AW: Neues zum SIGMA Macro 180/2.8 OS
Daher meine (ernst gemeinte) Frage nach der Begründung / dem Unterschied.
In Summe ist das 150er schon ein sehr guter Kompromiss aus Brennweite und Grösse. Allerdings ist ein Makrofotograf, der öfter mal scheues Getier fotografiert, froh um jeden cm Arbeitsabstand, um nicht früher als nötig unter die Fluchtdistanz seiner Motive zu geraten.
Davon ab eignen sich diese Makros auch gut als "normale" Teleobjektive. Da machen die 30mm erstmal nicht so viel aus, aber wenn man auch über den Konvertereinsatz nachdenkt, dann spreizt sich der Abstand nochmal etwas.
Die etwas längere Brennweite hat bei gleicher Lichtstärke auch etwas mehr Freistellungspotential. Wobei auch hier die Unterschiede nicht eben gewaltig sind.
Mir persönlich wär's auch auf Dauer vermutlich zu gross, mir reicht ein 150er allemal (und warum Sigma nicht mal die Idee von Drop-In Filtern wahrnimmt und auch selbst anbietet, bleibt mir ein Rätsel, hab ich beim 120-300 schon nicht verstanden). Aber jedem das seine. Und ein wenig Auswahl kann ja nicht schaden, ich bin sicher, Sigma wird von der Linse einige los.
Denn es ist nicht nur eine vergrösserte Variante des 150ers, es ist in meinen Augen auch eine durchaus ernstzunehmende Alternative zum Af-S 200/2 VR. Es fehlt zwar eine Blende, aber aus Erfahrung kann ich sagen, dass das 200er bei f/2 nur schwer einzusetzen ist, auf f/2.5 blendet man meist freiwillig ab, um wenigstens etwas Ausdehnung der Schärfe in der Tiefe zu haben. Von 200/2.5 auf 180/2.8 ist kein grosser Schritt bzw. Verlust. Und beide sind APOs (also weitestgehend frei von LoCAs). Gegenüber dem Nikkor ist das Sigma nicht nur bezahlbar, sondern vor allen Dingen auch tragbar.
-- Markus
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