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Tiltobjektiv Sigtagon 28/2,8

bastler3

Themenersteller
Hallo Bastelgemeinede,

ich habe mich nochmals an den Selbstbau eines Tiltobjektives gemacht. Mein früherer Umbau eines Jena T 50/2,8 funktioniert zwar ganz gut, aber für meinen Geschmack ist die Brennweite doch etwas lang und die Linse produziert beim Verschwenken ziemlich viel Koma.

Ziel war eine Brennweite zwischen 24mm und 28mm. In meinem Fundus hatte ich ein Sigma 24/2,8 AF mit ausgezeichneten optischen Eigenschaften aber eine mechanische Katastrophe, weshalb es nur herumlag (hatte dafür mal 60 Euro in der Bucht bezahlt). Ausserdem lag da noch ein Pentagon 29/2,8 herum, optisch nahezu unbrauchbar, aber mechanisch exzellent.

Ausser den beiden Objektiven braucht man noch eine Drehbank (oder jemanden, der eine hat), eine Ständerbohrmaschine, Alureste, Messingblech, Zweikomponentenkleber und etwas Kohlefasergewebe. Dann natürlich noch etwas Fantasie und Geduld.

Die Aufgabe besteht also darin, den Tubus des Sigma mit dem Gehäuse des Pentagon zu verheiraten, und zwar so, dass das Ganze extrem kurz wird, um noch die Schwenkmechanik unterbringen zu können.

Dazu werden beide Objektive erstmal zerlegt. Der Tubus des Sigma ist netterweise ein einziges Stück inclusive Blendenmechanik. Wenn man diesen freigelegt hat, einfach zur Seite legen bis er wieder gebraucht wird. Vorzugsweise deckt man die Linsen mit Discofilm als Schutz ab. Wichtig: Alle Teile des AF-Getriebes aufbewahren!

Das Pentagon wird wirklich in alle Einzelteile zerlegt. Benötigt werden davon nur der Blendeneinstellring und die Gehäuseteile.

Das Bild zeigt den mit dem Innengewinde der Pentagonmechanik verklebten Sigma-Tubus und das, was vom Gehäuse des Pentagon-Objektivs übriggeblieben ist. Die ursprüngliche Gesammtlänge von etwa 45mm ist auf 22mm geschrumpft (incl. Blendenring, derm Bild nicht gezeigt ist). Für Interresenten habe ich wichtige Restlängen der Gewinde eingetragen.

Fortsetzung folgt in Kürze.
 
Das wichtigste Teil zum Verschwenken der Optik habe ich auf einer alten Drehbank hergestellt. Da mit keine Fräsmaschine zur Verfügung steht, war das ein etwas schwieriges Unterfangen.

Zuerst musste aus Schrottteilen eine Aufnahme zur exzentrischen Einspannung des Alublocks gemacht werden. Der 26mm lange Block mit 70mm Duchmesser wurde plangedreht und mit der Aufnahme für das Bajonett des Sigma-Objektives versehen. Dann möglichst weit innen zwei Bohrungen für M6-Schrauben, mit denen der Block dann auf der Drehvorrichtung befestigt wird.

Dann mithilfe der Vorrichtung die Führung für den Schlitten drehen, mit dem das Objektiv später geschwenkt wird.

Keinesfalls bereits jetzt die 40er Bohrung für den Tubus drehen. Die Schlittenführung wird im nächsten Schritt zum Abformen des Schlittens benötigt.

Das Bild zeigt das fertig bearbeitete und eloxierte Teil mit angeschraubtem Bajonett. Die Aussparungen im Innendurchmesser schaffen den benötigten Platz für die Mechanik (Blendensteuerung).
 
Mal eine Frage an die Leser hier:

Wenn ich eine meiner zugegebenermassen etwas aufwändigeren Selbstbauarbeiten hier vorstelle um andere zu animieren, auch mal was auszuprobieren, interresiert das überhaupt jemanden? Oder ist hier bloss unprofessionelles Gebastel gefragt?

Gruss
Bastler
 
Mal eine Antwort an den Autor:

Also ich weiß ja nicht wie das bei anderen Usernb aussieht, aber an Objektiven rumbasteln, die man teuer bezahlt hat, ist mir einfach zu heikel.
deshalb sind deine anleitungen für mich schonmal nix.
aber für risikofreudige menschen, könnte es doch ne gute hilfe sein. Fragt sich nur ob hier so viele risikofreudige Menschen vorhanden sind ;)

Lg ablon
 
Zuletzt bearbeitet:
Also mich interessiert das schon, vor allem die Ergebnisse die anschließend bei rauskommen, bitte weiter machen.

Danke
 
Also ich mach halt mal weiter. Aber vorher @Ablon: Das Sigma hat 60 Euro gekostet, das Pentagon inclusive Versand 5 Euro. Ein Nikon 24mm Tilt/Shift kostet 1700 Euro. Manche Objektive kaufe ich bereits in der Absicht, diese mal irgendwo zu verwursten.

Also jetzt ist die Abdeckung zwischen dem eigentlichen Objektiv und der Kreisbogenführung dran.

Ich hatte meim vorherigen Teil geschrieben, dass die grosse 42mm-Öffnung erst später gemacht werden soll. Grund ist, dass das Gegenstück jetzt erst mal aus Kohlefaser abgeformt werden muss, wobei diese auf das Drehteil auflaminiert wird. Trennmittel aber bitte nicht vergessen.

Nach dem Aushärten ablösen, das teil läft dann praktisch spielfrei auf dem Alublock.

Verbindungsstück zum Objektiv drehen, die Teile mit Epoxydharz verheiraten, fertig.

Jetzt nuch die 42mm-Bohrung in den Al-Block einbringen, Führungsbleche anfertigen wie auf den vorigen Bild, ein bischen bohren und Gewinde schneiden und man kann das Teil erstmal ausprobieren.
 
Hab ich das richtig verstanden ? WEnn man bei dem 29mm Objektiv den Versandpreis abzieht bleibt nix über, sprich es war geschenkt ?
Mit sowas würde ich auch rumwursten ^^
Wo krieg ich sowas ? ^^
lg und schönes wochenende,
ablon
 
@bastler3: bis hierher schon mal ein respektvolles (y)!
Auch wenn ich Deiner Anleitung mangels Werkzeug und vor allem mangels Geschick :angel: nicht nacharbeiten könnte, finde ich die Idee der billigen selfmade-Tiltoptik schlichtweg großartig.(y)(y)(y)
Unbedingt weitermachen, ich brenne auf die Ergebnisse!:)
bozzelbenz
 
Hab ich das richtig verstanden ? WEnn man bei dem 29mm Objektiv den Versandpreis abzieht bleibt nix über, sprich es war geschenkt ?
Mit sowas würde ich auch rumwursten ^^
Wo krieg ich sowas ? ^^
lg und schönes wochenende,
ablon

Nein, nicht ganz richtig: 1,- Euro in der Bucht plus 3,90 Euro für den Versand.
 
Ok, nächster Schritt: wir brauchen eine Blendenmechanik, die in die vorhandeden 1,5mm Platz hineinpasst.

Man braucht jetzt rudimentäre Geometriekenntnisse und Messingblech von 0,7mm Stärke. Die flache Schraube mit dem grossen Kopf stammt aus der Sigma-Objektiv.

Die Befestigung der Rückholfeder für die Blende am Sigma-Tubus wird auf die andere Seite gelegt. Blende muss im Grundzustand geöffnet sein.

Der Übertragungshebel wird von einer Kuliss bewegt, die in den Blendenring des Pentagon-Gehäuses geklebt wird. Bei der Form der Kulisse muss man etwas probieren, etwas zu dick beginnen und dann langsam befeilen bis die Blendendurchmesser möglichst gut stimmen. Ob bei eingestellter Blende 5,6 nun 5,3 oder 5,8 anliegt interresiert mich nicht wirklich.
 
In Ermangelung einer Drehbank wäre ich im Augenblick auch nicht in der Lage, mich an einen Nachbau zu wagen.
Trotzdem mit Sicherheit ein Bauprojekt, das mich - und mit Sicherheit viele andere weitaus mehr fesselt als der 583. Reflektor aus einer Styroporplatte und einer Rettungsdecke.
Bitte weitererzählen, ich hoffe, die beiden finden am Ende zusammen und es gibt ein Happy-End! (y)
 
Also, ich erzähle mal weiter.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Kleinigkeit: ein möglichst spielfreies Getriebe um die Verschwenkung so genau wie möglich einstellen zu können. Voila: siehe Bild.

Entstanden ist es aus den Zahnrädern des Sigma AF und Teilen aus meiner Krabbelkiste. Das Zahnsegment in der grossen Bohrung des Objektivschlittens stammt aus dem Kunststoffzahnkranz des Sigma, im Backofen auf 170°C erhitzt und in der Schablone für das zuvor erwähnte Kohlefaserteil auf den richtigen Radius aufgebogen.

Das Getriebe muss so spielfrei wie nur möglich sein. deshalb sitzt die Antriebswelle ganz auf einer Seite. Von der anderen Seite wird das Getriebe dann mit einer Feder an das Zahnsegment gedrückt, sodass an dieser Stelle immer ein spielfreier Zweiflankeneingriff gegeben ist.

Die Getriebeplatinen wurden übrigens zuerst miteinander verlötet und auf einer ausgesprochen primitiven Ständerbohrmaschine gebohrt. Kleine Tricks sorgen auch hier für weitgehende Spielfreiheit.

Der weissliche Belag auf Getriebe und Schlitten ist übrigens Teflonlack.

Morgen zeige ich euch dann das fertige Objektiv und damit gemachte Beispielbilder.
 
So als Feedback: Auch mich interessieren allerlei "Basteleien". Und soclhe Projekte wie Deins sind einiges spannender als die genannte 583. Reflektorvariante ohne neue Idee.

Nachbauen werd ichs voraussichtlich auch nicht, auf eine Drehbank werd ich wohl leider verzichten müßen. Deshalb hab ich ja auch eine Billig-Variante eines Shift-Objektives.
 
Ich kenne Deine Konstruktion schon. Mein Ziel ist halt immer die bestmögliche Funktion bei noch erträglichem Aussehen.

Habe ja für vergangenen Samstag das fertige Teil versprochen, bin aber noch nicht dazu gekommen, Fotos davon zu machen.

Bastler
 
Mit etwas Verspätung kommen jetzt die Bilder vom fertigen Objektiv. Die Aufnahme der Rückseite zeigt, wie das Getriebe eingebaut ist. Ausserdem erkennt man, dass das Bajonett zwei Raststellungen hat, sodass waagerecht und senkrecht geschwenkt werden kann.

Die seitlichen Abflachungen sind notwendig, um einen möglichst grossen Schwekwinkel zu erreichen, andernfalls kommt das Objektiv schnell mit dem Spiegelkasten in Konflikt.

Was noch fehlt, ist etwas schwarze Farbe auf der kameraseitigen Linsenfassung.

Wenn es dann mal nicht regnet mache ich ein paar Aufnahmen damit zur Demonstration.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin sehr angetan von solch schönen Umbauarbeiten und finde es sehr inspirierend, besonders da ich aus dem "low budget" Fotografen-Segment komme und selbst gern Dinge baue. Danke für deinen Bericht! :)
 
wow bin echt beeindruckt von diesem super eigenbau. leider stehen solche technischen möglichkeiten nicht vielen zur verfügung aber ich finds klasse dass du es mal hergezeigt hast :)
bin gespannt auf beispielbilder. besten gruß
dominik
 
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