sehe ich sie auch. Doch im Alltag wird sie einfach ausgeblendet.
Als Fotograf sollte man das wissen, so hat man ja öfter mal Sachen mit auf dem Bild, die man gar nicht so gesehen hat. Stromleitungen zum Beispiel.
 
Tele-Perspektiven sind nur Crops der Normalperspektive (ca. 43mm VF oder 28mm am APS-C), daher kann das Gehirn damit umgehen, da es das kennt. Brennweitentechnisch darunter liegende Weitwinkelperspektiven sind ausserhalb des Erfahrungsschatzes, daher kommen einem solche Perspektiven verzerrt vor.
Ich denke eher, wer Teleaufnahmen nicht kennt (eben vom Betrachten solcher Fotos oder aus dem Fernsehen), wird doch sehr stark getäuscht durch die scheibare "Stauchung" der Tiefe.

Ich denke da an so ein Beispiel, wo ein Gepard direkt vor einer Gazelle zu stehen scheint. Dann rennt er aber los und erst Sekunden später sieht die Gazelle ihn und rennt weg - weil der Gepard immer noch so weit weg ist. ...Durch die sehr starke Telewirkung (oder vielmehr die große Entfernung) solcher Tieraufnahmen nähert sich die Abbildung der Tiere der Parallelprojektion an (keine Perspektive). Den Effekt finde ich immer wieder ungewöhnlich, auch wenn ich weiß, wie er zustande kommt. ;)
 
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