Gast_163781
Guest
Hallo,
nach monatelangen Recherchen und vielen Fragen hier im Forum (danke für alle geduldigen Antworten!) schlage ich demnächst endlich zu und kaufe mir meine erste D-SLR. Favoriten sind die Canon EOS 40D und Nikon D90.
Zum Hintergrund: Ich steige von einer analogen Canon-Spiegelreflex-Kamera um. Dafür habe ich ganze drei Objektive, alles Zooms mit geringen Lichtstärken.
Ich fotografiere eigentich alles, aber am liebsten Architektur (Gebäude, Industrie) und Landschaft. So gesehen wäre natürlich eine VF-Kamera eine feine Sache, und mittel- oder langfristig ist das auch der Plan, zur Zeit ist das aber nicht drin, auch gebraucht, weil dann auch teure Objektive anzuschaffen wären. Meine Linsen lassen sich zwar montieren, liefern aber nach allen gefundenen Quellen miserable Ergebnisse an VF.
Gleichzeitig bin ich recht faul, sprich: Ich möchte die Fotoausrüstung überschaubar halten, und dennoch flexibel und gerüstet sein, wenn ich auf einer Radtour etwas Interessantes sehe. Bisher (analog) ging das mit Objektiv #2 ganz gut. Das bringt mich zur 40D.
Kombo 1: 40D + (U)WW-Zomm (z. B. Tokina 12-24mm) + Gitternetzmattscheibe, über den Daumen gepeilt zusammen etwa 1200,00 EUR.
Da würde meine #2 gut aussehen, und es wäre im Prinzip alles abgedeckt. Was mich noch abhält:
Bei den meisten genannten Punkten sieht die D90 besser aus.
Kombo 2: Die würde ich ggf. erst mal nur mit dem 16-85mm nehmen, das ja auch wieder alles abdeckt, was ich unbedingt benötige. Gesamtkosten dafür erst mal 1350,00 EUR. Später käme dann vielleicht noch das Tokina 11-16 dazu. Oder gleich das Nikon 14-24, wenn ich im Lotto gewinne. Aber auch hier bremsen mich noch ein paar Punkte, nämlich:
Bevor nun jemand rät, nach dem Bauchgefühl, der Haptik etc. zu gehen: Ich habe beide in der Hand gehabt, und etliche andere auch, und diese beiden sind die zwei, zwischen denen ich mich entscheide, falls ich nicht noch heute Abend aus Versehen eine 5D ersteigere
. So, nun bin ich aber gespannt. Wie seht Ihr das? Sind meine Bedenken berechtigt oder könnt Ihr sie für die eine oder die andere Kombo zerstreuen?
Welche Unzulänglichkeiten werden sich auf Dauer als nervig erweisen? Und über welche sieht man nach einer Eingewöhnung einfach hinweg?
Vielen Dank für alle Antworten schon mal!
F9Race
nach monatelangen Recherchen und vielen Fragen hier im Forum (danke für alle geduldigen Antworten!) schlage ich demnächst endlich zu und kaufe mir meine erste D-SLR. Favoriten sind die Canon EOS 40D und Nikon D90.
Zum Hintergrund: Ich steige von einer analogen Canon-Spiegelreflex-Kamera um. Dafür habe ich ganze drei Objektive, alles Zooms mit geringen Lichtstärken.
- Canon 4-5,6 35-80mm. Mäßiges Kit-Objektiv von 1993, seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt.
- Tamron 24-135mm. Das ist eigentlich ein erstaunlich gutes und extrem vielseitiges Objektiv, von dem es heißt, dass es besonders an APS-C-Kamers sehr gut sei, an VF dagegen ganz furchtbar. Bei KB-Film ist es am stärksten in den kurzen Brennweiten, was für Architekturfotos praktisch ist. Deshalb mein "Immer-drauf."
- Tamron 70-300mm. Ein preisgünstiges Telezoom.
Ich fotografiere eigentich alles, aber am liebsten Architektur (Gebäude, Industrie) und Landschaft. So gesehen wäre natürlich eine VF-Kamera eine feine Sache, und mittel- oder langfristig ist das auch der Plan, zur Zeit ist das aber nicht drin, auch gebraucht, weil dann auch teure Objektive anzuschaffen wären. Meine Linsen lassen sich zwar montieren, liefern aber nach allen gefundenen Quellen miserable Ergebnisse an VF.
Gleichzeitig bin ich recht faul, sprich: Ich möchte die Fotoausrüstung überschaubar halten, und dennoch flexibel und gerüstet sein, wenn ich auf einer Radtour etwas Interessantes sehe. Bisher (analog) ging das mit Objektiv #2 ganz gut. Das bringt mich zur 40D.
Kombo 1: 40D + (U)WW-Zomm (z. B. Tokina 12-24mm) + Gitternetzmattscheibe, über den Daumen gepeilt zusammen etwa 1200,00 EUR.
Da würde meine #2 gut aussehen, und es wäre im Prinzip alles abgedeckt. Was mich noch abhält:
- 10 MP können bei Architektur vielleicht etwas wenig sein. Ich mache zwar nur sehr selten große Prints in 70 x 30, aber ab und zu kommt es eben vor.
- Keine kamerainternen Funktionen zur Linsenfehlerkorrektur (Vignettierung, Verzeichnung), und keine Funktion zum Beseitigen von Farbsäumen (CA, chromatische Aberration), somit wäre ich gezwungen, wohl so ziemlich alle Bilder am PC zu bearbeiten.
- Starkes Tiefpassfilter (Anti-aliasing Filter) der 40D glättet feinste Strukturen. Ich habe zwar viele Bilder gesehen, wo das gar nicht schädlich war, aber was heißt es speziell für die Architektur-Fotografie? Ist es ein handfester Nachteil oder ist es in der Praxis eher zu vernachlässigen?
- Tendenz zum Unterbelichten
- Alle Optiken wären dann erst mal recht lichtschwach, und auch die Kamera ist ja nach aktuellen Maßstäben nicht mehr an der Spitze, wenn es ums Fotografieren bei wenig Licht geht.
Bei den meisten genannten Punkten sieht die D90 besser aus.
Kombo 2: Die würde ich ggf. erst mal nur mit dem 16-85mm nehmen, das ja auch wieder alles abdeckt, was ich unbedingt benötige. Gesamtkosten dafür erst mal 1350,00 EUR. Später käme dann vielleicht noch das Tokina 11-16 dazu. Oder gleich das Nikon 14-24, wenn ich im Lotto gewinne. Aber auch hier bremsen mich noch ein paar Punkte, nämlich:
- Keine Möglichkeiten zur Speicherung von Individual-Programmen (Cn bei Canon, glaube ich, die 40D hat drei Tasten dafür). Wobei: Stimmt das überhaupt? Kann das bei einer Kamera in dieser doch schon gehobenen Klasse wirklich wahr sein?
- Umstrittene Spiegelvorauslösung
- Langzeitbelichtung beschränkt auf 30s, darüber hinaus geht nur, wenn der Auslöser gedrückt bleibt. (Eigentlich in dieser Klasse auch schier unverschämt...).
- Viele Bilder, auch offenbar nachbearbeitete, haben etwas (!) flaue Farben, insbesondere große rote Fläche wirken oft etwas leblos im Vergleich. Kann man das vielleicht kameraintern verbessern?
- AF mit nur einem Kreuzsensor (dafür dann aber Schnickschnack wie 3D-Tracking...)
- Blitz wirkt vergleichsweise ärmlich...
- Hang zum Überbelichten
- Unverschämt armselige Software-Ausstattung (dafür kann man allerdings viel in der Kamera selbst machen)
- 12-Bit-RAW (statt 14 Bit).
- Neue Optik(en) nicht parallel an der KB-Film-Kamera nutzbar
- Qualitätsprobleme (angeblich) beim 16-85mm-Objektiv
Bevor nun jemand rät, nach dem Bauchgefühl, der Haptik etc. zu gehen: Ich habe beide in der Hand gehabt, und etliche andere auch, und diese beiden sind die zwei, zwischen denen ich mich entscheide, falls ich nicht noch heute Abend aus Versehen eine 5D ersteigere

Welche Unzulänglichkeiten werden sich auf Dauer als nervig erweisen? Und über welche sieht man nach einer Eingewöhnung einfach hinweg?
Vielen Dank für alle Antworten schon mal!
F9Race