• Neuer Gutscheincode unseres Partners Schutzfolien24:
    DSLR-Forum2025
    Dauerhaft 10% Rabatt auf alle Displayschutzfolien und Schutzgläser der Eigenmarken
    "Upscreen", "Screenleaf", BROTECT" und "Savvies".
    Der Code ist für alle Geräteklassen gültig.
  • In eigener Sache!

    Liebe Mitglieder, liebe Besucher und Gäste
    ich weiß, es ist ein leidiges Thema, aber ich muss es ansprechen: Werbung, Werbeblocker und Finanzierung des Forums.
    Bitte hier weiterlesen ...

  • Nicht erreichbare Adressen im Benutzerkonto
    Wir bekommen zurzeit eine große Anzahl an E-Mails, die das System zum Beispiel als Benachrichtigungen an Nutzer verschickt,
    als unzustellbar zurück, weil z.B. die Adressen nicht erreichbar sind oder das Postfach gar nicht existiert.
    Stellt doch bitte sicher, dass die Benachrichtigungen, die ihr vom System erwartet, auch zugestellt werden können.
    Nicht erreichbare E-Mail-Adressen sind dazu wenig hilfreich.
    Danke!
WERBUNG

Systemblitze und deren Power

Dane

Themenersteller
Hi!

Ich habe mich vor längerem mal an meinem 580EXII Blitz verbrannt, für Außenstehende wäre das sicher ein Bild zum schmunzeln gewesen. Jedenfalls wurde mir damals erstmals richtig klar was da für eine Leistung freigesetzt wird. Anfangs wollte ich mit dem Blitz meine Slaves auslösen, wollte ihn dann für einen Test kurz abdecken was ich dann mit der Tasche für den Blitz gemacht habe, nach dem auslösen hab ich es dann am Geruch erkennt das etwas nicht stimmt... so verschmort. :ugly: Dachte der Blitz sei durchgebrannt und nimm die Tasche runter und habe kurz am Blitz geschnuppert und gefühlt, er stinkte aber war vielleicht ganz leicht Lauwarm. Mit dem Zeigefinger hab ich mehrmals auf der transparenten Oberfläche gefühlt ob er wirklich nur lauwarm ist, und wollte noch nebenbei testen ob er überhaupt noch tut... was ein Fehler war mit dem Finger da drauf. :ugly:

Ist sowas nur mir passiert? Kann man die Leistung die da raus kommt irgendwie einfach und verständlich mit etwas anderem Vergleichen? Auf Wikipedia gibt es zwar nen Punkt "Definition und Berechnung" aber keinen wirklich einfachen vergleich.
Wie wird das bei Studioblitzen sein? Diese sind doch ein vielfaches stärker?

PS: Hat schon mal jemand versucht eine Zigarette mit einem Systemblitz anzuzünden? :ugly:
 
Naja... um mal eine Vorstellung der Energie zu bekommen:

Ein 580EX bringt - wenn ich es richtig im Kopf habe eine Blitzenergie von etwa 60Ws zustande...

1 Ws = 1 Joule

Ein Joule ist die Arbeit, die verrichtet wird, wenn eine Kraft von 1 N einen Körper um 1 m in Richtung der Kraft bewegt.

Die Kraft von 1N entspricht ganz grob dem Heben von ~100g Gewicht (eigentlich 98,1) - also in etwa einer Tafel Schokolade....

Mit der vollen Blitzenergie von 60Ws könntest du also genauso eine Tafel Schokolade über ein ~20-stöckiges Haus (60m) katapultieren :ugly:
 
Wahnsinn :D

Wäre sicher ein übler Streich einer schlafenden Person das Teil sanft an die Backe zu halten und mal auszulösen :ugly:
 
Ist hier Märchenstunde oder was?

Mit einer Energie von von 60 Ws kann ich eine 60er Glühbirne gerade mal EINE Sekunde betreiben. Verbrenne ich mir danach die Pfoten daran?

Oder eine 5-Watt Taschenlampe zwölf Sekunden brennen lassen
Ist dann etwa bereits die Taschenlampe nur noch mit Schweisserhandschuhen anzufassen?

Oder ein 1W-Minibirnchen genau eine Minute lang betreiben.
Habe ich dann einen Minischweißbrenner?

Und das sind wohlbemerkt GLÜH-Lampen deren Leuchteffekt auf die Überhitzung eines Leiters zurückzuführen sind, also ausdrücklich auf dem Hitzeeffekt beruht und einen miesen Wirkungsgrad hat weil der grösste Teil der Leistung in Wäreme statt in Licht umgesetzt wird. Lichtausbeute ~ 8%, Wärme 92 %

Bei Blitzlampen handelt es sich aber um Gasentladungsröhren, die wenn überhaupt an den ziemlich weit auseinanderliegenden Elektroden leicht erhitzt werden. Hier ist auch der Wirkungsgrad besser da es keinen Umweg über "Glühen" gibt. Die Lichtausbeute beträgt hier 90%, Wärme ~ 10%

Wenn Die Frontscheibe eines Blitzes heiss werden sollte, dann ist das eher auf eine Fehlkontruktion und mangelnde Wärmeleitfähigkeiten des Geräts also auf eine Art Hitzestau zurückzuführen.

Oder aber die Hersteller versuchen auf Deubel komm raus die Richtwirkung zu erhöhen und fokusieren die Strahlen in oder auf der Frontscheibe. Wenn die dann nicht 99,999% durchlässig ist wird dort Lichtleistung wieder in Wärme umgewandelt. Dann könnte es wieder punktuell zu Wärme kommen.

PS: Einen Metz CT45 / CT60 auch die schweren Philips, Braun, Osrams etc kann man stundenlang hintereinander abfeuern so schnell sie nachladen können und weder die Frontscheibe noch Zerhacker und Elko werden sich dabei merklich erwärmen.

Und noch eins: In dem gespeicherten Energie der vier mickrigen AA-zellen - mit denen Ihr Eure Blitze betreibt - könnte man gerade mal einen Liter Wasser um 1-2 Grad erwärmen.
Müsste aber dann schlagartg passieren damit nicht durch IR-Stahlung und Konvektion die gesamte eingebrachte Energie zwischendurch "versickert".
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie oben erwähnt, die frontscheibe ist nur Lauwarm. Die Hitze entsteht beim Auftreffen auf dem Finger. :confused:
 
Also eher sowas

wie "gefühlte Panik" oder "virtueller Grossbrand" oder "Luft in Dosen"?

Angeblich gibts doch übelste Verbrennungen, entzündete Zigarren und Effekte wie im Krematorium.
 
Also ich versteh nicht, die Scheibe ist doch Transparent, wenn aber vorne dran was ist wo das Licht nicht durch kommt trifft dort die Energie drauf und erhitzt.Das ist doch ähnlich wie im Weltall, im Grunde kalt, aber wenn die Sonnensrahlen auftreffen wird es heiß oder bring ich da was durcheinandern oder versteh ich was falsch?
 
@EchoRomeo:

Du vergisst die Energiedichte über diesen kurzen Zeitraum!
Klar kannst du mit dem Blitz kein Wasser kochen, aber es reicht für einen ultra-kurzen sehr starken Hitzeimpuls!

Vergleichbar wäre das mit einem Piezo-Zünder eines Elektrofeuerzeugs:
Damit kannst du beim besten Willen keine Lampe zum leuchten bringen, aber der kurze, starke Spannungsimpuls kann am finger ganz schön weh tun.... deutlich mehr als jeder Dauerstrom einer Batterie (die viel mehr Energie abgeben kann)...

Was heiss wird ist hier übrigens nicht die Scheibe, sondern die gesamte Energie, die vom Finger absorbiert und auch dort erst in Hitze umgewandelt wird!
Da hinkt übrigens auch dein Vergleich mit der Glühbirne: Dort werden Glühwendel und Glas erwärmt. Diese geben dann die Energie zeitlich verteilt (durch langsames aufwärmen und abgeben der Hitze) an den Finger ab...
 
Die technischen Klimmzüge die Du da gerade machst sind mit zumindest in der Theorie sehr wohl bekannt.

Die aber kann ich mit den eigenen Erfahungen aus 40 Jahren intensiver Blitzerei - und Blitzsammlerei - relativieren.

Die einzigen Auf- und Ansteckblitze an denen man sich mit Sicherheit die Pfoten verbrennt sind die ollen Birnchenblitze.
Mit 100er Kolben in den E27-Fassungen gibt ohne Handschuhe Brandblasen und bei den Kleinen wirds unangenehm.

Ansonsten: ... und wenn sie nicht gestorben sind...
 
Ansonsten: ... und wenn sie nicht gestorben sind...

Gut, wenn du so überzeugt bist, klemm doch einfach mal eine relativ dunkle (eigentlich hitzebeständige) Lee-Folie (oder anderen Gelfilter) direkt vor deinen Systemblitz und staune nach 2-3 Blitzen darüber wie wenig hitzebeständig Gelfolien doch sein können, wenn die Temperatur nur hoch genug ist ;)

Die Folie wird nämlich ziemlich schnell zusammenschrumpeln ;)
(Die Erfahrung musste ich mit einer Blau-Folie machen ;) - mit einem relativ aktuellen Systemblitz, nicht mit einer alten "Blitzbirne" )

Ansonsten kannst du auch gerne noch den Thread "Handytasche durch Blitz verschmort" o.ä. hier raussuchen (kam vor 1-2 jahren glaub ich mal) ... bin grade zu faul dazu....
 
ICh hatte mal mit meiner Powershot S2 IS "experimentiert". Ein weißes Blatt Papier direkt an den Blitz gehalten und ausgelöst. Das Ergebnis hat sich tief eingebrannt. Siehe Foto.
 
Hitzeprobleme bei Systemblitzgeräten sind eher an der Tagesordnung. SB800-Besitzer können hiervon ein Liedlein singen. Deshalb wurde beim SB900 eine Temperaturkontrolle eingebaut.:rolleyes:
 
In die Scheibe meines Metz 58 haben sich leider ein paar Fasern des Stoffs einer Jeans eingebrannt. Beim Abschrauben kurz vorm Ausschalten auf den Auslöser gekommen. Man sieht noch einige blaue Spuren, vielleicht tausche ich bei Gelegenheit mal die Scheibe aus, wenn ich ein entsprechendes Ersatzteil von Metz bekommen kann.
 
Genau, Mythem, Märchen und jetzt auch noch als Argumnet ausgerechnet Gelfolien, Farbfasern und Kaolin. Hast Du/habt Ihr es nicht noch etwas kleiner?

Frag Dich mal warum Folien bunt sind? Frag Dich auch mal warum das Licht nach dem Durchgang durch eine Folie nicht mehr so hell dafür andersfarbig ist. Ganz einfach : Ein Teil des Spektrums wurde herausgefiltert, an Ort und Stelle in Wärme umgewandelt. Und zwar bei den Molekülen die dazu in das Gel eingebracht sind.

Und das Gel selbst besteht fast zu 90 % aus Wasser. Und wenn das dann an den Farbmolekülen plötzlich stark erhitzt wird, vedampft es schlagartig und dehnt sich auf das hundertfache seines Ursprungsvolumens aus. Partiell versteht sich! Und dann poppt das Gel - besser die Struktur - stellenweise zuerst auf wie Popcorn dann krümelt es zusammen mangels Wasser.

Und das mit der Handtasche. Ein Kurzschluss in einem LiIo-Akku könnte die nötige Leistung bringen, ein Blitz, vergiss es.
Es git noch genügend andere urban legends brauchts die nicht auch noch.

Und wenn die Hersteller Probleme haben mit der Abfuhr der enstehenden Wärme. Dann ist das ein simpler Kontruktionsfehler. Es war vorher bereits bekannt, dass Zerhacker, Elkos, Blitzröhren, Reflektoren und Fresnelkonstruktionen nicht verlustfrei arbeiten, weil das eben nicht geht.

Und für die Besitzer der Blitze mit den verbrannten Farbanhaftungen: Batterien raus, Zahnpasta nehmen und mit einem Bodentuch aus Kunstfasern kreisend herauspolieren. Ist alter Uhrensammlertrick wenn neTeure mit Kunststoffgläsern zu lage zu nahe an einer Kippe war.
 
Zuletzt bearbeitet:
In die Scheibe meines Metz 58 haben sich leider ein paar Fasern des Stoffs einer Jeans eingebrannt. Beim Abschrauben kurz vorm Ausschalten auf den Auslöser gekommen. Man sieht noch einige blaue Spuren, vielleicht tausche ich bei Gelegenheit mal die Scheibe aus, wenn ich ein entsprechendes Ersatzteil von Metz bekommen kann.

Kannst Du bekommen, wende Dich dazu einfach an service(ät)metz.de.

Die Hitzeprobleme bei den aktuellen japanischen Systemblitzen sind ja nicht einfach so da, die Dinger werden nicht auf zuverlässigkeit und Robustheit, sondern auf maximale Leistung gebaut, sprich: viel zu hochgezüchtet. Dynax79 hats ja schon angesprochen, der SB-800 ist da wahrlich kein Musterknabe. Die Tatsache, daß der 580EXII solche Probleme eher weniger hat, spricht dafür, daß das am Entwurf und nicht an der Ausführung liegt, da beide Geräte vom selben Hersteller gebaut werden. Weggeschmolzene Metze (außer durch externe Hitzeeinwirkung) habe ich jedenfalls in meinen über 20 Jahren Blitzpraxis noch keine gesehen (das wird Echo bestätigen können), verschmorte SB-800 dagegen schon einige. Der SB-80 und seine Vorgänger hatten dieses Problem nicht.

Man schaue sich mal die Leuchtzeiten der Modelle 580EXII, SB-900 und 58AF-1 bei manuell 1/1 an - das zeigts deutlich.

Achja, ein lustiger Nebenaspekt für die kommende Jahreszeit: so ein Blitz mit LZ40 und größer gibt eine saubere Mückenklatsche ab: man stelle das Ding auf volle Pulle (manuell 1/1), nähere sich der Stechmücke an der Wand langsam bis an deren Fluchtdistanz (ca. 5cm), schließe die Augen (oder gucke weg) und löse dann aus. Mücke fällt von der Wand ohne Blutfleck:)
 
Und das mit der Handtasche. Ein Kurzschluss in einem LiIo-Akku könnte die nötige Leistung bringen, ein Blitz, vergiss es.
Es git noch genügend andere urban legends brauchts die nicht auch noch.
...

Als das Ding "Blitz/Handytasche" gerade in Umlauf war habe ich aus Neugier natürlich auch ein paar Versuche gemacht; :D
bei Kunstleder, kompaktem Stoff u.Ä. gab es außer einer deutlichen Erwärmung keine Effekte. Anders allerdings bei velourartigem, feinfaserigem Stofffutter - hier gab es stark angeschmolzene Fasern mit entsprechender Geruchsentwicklung (sehr dünne, kleinvolumige Fasern erhitzen sich bei gleicher aufgenommener Energiemenge eben viel stärker). Bei dahingehend entsprechend empfindlichen Materialien kann es tatsächlich Verbrennungen geben, ist also keine "urban legend".
 
also solche Probleme gibts eigentlich nur, wenn Blitz länger überlastet war .. sprich wenn man wieder jemand eine lange Serie mit Blitz gemacht hat und das arme Ding nicht runterkühlen lassen hat.

Ein Blitz, der solcherart "heiss" gemacht wurde, ist aber auch ziemlich bald kaputt, also sucht Euch schonmal den Service aus dem Telefonbuch ;)
 
WERBUNG
Zurück
Oben Unten