ganz so einfach ist das nicht mit dem r áussprechen können.
die sache ist nämlich die: dahinter steckt kein physisches unvermögen, sondern die gewohnheit, laute stets in einer bestimmten lautumgebung auf eine bestimmte weise auszusprechen - das von kindesbeinen an erlernte und die macht der gewohnheit. das ist das eine.
das andere ist, dass ein laut nicht in jeder sprache derselbe laut ist. man bedenke allein, wie unterschiedlich engländer, deutsche, niederländer, flamen und spanier den laut r aussprechen. die spanier rollen das r beispielsweise hinten im rachenraum, die flamen vorne hinter den zähnen am vordergaumen. das sind ganz unterschiedliche aktionen.
und drittens nimmt jede sprachgemeinschaft laute anders wahr. ein beispiel: das englische th. während der deutsche, der schwierigkeiten mit diesem laut hat, ihn als "s" spricht, wählen englische kinder das "f" als ersatzlaut.
so bleibt als fazit: selbst wenn japaner und chinesen in ihrer sprache einen laut haben, der sich für unsere ohren wie "r" anhört, dann befähigt die tatsache, dass sie diesen laut überhaupt hervorbringen können, sie nicht automatisch dazu, einen vergleichbaren laut in einer anderen lautumgebung zu produzieren.
und genau da liegt das problem der chinesen und japaner: sie haben probleme damit, den für uns selbstverständlichen unterschied zwischen r und l hinzukriegen, ein rein motorisches problem.