mibo_
Themenersteller
Leider wurde der Thread von Beholder3 ja geschlossen, so dass ich dort meinen Kurzbericht nicht anhängen kann. Danke an Beholder3 für seine Ausführungen, bei denen ich mich schamlos bedienen werde.
Disclaimer (auch wenn es im anderen Thread nicht geholfen hatte):
1. Ich hatte die E-M1 nur ein Wochenende zum testen, habe also sicher nicht alle Funktionen genutzt/getestet.
2. Ich berichte nur über meine Erfahrungen mit der Kamera im Vergleich zu meiner Pentax K5IIs.
3. Jeder hat seine eigenen Ansprüche an eine Kamera, weshalb meine Schlussfolgerungen nichts allgemeingültiges sind.
Deshalb fände ich es toll, wenn Anfeindungen einfach nicht getippt werden - Danke
Ich habe gerade eine E-M1 zum Testen hier gehabt, aber gleich das 12-40mm f2.8 Objektiv mit ausgeliehen. Für mich ist der AF-S bei schlechtem Licht (normales Licht in der Wohnung) besonders wichtig, weil ich hauptsächlich meine Kinder fotografiere. Darauf lag der Schwerpunkt meines Test-Wochenendes.
Meine Standardausrüstung ist eine K5IIs mit Pentax 16-45mmf4 oder Pentax 50mmf1.8 oder Tamron 28-75mmf2.8
Erst mal die Sachen, die mir gut gefallen haben:
- Das 12-40f2.8: SUPERGEIL (für mich) scharfe Bilder von 12 bis 40mm bei Offenblende. Mit dem geringen (0,2m) Minimalabstand, kann man schön dicht ans Objekt ran. Das ist genau das Objektiv, dass mir bei Pentax fehlt. Leise und richtig schnell ist es auch noch.
- AF-S (AF-C habe ich nicht benutzt) ist schön schnell, auch bei schlechtem Licht (Beholder3 hatte ja leider nur das 12-50, dass wegen seiner Lichtschwäche wohl auch den Kontrast-AF ausbremst - ich habe es gar nicht ausgepackt).
- Die Gesichtserkennung: Jawoll
(Bei Pentax nutze ich normalerweise das zentrale AF-Feld und verschwenke dann) Mit der Gesichtserkennung (weißes Kästchen um das erkannte Gesicht) lässt es sich viel einfacher das Bild gleich so machen, wie man möchte, ohne es erst hinterher am PC zuzuschneiden. Ist das Gesicht am Rand - egal, der AF stellt drauf scharf!
- Das Klappdisplay: macht viel Spaß und ist für Kinder (vom Boden schräg nach oben fotografieren) super geeignet. Auch das Auslösen per touch ist in diesen Situationen sehr hilfreich, weil die Kamera anders gehalten wird (und kein Finger am Auslöser ist).
- Bei der Bildwiedergabe wird der gewählte Fokuspunkt angezeigt. Das finde ich sehr hilfreich, um zu sehen, warum ein Bild falsch fokussiert ist. Leider geht das anscheinend nur in dem Wiedergabemodus, wo sich das Bild den Bildschirm mit Histogrammen etc. teilen muss - also sehr klein dargestellt wird.
- In den Exif-Daten der Raw-Files (mit darktable unter Linux entwickelt) steht neben der verwendeten Brennweite auch der Fokusabstand in Meter. Auch dass kann helfen, Fehlfokussierungen zu erklären (z.B. Minimalabstand unterschritten).
- Im Gegensatz zu Beholder3 finde ich AutoISO mit der Obergrenze der Belichtungszeit sehr praktisch. Ich habe also z.B. 1s/50 als längste Belichtungszeit eingestellt (das hibbelige Kind ist sonst sicher unscharf). Modus is A mit Blende 2.8. Mache ich ein Bild In der Zoom-Position 12mm, wird 1/50tel Sekunde belichtet mit automatischer ISO. Drehe ich den Zoom auf 40mm, verwendet die E-M1 die Fotografen-Regel 1/KB-Brennweite Sekunden, also 1/80tel. Das ist für Zoom-Benutzung sehr komfortabel.
Bei der Pentax nutze ich dafür den TAv-Modus, wo ich die Blende und die Belichtungszeit fest einstelle. Das reagiert dann nicht auf die Änderung der Brennweite des Zooms und hat zusätzlich den Nachteil, dass die Einstellungen für indoor überbelichtete ISO160 Bilder auf dem Spielplatz draußen produzieren (wenn man vergisst umzustellen).
Edit: Wenn das Licht nicht mehr ausreicht, um mit den eingestellten Parametern richtig zu belichten, also die ISO Automatik eigentlich noch höher schalten will als vorgegeben wurde, verhalten sich Olympus und Pentax auch unterschiedlich. Pentax macht dann ein unterbelichtetes Bild und Olympus erlaubt längere Belichtungszeiten (die eigentlich per "Zeit Limit" verboten sind).
- Die E-M1 sieht gut aus und fühlt sich sehr wertig an.
- Der Sucher der E-M1 hat mir gut gefallen. Ich habe leider gar nicht rum probiert, was man da alles an Infos anzeigen lassen kann - da hätte er mich vermutlich noch besser gefallen.
- Während der Videoaufzeichnung können Fotos gemacht werden, und der AF lässt sich auch benutzen (meine Pentax hat keinen AF während der Videoaufnahme)
negativ:
- Größe und Gewicht des 12-40f2.8 (ja, ich weiß - es ist vermutlich mit heutiger Optik nicht kleiner/leichter machbar)
- E-M1 Griffwölbung nach vorne nicht lang/dick genug (Fingerspitzen/Nägel drücken ins Gehäuse). Trotz höheren Gewichts, kann ich die Pentax viel bequemer halten. Die Olympus musste ich nach kurzer Zeit an drei Fingern nach unten baumeln lassen, damit die Hand nicht verkrampft.
- Die Panorama-Funktion hätte Olympus lieber weglassen sollen. Da wird quasi keine Hilfe beim richtig überlappenden Fotografieren der Bilder angeboten, und die Bilder werden auch nicht in der Kamera zusammengerechnet - das soll man selber mit der mitgelieferten Software am Computer machen.
dies und das:
- Das 12-40 sitzt sehr stramm an der Kamera. Man muss also kräftig zupacken, um es anzusetzen oder abzunehmen. Leider bietet das Objektiv gar keinen Halt - ich habe jedenfalls erst mal den Zoom betätigt. Hier wäre evtl. eine Arretierung nützlich. Vor Beholder3s Ausführungen war mir nicht bewusst geworden, dass die Fummeligkeit auch mit der Position des Knopfs zum Lösen des Objektivs zu tun hatte. Wirklich eine komische Design-Entscheidung von Olympus.
- Die Gummi-Abdeckungen der Anschlüsse (USB,...) lassen sich nur bei abgeklapptem Display öffnen. Mich störts nicht, weil ich die Anschlüsse selten brauche. Aber merkwürdig finde ich dieses Detail auf jeden Fall.
- Das Modus-Wahlrad sieht erst mal aus wie bei meiner Pentax. Aber, bei der E-M1 ist es ein Schalter (einmal drücken -> entriegelt, zweites mal drücken -> verriegelt) und bei Pentax ein Taster (zum Entriegeln/Drehen muss er gedrückt werden). Da die Modus-Wahlräder bei beiden Kameras recht stramm gehen, könnte ich auf den Knopf auch ganz verzichten - keine Ahnung, wie die sich unabsichtlich verstellen sollten.
Mein persönliches Fazit:
Die Liste mit positiven Dingen zur E-M1 mit 12-40mm Objektiv ist ja recht lang geworden...
Aber, was soll ich mit einer Kamera, die ich nicht vernünftig halten kann? Ich müsste also eine GH3 oder GH4 mit dem 12-40mm nehmen, weil man die vermutlich besser halten kann (leider haben die keinen Stabi, AutoISO bei M?)?
Die Größen/Gewichtsvorteile gegenüber meiner Pentax sind dann fast schon wieder dahin.
Aber, der AF mit Gesichtserkennung und Touchscreen hat mir bei Olympus wirklich gut gefallen. Das wird beim Pentax K-System vermutlich nie so schnell und gut funktionieren. Die Objektive bei Pentax machen mich auch nicht wirklich an. Da haben aktuelle Objektive noch Stangenantrieb (Akkuschrauber-Sound), sind schnarchlangsam, oder haben zwar nen schnellen, leisen DC AF, aber für mich uninteressante Brennweiten oder Blendenöffnungen...
Die große Auswahl an modernen Objektiven macht das µFT-System auch attraktiv. Ich denke, eine E-M10 mit Pancake-Zoom und Lichtstarker Festbrennweite für Kinderfotos in der Wohnung könnten ein guter Einstieg für mich sein. Mal sehen, was der Sommer so bringt...
Fragen, die leider im letzten Thread nicht mehr gestellt bzw. beantwortet wurden:
1. Wie kann man bei Olympus die grüne Taste in M ersetzen? (Die grüne Taste würde Blende/Belichtungszeit und ISO passend zur aktuellen Lichtsituation einstellen)
2. Beholder3 hatte (glaube ich) den fehlenden TAv-Modus bemängelt. Warum nicht Tav durch M+AutoISO ersetzen?
3. Funktioniert diese E-M1 Zeit Limit (dass bei AutoISO nicht länger belichtet wird, als dieser Wert - die ISO-Stufe wird vorher hoch gesetzt) auch bei E-M10?
PS: Ich würde mich freuen, wenn auch andere Leute, die eine Testkamera probiert haben, ihre Erfahrungen mitteilen.
Disclaimer (auch wenn es im anderen Thread nicht geholfen hatte):
1. Ich hatte die E-M1 nur ein Wochenende zum testen, habe also sicher nicht alle Funktionen genutzt/getestet.
2. Ich berichte nur über meine Erfahrungen mit der Kamera im Vergleich zu meiner Pentax K5IIs.
3. Jeder hat seine eigenen Ansprüche an eine Kamera, weshalb meine Schlussfolgerungen nichts allgemeingültiges sind.
Deshalb fände ich es toll, wenn Anfeindungen einfach nicht getippt werden - Danke
Ich habe gerade eine E-M1 zum Testen hier gehabt, aber gleich das 12-40mm f2.8 Objektiv mit ausgeliehen. Für mich ist der AF-S bei schlechtem Licht (normales Licht in der Wohnung) besonders wichtig, weil ich hauptsächlich meine Kinder fotografiere. Darauf lag der Schwerpunkt meines Test-Wochenendes.
Meine Standardausrüstung ist eine K5IIs mit Pentax 16-45mmf4 oder Pentax 50mmf1.8 oder Tamron 28-75mmf2.8
Erst mal die Sachen, die mir gut gefallen haben:
- Das 12-40f2.8: SUPERGEIL (für mich) scharfe Bilder von 12 bis 40mm bei Offenblende. Mit dem geringen (0,2m) Minimalabstand, kann man schön dicht ans Objekt ran. Das ist genau das Objektiv, dass mir bei Pentax fehlt. Leise und richtig schnell ist es auch noch.
- AF-S (AF-C habe ich nicht benutzt) ist schön schnell, auch bei schlechtem Licht (Beholder3 hatte ja leider nur das 12-50, dass wegen seiner Lichtschwäche wohl auch den Kontrast-AF ausbremst - ich habe es gar nicht ausgepackt).
- Die Gesichtserkennung: Jawoll

- Das Klappdisplay: macht viel Spaß und ist für Kinder (vom Boden schräg nach oben fotografieren) super geeignet. Auch das Auslösen per touch ist in diesen Situationen sehr hilfreich, weil die Kamera anders gehalten wird (und kein Finger am Auslöser ist).
- Bei der Bildwiedergabe wird der gewählte Fokuspunkt angezeigt. Das finde ich sehr hilfreich, um zu sehen, warum ein Bild falsch fokussiert ist. Leider geht das anscheinend nur in dem Wiedergabemodus, wo sich das Bild den Bildschirm mit Histogrammen etc. teilen muss - also sehr klein dargestellt wird.
- In den Exif-Daten der Raw-Files (mit darktable unter Linux entwickelt) steht neben der verwendeten Brennweite auch der Fokusabstand in Meter. Auch dass kann helfen, Fehlfokussierungen zu erklären (z.B. Minimalabstand unterschritten).
- Im Gegensatz zu Beholder3 finde ich AutoISO mit der Obergrenze der Belichtungszeit sehr praktisch. Ich habe also z.B. 1s/50 als längste Belichtungszeit eingestellt (das hibbelige Kind ist sonst sicher unscharf). Modus is A mit Blende 2.8. Mache ich ein Bild In der Zoom-Position 12mm, wird 1/50tel Sekunde belichtet mit automatischer ISO. Drehe ich den Zoom auf 40mm, verwendet die E-M1 die Fotografen-Regel 1/KB-Brennweite Sekunden, also 1/80tel. Das ist für Zoom-Benutzung sehr komfortabel.
Bei der Pentax nutze ich dafür den TAv-Modus, wo ich die Blende und die Belichtungszeit fest einstelle. Das reagiert dann nicht auf die Änderung der Brennweite des Zooms und hat zusätzlich den Nachteil, dass die Einstellungen für indoor überbelichtete ISO160 Bilder auf dem Spielplatz draußen produzieren (wenn man vergisst umzustellen).
Edit: Wenn das Licht nicht mehr ausreicht, um mit den eingestellten Parametern richtig zu belichten, also die ISO Automatik eigentlich noch höher schalten will als vorgegeben wurde, verhalten sich Olympus und Pentax auch unterschiedlich. Pentax macht dann ein unterbelichtetes Bild und Olympus erlaubt längere Belichtungszeiten (die eigentlich per "Zeit Limit" verboten sind).
- Die E-M1 sieht gut aus und fühlt sich sehr wertig an.
- Der Sucher der E-M1 hat mir gut gefallen. Ich habe leider gar nicht rum probiert, was man da alles an Infos anzeigen lassen kann - da hätte er mich vermutlich noch besser gefallen.
- Während der Videoaufzeichnung können Fotos gemacht werden, und der AF lässt sich auch benutzen (meine Pentax hat keinen AF während der Videoaufnahme)
negativ:
- Größe und Gewicht des 12-40f2.8 (ja, ich weiß - es ist vermutlich mit heutiger Optik nicht kleiner/leichter machbar)
- E-M1 Griffwölbung nach vorne nicht lang/dick genug (Fingerspitzen/Nägel drücken ins Gehäuse). Trotz höheren Gewichts, kann ich die Pentax viel bequemer halten. Die Olympus musste ich nach kurzer Zeit an drei Fingern nach unten baumeln lassen, damit die Hand nicht verkrampft.
- Die Panorama-Funktion hätte Olympus lieber weglassen sollen. Da wird quasi keine Hilfe beim richtig überlappenden Fotografieren der Bilder angeboten, und die Bilder werden auch nicht in der Kamera zusammengerechnet - das soll man selber mit der mitgelieferten Software am Computer machen.
dies und das:
- Das 12-40 sitzt sehr stramm an der Kamera. Man muss also kräftig zupacken, um es anzusetzen oder abzunehmen. Leider bietet das Objektiv gar keinen Halt - ich habe jedenfalls erst mal den Zoom betätigt. Hier wäre evtl. eine Arretierung nützlich. Vor Beholder3s Ausführungen war mir nicht bewusst geworden, dass die Fummeligkeit auch mit der Position des Knopfs zum Lösen des Objektivs zu tun hatte. Wirklich eine komische Design-Entscheidung von Olympus.
- Die Gummi-Abdeckungen der Anschlüsse (USB,...) lassen sich nur bei abgeklapptem Display öffnen. Mich störts nicht, weil ich die Anschlüsse selten brauche. Aber merkwürdig finde ich dieses Detail auf jeden Fall.
- Das Modus-Wahlrad sieht erst mal aus wie bei meiner Pentax. Aber, bei der E-M1 ist es ein Schalter (einmal drücken -> entriegelt, zweites mal drücken -> verriegelt) und bei Pentax ein Taster (zum Entriegeln/Drehen muss er gedrückt werden). Da die Modus-Wahlräder bei beiden Kameras recht stramm gehen, könnte ich auf den Knopf auch ganz verzichten - keine Ahnung, wie die sich unabsichtlich verstellen sollten.
Mein persönliches Fazit:
Die Liste mit positiven Dingen zur E-M1 mit 12-40mm Objektiv ist ja recht lang geworden...
Aber, was soll ich mit einer Kamera, die ich nicht vernünftig halten kann? Ich müsste also eine GH3 oder GH4 mit dem 12-40mm nehmen, weil man die vermutlich besser halten kann (leider haben die keinen Stabi, AutoISO bei M?)?
Die Größen/Gewichtsvorteile gegenüber meiner Pentax sind dann fast schon wieder dahin.
Aber, der AF mit Gesichtserkennung und Touchscreen hat mir bei Olympus wirklich gut gefallen. Das wird beim Pentax K-System vermutlich nie so schnell und gut funktionieren. Die Objektive bei Pentax machen mich auch nicht wirklich an. Da haben aktuelle Objektive noch Stangenantrieb (Akkuschrauber-Sound), sind schnarchlangsam, oder haben zwar nen schnellen, leisen DC AF, aber für mich uninteressante Brennweiten oder Blendenöffnungen...
Die große Auswahl an modernen Objektiven macht das µFT-System auch attraktiv. Ich denke, eine E-M10 mit Pancake-Zoom und Lichtstarker Festbrennweite für Kinderfotos in der Wohnung könnten ein guter Einstieg für mich sein. Mal sehen, was der Sommer so bringt...
Fragen, die leider im letzten Thread nicht mehr gestellt bzw. beantwortet wurden:
1. Wie kann man bei Olympus die grüne Taste in M ersetzen? (Die grüne Taste würde Blende/Belichtungszeit und ISO passend zur aktuellen Lichtsituation einstellen)
2. Beholder3 hatte (glaube ich) den fehlenden TAv-Modus bemängelt. Warum nicht Tav durch M+AutoISO ersetzen?
3. Funktioniert diese E-M1 Zeit Limit (dass bei AutoISO nicht länger belichtet wird, als dieser Wert - die ISO-Stufe wird vorher hoch gesetzt) auch bei E-M10?
PS: Ich würde mich freuen, wenn auch andere Leute, die eine Testkamera probiert haben, ihre Erfahrungen mitteilen.
Zuletzt bearbeitet: