Ich gehe davon aus, dass Canon als erster im Markt eine Bokehsimulation und Nightshot (mehrere miteinander verrechnete Aufnahmen) direkt aus der Kamera bietet
Ich weiß nicht... kann mir nicht vorstellen, dass das auf anklang stößt.
Zunächst mal ists zumindest bisher ja schonmal so, dass solche Software-Funktionen die es schon gibt (zb HDR-Aufnahme) typischerweise nur auf JPG Ebene arbeiten.
Damit sind sie vermutlich für den überwiegenden Teil der Zielgruppe eher unnütz - wer kauft den eine Kamera im Segment 3-5 k€ um dann damit JPG zu fotografieren?
Ich persönlich schalte an der Kamera auch immer als erstes die ganzen Software-Optimierungen ab, die es so gibt. Wirkt sich eh nur aufs ins RAW eingebettete JPG aus und kostet somit nur unnütz Zeit.
Irgendeine "Bokeh-Simulation" käme mir auch gar nicht ins Haus, schon gar nicht wenn die ins RAW eingebacken wird, denn selbst die besten Smartphones kriegen das eben nicht bei jedem Motiv immer sauber hin. Und wenn es wieder nur aufs JPG wirkt, fällt es in die Kategorie "kostet Rechenleistung und FPS für keine Wirkung".
Ich könnte da zwar die Ausnahme sein, glaube ich aber irgendwie nicht.
Gerade bei 800mm finde ich f/11 jetzt auch nicht sooo krass. Auf den ersten Blick sieht das zwar schon dunkel aus, aber ich kann mir vorstellen, dass bisher viele Leute ein 100-400 verwenden, das dann in Kombination mit dem 2x TK auch bei 800mm und f/11 landen würde.
Natürlich gibt es da auch Lichtstärkere Optionen, zb das Sigma 300-800/5.6 - das mit fast 6kg und 7000-9000€ aber ganz sicher in einer anderen Liga spielt als das angekündigte Canon.
Beim 600er war ich etwas überrascht von f/11, weil es da mit dem 150-600/5-6,3 von Sigma eine durchaus brauchbare und vor allem bezahlbare Variante (ca 900€) gibt - kann mir nicht vorstellen, dass das Canon da preislich drunter liegen wird. Dann könnte es höchstens noch mit Gewicht und Größe punkten...
~ Mariosch