Hi Amat,
es geht mir nicht darum, ala: "Alta, mach isch disch platt", ganz im Gegenteil.
Ich vertraue grundsätzlich schon beruflich auf den Rechtsstaat, auch wenn
der mich manchmal leider ziemlich zweifeln läßt.
Das nach meiner Auffassung größere Problem ist, weitere User als potentielle
weitere Opfer zu schützen. Schön, wenn User "xyz" gesperrt ist, aber wenn
der sich unter neuem Namen anmeldet, dann ist damit letztlich noch immer
keinem geholfen und die Masche geht unvermindert weiter. Dafür kann man
weder dem Forum an sich die Schuld geben, noch den Mods - die können das
schlicht nicht kontrollieren.
Wenn aber binnen kurzer Zeit 8 Geschädigte in diesem Forum auftauchen,
dann besteht m.E. eine moralische Handlungspflicht, nämlich eine Namhaft-
machung der Person, um weitere Käufer von Überweisungen an den
abzuhalten. Und ich sehe da gar kein rechtliches Glatteis, weil sich hier Dinge
unvereinbar gegenüberstehen, der Datenschutz (der vermeindliche) gegen
das Recht der geprellten und vor allem potentiell zu prellenden Käufer.
Also muss hier Hilfe zur Selbsthilfe her, u.a. damit, dass man solchen Typen
die Maske runterzieht, ihre Nicknames, hinter denen die sich verstecken.
Ich würde solchen Typen auf jeden Fall auf die Bude rücken, allerdings gerad
nicht nach dem Motto "Isch mach disch platt", das ist weder meine Art noch
mein Ansinnen. Dafür gibts ein Wort: "ein normenverdeutlichendes Gespräch".
Und das ist nicht ironisch gemeint, auf Schläge, Drohungen oder sonstwas.
Sondern tatsächlich auf Gespräch und wir machen das oft und mit bleibendem
Erfolg, in vielerlei Angelegenheiten.
Das hilft meist mehr und effektiver, weil es den Täter aus der identitäts-
losen Internetwelt rausreißt und er selbst merkt, plötzlich ein Gesicht zu haben.
Im übrige noch etwas:
Es ist in Deutschland i.d.R. nicht möglich, eine "Strafanzeige zurückzuziehen".
Also sollte man dem Täter auch kein Versprechen machen, ala "wenn Du mir
das Geld zurückgibst, nehme ich meine Anzeige zurück" -> das funzt nicht.
Viele Grüße
TXLRudi