Luiginatur schrieb:
....
Die SD10 liefert jedoch eine gestochen scharfe Ausgangsbasis, mit der sich offenbar für eine Interpolation richtig was anfangen läßt. Der Algorithmus von PhotoZoom Pro ist derart intelligent, dass das Bild (bei sehr guten Ausgangsmaterial!) nahezu ohne Schärfeverlust hochinterpoliert werden kann...
Ich denke, dass genau der Punkt zeigt, wo der Foveon jedem Bayersensor überlegen ist:
Selbst mit den praktischen Umsetzungsverlusten, die die Praxis gegenüber
der Theorie ja immer etwas abfallen lassen, liefert der Foveon die bessere
Datenbasis für solche Vergrößerungen ab.
Natürlich sind auch die Foveonfarben korrekturgerechnet (RGB-Korrekturmatrix!)
aber ein Foveon-Pixel ist deutlich echter gemessen als ein Bayer geschätzt/interpoliert.
Unter den Blinden ist bekanntlich der Einäugige König,
und der Foveon ist zur Zeit sowas wie der Einäugige unter den Sehbehinderten!
4x33% Info ist eben nicht 132% sondern interpoliert immer noch 33%!
Und auch Bayer Sensoren haben Umsetzungsverluste!
Vielleicht erzielt Foveon pro Pixel sagen wir 75%, dann ist das Ergebnis
aber immer noch mehr als doppelt so nah an der Motiv-Wirklichkeit.
Sollte der nächste Foveon-Generation tatsächlich 100% erzeugen (wird er nicht!

)
dann könnte man mit entsprechenden Algorithmen fast beliebige
Vergrößerungen errechnen lassen.
Beim Bayer ist 1/3 Info je Pixel das Optimum... mehr geht nicht,
mehr ist nun mal einfach nicht da!
Das die entsprechenden Algorithmen scheinbar mehr herausholen ändert
überhaupt nix an der zu Grunde liegenden Datenbasis.
Und bei Vergrößerungen werden die kleinsten Fehler mitvergrößert!
Damit werden sie unvermeidlich auch sichtbarer und irgendwann eben unübersehbar!
Da es beim Foveon (theorethisch!) keine Farbartefakte geben kann,
wie sie jeder Demosaicing-Algo bei Bayerbildern erzeugt,
ist er bei Vergrößerungen deutlich überlegen.
Da werden eher andere Fehlerquellen sichtbar:
objektivbedingte Unschärfe, Fehlfokus, Fehlbelichtung, Rauschen etc.
Die kann man aber besser eleminieren.
Schönen Gruß
Pitt