ach ja? Interessante These. Sagen wir, du verpasst den Zeitpunkt einer "generellen" Umstellung. Und 3 Jahre später stellst du fest, dass du dich damit jetzt beschäftigen musst, wirds ziemlich mühsam überhaupt das Zeug noch zu finden, welches mit deinen Alten RAWs noch umgehen kann.
Irgendeinen, der mit einem C-Compiler umgehen kann, werde ich sicher auch in 30 Jahren noch finden, wenn ich es selber nicht kann (die physikalische Lesbarkeit meiner Daten setze ich jetzt mal voraus, die ist ja unabhängig vom Format). Und falls es bis dahin noch genügend "Trottel" geben sollte, die es weiter entwickeln, hat sich vieleicht sogar jemand mal damit beschäftig, ein paar herstellerabhängige Tags aus dem RAW sinnvoll auszuwerten. Wenn nicht, wird das Ergebnis immer noch so gut aussehen können wie das aus einem heute nach DNG konvertierten NEF, das aller Hertsellerangaben beraubt wurde.
Mit einem eingebetteten RAW im DNG dafür die Kompaktheit und auch Sicherheit alle Elemente in einer Datei noch zu haben.
Diese Lösung halte ich für die einzig sinnvolle, wenn man sich dafür entscheidet, DNG zu verwenden.
Und die RAW-Entwicklung? Diese wird feinsäuberlich in einer 2ten Datei XMP erstellt. Für was weiss halt niemand.
Daß dies einzig vom RAW-Konverter abhängig ist, hat wohl noch fast niemand bemerkt. Warum ändert CNX2 die NEFs, wenn man die Entwicklung des Bildes ändert? Bibble Pro dagegen legt ein weiteres File ab. Beides hat seine Vor- und Nachteile, leider kann man sowas aber nicht auswählen.
- solange es Opensource gibt, wird man auch exotische Formate lesen können, die heute unterstützt werden
für einen Durchgängigen Workflow wohl eher nicht die gewünschte Vorgehensweise. Zumal man dan mehr damit beschäftigt ist, gängige "Open-Source"-Software zu suchen, welche noch mit dem eigenen RAW umgehen kann.
Einen durchgängegen Workflow habe ich jetzt schon mit RAW/NEF nicht. Das klappt allenfalls mit ein paar ganz wenigen handverlesenen Konvertern, die sich dann in das von mir bevorzugte Bildbearbeitungsprogramm einklinken. Ein eigenständiges Tool kann man zur Not sogar im Quelltext archivieren und es wird in 10-20 Jahren sicher genauso gute (oder schlechte) Ergebnisse liefern wie ein x-beliebiger DNG-Konverter, der Dank der Konvertierung der herstellereigenen Formate auf keine Besonderhieten zurückgreifen kann.
Der Grund für mich, nicht nach DNG zu konvertieren, hat sich seit Jahren nicht geändert:
https://www.dslr-forum.de/showpost.php?p=327980&postcount=33
Einzig die Lösung mit der Einbettung des RAW/NEF in das DNG wäre für mich eine tragbare, die aber noch mehr Platz benötigt.
Außerdem gehen bei der Konvertierung ins DNG-Format die kameraspezifischen Makernotes der originalen Raw-Datei verloren. Diese sind zwar nicht so wichtig, aber manche Leute ergötzen sich einfach daran.
Weisst Du, was da genau verloren geht? Objektiv-Korrektur-Daten sprichst Du ja schon selber an. Diese könnten durchaus im DNG abgelegt werden, nur könnte damit kein "generischer" DNG-Konverter etwas anfangen. Panasonic müsste also einen eigenen DNG-Konverter herausbringen, der diese (zulässige) DNG-Erweiterung auch korrekt auswertet. Aber offensichtlich sind solche Daten (die stehen in der Regel auch in den Makernotes) für Dich ja "nicht so wichtig".
Gruß Bernhard