Moin,
Du hast da eine vermutlich recht wenig Leute betreffende Frage gestellt
Ich hatte die A2 von 2004 bis Herbst 2007, sie war meine erste Digitale, davor habe ich analoge Nikons und Zeiss Contaflex benutzt.
Meine Frau kam analog aus der Minolta-Ecke, hatte nach u.a der A1 auch eine A2, hat diese aber schon im Frühjahr 2005 gegen die damals noch recht neue D70 getauscht, zu den Beweggründen im Detail kann ich aber nicht viel sagen (außer daß sie ähnlich meinen Gründen waren), sie war damals noch nicht meine Frau
Eines noch vorweg: wir mögen beide kein RAW, haben keine Lust auf die Bearbeitung jedes Bildes.
Ich mochte die A2 wegen des schon recht guten EVF (vor allem dessen Klappbarkeit), der sehr guten Makrofähigkeit und der Handhabung. Wenn man ein bißchen weiß, worauf es ankommt, konnte man auch die Tücken wie langsamem AF, Akkufraß und eingeschränkter Belichtungsmessung ganz gut klarkommen - allerdings brauchten die Bilder der A2 durchaus einiges an Nachbearbeitung.
Der Hauptgrund für meinen Wechsel war, daß ich die A2 oft schon in der Tasche lassen musste, wenn meine Frau noch Bilder gemacht hat. Die Notwendigkeit, jedes Bild zu bearbeiten, hat mich genervt, Himmel sah eigentlich fast immer furchtbar aus, MF geht gar nicht, der AF nur mit Licht und die Belichtungsmessung auch nur bei "guten" Bedingungen - dafür ging die manuelle Einstellung dank des EVF ziemlich gut. Das hört sich an, als ob man sie kaum benutzen konnte, stimmt aber nicht, sie war eben eher eine "Schönwetterkamera" und in den 5 Jahren seit 2004 hat sich auch ein bißchen was getan auf dem Markt.
Da wir auf das F-Bajonett schon festgelegt waren, habe ich mich dann mit den damaligen Alternativen beschäftigt: D80, D200, S3 und später S5. Die D80 fiel sofort raus: zu klein, zu leicht. Die D200 war lange Favorit, daß sie in der Abbildungsleistung sehr vergleichbar mit der D70 ist, störte nicht wirklich. Allerdings mussten auch die D70-Bilder meiner Frau fast immer nachbearbeitet werden (liess also dasselbe für die D200 befürchten) und mir gefiel die Farbe der Nikons aus der JPG-Engine nicht wirklich. Dann habe ich mir die S3 und etwas später die neue S5 angeguckt, vor allem Bilder davon und das wars. Die wesentlichen Gründe dazu waren (und sind heute noch): die phantastische JPG-Engine, die (fast) immer korrekte WB, die sehr gute Matrixmessung und vor allem: Bilder sehen wieder so aus, wie sie schon analog aussahen, die Gegenlichtfähigkeit ist super und die Tonalität einfach wunderbar. Sie war zwar teuer (damals), aber ich habe nicht einen Cent bereut.
Nachdem ich dann die S5 hatte, dauerte es nur wenige Wochen, bis meiner Frau ihre D70 nicht mehr so richtig gefiel und nun haben wir 2 S5. Man muss allerdings die eher analoge Charakteristik der Fuji mögen und mit den Nachteilen (Auflösung, Framerate) klarkommen, sonst wird es nix. Für uns ist sie perfekt.
Bist Du auf das F-Bajonett festgelegt?
Viele Grüße,
Markus