Wanderdüne
Themenersteller
Das 80-200 hab ich auch. Dessen Fokusproblem ist vergleichsweise lächerlich gering im Vergleich zu meinen Sigma-Erfahrungen.Andreas H schrieb:Auch wenn ich ein Freund von Verschwörungstheorien bin, an diese glaube ich nicht.
Das liegt daran daß ich eine D50 habe, die genau mit den gleichen Objektiven funktioniert (oder nicht funktioniert) wie meine D70. Bisher hatte ich bei insgesamt ca. 20 verschiedenen AF-Objektiven von Nikon und Sigma nur mit zwei Objektiven AF-Probleme: mit dem Nikon AF 80-200 ED (AF-Problem im Nahbereich) und mit dem Sigma 135-400. Beim Nikon ist es ein bekanntes Problem. Beim Sigma habe ich vier verschiedene Objektive an drei verschiedenen Kameras probiert, immer mit dem gleichen Ergebnis. Sigma war in dieser Sache absolut nicht hilfreich ("kann nur an der Kamera liegen").
Stimmt, Weitwinkel sind kritischer. Wenn aber 2.8/28D und 2.8/24 (beides original) einwandfrei bei Offenblende scharf sind, und das Sigma 1.8/28er erst bei Blende 8 (!) brauchbar wird kanns an der Kamera eigentlich nicht liegen.Andreas H schrieb:An Deiner Stelle würde ich zunächst den AF der Kamera prüfen lassen. Das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch und dann hat man wenigstens eine Komponente der man vertrauen kann. Eine Dejustage der Kamera muß sich merkwürdigerweise nicht bei allen Objektiven gleich stark zeigen. Grundsätzlich trifft es Weitwinkel mehr als Teles, im Nahbereich stärker als im Fernbereich. Zusätzlich sind aber wohl einige Objektive kritischer als andere.
Andreas H schrieb:Das Problem kann auch an Abbildungsfehlern der Objektive liegen. Der AF arbeitet mit einem Strahlenteiler der zwei Strahlengänge abgreift (ähnlich einem Schnittbildindikator). Die D50 nimmt dabei Strahlengänge die einem auf ca. 5,6 abgeblendeten Objektiv entsprechen. Ältere analoge Kameras könnten auf eine größere Blende abgestimmt sein (der Trend zu den superlichtschwachen Objektiven ist ja noch nicht so alt).
Die AF-Systeme waren von Anbeginn an auf 5,6 ausgelegt
Analoge haben einen Vorteil durch den fehlenden crop und damit den größeren zulässigen Zerstreuungskreisdurchmesser.Andreas H schrieb:Wenn ein Objektiv seinen Fokus beim Abblenden verschiebt, dann ist die analoge Kamera deshalb u. U. näher dran als die D50.
Ich rede von größeren Abweichungen.Andreas H schrieb:Kleinere Fokusabweichungen kann es durchaus geben.
Mag sein, das es gut funktionierende Sigmas gibt. Ich hatte auch mal ein Sigma UC 4-5,6/70-210, auch uralt. Das war beim fokuschart einwandfrei. Leider habe ich damit "in real life" kaum ein scharfes Foto hinbekommen...Andreas H schrieb:Alle "normalen" Abweichungen liegen aber bei meinen Kameras und meinen Objektiven in einem so engen Bereich daß das anvisierte Objekt bei Offenblende noch in der Schärfenzone liegt. Und das gilt für meine Nikon und Sigma Objektive.