AW: mFT-System E-P1/GF1 - eine Alternative zu Leica M-System?
So, da bin ich nun. Hat etwas gedauert da ich im Job noch so manches zu erledigen und nachzuholen hatte.
Nun, zunächst möchte ich schon vorab sagen, dass wenn ich mit Superlativen kommen sollte

oder sonstiges so betrifft das nur meine persönliche Meinung und Ansichten für mich. Die Leica M ist KEINE Kamera für Jedermann, und ich meine damit nicht nur den Preis

. Messsucher muss man echt mögen. Ich will auch nicht andere Kameras schlecht machen. Die MFT Kameras sind klasse. Wenn's Leica nicht geben würde so wäre die G1/ GH1 meine absolut erste Wahl.
Für mich ist das mFT-System keine Alternative zur Messsucherkamera. Ich habe eine Woche mit der M8.2 und einem Summarit 35 mm fotografiert und wollte sie nicht mehr hergeben

. Wenn ein Autofokus so schnell wäre wie ich manuell mit dem Messsucher fokussiere so wäre er schnell genug für mich. Sprich, ich brauche ihn nicht.
Es gab hier im Thema einen Link mit einem Erfahrungsbericht der M8. Der größte Schwachsinn den ich je gelesen habe. Die M8 ist eine Messsucherkamera ohne elektronische Gimmicks und Schnickschnack, und dass soll sie auch bleiben. Was jeder braucht muss er selber wissen, doch mich nerven die ganzen Dinge, es ist mir einfach zu viel. Ich weis nicht warum es bei der M8 ein riesiges Handbuch gibt

. Ich habe 5 min. gebraucht und alles war für mich eingestellt. Na ja, sie hat ja auch nicht viel

.
Die Handhabung finde ich hervorragend, und die Bedienung ebenfalls.
Der Messucher ist das beste an allem. Klar, deutlich, auch bei extrem schwachen Licht perfekt zu fokussieren und man sieht die Realität.
Ich fühlte mich wirklich als diskreter Knipser unter Menschen, vor allem in einer Kirche.
Allerdings darf man nicht verschweigen dass man mit der M extrem auffällt. Nach einer großen SLR mit riesigem Objektiv schaut keiner mehr. Aber so eine schlichte M im alten Look fällt in der Masse sehr auf. Meiner Frau ist das auch extrem Aufgefallen.
Die Magentafarbene Mode fiel ihr aber auch sehr auf

. Ich hatte keinen Filter

.
Als ich die M8.2 wieder zurückgebracht hatte war mein Händler so freundlich und gab mir noch eine GH1 mit Kitlinse und Leica M 24/2,8 Elmarit mit (und Novoflexadapter). Ich wollte wissen was ein Leicaobjektiv an einer GH1 bringt. Es war zwar eine andere Linse als das Summarit aber es entsprach fast dem gleichen Bildwinkel. Mir ging es um das Endergebniss, dass Foto selbst. Es ist ja wie mit einem Porsche. Sieht ja toll aus und bedient sich sicher auch gut, aber wenn er sich fährt wie ein Kleinwagen so ist es wohl für die Katz so viel Geld auszugeben (sorry für diesen Vergleich).
Nun, dass Ergebnis war das die GH1 und auch meine 40D (habe ich mittlerweile nicht mehr) egal mit welcher Linse nicht den hauch einer Chance hatten gegen die M8.
Ich denke (nur meine Meinung, man mag mich berichtigen) hat es vor allem mit den großen Pixeln und vor allem mit dem fehlenden Moiré-Filter zu tun.
Das Rauschverhalten finde ich ebenfalls besser als bei beiden anderen Kameras.
Die DNG's kommen recht ungeschärft aus der M8. Man sollte sie unbedingt mit Capture One entwickeln. Man kann sie schärfen wie blöd bis mal Artefakte oder helle Linien von hell nach dunkel auftreten. Ich kenne so tolle scharfe Bilder nur von meinen Sigmas. Aber die M8 ist in der Auflösung weit überlegen.
Man kann Leica sicher vieles Nachsagen, aber nicht das sie irgendwas falsch gemacht haben. Meiner Meinung nach ist das Konzept perfekt gelungen. Na ja, man braucht halt IR-Sperrfilter

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Erwähnenswert sei noch das an bestimmten feinen Linienstrukturen stärkere Moiré-Effekte auftreten als bei anderen Kameras was ich allerdings wegen der anderen Leistungen absolut verschmerzbar finde. Das ist sicher der Tribut den man zollt wegen des fehlenden Moiré-Filters.
Wenn jemand Fragen hat, immer zu. Ich hoffe das ich mich nicht Falsch oder unverständlich ausgedrückt habe. Sorry für den Roman

.
Ich zeige Euch nun im weiteren Beitrag mal ein paar Beispiele was ich mit der M8 so alles gemacht habe.
Beste Grüße,
Nikita