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Abkürzungen für Objektive

  • Themenersteller Themenersteller Gast_22326
  • Erstellt am Erstellt am

Gast_22326

Guest
Hallo ihrs,

ich wollte mich ein wenig schlau machen und demnächst ein neues Objektiv für meine 350d kaufen. Ich habe mich im Internet umgesehen und stoße bei den Objektiv-Beschreibungen auf eine Menge Abkürzungen und Begriffe, die ich nicht verstehe :(

Kann mir jemand helfen und vielleicht ein paar Erläuterungen dazu geben? Vielleicht auch mit einem Hinweis, ob eine Begrifflichkeit (wie z. B. "Aspherical") eher auf gute oder schlechte Qualität oder vielleicht auf einen ganz bestimmten Anwendungszweck hinweist?

Ich liste hier mal ein paar Objektive/Begriffe auf und unterstreiche, was mir unklar ist:
- Tamron AF 28-200 mm 1:3,8-5,6 LD Aspherical (IF) Super
- Tamron AF 70-300mm F/4-5,6 LD Macro 1:2
- Tamron SP AF 17-35mm F/2.8-4 Di LD
- Gruppen - Elemente 11-14 (Was ist gut, mehr oder weniger?)
- Anzahl Blendenlamellen 7 (Was ist gut, mehr oder weniger?)
- Spiegel-/Linsentele
- Abbildungsmaßstab 1:1 (Was hat es damit auf sich?)
- Canon EF 16-35mm 1:2.8L USM (Ultraschallmotor? Ist der besonders schnell/leise?)

Ohne das Verständnis, was all diese Dinge bedeuten, fühle ich mich bei einer Suche bei Ebay völlig überfordert ;-)

Vielen Dank,
Thomas
 
der abbildungsmassstarb bedeutet das wenn dein objekt 1 zu 1 auf den chip übertragen wird...ach bei marco 1:2 ist das selbe...marco ist soweit ich weiß bis 1:10 also das teil was man photographiert hat auf dem chip die 10tel der größe ..

alle deine objektive sollten linse objektive sein...es gibt ausnahmen wie die "russentonne"...welche manuel scharf gestellt werden haben eine festeblende und die qualli ist net so prall

usm ist von canon und bedeutet ultraschalmotor war bedeutet das der af sehr sehr schnell ist



denn rest weiß ich net wirklich da sollten die lieber die pros aus dem forum helfen...du findest aber glaube ich auch alles mit der suche...jedenfalls das meiste
 
Moin,

viele dieser Kürzel werden auf den entsprechenden Herstellerseiten erläutert, beispielsweise bei Tamron, wo Du DI, SP, IF und LD findest

Für Sigma sind die Abkürzungen auf dieser Seite erklärt

Eine weitere Übersicht der gebräuchlichsten Abkürzungen findet sich auf Traumflieger.de


Abbildungsmaßstab:
wenn 1cm in der Realität auch genau 1cm auf dem Sensor entspricht, dann spricht man von einem Abbildungsmaßstab von 1:1. Streng genommen beginnt dort dann auch erst der Macrobereich. Viele Hersteller nehmen das aber nicht so genau und benennen ihre Objektive mit dem Zusatz Macro, obwohl diese nur 1:2 oder 1:4 erreichen.

Gruppen - Elemente:
Manche Objektive erfordern sehr komplexe Konstruktionen, andere können einfacher aufgebaut werden. Ausschlaggebend ist eher das, was am Ende herauskommt, und das kann unabhängig von den verbauten Glasmengen sehr gut bis ziemlich schlecht sein ;)

Dieser Beitrag ist sehr lesenswert!
 
Vielen Dank schonmal für die Antworten.
Einige Abkürzungen sind also Herstellerspezifisch. Da werde ich mich dann bei den Herstellern mal umschauen.
Danke für die Hinweise auf andere Threads und Seiten, die werde ich natürlich auch lesen :)
Die Erklärung zum Abbildungsmaßstab hat mir schon weiter geholfen, jetzt verstehe ich, was damit gemeint ist.

Eine Frage fällt mir in dem Zusammenhang noch ein: Ich hätte gern ein Objektiv, an dem beim fokussieren das Filtergewinde nicht mitdreht (nennt man das innenfokussierend?). Kann ich eine solche Eigenschaft irgendwie an der Modellbezeichnung erkennen?

Danke nochmal,
Thomas
 
DreamForce schrieb:
- Anzahl Blendenlamellen 7 (Was ist gut, mehr oder weniger?)
- Spiegel-/Linsentele

- Die Zahl der Blendenlamellen bestimmt die Art des Bokeh - also, wie schön der unscharfe Bereich aussieht. Mehr Lamellen sind hier besser. Das Tamron 90 hat 9 Lamellen und ein sehr schönes Bokeh.
- Ein Spiegeltele hat z.B. ein absolut grauenhaftes Bokeh wegen des Fangspiegels. Dafür ist der scharfe Bereich meistens schärfer, weil nur ganz wenige Linsen das Licht "bremsen".
 
Eine Frage fällt mir in dem Zusammenhang noch ein: Ich hätte gern ein Objektiv, an dem beim fokussieren das Filtergewinde nicht mitdreht (nennt man das innenfokussierend?). Kann ich eine solche Eigenschaft irgendwie an der Modellbezeichnung erkennen?

Richtig, das nennt man Inennfokussierend. Dabei verändert sich auch nicht die Länge des Objektivs beim Fokussieren. Das 70-200 F4 L USM ist z.B. so eins.
An der Modellbezeichnung kann man das meines Wissens nach nicht erkennen.
 
Hallo

DreamForce schrieb:
und stoße bei den Objektiv-Beschreibungen auf eine Menge Abkürzungen und Begriffe, die ich nicht verstehe :(
Ein grosser Teil davon ist Marketing. Die beiden wichtigsten sind:

- Brennweite: Wird in mm angegeben. Aus der Brennweite und der Grösse des Aufnahmemediums ergibt sich der Bildwinkel (mehr dazu hier )
- Lichtstärke: Wird in Form der grössten einstellbaren Blendenzahl angegeben (näheres ebenfalls unter dem obigen Link)

Allenfalls durch das Wort "Macro" oder "Micro" angedeutet ist die Fähigkeit, auch Dinge nahe vor der Linse aufnehmen zu können. Wie andere gesagt haben, sind die Begriffe nicht wirklich festgelegt. Ich habe gelernt: 1:10 bis 1:1 = Makro, 1:1 bis 10:1 = Mikro. Aber Nikon z.B. handhabt das genau umgekehrt ... Falls die Naheinstellung ein Kaufkriterium ist, unbedingt im Datenblatt zum Objektiv den genauen Wert der Naheinstellgrenze bzw. den max. Abbildungsmassstab nachlesen.

Aus diesen drei Werten (Brennweite, Lichtstärke, Naheinstellung) eines Objektivs lässt sich (mit etwas Erfahrung :o )ableiten, welche Art von Aufnahmen prinzipiell damit möglich sind, und welche nicht.

Der Rest der Bezeichnungen zeigt spezielle Features bzw. Konstruktionsmerkmale an, wobei jeder Hersteller wieder eigene Kürzel verwendet. Je länger, je mehr. Das wird z.T. auch marken- und patentrechtliche Ursachen haben. Die wichtigsten Gruppen:

Dann gibt's noch eine Reihe von Kürzeln, die mit der "Optimierung" für Digitalkameras zusammenhängen.

Spezielle Vergütung, aber für Vollformat ausgelegt:
Sigma: DG
Tamron: Di
Die Originalhersteller hatten diese Nachbesserung nicht nötig, haben deshalb auch kein entsprechendes Kürzel.

NUR für Crop-Kameras:
Canon: EF-S (nur für 300D/350D/20D/30D)
Nikon und Tokina: DX
Pentax: DA
Sigma: DC (leicht zu verwechseln mit "DG" ...)
Tamron: Di II (verwirrend, da "Di" für Vollformat steht ...)

Eingebaute Verwacklungsdämpfung:
Canon: IS
Nikon: VR
Minolta: AS (im Gehäuse, nicht im Objektiv)
Sigma: OS
Panasonic: OIS

Ultraschallmotoren für den AF:
Canon: USM
Sigma: HSM
Nikon: AF-S
Sind für Menschen fast unhörbar, entwickeln recht viel Kraft und Tempo und stoppen auch sehr schnell und präzise - wenn es ringförmige Motoren sind. Zumindest bei Canon gibt's noch den sog. "Micro-USM", ein kleiner Ultraschallmotor, der die Linen über ein Getriebe verschiebt. Ist leiser, aber ansonsten kaum besser als herkömmliche Antriebe.

Innenfokussierung wurde schon angesprochen, heisst meistens "IF", wird aber selten explizit angegeben.

Dann gibt's die Bezeichnugen für spezielle Linsen, die gerne als Leistungsmerkmal hervorgehoben werden:

- Asphärisch (in versch. Abkürzungen) heisst, dass Linsen eingebaut sind, bei denen mindestens eine Fläche eine Wölbung mit wechselndem Radius aufweist. Solche sind teurer in der Herstellung als die üblichen sphärischen Linsen (Wölbung mit konstantem Radius). Damit lassen sich Abbildungsfehler zum Rand hin verringern, was man zur tatsächlichen Qualitätssteigerung verwenden kann, oder für mittelmässige Leistung bei besonders kompaktem Design.

- "(etra) low dispersion": ED, L, LD etc.
Normales Glas bricht die Farben des Lichts auf wie ein Prisma. Besonders bei langen Brennweiten führt das zu starken Unschärfen, weshalb man dort gerne ein, zwei Linsen aus speziellem Glas einbaut, die das Lichtspektrum weniger stark auffächern. Mittlerweile kommen solche Gläser auch bei Weitwinkeln vor, da sich damit auch die Probleme im Randbereich von Weitwinkeln beheben lassen.
Zuweilen verbirgt sich die Minimierung von Farbfehlern hinter dem Kürzel "APO" (apochromatische Korrektion = alle Farben treffen sich im gleichen Punkt). Wobei Sigma den Begriff deutlich weiter auslegt als z.B. Minolta oder Leica ...

Das Alles bitte nicht verwechseln mit "XR" (Tamron) u.ä, das für einen besonders hohen Brechungsindex steht, womit sich kompaktere und leichtere Objektive herstellen lassen. Die dabei entstehenden Farbfehler (Brillenträger dürften wissen, was das heisst) müssten dann andersweitig eliminiert werden ...

Den Buchstabensalat gibt's vor allem bei den Fremdherstellern wie Sigma und Tamron, die wenig Kundenvertrauen voraussetzen können und deshalb möglichst alle Eigenschaften ihrer Linsen hervorheben. Im neuen EF-S 2.8/17-55 IS von Canon sind auch 2 Asphären und 2 oder 3 LD-Linsen verbaut, ohne dass sie es auch nur mit einem "L" kennzeichnen würden. Auch das EF-S 3.5-4.5/10-22 verfügt über Asphären und Spezialgläser ...

Wie gesagt: Man kann spezielle Linsen einsetzen, um besonders hohe Qualität zu erreichen, oder durchschnittliche Qualität bei kompakten Abmessungen oder hoher Lichtstärke.
Tests, Beispielbilder und Erfahrungswerte (z.B. hier im Forum) sind die bessere Informationsquelle zur Leistungsfähigkeit von Objektiven, als der Buchstabensalat.

DreamForce schrieb:
- Gruppen - Elemente 11-14 (Was ist gut, mehr oder weniger?)
Das lässt sich so nicht sagen. Eigentlich wären weniger Linsen besser, aber zur Lösung gewisser optischer Probleme brauchts eben mehr Glas. Ein Zoom hat in der Regel mehr Linsen als eine Festbrennweite. Weitwinkel lassen sich wegen der grossen Distanz zum Chip (es muss ja ein Schwingspiegel dazwischen) nicht direkt fokussieren, sondern brauchen zusätzlich eine mehrlinsige Fokussiereinheit; dasselbe gilt für die Innenfokussierung.
Entscheidend sind die Qualität der Objektivrechnung und die Enge der Fertigungstoleranzen, nicht die Anzahl Linsen.

DreamForce schrieb:
Ohne das Verständnis, was all diese Dinge bedeuten, fühle ich mich bei einer Suche bei Ebay völlig überfordert ;-)

Ich würde empfehlen, erst mal diese Threads zu lesen:
https://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=11715
https://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=23363
Dann entscheiden, welche Sorte von Objektiv Du gerne hättest (vor allem: für welchen Zweck!) und wieviel Du auszugeben bereit bist. Dann kannst Du mit einer engeren Auswahl von Modellen hier im Forum nach Infos und auf Ebay oder wo auch immer nach Angeboten suchen.

Gruss Tinu
 
- Asphärisch (in versch. Abkürzungen) heisst, dass Linsen eingebaut sind, bei denen mindestens eine Fläche eine Wölbung mit wechselndem Radius aufweist. Solche sind teurer in der Herstellung als die üblichen sphärischen Linsen (Wölbung mit konstantem Radius). Damit lassen sich Abbildungsfehler zum Rand hin verringern, was man zur tatsächlichen Qualitätssteigerung verwenden kann, oder für mittelmässige Leistung bei besonders kompaktem Design.

Hallo,
ich hab mal eben einen Strahlengangsimulator programmiert um die Wirkung der asphärischen Oberfläche zu simulieren, denke die Bilder sind selbsterklärend (sie wurden nicht getrickst sondern sind die faktischen Strahlengänge. Man kann die Abweichung vom Brennpunkt für jeden Punkt der Linsenoberfläche berechnen und nullsetzen, dadurch erhält man eine inhomogene Differentialgleichung erster Ordnung, die, wie ich "experimentell" ermittelt habe durch einen sphärischen Anteil und eine e-Funktion erfüllt wird, was mit Parametereingabe und trial and error echt nicht ohne ist ;) )


noch was zu
Bokeh:

wenn man sich eine Bildebene etwa 50 Pixel hinter dem Brennpunkt anschaut, kann man vermuten, dass zum Rand hin mehr Strahlen verlaufen, dies führt dann zu einem sogenannten Nisen-Bokeh ( http://www.vanwalree.com/optics/bokeh/ye.jpg ), da die Strahlungsdichte radialsymmetrisch ist
 
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