Jetzt lockt mich der IBIS der Z6, das Spektiv hat ja keinen Stabilisator. Bei Brennweite von ca 2000 mm erhoffe mich mir durch IBIS eine gewisse Stabilisierung auch auf dem Stativ.
Ist diese Hoffung gerechtfertigt?
Dazu möchte ich mich mal einklinken da ich auch nur im Telebereich arbeite. Zwar fotografiere ich nicht durch ein Spektiv sondern durch 600mm, aber prinzipiell ist es ja eine ähnliche Herausforderung was Vibrationen angeht.
Ich habe die Z6 (nicht nur, aber auch) deshalb gekauft weil ich dieselbe Hoffnung hatte, nämlich durch den IBIS noch etwas längere Zeiten nutzen zu können als es nur mit dem VR im Tele an der DSLR der Fall war.
Und ich habe genau das ausprobiert im direkten Vergleich am 500G und 600FL - erst D850 und dann Z6. Dabei hat sich herausgestellt, der Unterschied ist nur marginal. Im Bereich der längsmöglichen Zeiten war vielleicht die Ausbeute mit der Z6 etwas größer, aber kaum.
Verglichen wurde dabei D850 im silent mode weil der Spiegel dabei weicher abgedämpft wird und die Z6 sowohl mit normalem mechanischen als auch vollelektronischem Verschluss.
Was jedoch ein riesen Vorteil der Z ist und in der Praxis den Unterschied ausmacht: Du kannst mit dem elektronischen Verschluss ja perfekt vibrationsfrei auslösen. So mache ich es bei Eulen mit längerer Belichtung dann auch oft per Kabelfernauslöser (dann natürlich auch VR off). Und so sollte es in deinem Anwendungsfall mit dem Spektiv auch zu den schärfsten Resultaten führen.
Sicherlich, auch bei DSLR kann man die Spiegelvorauslösung und den elektronischen ersten Verschlussvorhang nutzen. Aber dann vergeht eben eine Weile zwischen Auslösen und Beginn der Aufnahme. In dieser Zeitspanne (ich glaube eine Sekunde ist ja das Minimum bei SVA und zwecks schwingungsfrei würde man lieber sogar etwas mehr wählen) hat sich das Motiv evtl. schon wieder bewegt an eine andere Stelle.
Genau das Problem existiert mit der Z nicht mehr, denn es entfällt ja die Zeit der SVA und die Aufnahme beginnt sofort sobald man auslöst.