oakster
Themenersteller
Hallo Fotofreunde,
ich habe heute mein neues Sigma 18-200mm F3.5-6.3 DC erhalten (für Canon). Dies ist die "billigere" Variante des 18-200 ohne Bildstabilisator. Bei diesem Objektiv ging es mir nicht wirklich um beste Bildqualität sondern mehr darum ein universales Immerdrauf für alltägliche Schnappschüsse zu haben.
Soweit so gut, das Objektiv macht auch einen recht guten Eindruck, was die Verarbeitung angeht. Soweit alles prima.
Ich hab dann einfach mal mein Stativ hingestellt und wollte dann doch die Bildqualität des 18-200 im Vergleich zu meiner Kombination aus Canon 18-55mm IS (das neuere Kitobjektiv) und Sigma 55-200mm testen. Der Gedanke: Wenn das 18-200 in etwa die gleiche Bildqualität hat wie die beiden anderen Objektive, dann könnt ich die auch verkaufen. Wenn's auf richtig gute Bildqualität ankommt würde ich eh die Festbrennweiten nehmen. Es geht hier wie gesagt nur ums Schnappschussobjektiv.
Nun, in der Bildqualität gibt es tatsächlich ein paar kleine Unterschiede, die aber nicht sooooo ins Gewicht fallen, wenn man bedenkt wie billig diese Objektive sind.
ABER:
Während des Tests ist mir etwas absolut Bizarres aufgefallen, das ich hier gerne diskutieren würde. Ich habe mit dem 18-200 vom Stativ Aufnahmen bei 18, 50, 55, 135 und 200mm gemacht. Aus jeweils exakt den gleichen Positionen hab ich mit dem Canon 18-55 Aufnahmen bei 18 und 50mm gemacht, mit dem Sigma 55-200 bei 55, 135 und 200mm. Damit wollte ich eigentlich die Bildqualität bei bestimmten Standardbrennweiten vergleichen.
Heraus kam etwas viel Dramatischeres! Es geht hierbei um die Blickwinkel bzw. Bildausschnitte.
Bei 18 und 50mm stimmen die Bilder vom 18-200 und vom Canon 18-55 recht genau überein. Doch sobald es in die längeren Brennweiten geht, tut sich auf einmal eine groteske Schere auf.
Das manifestiert sich so, dass das 18-200 bei 200mm einen Blickwinkel abbildet, dem man beim 55-200 schon bei weniger als 135mm erreicht!! Zwischen 135 und 200mm besteht beim 18-200 beinahe gar kein Unterschied im Bildausschnitt. Das 55-200 ist bei 200mm dagegen DEUTLICH weiter eingezoomt!
Ich hab an diesen Beitrag eine Collage mit den Vergleichsbildern angehängt, damit ihr euch die Diskrepanz mal anschauen könnt. Das Motiv ist sicherlich kein adäquater Testchart für Objektiv-Reviews, aber hier geht es ja nur um die Bildausschnitte.
Hat jemand vielleicht eine Erklärung, was es damit auf sich hat?
Ich hatte mir gedacht, ob das 18-200 vielleicht die Brennweitenverlängerung von 1.6 bei Canon-Kameras (50D in diesem Fall) berücksichtigt. Das würde den Effekt bei den langen Brennweiten erklären (200mm geteilt durch 1.6 wäre 125). Und 200mm beim 18-200 sehen 125mm beim 55-200 auch verdammt ähnlich.
Aber für den kurzen Brennweitenbereich stimmt das halt wieder nicht. Denn die 18mm-Einstellung bildet ganz eindeutig 29mm ab, so wie man das nach Multiplikation mit 1.6 erwartet. Ich hab auch das Sigma 10-20mm, mit dem man das gut vergleichen konnte.
Auf der anderen Seite beziehen sich die Angaben beim 55-200mm auch ganz eindeutig auf Vollformat-Werte, was ein Vergleich mit einem per Adapter angeschlossenen Zeiss 135mm zeigte. Zeiss 135mm und Sigma 55-200 bei 135mm zeigen exakt den gleichen Bildausschnitt.
Was ist also hier passiert? Ist das bei allen Superzooms so, dass sie in Wirklichkeit gar nicht so weit zoomen wie draufsteht?! Bei kleinen Unterschieden würde ich ja nix sagen. Aber dieses 18-200, das ich hier habe zoomt ja in Wirklichkeit nur 18-125mm!! Das wäre natürlich eine absolut inakzeptable Größenordnung und würde an Betrug grenzen.
Oder ist vielleicht dieses Exemplar des 18-200 falsch konstruiert?! Auch das wäre ja ein ganz schön krasser Ausreißer!!
Ich hoffe, jemand von euch hat vielleicht eine Idee dazu.
Vielen Dank für eure Mühe!
ich habe heute mein neues Sigma 18-200mm F3.5-6.3 DC erhalten (für Canon). Dies ist die "billigere" Variante des 18-200 ohne Bildstabilisator. Bei diesem Objektiv ging es mir nicht wirklich um beste Bildqualität sondern mehr darum ein universales Immerdrauf für alltägliche Schnappschüsse zu haben.
Soweit so gut, das Objektiv macht auch einen recht guten Eindruck, was die Verarbeitung angeht. Soweit alles prima.
Ich hab dann einfach mal mein Stativ hingestellt und wollte dann doch die Bildqualität des 18-200 im Vergleich zu meiner Kombination aus Canon 18-55mm IS (das neuere Kitobjektiv) und Sigma 55-200mm testen. Der Gedanke: Wenn das 18-200 in etwa die gleiche Bildqualität hat wie die beiden anderen Objektive, dann könnt ich die auch verkaufen. Wenn's auf richtig gute Bildqualität ankommt würde ich eh die Festbrennweiten nehmen. Es geht hier wie gesagt nur ums Schnappschussobjektiv.
Nun, in der Bildqualität gibt es tatsächlich ein paar kleine Unterschiede, die aber nicht sooooo ins Gewicht fallen, wenn man bedenkt wie billig diese Objektive sind.
ABER:
Während des Tests ist mir etwas absolut Bizarres aufgefallen, das ich hier gerne diskutieren würde. Ich habe mit dem 18-200 vom Stativ Aufnahmen bei 18, 50, 55, 135 und 200mm gemacht. Aus jeweils exakt den gleichen Positionen hab ich mit dem Canon 18-55 Aufnahmen bei 18 und 50mm gemacht, mit dem Sigma 55-200 bei 55, 135 und 200mm. Damit wollte ich eigentlich die Bildqualität bei bestimmten Standardbrennweiten vergleichen.
Heraus kam etwas viel Dramatischeres! Es geht hierbei um die Blickwinkel bzw. Bildausschnitte.
Bei 18 und 50mm stimmen die Bilder vom 18-200 und vom Canon 18-55 recht genau überein. Doch sobald es in die längeren Brennweiten geht, tut sich auf einmal eine groteske Schere auf.
Das manifestiert sich so, dass das 18-200 bei 200mm einen Blickwinkel abbildet, dem man beim 55-200 schon bei weniger als 135mm erreicht!! Zwischen 135 und 200mm besteht beim 18-200 beinahe gar kein Unterschied im Bildausschnitt. Das 55-200 ist bei 200mm dagegen DEUTLICH weiter eingezoomt!
Ich hab an diesen Beitrag eine Collage mit den Vergleichsbildern angehängt, damit ihr euch die Diskrepanz mal anschauen könnt. Das Motiv ist sicherlich kein adäquater Testchart für Objektiv-Reviews, aber hier geht es ja nur um die Bildausschnitte.
Hat jemand vielleicht eine Erklärung, was es damit auf sich hat?
Ich hatte mir gedacht, ob das 18-200 vielleicht die Brennweitenverlängerung von 1.6 bei Canon-Kameras (50D in diesem Fall) berücksichtigt. Das würde den Effekt bei den langen Brennweiten erklären (200mm geteilt durch 1.6 wäre 125). Und 200mm beim 18-200 sehen 125mm beim 55-200 auch verdammt ähnlich.
Aber für den kurzen Brennweitenbereich stimmt das halt wieder nicht. Denn die 18mm-Einstellung bildet ganz eindeutig 29mm ab, so wie man das nach Multiplikation mit 1.6 erwartet. Ich hab auch das Sigma 10-20mm, mit dem man das gut vergleichen konnte.
Auf der anderen Seite beziehen sich die Angaben beim 55-200mm auch ganz eindeutig auf Vollformat-Werte, was ein Vergleich mit einem per Adapter angeschlossenen Zeiss 135mm zeigte. Zeiss 135mm und Sigma 55-200 bei 135mm zeigen exakt den gleichen Bildausschnitt.
Was ist also hier passiert? Ist das bei allen Superzooms so, dass sie in Wirklichkeit gar nicht so weit zoomen wie draufsteht?! Bei kleinen Unterschieden würde ich ja nix sagen. Aber dieses 18-200, das ich hier habe zoomt ja in Wirklichkeit nur 18-125mm!! Das wäre natürlich eine absolut inakzeptable Größenordnung und würde an Betrug grenzen.
Oder ist vielleicht dieses Exemplar des 18-200 falsch konstruiert?! Auch das wäre ja ein ganz schön krasser Ausreißer!!
Ich hoffe, jemand von euch hat vielleicht eine Idee dazu.
Vielen Dank für eure Mühe!