… , ich glaube kaum, dass sie die "Non Pros" jetzt links liegen lassen werden. Sie versuchen über Reputation in "höheren" Kreisen, mehr Anteile im Consumer/Semi-Pro Bereich zu gewinnen...
Ganz ehrlich: Leute ich find die Kiste spannend! und wünsche Oly den Erfolg, der ihnen eigentlich zusteht...
Ja, das sehe ich ganz genau auch so
Jeder ehemalige E-System-User, der widerwillig von FT auf mFT "umgestiegen" ist, muss bei diesem "Déjà Vue" zusammenzucken und den Mahnfinger in die Höhe strecken.
Aber der derzeitige Vergleich zu damals hinkt IMHO gewaltig. Damals war die Sensorleistung von FT ein relevantes Stück hinter der von APS-C. Es fehlte ein würdiges Toppmodell, dass die optische Leistung der SHG-Optiken (auch Top-Pro's oder Platinringe genannt) hätte nutzen können.
Mit dem Launch der E-M5 lag man sensormässig auf ähnlichem Niveau wie die besten APS-C-Kameras. Seither wurde man aber von der Konkurrenz wieder etwas stärker abgehängt, wie ich meinen würde, was auch die ganzen Diskussionen in den letzten Monaten über Sinn und Unsinn von mFT speist.
Und gerade deshalb, habe ich nichts einzuwenden, wenn Olympus den Mut hat, und ein Jubiläums-Gehäuse herausbringt, dass nicht nur in den Spezifikationen sondern selbstverständlich auch im Preis ein ganzes Stück über der heutigen E-M1-Linie liegt. Ein Gehäuse, dass uns allen zeigen kann, was aus dem System derzeit herausgeholt werden kann.
Und ich hoffe, so blöd es für einige hier klingen mag, dass Olympus nicht wieder (wie bei der E-M1.2) den Rotstift ansetzt, um den Preis um eine paar "fufziger" senken zu können (z.B. bei der halbherzigen Ausführung von EVF, 2. UHS-Schacht, AF-Joystick, Betrieb/Ladung über UBS-C, ev. Top-LCD, Bildsensor). Bei der E-M1X sollte das Moto lauten: Klotzen anstatt Kleckern!
Wenn Olympus es schaffen sollte, etwas wirklich geiles (selbst wenn es für die meisten unerschwinglich ist) auf den Markt zu bringen, dann könnte dies auch eine Kehrtwende in der derzeitigen Entwicklung (Abnahme der Markanteile) bringen. Viele Neueinsteiger kaufen Canikon, weil sie diese Firmen von Kindheit an mit der Fotografie assoziieren. Nur wer sich an das OM-System erinnert oder mit FT zu Olympus gekommen ist, weiss, dass Olympus ein Top-Anbieter von Fotokameras und insbesondere von Optiken ist.
Olympus hat in den letzten Jahren Marktanteile an ein System verloren, dass meiner Meinung nach weit hinter dem mFT-System liegt: EOS-M-System. Aber Leute, die sich nicht mit dem Thema auseinandersetzen, vertrauen meistens lieber einer bekannten Brand, anstatt Experimente einzugehen. Zudem glaube ich auch nicht, dass Olympus mit mFT-System jemals richtig Geld verdient hat (von FT wollen wir gar nicht sprechen). Von dieser Sicht her betrachtet, macht es meiner Meinung nach sehr viel Sinn, wenn/dass Olympus eine sehr hochpreisige Kamera auf den Markt bringt.
Selbstverständlich stellt eine höchstwahrscheinlich sehr teure Kamera auch ein grosses Risiko dar: sollte die Sensor- und AF-Leistung sich kaum von derjenigen der E-M1 Mark II unterscheiden sollen, was sagt uns das? Das der Zenit scheinbar erreicht ist und wir uns mit dem zufrieden geben sollen bzw. müssen, was da ist, oder tunlichst einen Systemwechsel vollziehen sollen. Was viele immer wieder vergessen: eine E-M1 Mark II liegt leistungsmässig inklusiv Bildqualität weit über dem, was vor Jahren die KB-Topmodelle erbringen konnten. Geräte, die damals ein mehrfaches einer E-M1.2 gekostet haben und scheinbar den höchsten Ansprüchen genügen konnten. Was hat sich in der Zwischenzeit in der Fotografie geändert? Wer dauernd "croppen" muss und diese Ausschnitte dann in Postergrösse ausdrucken will, der ist ohnehin nicht bei mFT eingestiegen.
Nochmals: niemand muss sich die E-M1X kaufen. Und Olympus wird bei einem Fiasko bestimmt nicht die (mFT-)Fotosparte einstampfen, geschweige Konkurs gehen.
Dass die E-M1.2 und E-M5.2 früher oder später einen adäquaten Nachfolger (in einem ähnlichem Preisbereich wie heute) bekommen wird, ist doch so sicher wie das Amen in der Kirche (die E-M10-Linie hingegen könnte verschwinden). Falls für die beiden bisherigen, oberen Geräte-Linien keine Nachfolger kommen sollten, dann sähe es für mFT tatsächlich weniger gut aus. Zumindest E-M1.2-Besitzer dürfen hoffen, dass die E-M1X so gut ist, dass Olympus bei der Ankündigung der E-M1X auch ein grösseres FW-Upgrade für die E-M1.2 ankündigt, dass der Abstand gewahrt bleibt. Wer auf eine E-M5.3 wartet, darf sich am Preiszerfall der E-M1.2 erfreuen oder noch günstiger, ein gebrauchtes Gehäuse kaufen. Wem diese Leistung nicht genügt, ist bei mFT im falschen Boot.
Und wenn dann endlich die effektive Leistung (Tests) der E-M1X bekannt ist, dann können wir auch erahnen, wie es mit der E-M1.3 und E-M5.3 weitergehen könnte. Jeder darf dann selber entscheiden, ob die Aussichten genügen und ob man weiter ins System investiert will. Aber immerhin kann dann jeder von uns Nägel mit Köpfe machen. Wir müssen nur etwas Geduld beim Warten haben. Die ersten Tests werden womöglich frühestens nach der Photokina im Juni/Juli 2019 erscheinen und bis dahin, werden wahrscheinlich auch einige neue Optiken angekündigt worden sein.
Ich finde diese Entwicklung extrem spannend. Im Gegensatz zu früher (Passion for the Best), will ich aber dieses Mal meine eigenen Erwartungen nicht mehr von Gerüchten und Teaser "manipulieren" lassen. Ja, ich weiss, das wird schwierig
