Gast_194966
Guest
Es ist bereits das Maß für Unschärfe.
Man könnte noch die Merklingersche Auflösung im Objektraum dazunehmen. Die ist elegant, weil sie gar nicht von Aufnahme- und Ausgabeformat und Betrachtungsabstand abhängt. In der Fokusebene ist sie null, man kann also idealisiert alles auflösen, egal wie klein. In der doppelten Fokusdistanz ist sie 1x Eintrittspupille, dort sind die Zerstreuungskreise so groß, wie ein Kreis gleich der Eintrittspupille wäre, wenn er scharf abgebildet wäre. In 3x Fokusdistanz ist sie 2x Eintrittspupille usw. usf. In meinem Beispiel oben ist diese Auflösung in großer Entfernung gleich (Fokusdistanz und Eintrittspupille sind beim 200/2,8 je 10x so groß wie beim 20/2,8, in großer Entfernung kürzt sich das raus). Wenn man alle 3 "Kenngrößen" zusammennimmt (Schärfentiefe, Zerstreuungskreise und Merklingersche Auflösung) und deren Abhängigkeiten kennt (und sich was drunter vorstellen kann), bekommt man schon einen ganz guten Eindruck. Die Beschränkung auf nur die Schärfentiefe, wie sie hier immer wieder zu lesen ist, ist jedenfalls irreführend. Merkwürdig, dass fast alle Doofrechner trotzdem nur die berechnen.
Gruß, Matthias