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40D und D90: Was stört?

  • Themenersteller Themenersteller Gast_163781
  • Erstellt am Erstellt am

Gast_163781

Guest
Hallo,

nach monatelangen Recherchen und vielen Fragen hier im Forum (danke für alle geduldigen Antworten!) schlage ich demnächst endlich zu und kaufe mir meine erste D-SLR. Favoriten sind die Canon EOS 40D und Nikon D90.

Zum Hintergrund: Ich steige von einer analogen Canon-Spiegelreflex-Kamera um. Dafür habe ich ganze drei Objektive, alles Zooms mit geringen Lichtstärken.
  1. Canon 4-5,6 35-80mm. Mäßiges Kit-Objektiv von 1993, seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt.
  2. Tamron 24-135mm. Das ist eigentlich ein erstaunlich gutes und extrem vielseitiges Objektiv, von dem es heißt, dass es besonders an APS-C-Kamers sehr gut sei, an VF dagegen ganz furchtbar. Bei KB-Film ist es am stärksten in den kurzen Brennweiten, was für Architekturfotos praktisch ist. Deshalb mein "Immer-drauf."
  3. Tamron 70-300mm. Ein preisgünstiges Telezoom.

Ich fotografiere eigentich alles, aber am liebsten Architektur (Gebäude, Industrie) und Landschaft. So gesehen wäre natürlich eine VF-Kamera eine feine Sache, und mittel- oder langfristig ist das auch der Plan, zur Zeit ist das aber nicht drin, auch gebraucht, weil dann auch teure Objektive anzuschaffen wären. Meine Linsen lassen sich zwar montieren, liefern aber nach allen gefundenen Quellen miserable Ergebnisse an VF.

Gleichzeitig bin ich recht faul, sprich: Ich möchte die Fotoausrüstung überschaubar halten, und dennoch flexibel und gerüstet sein, wenn ich auf einer Radtour etwas Interessantes sehe. Bisher (analog) ging das mit Objektiv #2 ganz gut. Das bringt mich zur 40D.

Kombo 1: 40D + (U)WW-Zomm (z. B. Tokina 12-24mm) + Gitternetzmattscheibe, über den Daumen gepeilt zusammen etwa 1200,00 EUR.
Da würde meine #2 gut aussehen, und es wäre im Prinzip alles abgedeckt. Was mich noch abhält:
  • 10 MP können bei Architektur vielleicht etwas wenig sein. Ich mache zwar nur sehr selten große Prints in 70 x 30, aber ab und zu kommt es eben vor.
  • Keine kamerainternen Funktionen zur Linsenfehlerkorrektur (Vignettierung, Verzeichnung), und keine Funktion zum Beseitigen von Farbsäumen (CA, chromatische Aberration), somit wäre ich gezwungen, wohl so ziemlich alle Bilder am PC zu bearbeiten.
  • Starkes Tiefpassfilter (Anti-aliasing Filter) der 40D glättet feinste Strukturen. Ich habe zwar viele Bilder gesehen, wo das gar nicht schädlich war, aber was heißt es speziell für die Architektur-Fotografie? Ist es ein handfester Nachteil oder ist es in der Praxis eher zu vernachlässigen?
  • Tendenz zum Unterbelichten
  • Alle Optiken wären dann erst mal recht lichtschwach, und auch die Kamera ist ja nach aktuellen Maßstäben nicht mehr an der Spitze, wenn es ums Fotografieren bei wenig Licht geht.

Bei den meisten genannten Punkten sieht die D90 besser aus.

Kombo 2:
Die würde ich ggf. erst mal nur mit dem 16-85mm nehmen, das ja auch wieder alles abdeckt, was ich unbedingt benötige. Gesamtkosten dafür erst mal 1350,00 EUR. Später käme dann vielleicht noch das Tokina 11-16 dazu. Oder gleich das Nikon 14-24, wenn ich im Lotto gewinne. Aber auch hier bremsen mich noch ein paar Punkte, nämlich:
  • Keine Möglichkeiten zur Speicherung von Individual-Programmen (Cn bei Canon, glaube ich, die 40D hat drei Tasten dafür). Wobei: Stimmt das überhaupt? Kann das bei einer Kamera in dieser doch schon gehobenen Klasse wirklich wahr sein?
  • Umstrittene Spiegelvorauslösung
  • Langzeitbelichtung beschränkt auf 30s, darüber hinaus geht nur, wenn der Auslöser gedrückt bleibt. (Eigentlich in dieser Klasse auch schier unverschämt...).
  • Viele Bilder, auch offenbar nachbearbeitete, haben etwas (!) flaue Farben, insbesondere große rote Fläche wirken oft etwas leblos im Vergleich. Kann man das vielleicht kameraintern verbessern?
  • AF mit nur einem Kreuzsensor (dafür dann aber Schnickschnack wie 3D-Tracking...)
  • Blitz wirkt vergleichsweise ärmlich...
  • Hang zum Überbelichten
  • Unverschämt armselige Software-Ausstattung (dafür kann man allerdings viel in der Kamera selbst machen)
  • 12-Bit-RAW (statt 14 Bit).
  • Neue Optik(en) nicht parallel an der KB-Film-Kamera nutzbar
  • Qualitätsprobleme (angeblich) beim 16-85mm-Objektiv

Bevor nun jemand rät, nach dem Bauchgefühl, der Haptik etc. zu gehen: Ich habe beide in der Hand gehabt, und etliche andere auch, und diese beiden sind die zwei, zwischen denen ich mich entscheide, falls ich nicht noch heute Abend aus Versehen eine 5D ersteigere :rolleyes:. So, nun bin ich aber gespannt. Wie seht Ihr das? Sind meine Bedenken berechtigt oder könnt Ihr sie für die eine oder die andere Kombo zerstreuen?

Welche Unzulänglichkeiten werden sich auf Dauer als nervig erweisen? Und über welche sieht man nach einer Eingewöhnung einfach hinweg?

Vielen Dank für alle Antworten schon mal!

F9Race
 
  • Langzeitbelichtung beschränkt auf 30s, darüber hinaus geht nur, wenn der Auslöser gedrückt bleibt. (Eigentlich in dieser Klasse auch schier unverschämt...).
  • Blitz wirkt vergleichsweise ärmlich...

Langzeitbelichtung: Das ist bei Canon mit BULB auch nicht anders gelöst oder?
Und im Zweifelsfall kannst du immernoch für 20 Euro einen Fernauslöser kaufen. . .

Und wie? Der Blitz wirkt ärmlich kannst du das erklären? Die 40d hat wohl auch so ne Funzel
und zudem ist der interne Blitz der D90 sogar Master-Fähig, d.h. du kannst andere Blitze von Nikon, Metz, Sigma die die Slave iTTL Funktion bieten kabellos auslösen!
 
Was mich noch abhält:
  • 10 MP können bei Architektur vielleicht etwas wenig sein. Ich mache zwar nur sehr selten große Prints in 70 x 30, aber ab und zu kommt es eben vor.

Wenn du hier einen deutlichen Zugewinn haben willst, musst du schon in die 15MP-Klasse aufsteigen. Daher wohl kein relevanter Unterschied zur D90.

  • Keine kamerainternen Funktionen zur Linsenfehlerkorrektur (Vignettierung, Verzeichnung), und keine Funktion zum Beseitigen von Farbsäumen (CA, chromatische Aberration), somit wäre ich gezwungen, wohl so ziemlich alle Bilder am PC zu bearbeiten.

Kommt auch auf die Objektive an ;)
Aber wenn du deine günstigen Objektive mit den optischen Unzulänglichkeiten weiterverwendest, kann man diese Korrekturen am PC bestimmt auch als Batch-Abläufe programmieren.

  • Starkes Tiefpassfilter (Anti-aliasing Filter) der 40D glättet feinste Strukturen. Ich habe zwar viele Bilder gesehen, wo das gar nicht schädlich war, aber was heißt es speziell für die Architektur-Fotografie? Ist es ein handfester Nachteil oder ist es in der Praxis eher zu vernachlässigen?

Meines Wissens glättet die 40D in der 10-12MP Klasse auch nicht stärker als andere Kameras und die Details sind nicht schlechter.
Mehr Details gibts erst ab 15 MP oder Vollformat.

  • Tendenz zum Unterbelichten
  • Alle Optiken wären dann erst mal recht lichtschwach, und auch die Kamera ist ja nach aktuellen Maßstäben nicht mehr an der Spitze, wenn es ums Fotografieren bei wenig Licht geht.

Bei den aktuellen Maßstäben darf man nicht die JPG aus der Kamera vergleichen. Mag sein, dass die D90 u. 50D eine Nuance weniger rauschen, aber ob das in der Praxis relevant ist?


Gruß
Peter
 
Die beiden Kameras schenken sich nicht viel. Unterm Strich kommt die D90 wohl etwas besser weg, aber die meisten Unterschiede kann man in der Praxis vernachlässigen. Es gibt aber einen Punkt, der meiner Meinung nach in Deinem Fall eher gegen die Nikon spricht.

Dein Schwerpunkt liegt auf Architekturfotografie, d.h. Du wirst vermutlich oft vom Stativ fotografieren. Da würde ich mir über die Spiegelvorauslösung grössere Gedanken machen als z.B. über den AA-Filter. Die SVA der D90 als umstritten zu bezeichnen ist eine ziemliche Verharmlosung. Selbst Nikon-Fans bezeichnen die SVA als unbrauchbar.
 
Dein Schwerpunkt liegt auf Architekturfotografie, d.h. Du wirst vermutlich oft vom Stativ fotografieren. Da würde ich mir über die Spiegelvorauslösung grössere Gedanken machen als z.B. über den AA-Filter. Die SVA der D90 als umstritten zu bezeichnen ist eine ziemliche Verharmlosung. Selbst Nikon-Fans bezeichnen die SVA als unbrauchbar.

Bei langen Brennweiten und einem schlechten Stativ würde ich mir darüber gedanken machen. Bei kurzen Brennweiten und einem halbwegs gescheitem Stativ aber nicht. 1 Sec. ist da durchaus ausreichend.
 
Langzeitbelichtung: Das ist bei Canon mit BULB auch nicht anders gelöst oder?
Und im Zweifelsfall kannst du immernoch für 20 Euro einen Fernauslöser kaufen. . .

Wie das bei der 40D genau ist, muss ich jetzt glatt noch mal recherchieren. Ich bin davon ausgegangen, dass man dort über die Menüs irgendetwas bewirken kann. Immerhin ist mir beim vielen Lesen mindestens zwei Mal was untergekommen, wo genau dieser Punkt bei der D90 bemängelt wurde, für die 40D ist mir so eine Aussage dagegen nicht untergekommen.

Und wie? Der Blitz wirkt ärmlich kannst du das erklären? Die 40d hat wohl auch so ne Funzel
und zudem ist der interne Blitz der D90 sogar Master-Fähig, d.h. du kannst andere Blitze von Nikon, Metz, Sigma die die Slave iTTL Funktion bieten kabellos auslösen!

Ok, funktionaler Vorteil für Nikon. Andererseits: "Funzel" ist schon das richtige Wort, und er sieht auch ein bisschen aus, als könnte er jeden Moment abbrechen. Das Teil an der Canon wirkt einfach kräftiger (in der Lichtleistung) und solider (in der Bauart). Ich muss aber sagen: Keiner von beiden ist so kräftig wie der an meiner analogen, aber "kräftig" muss ja nicht gleich gut sein...

F9Race
 
Wie das bei der 40D genau ist, muss ich jetzt glatt noch mal recherchieren. Ich bin davon ausgegangen, dass man dort über die Menüs irgendetwas bewirken kann. Immerhin ist mir beim vielen Lesen mindestens zwei Mal was untergekommen, wo genau dieser Punkt bei der D90 bemängelt wurde, für die 40D ist mir so eine Aussage dagegen nicht untergekommen.

An der 40er gibt es auch nur 30s und dann "Bulb". Das heisst, alles was länger als 30s ist, muss entweder mit Stopuhr belichtet werden, wenn es um genaue Zeiten geht, oder per Fernauslöser mit Timer. Da habe ich den originalen von Canon, der sehr vielfältig programmierbar ist und zwar nicht ganz günstig, aber jeden € wert ist :top: ( TC 80N3 )

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 10 MP können bei Architektur vielleicht etwas wenig sein. Ich mache zwar nur sehr selten große Prints in 70 x 30, aber ab und zu kommt es eben vor.

Hallo,

klar, mehr Megapixel geht immer.
Aber ich habe bei mir im Flur Abzüge in der Größe 75x50 cm hängen.
Die sind teilweise mit der 400D und teilweise mit der 40D aufgenommen. Da ist die Bildqualität einwandfrei. Die Megapixel sollten also kein Problem sein (Ganz Markenunabhängig).


Gruss
Michael
 
Ok, funktionaler Vorteil für Nikon. Andererseits: "Funzel" ist schon das richtige Wort, und er sieht auch ein bisschen aus, als könnte er jeden Moment abbrechen. Das Teil an der Canon wirkt einfach kräftiger (in der Lichtleistung) und solider (in der Bauart). Ich muss aber sagen: Keiner von beiden ist so kräftig wie der an meiner analogen, aber "kräftig" muss ja nicht gleich gut sein...

Du sprichst immer von "wirken"
Ich glaube kaum das der so schnell abbricht wie du vielleicht denkst :rolleyes:
Und wie oft willste den internen Blitz nutzen. Der macht nicht besonders viel Licht und wenn dann nur direkt...
 
Meines Wissens glättet die 40D in der 10-12MP Klasse auch nicht stärker als andere Kameras und die Details sind nicht schlechter.
Mehr Details gibts erst ab 15 MP oder Vollformat.
[...]
Bei den aktuellen Maßstäben darf man nicht die JPG aus der Kamera vergleichen. Mag sein, dass die D90 u. 50D eine Nuance weniger rauschen, aber ob das in der Praxis relevant ist?


Gruß
Peter

Ok, danke, das hilft schon mal weiter.

Zum Punkt "Glättung": Nur damit es keine Missverständnisse gibt, ich habe hier das AA-Filter gemeint. Da hat die 40D wohl schon ein besonders starkes, denn auch wenn man die interne Rauschunterdrückung ganz ausschaltet, gibt es noch sichtbare Glättungseffekte. Gleichzeitig stimmt es, dass die 40D sehr detailreiche und insgesamt auch scharfe Bilder liefert. Trotzdem kann man den Effekt des AA-Filters in manchen Bildpartien sehen. Beispielsweise werden bei Porträts die kleinen Strukturen in der Iris des menschlichen Auges leicht unterdrückt. Sie sind meist noch da, aber in Aufnahmen, die mit der D90 gemacht wurden, sind sie stärker konturiert. Und das, obwohl vermutet wird, dass die D90 für eine Nikon ein relativ starkes AA-Filter hat.

Thema Rauschen. JPEGs aus der Kamera habe ich bei meinen Recherchen überwiegend ignoriert. Wo möglich, habe ich versucht, etwas über die RAW-Qualitäten herauszufinden. Und bin dabei auf Grund gelaufen, weil mir vorher nicht klar war, wie groß der Einfluss des gewählten RAW-Konverters auf das Bildergebnis sein kann... :ugly:

Die 40D ist alles andere als schlecht in dem Punkt, die D90 ist aber in ihrer Klasse sensazionell gut. Die D90 mit einem etwas lichtstärkeren Objektiv sollte daher schon merklich im Vorteil sein gegenüber der 40D mit meinen Bestandsoptiken. Die dafür aber halt wieder den Pluspunkt haben, dass sie schon da sind...;)

F9Race
 
Du sprichst immer von "wirken"
Ich glaube kaum das der so schnell abbricht wie du vielleicht denkst :rolleyes:
Und wie oft willste den internen Blitz nutzen. Der macht nicht besonders viel Licht und wenn dann nur direkt...

War ein subjektiver Eindruck, entstanden beim "Probeblitzen". Punkt aus meiner Sicht erledigt, auch weil ManniD sich die Mühe gemacht hat, nochmal die Leitzahlen zu recherchieren.

@ManniD: Danke!

F9Race
 
Hallo,

klar, mehr Megapixel geht immer.
Aber ich habe bei mir im Flur Abzüge in der Größe 75x50 cm hängen.
Die sind teilweise mit der 400D und teilweise mit der 40D aufgenommen. Da ist die Bildqualität einwandfrei. Die Megapixel sollten also kein Problem sein (Ganz Markenunabhängig).


Gruss
Michael

EDIT: Gekürzt und auf's Wesentliche reduziert.

Naja, man kriegt halt verschiedentlich vorgerechnet, dass für ein Bild in einer bestimmten Größe für einen gegebenen Betrachtungsabstand eine bestimmte Mindestauflösung nötig ist, damit das Auge keine Einzelpixel sieht. Dazu kommt, dass gerade Architektur-Fotos von hohen Auflösungen sehr profitieren können. Insofern war meine Aussage nicht marken-, sondern rein motivabhängig gemeint.

Aber vielleicht auch wieder ein Punkt, den man nicht überschätzen sollte.

Danke für die Antwort!

F9Race
 
Zuletzt bearbeitet:
Schon mal herzlichsten Dank für alle bisherigen Antworten, einiges ist für mich geklärt. Ich lese aus Euren Antworten, dass Ihr mir vom Systemwechsel abratet.

Bevor ich mich aber entscheide, würde ich mich freuen, wenn Ihr zu den noch nicht angesprochenen Punkten etwas sagen könntet. Zur 40D wurde eigentlich schon alles beantwortet.

Zur D90 hätte ich gerne noch gewusst, ob die folgenden Aussagen stimmen und wie relevant das jeweils für die Praxis ist.

  • Gibt es wirklich keine Möglichkeit zur Individualisierung? (Drei Cn-Tasten bei der 40D, glaube ich).
  • Viele Bilder, auch offenbar nachbearbeitete, haben etwas (!) flaue Farben, insbesondere große rote Fläche wirken oft etwas leblos im Vergleich. Kann man das vielleicht kameraintern verbessern? (Man kann alles einstellen, aber irgendwie scheint niemand im Netz der D90 ein "richtiges" Rot beigebracht zu haben...)
  • AF mit nur einem Kreuzsensor, dafür 3D-Tracking. Ist das jetzt ingesamt in der Praxis spürbar vorteilhaft gegenüber der 40D oder sind die neun Kreuzsensoren der 40D hilfreicher (bei Architekturaufnahmen stelle ich von Hand scharf, aber allgemein interessiert mich das trotzdem)?
  • Kann man der Kamera den Hang zum Überbelichten aberziehen?
  • Wie wirkt sich die Beschränkung auf 12-Bit-RAW (statt 14 Bit) in der Praxis aus? Ist das ein großer Nachteil?

Besten Dank noch mal!

F9Race
 
  • Viele Bilder, auch offenbar nachbearbeitete, haben etwas (!) flaue Farben, insbesondere große rote Fläche wirken oft etwas leblos im Vergleich. Kann man das vielleicht kameraintern verbessern?

In der Kamera kann man Sachen wie Schärfe, Tonwertkorrektur und Farbsättigung verändern...

  • Kann man der Kamera den Hang zum Überbelichten aberziehen?

Du kannst per Belichtungskorrektur dauerhaft etwas unterbelichten, das würde die Überbelichtung beheben. Stellt sich nur die Frage ob deine D90 dann diese Krankheit hätte ;)

Da du aber sowieso eher zur 40d tendierst, wieso nimmst du sie nicht einfach :)
 
In der Kamera kann man Sachen wie Schärfe, Tonwertkorrektur und Farbsättigung verändern...

Ja, das weiß ich. Deswegen wundert es mich ja so, dass ich kaum ein Bild mit einem richtig knackigen Rot gesehen habe, das mit der D90 aufgnommen war. Kann ja eigentlich nicht sein, dass so viele D90-Benutzer das nicht wissen....

Du kannst per Belichtungskorrektur dauerhaft etwas unterbelichten, das würde die Überbelichtung beheben. Stellt sich nur die Frage ob deine D90 dann diese Krankheit hätte ;)
;)

Da du aber sowieso eher zur 40d tendierst, wieso nimmst du sie nicht einfach :)
:lol:

Weil mein Bauch zur D90 tendiert, mein Hirn aber zur 40D rät.
Eigentlich mag ich Canon lieber als Nikon. Meine analoge Rebel S2 hat mich nie im Stich gelassen. Aber die D90 ist schon ein echt "rundes" Angebot von Nikon... Die Ergonomie ist schon eine ganze Klasse besser als bei der 40D. Nach so vielen Jahren Canon analog, bin ich mit der D90 auf Anhieb klar gekommen, mit der 40D nicht ganz. Canon selber hat's übrigens gemerkt: Die 50D-Menüs sind logischer aufgebaut.

F9Race
 
Eventuell stellst du dir einfach zu viele Fragen über Probleme dessen Erscheinen gar nicht versichert ist :ugly::ugly:?!
Dann nimm doch die D90.
Nur weil ein paar Leute probleme mit der Belichtung haben heißt es nicht das es dir ebenso geht.
Über meine D80 wird auch gesagt das die Überbelichtet. Dann ist meine wohl ein "Glückstreffer" :p
 
Keine kamerainternen Funktionen zur Linsenfehlerkorrektur (Vignettierung, Verzeichnung), und keine Funktion zum Beseitigen von Farbsäumen (CA, chromatische Aberration), somit wäre ich gezwungen, wohl so ziemlich alle Bilder am PC zu bearbeiten.
Außer den DSLRs von Panasonic kann das keine DSLR. Der jeder Canon-Kamera beiliegende DPP Raw-Konverter kann so etwas wenigstens mit Canon-Objektiven.

Starkes Tiefpassfilter (Anti-aliasing Filter) der 40D glättet feinste Strukturen. Ich habe zwar viele Bilder gesehen, wo das gar nicht schädlich war, aber was heißt es speziell für die Architektur-Fotografie? Ist es ein handfester Nachteil oder ist es in der Praxis eher zu vernachlässigen?
Jede DSLR hat einen AA-Filter. Je größer die Pixel desto stärker muß er sein. Je stärker der AA-Filter desto mehr kann man nachschärfen ohne das Artefakte entstehen. Der AA-Filter dient der Vermeidung von Moire-Artefakten. Ich würde sagen, daß der AA-Filter bei der EOS 40D angemessen ist. Übermässig stark ist er nicht.
Tendenz zum Unterbelichten
Konnte ich nicht feststellen.

Alle Optiken wären dann erst mal recht lichtschwach, und auch die Kamera ist ja nach aktuellen Maßstäben nicht mehr an der Spitze, wenn es ums Fotografieren bei wenig Licht geht.
Der Sensor der 40D sollte weniger rauschen als der der D90. Was dann letzten Endes bei höheren ISO herauskommt, hängt aber von der gewählten Weichspülung ab.

[*]Keine Möglichkeiten zur Speicherung von Individual-Programmen (Cn bei Canon, glaube ich, die 40D hat drei Tasten dafür). Wobei: Stimmt das überhaupt? Kann das bei einer Kamera in dieser doch schon gehobenen Klasse wirklich wahr sein?
Das haben selbst die wesentlich teureren Nikon DSLRs wie die D3 nicht. Bei der 40D werden selbst die kleinsten Spezialfunktionen in C1, C2, C3 abgespeichert. Insgesamt sehr praktisch. Ich fote fast nur mit C1, C2 und C3. Die 40D hat auch ein frei programmierbares Spezial-Menu, wo man auf die persönlich wichtigsten Menu-Funktionen direkt zugreifen kann. Auch sehr, sehr praktisch auch in Kombination mit C1, C2 und C3.

AF mit nur einem Kreuzsensor (dafür dann aber Schnickschnack wie 3D-Tracking...)
Die 40D hat nicht nur 9 Kreuzsensoren, sondern ein Doppelkreuz in der Mitte. Dieses verbessert bei Objektiven mit Lichtstärke 2.8 oder besser die Präzision. Bei normalen Aufnahmen benutze ich fast nur das Doppelkreuz in der Mitte. Die anderen Sensoren verwende ich fast nur beim Nachführ-AF.

Unverschämt armselige Software-Ausstattung (dafür kann man allerdings viel in der Kamera selbst machen)
Auch bei den Canon DSLRs kann man mit den Picture Styles sehr viel in der Kamera machen und man kann sehr schnell zwischen den verschiedenen Picture Styles hin- und herschalten.

12-Bit-RAW (statt 14 Bit).
Das dürfte in der Praxis wenig relevant sein.
 
Außer den DSLRs von Panasonic kann das keine DSLR. Der jeder Canon-Kamera beiliegende DPP Raw-Konverter kann so etwas wenigstens mit Canon-Objektiven.
Die Nikon D90 und D300 können das schon. Die Canon EOS 50D hat zwar keine Funktion zum Beseitigen von Farbsäumen, kann aber eben die Fehler von Canon-Objektiven wegrechnen.


Jede DSLR hat einen AA-Filter. Je größer die Pixel desto stärker muß er sein. Je stärker der AA-Filter desto mehr kann man nachschärfen ohne das Artefakte entstehen. Der AA-Filter dient der Vermeidung von Moire-Artefakten. Ich würde sagen, daß der AA-Filter bei der EOS 40D angemessen ist. Übermässig stark ist er nicht.

Naja, er hinterlässt auf jeden Fall Spuren im Bild, mehr als sein Pendant in der Nikon.
Wenn ich sage, das Filter sei stark, meine ich genau genommen: Es hinterlässt deutlichere Spuren im Bild.
Wie stark der Effekt ist, kann man übrigens an Beispielaufnahmen mit und ohne Baader-Umbau sehen. Bei dem Umbau wird das AA-Filter entfernt und durch ein IR-duchlässiges ersetzt. Auswirkungen siehe hier:
https://www.dslr-forum.de/showthread.php?t=425851


[...]


Der Sensor der 40D sollte weniger rauschen als der der D90. Was dann letzten Endes bei höheren ISO herauskommt, hängt aber von der gewählten Weichspülung ab.

Aha, wieso jetzt das? Wegen zwei MP weniger bei gleicher Fläche? Oder weil er von Canon ist, und nicht von Sony?


Das haben selbst die wesentlich teureren Nikon DSLRs wie die D3 nicht. Bei der 40D werden selbst die kleinsten Spezialfunktionen in C1, C2, C3 abgespeichert. Insgesamt sehr praktisch. Ich fote fast nur mit C1, C2 und C3. Die 40D hat auch ein frei programmierbares Spezial-Menu, wo man auf die persönlich wichtigsten Menu-Funktionen direkt zugreifen kann. Auch sehr, sehr praktisch auch in Kombination mit C1, C2 und C3.

Das frei programmierbare Menü habe ich auch bei anderen Canon DSLRs gesehen, und ich meine, auch bei Pentax. Bei der D90 habe ich weder ein "MyMenu" noch frei Benutzerprogramme (C1..3 bei der 40D) gefunden. Unfassbar, dass die Kamera das nicht hat...


Die 40D hat nicht nur 9 Kreuzsensoren, sondern ein Doppelkreuz in der Mitte. Dieses verbessert bei Objektiven mit Lichtstärke 2.8 oder besser die Präzision. Bei normalen Aufnahmen benutze ich fast nur das Doppelkreuz in der Mitte. Die anderen Sensoren verwende ich fast nur beim Nachführ-AF.

Wenn meistens nur der mittige Sensor gebraucht wird, dann reicht wohl für viele Situationen auch aus, was die D90 hat. Interessant dabei: Gerade der Nachführ-AF gilt als ein herausragendes Merkmal der D90, eben wegen 3D-Nachführung. Das System soll gut funktionieren, aber bei der D300 noch viel besser, weil die halt noch mehr Sensoren hat.

Auch bei den Canon DSLRs kann man mit den Picture Styles sehr viel in der Kamera machen und man kann sehr schnell zwischen den verschiedenen Picture Styles hin- und herschalten.

Ja, klar, aber damit beeinflusst man meines Wissens doch nur JPEG ooC? Bei der D90 kann man nach meinem Verständnis die Verbesserungen im RAW machen. Vorteil für die weitere Bearbeitung am PC.

F9Race
 
Der Sensor der 40D sollte weniger rauschen als der der D90. Was dann letzten Endes bei höheren ISO herauskommt, hängt aber von der gewählten Weichspülung ab.

Aha, wieso jetzt das? Wegen zwei MP weniger bei gleicher Fläche? Oder weil er von Canon ist, und nicht von Sony?


Ladet man sich die RAW's aus den Test's von imaging-resource.com herunter, liegen beide Body's mehr oder weniger auf dem selben Niveau. Da gab es hier schon einen Blindtest zu. ;)




Ja, klar, aber damit beeinflusst man meines Wissens doch nur JPEG ooC? Bei der D90 kann man nach meinem Verständnis die Verbesserungen im RAW machen. Vorteil für die weitere Bearbeitung am PC.

F9Race

Der einzige Effekt der einen wirklichen Einfluss auf das RAW hat, nennt sich active D-Lighting. Ist aber ähnlich wie bei Canon die Tonewert Priorität.
Ansonsten gibt es bei der D90 eine RAW-Entwicklungs Engine, die aber nur veränderte JPEG's zur Folge hat. Das RAW bleibt dabei ein RAW.
 
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