Da sind wir gar nicht weit auseinander - könnte sein, daß der Turmberg in meinem Bild sogar enthalten ist - die Schornsteine rechts unten jedenfalls sind vom Rheinhafen-Dampfkraftwerk, aus etwa 25 km Entfernung.
Du hast deutlich zu dunkel belichtet. Ich hatte etwa um die gleiche Zeit 2s/ISO800/F/2, bei Dir steht 1,6s/ISO400/F/5,6, das sind mehr als 4 LW dunkler. Dadurch würde das Bild beim Aufhellen sehr deutlich rauschen. Solche Aufnahmen außerdem unbedingt als RAW machen, dann kannst Du die Tonwertkurve nachträglich so hinziehen, daß der Kontrast gut wird.
Als Objektiv wäre das 100/2,8 wahrscheinlich geeigneter gewesen, wegen der F/2,8. Ich hatte am Do bei schlechterem Wetter erstmal das 85/1,8 genommen, auch diese Brennweite (an Kleinbild, also knapp über 50 mm an Canon-APS-C) reicht gut aus, um den flächenhaften Kometen auflösen zu können, und das erste Auffinden geht auch leichter.
Für hellere Kometen, die dann auch einen längeren Schweif zeigen, und Standorte mit weniger Dunst und Lichtverschmutzung (Schwarzwald) ist auch noch weniger Brennweite gut. Hyakutake (1996) und Hale-Bopp (1997) habe ich vom Schwarzwald aus mit 50/1,4 (Kleinbild, damals natürlich analog) photographiert, bei Hyakutake waren 30 s Belichtungszeit ohne Nachführung möglich, als er ziemlich polnah stand, für Hale-Bopp habe ich eine Nachführung ähnlich Barndoor improvisiert. Bei diesen Zeiten ist dann der Nachthimmel voller Sterne und der Komet ein sehr helles Objekt davor, bei Hale-Bopp mit einem hellen Staub- und einem tiefblauen Plasmaschweif. Das war natürlich noch viel spannender, wenn man die Ergebnisse erst Tage später sieht.
Aber dieses Jahr hält ja vermutlich noch eine Überraschung für uns bereit.
http://de.wikipedia.org/wiki/C/2012_S1