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µFT OM-D. Wer ist von DSLR umgestiegen ?

Nachdem ich hier viel im Vorfeld gelesen und profitiert habe, möchte ich nun meinen eigenen Beitrag leisten.

Vorab: Ich habe nichts valide getestet, meine Schilderungen sind nicht systematisch und ich beziehe mich nur auf einige Aspekte, die für mich relevant sind. Der folgende Vergleich mag an einigen Stellen hinken. Wem das alles zu unprofessionell oder anspruchslos ist, liest vielleicht besser nicht weiter, manch einem könnte es jedoch einige Anhaltspunkte liefern.

Ich vergleiche meine alte DSLR-Immerdrauf-Kombi 5D Mark II + 24-105 L mit meiner neuen Oly OM-D E-M5 zusammen mit Lumix 12-35 bzw. m.Zuiko 12-50. Dabei gehe ich davon aus, dass Lumix und m.Zuiko auf f/4 bzw. f/5,6 abgeblendet werden und das 24-105 L auf f/8.

Thema Handling:
Der Hauptgrund für meinen Systemwechsel war und ist das für mich viel zu hohe Gewicht, welches ich auf teilweise komplizierten Reisen (z.T. alleine unterwegs) mit mir rumschleppte. Da ist meine mFT-Kombi ein wahrer Segen. Allerdings muss ich mich noch an die "Fummeligkeit" der OM-D gewöhnen. Manchmal "vergreife" ich mich, die großzügige Anordnung der 5D und anderer KB-Kameras ist mir noch in Fleisch und Blut.

Thema Haptik
:
Die OM-D fühlt sich genau so wertig an wie die DSLR, da sehe ich keinen Unterschied. Das Lumix kann in dieser Beziehung mit L-Linsen konkurrieren, das 12-50 fühlt sich "billiger" an, macht aber keinen schlecht verarbeiteten Eindruck. Zudem ist es abgedichtet.

Thema Bildschärfe :
Im Folgenden beziehe ich mich auf die Bildschärfe von in ACR entwickelten RAWs bei 100%-Ansicht.

Die "Pixelschärfe" der mFT-Kombi ist bei identischen Schärfungsparametern in ACR der der DSLR-Kombi überlegen. Das entspricht meiner alten 5D, die auch ein Schärfemonster auf Pixelbasis war. Das sind nicht Welten, aber doch wahrnehmbare Unterschiede.

Insbesondere punktet das Lumix klar gegen das 24-105 L und zwar an den Rändern, wo das 24-105 L Probleme bekommt. Zwar ist auch das 12-35 an den extremen Rändern und in den Ecken leicht schwächer als im sagenhaft scharfen Zentrum, aber der Unterschied ist längst nicht so groß wie bei meinem durchaus guten (!) 24-105 L.

Das m.Zuiko leistet das, was man bei einem Kitpreis von 200,- von ihm erwarten darf. Es ist im Zentrum sehr schön scharf, aber an den Rändern dann doch spürbar schlechter als 24-105 und vor allem 12-35. (Für mich ist das 12-50 das ideale Video-Objektiv, nur dafür wollte ich es haben.)

Thema Auflösung:
Dass der Sensor der DSLR höher auflöst als der der Olympus, sieht man in der 100%-Ansicht. Man erkennt es z.B. bei Grasflächen, wo die Olympus nicht ganz so fein differenziert wie die Mark II. Allerdings ist der Unterschied nicht besonders hoch, die Oly ist in der Beziehung z.B. besser als meine "Alt-Kameras", als da wären 20D (kein Wunder), K10D, 40D, 50D, 7D (bin ich mir nicht mehr so sicher).

Thema Rauschen:
Da ich ein klassischer "Schönwetter-Knipser" bin (in den Ländern, in denen ich unterwegs bin, ist meistens von morgens bis abends mehr Licht vorhanden, als mir lieb ist), interessieren mich Dinge wie High-ISO Performance nicht die Bohne. Ich vergleiche die Mark II bei meiner "Arbeits-ISO 100" mit ISO 200 bei der Oly (ist die niedrigste Stufe). Für mich sieht das so aus, dass die Mark II nur marginale Vorteile in den Schatten hat, was ich erstaunlich finde. Dass die 5D Mark II extrem rauscharm ist, ist ein Märchen (das war nicht einmal die 5D, die von manchen als "Rauschwunder" hochstilisiert wurde) oder zumindest viel zu undifferenziert. Die Low-ISO Performance der 5D Mark II lässt durchaus Wünsche offen, insofern hält die Oly insgesamt sehr gut mit. Ein für mich immer unerklärliches Phänomen, nämlich, dass der Bayer-Sensor im dunklen Himmelsblau häufig ein bei 100% wahrnehmbares Rauschen produziert, ist bei der Oly sogar eindeutig besser gelöst. Das (leichte) Rauschen im Himmel der Oly wirkt wesentlich feinkörniger und insgesamt homogener und unauffälliger als das der Mark II.

Thema Dynamik:
Da fehlen mir insgesamt noch Erfahrungswerte. Bei meinen bisherigen "Tests" (oder besser Beobachtungen) konnte ich keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Systemen feststellen. Mein "Lieblingstestmotiv", nämlich Schatten unter Bäumen mit Personen, die im hellen Sonnenlicht mit weißen T-Shirts auf dem Bild sind, ist mir in den letzten Tagen nicht untergekommen. Bezüglich auf den anderen "Klassiker" - weiße Wolken zusammen mit tiefen Gebäudeschatten - konnte ich keine Probleme bei der Oly feststellen. Das wird alles wunderbar in den Lichtern differenziert (kein Clipping) und in den Schatten gibt es auch keine Probleme mit Posterization, komplettem Absaufen oder Ähnlichem.

Thema Software:
Damit meine ich die Benutzerführung in den Menüs etc. Für mich war/ist es in beiden Systemen einfach sich zurecht zu finden. Vieles kennt man aus Erfahrung, völlig egal, ob in Canon-Schreibe oder bei Oly. Ärgerlich bei Oly finde ich die teils nachlässige Deutsch-Übersetzung ("Raum färben" anstatt "Farbraum" z.B.). Das finde ich peinlich und möchte es auch gerne dem Support mitteilen. Vielleicht sollte Oly da mal einen Praktikanten ransetzen, der der deutschen Sprache auch ohne Babelfish mächtig ist.

Thema Kosten:
Hochwertige mFT-Ausrüstung ist teuer. Meine avisierte mFT-Ausstattung liegt locker bei 4500,- EUR. Hochwertige DSLR-Ausrüstung, zu der ich meine ehemalige zähle, ist aber mindestens (!) ebenso teuer, wobei da noch extremere Preisauswüchse bei Speziallinsen zu beobachten sind. (Oder wie wär´s mit der Kombi Mark III + 24-70 II, die alleine die 5000,- EUR Schallmauer locker knackt?! :))

Gar nicht eingegangen bin ich auf Dinge wie Freistellung, Makro, Blitz, Tele, Video etc. Das liegt erst mal daran, dass ich von Oly bislang lediglich die zwei genannten Objektive habe. Das m.Zuiko 75-300 ist im Anmarsch, ebenso das m.Zuiko 45 1.8. Mit beiden Letzteren kann man im Hinblick auf Freistellung und Tele dann Aussagen treffen. Die Makro-Funktion des 12-50 habe ich noch nicht ausprobiert.

Außerdem habe ich noch nicht die Zeit gehabt diese Aspekte genauer zu prüfen. Sie haben für mich nicht Top-Priorität.

Fazit:
Für mich (!) war es unter den genannten Rahmenbedingungen der richtige Wechsel. Ich habe mir Kompaktheit gewünscht und bekommen. Meine neue Fototasche ist so klein...

Gleichzeitig war meine große Sorge, dass die Abstriche in der BQ zu gravierend sein würden, vollkommen unbegründet.

Objektiv betrachtet und ohne das mFT-System zu glorifizieren habe ich den Eindruck, dass da ganz mächtige Konkurrenz für die DSLRs heranwächst. Die OM-D spielt in einer Liga, die anspruchsvolle Amateure wie mich voll zufrieden stellt.

So, für´s Erste genug.

Beste Grüße

Dirk
 
Zuletzt bearbeitet:
@SssnakeDoc: Danke für den Bericht. da sieht man doch, dass du die vielen Threads, die du in den letzten Wochen aufgemacht hast wirklich zur guten Entscheidungsfindung genutzt hast.

Gruß

Hans
 
@SssnakeDoc:
Klasse, ausführlicher, sachlicher und objektiver Bericht!

Vielen Dank!!!
 
Dem schließe ich mich an: Ein nüchterner, nicht beschönigender Bericht. Klasse und Danke!


(P.S.: Wann kommt endlich die "Danke"-Funktion, die andere Foren haben? :angel:)
 
Gleichzeitig war meine große Sorge, dass die Abstriche in der BQ zu gravierend sein würden, vollkommen unbegründet.

Objektiv betrachtet und ohne das mFT-System zu glorifizieren habe ich den Eindruck, dass da ganz mächtige Konkurrenz für die DSLRs heranwächst. Die OM-D spielt in einer Liga, die anspruchsvolle Amateure wie mich voll zufrieden stellt.

Beste Grüße

Dirk

Ja, sehr schön und objektiv geschrieben. Danke dafür.
Zum letzten Satz möchte ich noch anmerken, dass das wohl langsam auch diverse "Fachzeitschriften" so sehen. So gewinnt in einem Test bei Colorfoto die Fuji X-Pro 1, knapp vor der OM-D und der Sony A77. Nikon D300s und Canon 7D müssen sich hinten anstellen. Besonders gelobt wird die Bildqualität der E-M5 in Bezug auf den kleinen Sensor!

Wie sich doch die Zeiten ändern ....
 
Hallo,
danke für den Bericht, finden den auch Top. :top:
Aber er ist IMHO alles andere als Objektiv, sondern ganz im Gegenteil sehr subjektiv und das ist gut so.
Was ich damit meine ist, dass Dirk die Unterschiede immer bezüglich seiner Ansprüche und Bedürfnisse relativiert und ich denke dass dies sehr hilfreich ist, da viele wahrscheinlich ähnliche Ansprüche haben, und nämlich nicht die eines (Semi)Profi-Fotographen, bei denen dann die OM-D evtl. schlechter abschneiden würde, was aber halt für viele überhaupt nicht relevant ist.

Gruss

Knut
 
Besonders gelobt wird die Bildqualität der E-M5 in Bezug auf den kleinen Sensor!
Ja, genau, diese Relation war auch für mich sehr bemerkenswert bzw. überraschend. Da hatte ich mit deutlich größeren Qualitätseinbußen gerechnet.

Heute sind übrigens das m.Zuiko 45 1.8 sowie das m.Zuiko 75-300 gekommen. Da kann ich den Bericht relativ kurz machen:

45 1.8
:
Einfach nur klasse. Abgeblendet auf f/4 bis in die letzte äußerste Ecke knackscharf, da sehe ich im Prinzip keinen Unterschied zum Zentrum. Bei 100% wohlbemerkt. Das sieht sogar bei 200% noch gut aus. :D Offen in der Mitte rattenscharf, an den Rändern gut scharf und in den Ecken etwas weicher.

Insgesamt eine Sahne-Linse, in etwa vergleichbar mit dem ganz feinen Canon 85 1.8 (falls das jemand kennt). Und relativ preiswert, da freut sich der Geldbeutel.

75-300
:
Naja. Vielleicht hatte ich ein schlechtes Exemplar, vielleicht bin ich auch zu kritisch. Bis 150 mm prächtig für ein 4fach (!) Telezoom, nicht so scharf wie 45 oder 12-35 aber gut. Ab 200mm degeneriert es dann aber heftig und zwar nicht nur an den Rändern. Ich habe es zurück geschickt und statt dessen die angekündigte (offensichtliche) Sahne-Linse m.Zuiko 75 1.8 geordert. Die sollte mindestens auf dem Niveau des 45ers sein, wobei besser schon fast nicht mehr geht.

Man erkennt daran auch, dass es für mFT einfach noch nicht so viel Auswahl an Klassen-Linsen gibt. Da ist aber ziemlich Dynamik drin und wird schon jetzt und wohl auch in Zukunft kräftig nachgelegt. Das Konzept von mFT bietet nach meinen bisherigen kurzen Erfahrungenedenfalls jedenfalls eine Menge Potential.

Ach so: Danke für das nette Lob. Freue ich mich drüber. :)
 
Nachdem ich hier viel im Vorfeld gelesen und profitiert habe, möchte ich nun meinen eigenen Beitrag leisten.

Danke, ein guter Vergleich beider Systemwelten.
Die Optik vor dem Body entscheidet letztlich oft mehr die Bildqualität als der eigentliche Body.
Ich habe mir kürzlich das Olympus 9-18mm (Ultraweitwinkel) zur OM-D gegönnt.
Das Objektiv bildet bereits bei offener Blende (f 4) sehr scharf ab.
Die Qualität kann ich im Vergleich zu den DSLR Pendants nicht beurteilen. Col. Foto hat kürzlich verschiedene UWW getestet. Da war das Oly 9-18mm mit 500€ besser als so Macher DSLR Pendant zum doppelten Preis, Gewicht und Volumen.
Bei mir passt die OM-D inkl. 9-18mm in eine richtig kleine Fototasche oder gar in das Seitenfach der Handtasche meiner Frau. Gerade Abends mit Freunden in der Stadt während oder nach einer Party z.B. auf dem Weg zum Bahnhof entstehen oft lustige Bilder mit der OM-D und dem lichtstarken Pana 20mm 1.7 dank der kleinen Transportgrösse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, genau, diese Relation war auch für mich sehr bemerkenswert bzw. überraschend. Da hatte ich mit deutlich größeren Qualitätseinbußen gerechnet.

Heute sind übrigens das m.Zuiko 45 1.8 sowie das m.Zuiko 75-300 gekommen. Da kann ich den Bericht relativ kurz machen:

45 1.8
:
Einfach nur klasse. Abgeblendet auf f/4 bis in die letzte äußerste Ecke knackscharf, da sehe ich im Prinzip keinen Unterschied zum Zentrum. Bei 100% wohlbemerkt. Das sieht sogar bei 200% noch gut aus. :D Offen in der Mitte rattenscharf, an den Rändern gut scharf und in den Ecken etwas weicher.

Insgesamt eine Sahne-Linse, in etwa vergleichbar mit dem ganz feinen Canon 85 1.8 (falls das jemand kennt). Und relativ preiswert, da freut sich der Geldbeutel.

75-300
:
Naja. Vielleicht hatte ich ein schlechtes Exemplar, vielleicht bin ich auch zu kritisch. Bis 150 mm prächtig für ein 4fach (!) Telezoom, nicht so scharf wie 45 oder 12-35 aber gut. Ab 200mm degeneriert es dann aber heftig und zwar nicht nur an den Rändern. Ich habe es zurück geschickt und statt dessen die angekündigte (offensichtliche) Sahne-Linse m.Zuiko 75 1.8 geordert. Die sollte mindestens auf dem Niveau des 45ers sein, wobei besser schon fast nicht mehr geht.

Man erkennt daran auch, dass es für mFT einfach noch nicht so viel Auswahl an Klassen-Linsen gibt. Da ist aber ziemlich Dynamik drin und wird schon jetzt und wohl auch in Zukunft kräftig nachgelegt. Das Konzept von mFT bietet nach meinen bisherigen kurzen Erfahrungenedenfalls jedenfalls eine Menge Potential.

Ach so: Danke für das nette Lob. Freue ich mich drüber. :)

Bilder, Bilder könntest du uns einige zeigen bitte.

Tom
 
Bilder, Bilder könntest du uns einige zeigen bitte.
Ok, Bilder sagen mehr als tausend Worte...

Erst mal nur vom m.Zuiko 45 1.8, es geht hier ja nicht primär um einzelne Objektive, sondern um das Potential der Kamera.

Alle Bilder aus RAW mit ACR, geringe Schärfung (25), ISO 200.

Folgende Bildreihenfolge:

(1) Crop f/4 linke obere Ecke
(2) Crop f/4 rechte obere Ecke
(3) Crop f/5.6 mitte
(4) Crop f/5.6 linke obere Ecke
 
Zuletzt bearbeitet:
So, weiter geht´s, die Reihenfolge ist jetzt leider etwas chaotisch.

(1) f/4 Gesamtübersicht verkleinert auf Forengröße
(2) f/4 Mitte
(3) f/5.6 rechte obere Ecke
(4) f/5.6 unterer Rand

Anmerkung: Das letzte Bild vom unteren Rand ist wirklich der absolute untere Rand. Es stammt nicht aus dem Bild der Gesamtübersicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Letzte Bilder, dieses Mal f/2.8 und f/8

(1) f/2.8 Mitte
(2) f/2.8 rechte Ecke
(3) f/8 Mitte
(4) f/8 linke Ecke
(5) f/8 rechte Ecke

Noch eine Anmerkung zu den Bildern von eben: Da habe ich den Crop aus der Mitte ungünstig gewählt, weil das Teilmotiv dann außerhalb der Schärfeebene liegt. Sieht man bei f/4 z.B. relativ deutlich. Bei f/5.6 dann schon nicht mehr.

Mir ist das mehr als ausreichend. Vor allem finde ich klasse, wie gut die Linse bei f/8 ist, was ja f/16 KB im Hinblick auf Schärfentiefe entspricht und wo Diffraction eigentlich schon eine Rolle spielen sollte (zumindest bei 8). Am besten ist das Glas nach meiner Einschätzung bei 5.6 und 8. Da habe ich persönlich noch nichts Besseres gesehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachdem mir dieses Forum sehr bei der Meinungsbildung geholfen hat erzähl ich auch mal die Beweggründe, die mich zur OM-D geführt haben.

Hintergrund: Meine Frau und ich fotografieren, vor allem im Urlaub, leidenschaftlich gerne, überwiegend Landschaft. Wir sind aber nur Amateure, haben von daher auch nur ein begrenztes Budget. Zwischen 1500 und 2000 Euro für die gesamte Ausrüstung ist die Grenze, darüber hinaus spielt die Regierung und der Geldbeutel nicht mehr mit. Damit kommen hochpreisige Festbrennweiten ebensowenig in Frage wie Vollformat-Sensoren.

Wir sind parallel zu einer analogen Canon SLR (EOS-100, später EOS-5) mit Diafilm zunächst mit der Minolta Dimage A1 Anfang 2004 ins digitale Zeitalter eingestiegen. Wichtig war uns schon immer die volle Bild-Kontrolle, der elektronische Sucher kam uns da sehr zu Gute, der Brennweiten-Bereich war super.

Leider gab es dann aber von Minolta in der Reihe nichts neues mehr, so sind wir 2007 schweren Herzens wieder zu Canon und der EOS 40D zurück, als wir uns entschlossen haben, komplett auf Digital zu gehen. Der Sucher war zwar heller als bei der A1, die Möglichkeit, schon bei der Bildkomposition den späteren Tonwert-Bereich zu sehen, habe zumindest ich aber immer sehr vermisst. Meiner Frau wurde die 40D mit dem 17-55 2.8 schnell zu groß und unhandlich, ausserdem haben wir uns immer um die Kamera gestritten, also bekam sie eine 450D mit dem Kit-Objektiv und war zufrieden.

Als Immerdabei-Kamera kam bei mir dann 2010 eine Powershot S95 dazu. Die ist richtig cool, passt in die Hosentasche und macht passable Bilder, auch wenn ich hier den Sucher oft sehr vermisse und die Bildqualität doch nicht wirklich an die 40D ran kommt. Da blieb die 40D dann tatsächlich auf zwei Urlauben hintereinander ganz daheim, im dritten wurden nur ca. 1/3 der Bilder mit ihr gemacht weil ich oft zu faul war, die große aus dem Rucksack auszupacken.

Mit recht großem Interesse hab ich dann die Entwicklung bei den APS-C Kameras von Sony verfolgt mit ihrem elektronischen Sucher und den guten Sensoren. Irgendwie konnte ich mich aber weder mit den DSLRs (zu groß) noch den NEXen so richtig anfreunden, auch wenn die NEX 7 auf dem Papier schon seehr interessant aussieht. Im Nachhinein glaube ich, dass es einfach am Größenverhältnis zwischen Objektiv und Body liegt. Jemand hat hier im Forum mal den Vergleich mit einer Scheckkarte mit angeflanschtem Objektiv gebracht, der das recht gut beschreibt.

µFT hatte ich dabei ob der kleinen Sensorgröße instinktiv immer ausgeklammert, bis ich vor kurzem hier im Forum in einem Artikel über die NEX 7 einen Verweis auf die OM-D las, und dass die Sensorqualität sehr wohl mit der der aktuellen APS-C-Kameras mithalten kann. Dann hab ich ein Bild einer schwarzen OM-D gesehen und war verliebt. Mensch, die sieht ja wie mein Idol aus Jugendzeiten, die Canon A-1 aus. Ist die schick! Dann Test-Berichte ohne Ende gelesen, hier die entsprechenden Threads durchkämmt und nach kurzer Zeit stand der Entschluss fest: Die oder ihr Nachfolger wird es. Nebenbei hab ich festgestellt, dass ich für die 40D mit dem 17-55er Zoom noch ein erkleckliches Sümmchen bekomme, der Zeitpunkt zu wechseln jetzt also gar nicht so schlecht ist.

Seit letzter Woche befindet sich die OM-D jetzt in meinem Besitz und ich bin immer noch begeistert, auch wenn sie natürlich ein paar kleine Schattenseiten hat. Um jetzt ganz konkret auf die Frage des Threads ein zu gehen. Was hat mich genau zum Umstieg bewogen?

  • Der elektronische Sucher. Vielleicht nicht so hochauflösend wie bei der NEX 7 aber für meine Bedürfnisse ausreichend. Endlich sehe ich das Bild beim Komponieren schon wieder halbwegs so, wie es dann auf der Speicherkarte landet. Mag sein, dass es in der Zukunft noch bessere geben wird, aber den hab ich jetzt.
  • Die Sensor-Qualität. Für meine Zwecke sind die 16 MP genau richtig und mit dem Kit-Zoom komme ich erst mal eh nicht in die Situation, den Sensor zu überfordern :lol:
  • Die Mischung aus Retro-Optik und Größe. Endlich kann ich wieder eine gscheide Kamera bedenkenlos mit zum Wandern nehmen. Und schick schaut sie obendrein aus, auch mit dem Kit-Objektiv. Interessanterweise fasst sie sich für mich besser an als die EOS 450D meiner Frau, da hing mir immer der kleine Finger der rechten Hand unten raus, die OM-D greife ich mit abgewinkeltem Ringfinger und gut ist es.
  • Die Konfigurations-Möglichkeiten. Ich hab sicher noch nicht alle Möglichkeiten ausgelotet, aber zumindest in meinem bevorzugten A-Programm gefällt es mir sehr, dass ich Blendenverstellung und Belichtungskorrektur so auf den Rädern verteilen kann wie es mir gefällt. Bei den anderen Einstellungen bin ich noch am Spielen, ich bin mir aber sicher, dass die Kamera im Endeffekt das macht was ich wirklich will und nicht, was sich jemand ausgedacht hat, was ich denn eigentlich wollen soll.
  • Hab ich den EVF schon erwähnt?;)

Was ist jetzt mit den anderen Features?
  • Filmen werden wir sicher ausprobieren, auch wenn ich da nicht so talentiert bin. Jetzt haben wir jedenfalls ein Gerät, das da auch noch gut aussieht.
  • Die sagenhaften Edel-Optiken von Olympus oder gar Leitz bleiben aus Kostengründen erst mal aussen vor. Ein Tele wird sicher demnächst kommen. Vielleicht leisten wir uns irgend wann mal auch noch ein 17er und haben dann eine wirklich kleine und leistungsfähige Packung für Unterwegs und das klassische leichte Weitwinkel, mit dem ich bis Mitte der 90er mit der Balda CA 35 eh alles photographiert habe.
  • Der Wetterschutz ist sicher gerade beim Wandern interessant, war aber ein Goodie und nicht ausschlaggebend für uns Schönwetter-Photographen.
  • Die hochgelobte Oly-JPEG-Engine und die X Motiv-Programme mögen ja ganz schön sein, uns kommt aber eh alles RAW auf die Karte, brauchen wir also nicht.
  • alles was ich jetzt vergessen habe kann also nicht so wichtig gewesen sein :)

Wie gesagt, Schattenseiten gibt es auch ein paar, die sollen nicht verschwiegen werden:

  • Die durchgehende Blende 2.8 am Canon 17-55 war schon schick. Ich hoffe, sie hinreichend mit der höheren Empfindlichkeit des Sensors der OM-D kompensieren zu können, bei den Freistellungs-Möglichkeiten bin ich mir noch nicht sicher, ob mich das stört.
  • Auch die OM-D hat kein Tiefenschärfen-Programm wie die analogen EOSen. Wer das nicht kennt: Man legt den Bereich im Bild fest, der scharf werden soll, indem man zwei Punkte im Nah- und Fernbereich anfokussiert, die Kamera stellt dann den Fokus und die Blende so ein, dass alles dazwischen scharf wird. Nachdem das aber offensichtlich inzwischen kein Hersteller mehr anbietet kann man Olympus nur beschränkt einen Vorwurf machen, obwohl ich partout nicht verstehe, warum es sowas nicht mehr gibt. Schließlich hat die Kamera wirklich alle Parameter zur Verfügung, das auszurechnen und einzustellen.

Wenn ich mir den Sermon jetzt noch mal durchlese, ist das Alles sehr subjektiv, mir macht die Kleine in Summe einfach sehr viel Spaß.

Joe
 
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