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Von einem, der auszog, um Norwegen zu erkunden - und enttäuscht heimkehrte!

Murcielago

Themenersteller
Liebes Forum,

im Dezember habe ich einen Ferienhaus-Aufenthalt in Norwegen gewonnen. Die Freude war groß - seit Jahren stand Norwegen auf meiner Liste der favorisierten Reiseziele. Spektakuläre Fotos von Fjorden, Elchen oder Polarlicht kennt sicher jeder Landschaftsliebhaber.

Mitte Dezember hat meine geliebte Kombi für Landschaftsfotos, die D750 samt Tamron 15-30/2.8, fliegen und baden getestet und den Test nicht bestanden :( Daher musste spontan Ersatz her, den habe ich in einer günstigen D600 gefunden.
Die Flüge und der Mietwagen waren schnell gebucht, die Lage der Unterkunft machte mir aber Sorgen. In Lillehammer sollte ich mehrere Stunden Fahrtzeit von den Fjorden entfernt sein - aber nun denn, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!

Los ging es am Flughafen in Oslo, wo ich meinen Volvo Geländewagen in Empfang nahm. Im Übrigen ein tolles Fahrzeug mit Lenkradheizung, Standheizung, Sitzheizung und Allrad - ideal für den norwegischen Winter.
Die nachmittägliche Fahrt zum Ferienhaus wurde schnell zur Nachtfahrt: Gegen 15:00 Uhr ging die Sonne unter. Ungewohnt, wenn man aus Bayern anreist und auch im Winter viele Sonnenstunden gewöhnt ist :cool:

Ich beginne die kleine Reise nach Norwegen mit einem Making-Of-Bild aus dem Rondane-Nationalpark.

no1.jpg


… wer sich nun nach Betrachtung dieses Handyfotos fragt, woher die Enttäuschung im Titel kommt, darf gerne weiter mitlesen. Ich würde mich freuen!
So viel sei gesagt: Wer Landschaftsfotos im Winter machen will, ist in Lillehammer nicht ganz richtig und muss weite Fahrten auf sich nehmen. Und auch in Tromsø kann man im Januar Pech haben - mehr dazu in den nächsten Tagen! :)
 
Hmm, dass dein Tromsø Trip keine große Idee ist hab ich glaub ich schon angemerkt...
Aber Rondane im Winter, darum beneide ich dich.
Bin sehr gespannt auf Bilder und Geschichten!
Lg Gernot
 
Hmm, dass dein Tromsø Trip keine große Idee ist hab ich glaub ich schon angemerkt...

Wäre ganz sicher auch nicht mein primäres Ziel. Da muss man sich schon verdammt gut auskennen um zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Bei so einem Kurztrip und dem ersten Besuch in der Gegend hätte ich wahrscheinlich so eine organisierte Fototour gebucht, davon gibt es ja in der Gegend genügend, sicherlich kann man aber auch da Pech haben.

Aber Rondane im Winter, darum beneide ich dich.

Sehe ich fast noch problematischer als Tromsö, mal eben kurz mit dem Auto vorbei und die Topspots absahnen ist im Winter in der Ecke wohl kaum zu machen. Selbst im Sommer muss man meiner Meinung nach zu Fuß unterwegs sein (mehrere Stunden, Tagestouren oder sogar mehrere Tage), entlang der Straßen ists mäßig spannend, ich denke im Winter gilt dies erst recht.

Die Ausgangsbasis mit Lillehammer ist wahrlich nicht ideal, mich hat die Ecke um die Stadt im Sommer gar nicht begeistert, der Rest ist irgendwie dann vermutlich fast wie zu erwarten verlaufen, gespannt bin ich aber trotzdem.
Wenn ich noch nie vor Ort war, erst recht nicht im Winter, dann würde ich vermutlich für so einen Trip immer die Lofoten oder Senja ansteuern, da kann man wirklich die Topspots entland der Straße abgraben.
Ist natürlich ne Zwickmühle, da ich die Ecke schon mal gesehen habe, hätte ich nicht im entferntesten von "Spektakuläre Fotos von Fjorden, Elchen oder Polarlicht " geträumt, vermutlich hätte ich das fotografische Erlebnis sogar hinten angestellt und versucht aus dem geschenkten Urlaub etwas anderes mitzunehmen. Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer und als Außenstehender sowieso :D:devilish:
 
Das Eionstiegsbild wirkt zumindest. Bin echt neugierig, was genau dir widerfahren ist, dass du so enttäuschst wurdest von Norwegen.:)
 
Das Bild transportiert auf jeden Fall schon mal eine super Stimmung... klasse! bin gespannt wie es weiter geht

Danke! Der Sonnenuntergang im Rondane war wirklich faszinierend. Eisiger Wind, Schneeverwehungen - und weit und breit keine Menschenseele.

Hmm, dass dein Tromsø Trip keine große Idee ist hab ich glaub ich schon angemerkt...
Aber Rondane im Winter, darum beneide ich dich.
Bin sehr gespannt auf Bilder und Geschichten!
Lg Gernot

Tatsache, Gernot. Tromsø hätte ich mir, was die Motive angeht, absolut sparen können.


Bei so einem Kurztrip und dem ersten Besuch in der Gegend hätte ich wahrscheinlich so eine organisierte Fototour gebucht, davon gibt es ja in der Gegend genügend, sicherlich kann man aber auch da Pech haben.

Rein wettertechnisch hätte mir das nicht geholfen, und den Geldbeutel hätte es auch nicht geschont. Ich bin nicht so der Mensch für organisierte Touren - lieber probiere ich selber etwas aus (und falle dabei auch mal rein!).

Sehe ich fast noch problematischer als Tromsö, mal eben kurz mit dem Auto vorbei und die Topspots absahnen ist im Winter in der Ecke wohl kaum zu machen. Selbst im Sommer muss man meiner Meinung nach zu Fuß unterwegs sein (mehrere Stunden, Tagestouren oder sogar mehrere Tage), entlang der Straßen ists mäßig spannend, ich denke im Winter gilt dies erst recht.

Absolut richtig. Es gibt nur eine Straße, die wirklich befahrbar ist. Sämtliche (!) Parkplätze und Ausgangspunkte für Wanderungen sind voller Schnee. Da helfen auch Schneeschuhe und richtige Ausrüstung nichts - das Auto kann man schlecht mitten auf der Straße stehen lassen.


Ist natürlich ne Zwickmühle, da ich die Ecke schon mal gesehen habe, hätte ich nicht im entferntesten von "Spektakuläre Fotos von Fjorden, Elchen oder Polarlicht " geträumt, vermutlich hätte ich das fotografische Erlebnis sogar hinten angestellt und versucht aus dem geschenkten Urlaub etwas anderes mitzunehmen. Aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer und als Außenstehender sowieso :D:devilish:

Hm - ich sag mal so, in der Ferienhütte war es dank Ofen mollig warm und Internet gab es auch. Aber Letzteres kann ich zuhause ebenso nutzen :p

Das Eionstiegsbild wirkt zumindest. Bin echt neugierig, was genau dir widerfahren ist, dass du so enttäuschst wurdest von Norwegen.:)

Kurz gesagt:

- keine geräumten Parkplätze als Ausgangspunkt für Wanderungen oder Foto-Stopps
- ÜBERALL Besiedelung. Und zwar wirklich überall. Die Bevölkerungsdichte ist zwar im Vergleich zu Deutschland lächerlich gering, aber dafür stehen in Norwegen einfach überall verstreut Hütten und Häuser. Auf jeder Bergkuppe, in jedem Flusstal. "Natur pur" gibt es nur im Nationalpark.
Und das Schlimmste: Weil Strom wenig kostet und ökologisch erzeugt wird, ist ganz Norwegen von Lichtverschmutzung betroffen. Die Leute gehen teils morgens aus dem Haus und lassen einfach die Beleuchtung brennen - Sterne fotografieren? Kannste knicken.
- unglaubliche Preise. Klar, dass Norwegen teuer ist, wusste ich bereits und hatte mir den halben Koffer mit Tütensuppen, Nudeln und haltbaren Lebensmitteln vollgepackt. Aber dass ich alleine fast 200 Euro Straßenmaut zahlen würde, war mir nicht bewusst.


Es gibt aber auch viele Dinge, die mich an Norwegen faszinieren:
- grandiose Infrastruktur
- Strom aus fast 100% regenerativen Energiequellen
- freundliche Menschen (ein Supermarktkassierer beispielsweise hat einige Münzen aus eigener Tasche gezahlt, als mir das Münzgeld für eine Flasche Wasser ausgegangen ist - ich war baff!)
- fähige Autofahrer (in Deutschland liegen 2 Millimeter Schnee auf den Straßen und jeder fährt 30. In Norwegen sind es fünf Zentimeter und jeder weiß, dass man auf gerader Strecke dennoch 80 fahren kann).


Genug getippt, nun folgt ein Bild.



NO 2 Wald im Licht der aufgehenden Sonne. Wusstet ihr, dass es in Norwegen etwa gleich viel Waldfläche gibt wie in Deutschland?



no2.jpg
 
Danke euch!

Weiter geht es mit einem Bild vom Skigebiet, wo meine Unterkunft war. Es war wenig los - sehr wenig, obwohl genug Schnee lag. Weshalb? Ich weiß es nicht!
Die Schneeverwehungen fand ich aber sehens- und fotografierenswert.

NO 3 Skigebiet Skeikampen im Wintersturm

no3.jpg
 
Oh wei :eek:

Da hast du aber eine Pechsträhne gehabt (bis auf den tollen Gewinn). Zuerst geht deine Nikon samt Tamron baden (eine Horrorvorstellung,vor allem so kurz vor dem Urlaub) und dann kommst du doch a weng unzufrieden und ärmer wieder nach Hause.

Aber deine bisher wenigen gezeigten Bilder sagen mir, dass du auch sehr schöne Momente hattest und das Schöne ist doch, dass man sich später nur noch an das Positive erinnert und das menschliche Hirn alles negative verblassen lässt.

#1 Making off:
Das Licht und die Schneeverwehung ist doch klasse. Zeigst du uns auch bald das Ergebnis? :angel:

#2 Nein, das war mir nicht bewusst mit der Waldfläche, aber ist sehr interessant. Hätte ich nicht gedacht.
Das Licht ist doch auch wieder super, wie es die dicken schneebedeckten Bäume anstrahlt. Für mich könnte das Bild ein bisschen mehr leuchten, vielleicht etwas mehr weiß ins Bild geben. Ich möchte trotz schöner Farbe das Licht anmachen :rolleyes: Verstehst du was ich meine?

#3 Und wieder ein farbenprächtiges Licht. Die Schneeverwehungen sind wirklich klasse und leuchten auch schön. Der Blick wird auch schön hoch entlang der Skipiste geführt.

Bin echt gespannt was du uns noch so zeigst. Vielleicht bist du mittlerweilse etwas zufriedener mit deiner Ausbeute.
Tauschst du deine D600 denn bald wieder in eine D750 um?
 
Ich muss mal eine Lanze für Tromsø brechen. Ich liebe Tromsø. Fotomotive gibts nicht so viele, aber doch welche. Und ich mag die Gemütlichkeit der Stadt. Due verschneiten Straßen und auch die viele Beleuchtung.

Aber man muss sich natürlich im klaren sein, dass man dort im Januar wenig Tageslicht hat. Darum lassen die Leute auch überall das Licht an. 2 Monate Polarnacht sind lang. Dafür gibts Nordlichter. Ich hoffe, du hast welche gesehen!
 
Oh wei :eek:

Da hast du aber eine Pechsträhne gehabt (bis auf den tollen Gewinn). Zuerst geht deine Nikon samt Tamron baden (eine Horrorvorstellung,vor allem so kurz vor dem Urlaub) und dann kommst du doch a weng unzufrieden und ärmer wieder nach Hause.

Aber deine bisher wenigen gezeigten Bilder sagen mir, dass du auch sehr schöne Momente hattest und das Schöne ist doch, dass man sich später nur noch an das Positive erinnert und das menschliche Hirn alles negative verblassen lässt.

Das stimmt! Und immerhin weiß ich jetzt, was ich anders machen würde, sollte ich je wieder zufällig in Norwegen landen :D

#1 Making off:
Das Licht und die Schneeverwehung ist doch klasse. Zeigst du uns auch bald das Ergebnis? :angel:

Ja, schau, im folgenden Bild sind wir schon im Rondane und dann folgt auch bald der Sonnenuntergang. :cool:

#2 Nein, das war mir nicht bewusst mit der Waldfläche, aber ist sehr interessant. Hätte ich nicht gedacht.
Das Licht ist doch auch wieder super, wie es die dicken schneebedeckten Bäume anstrahlt. Für mich könnte das Bild ein bisschen mehr leuchten, vielleicht etwas mehr weiß ins Bild geben. Ich möchte trotz schöner Farbe das Licht anmachen :rolleyes: Verstehst du was ich meine?

Tatsache, da fehlt Licht. Aber das war einfach so: Die Sonne ist sehr schwach und leuchtet zwar farbig, aber eben irgendwie nicht kräftig genug.

Bin echt gespannt was du uns noch so zeigst. Vielleicht bist du mittlerweilse etwas zufriedener mit deiner Ausbeute.
Tauschst du deine D600 denn bald wieder in eine D750 um?

Danke! Nun, die D600 nervt mich schon etwas. Die fehlende Belichtungsvorschau im Live View beispielsweise ist ein No-Go, gerade nachts bei Sternen geht jetzt halt kaum was. Heuer stehen aber einige große Anschaffungen an, sodass die 750er wohl nicht drin sein wird :(



Ich muss mal eine Lanze für Tromsø brechen. Ich liebe Tromsø. Fotomotive gibts nicht so viele, aber doch welche. Und ich mag die Gemütlichkeit der Stadt. Due verschneiten Straßen und auch die viele Beleuchtung.

Aber man muss sich natürlich im klaren sein, dass man dort im Januar wenig Tageslicht hat. Darum lassen die Leute auch überall das Licht an. 2 Monate Polarnacht sind lang. Dafür gibts Nordlichter. Ich hoffe, du hast welche gesehen!

Tromsø ist irgendwie schon toll. Wo gibts schon beheizte Gehwege? :D Die enorme Bebauung hat mich aber schon gestört, für mich ist hier irgendwie zu wenig Natur.
Mit meiner Gastgeberin habe ich mich auch darüber unterhalten, wie das auszuhalten ist. Sie lebt seit 20 Jahren freiwillig dort und sagt, sie könne sich keinen schöneren Ort vorstellen und man lernt, die wenigen hellen Stunden viel bewusster zu genießen!

Polarlichter habe ich übrigens keine gesehen :(:(:(
 
Mit 963 km² ist der Rondane-Nationalpark das größte Schutzgebiet Norwegens! Hier leben wilde Rentiere, Wölfe, Bären und Moschusochsen in einer wahrlich beeindruckenden Landschaft 😍


NO 4 Sonnenuntergang im Rondane-Nationalpark

no4.jpg
 
Norwegen und die anderen nördlichen Gegenden werden z. Zt. so häufig und inflationär als Fotoziele und mit spektakülären Hotspots und Lichtspielen bedacht, dass die Erwartungen bei einer ersten Reise sicherlich sehr hochgeschraubt sind. Ohne Frage, diese Länder sind wirklich fantastisch und beeindruckend. Die Weite und zeitweise Ruhe und Einsamkeit lässt einen wirklich innehalten und im besten Falle setzt der Erholungswert und die Entspannung sofort bei Grenzübertritt ein. Im besten Falle... Das ist ja bei Dir, trotz "geschenktem Gaul", gründlich in die Hose gegangen...

Als ich das erste Mal im Norden unterwegs war, 2014 in Schottland, war ich hin und weg. Ich wollte garnicht wieder weg, die Ruhe und die Einsamkeit, die Highlands und die Küsten haben mich einfach umgehauen. Im Rückblick muss ich sagen, von 10 Tagen hatten wir defacto ca. 9 Tage Sturm, Sturm-Windstärken und Dauerregen und vl. gesamt 20 Stunden Sonne. Zu der Zeit habe ich noch nicht fotografiert, die Knipsereien von damals zeigen aber natürlich fast nur die schönsten Sonnenmomente und die karibischen Farben der Westküste. Wäre ich "nur" zum Foten da hoch gefahren, ich glaube, ich wäre auch so enttäuscht gewesen wie Du. Vl. wäre ich auch nicht wieder hingefahren - und das wäre ziemlich schade und doof gewesen...

Ich glaube ja, das es sinnvoll ist, ein neues und ersehntes Land - dazu mit einem so hohen Erwartungsdruck, der ja auch nicht zuletzt hier automatisch aufgebaut wird - zuerst einmal nur kennenzulernen, ohne den Focus auf tolle Fotos zu setzen. Einfach reisen, schauen, genießen und spüren, ob es wirklich so ist, wie man es sich fantasiert hat. Wenn man dann zum 2. Mal dorthin reisen möchte, tut man es ganz anders. Und dann weiss man auch, welche Gegenden besonders anziehend sind, wo man noch einmal hin möchte und auf welche Bedingungen und Orte man sich einstellen kann. Das klingt vl. etwas unmständlich und kostenintensiver, ich denke aber, dann hat man von beiden Aspekten mehr - Reisen und genießen und die schönsten Momente und Orte bewusster und zielsicherer fotografisch festhalten.

Es tut mir wirklich sehr leid, dass Du so eine doofe, pechlastige und enttäuschende Premiere hattest - auch, wenn Deine bisherigen Fotos einen anderen Eindruck vermitteln. Das Norwegen teuer ist, merkt man wahrscheinlich so richtig konsequent in der Tat erst dann, wenn man dort einkauft. Aber, wie Du sagst, die Produkte sind sehr frisch und regional, Fisch und Fleisch bekommt man selbst in den kleinsten Orten direkt am Hafen oder in kleinen Tante-Emma-Läden fangfrisch. Die Sache mit der Lichtverschmutzung hat Kathalind ja sehr verständlich geschrieben, die Depressionsrate und der Alkoholmissbrauch sind in Norwegen ist nicht ohne Grund extrem hoch. Im Nachhinein oder von Außen ist man bekanntlich immer klüger - jetzt war es aber so, wie es war und Du scheinst ja doch das Beste daraus gemacht zu haben. Dafür meinen Respekt und das Du hier trotzdem Fotos zeigst - wohlgemerkt und Dank, mit einer guten Portion (schwarzem) Humor. :ugly:

Lillehammer habe ich bei beiden Reisen nach Norwegen ausgelassen und mich zieht bei der Planung für 2019 nichts wirklich dorthin. Rondane gefiel mir sehr gut, auch im Hochsommer lag dort noch Schnee... Ich bin sehr gespannt, wo Du noch warst.

Genug geredet... :lol: - Zu Deinen Fotos. Die Lichtstimmungen sind sehr schön, sehr realistisch und es ist schon erstaunlich, bei nur 4 bislang gezeigten Fotos auch vier so unterschiedliche Lichtsituationen zu vermitteln. 3. und 4. gefallen mir am Besten, die Schneewehen bei der 3. und das rote Licht sind klasse eingefangen. Da übersieht man gerne die Anzeichen der Zivilisation, die werden einfach nebensächlich. Die 4. finde ich großartig, einfach toll. Die Berge brennen regelrecht und durch die drei Ebenen wirkt das Foto sehr plastisch. Das ist für mich Norwegen, wie ich es kenne, oder - noch ein bisschen schöner. Ich freue mich auf mehr. (y)
 
Zuletzt bearbeitet:
NO2 finde ich richtig stark, die Landschaft, das Licht, die schneebedeckten Bäume...das alles hast du toll eingefangen. (y)

Die Bearbeitung von NO4 sagt mir hingegen nicht zu. Die Bildelemente (Schneelandschaft unten und Sonnenuntergang oben) scheinen nicht richtig zusammen zu gehören. Auch ist mir die Tönung noch etwas zu grünstichig. Hast du hier mit zwei Belichtungen gearbeitet?
 
Norwegen und die anderen nördlichen Gegenden werden z. Zt. so häufig und inflationär als Fotoziele und mit spektakülären Hotspots und Lichtspielen bedacht, dass die Erwartungen bei einer ersten Reise sicherlich sehr hochgeschraubt sind. Ohne Frage, diese Länder sind wirklich fantastisch und beeindruckend. Die Weite und zeitweise Ruhe und Einsamkeit lässt einen wirklich innehalten und im besten Falle setzt der Erholungswert und die Entspannung sofort bei Grenzübertritt ein. Im besten Falle... Das ist ja bei Dir, trotz "geschenktem Gaul", gründlich in die Hose gegangen...

Irgendwie schon. Natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau - aber dass z.B. nicht mal Parkplätze geräumt werden, fand ich schon schade. Da hat man im Winter schlicht und ergreifend gar keine Chance, Fotospots zu erreichen!


Als ich das erste Mal im Norden unterwegs war, 2014 in Schottland, war ich hin und weg. Ich wollte garnicht wieder weg, die Ruhe und die Einsamkeit, die Highlands und die Küsten haben mich einfach umgehauen. Im Rückblick muss ich sagen, von 10 Tagen hatten wir defacto ca. 9 Tage Sturm, Sturm-Windstärken und Dauerregen und vl. gesamt 20 Stunden Sonne. Zu der Zeit habe ich noch nicht fotografiert, die Knipsereien von damals zeigen aber natürlich fast nur die schönsten Sonnenmomente und die karibischen Farben der Westküste. Wäre ich "nur" zum Foten da hoch gefahren, ich glaube, ich wäre auch so enttäuscht gewesen wie Du. Vl. wäre ich auch nicht wieder hingefahren - und das wäre ziemlich schade und doof gewesen...

Schottland ist ganz anders. Da war ich selbst schon - damals nur mit einer Spiegellosen und wenig Zeit für Fotos - aber das war auch faszinierend. Vielleicht sollte ich mal wieder hin (y)

Dafür meinen Respekt und das Du hier trotzdem Fotos zeigst - wohlgemerkt und Dank, mit einer guten Portion (schwarzem) Humor. :ugly:

Danke! Freut mich, dass dir die Bilder bisher gefallen :cool:


Genug geredet... :lol: - Zu Deinen Fotos. Die Lichtstimmungen sind sehr schön, sehr realistisch und es ist schon erstaunlich, bei nur 4 bislang gezeigten Fotos auch vier so unterschiedliche Lichtsituationen zu vermitteln. 3. und 4. gefallen mir am Besten, die Schneewehen bei der 3. und das rote Licht sind klasse eingefangen. Da übersieht man gerne die Anzeichen der Zivilisation, die werden einfach nebensächlich. Die 4. finde ich großartig, einfach toll. Die Berge brennen regelrecht und durch die drei Ebenen wirkt das Foto sehr plastisch. Das ist für mich Norwegen, wie ich es kenne, oder - noch ein bisschen schöner. Ich freue mich auf mehr. (y)

Danke Dir! Das ist ein Phänomen, welches mich auch in den Alpen fasziniert: Mit dem Tele kann man die Tiefenwirkung durch verschiedene Ebenen schön ausarbeiten.

NO2 finde ich richtig stark, die Landschaft, das Licht, die schneebedeckten Bäume...das alles hast du toll eingefangen. (y)

Die Bearbeitung von NO4 sagt mir hingegen nicht zu. Die Bildelemente (Schneelandschaft unten und Sonnenuntergang oben) scheinen nicht richtig zusammen zu gehören. Auch ist mir die Tönung noch etwas zu grünstichig. Hast du hier mit zwei Belichtungen gearbeitet?

Freut mich, danke! NO4 ist tatsächlich kaum bearbeitet. Ich habe lediglich die Lichter etwas abgedunkelt, mehr habe ich nicht gemacht. Das sah tatsächlich so aus und ist eine einzige Aufnahme! :)
 
Hier seht ihr, wie die Straßenverhältnisse teils waren: Schneeverwehungen ohne Ende! Dank gutem Fahrzeug und genug Fahrpraxis in eiligen Extremsituationen war es für mich jedoch kein Problem, in Norwegen durch die Gegend zu kurven. Viel lieber hätte ich aber z.B. im Rondane irgendwo gehalten und mich zu Fuß auf den Weg gemacht. Aber das war völlig unmöglich, leider. Der Park ist eindeutig nicht auf Besucher im Winter ausgelegt ;)



NO 5 Spärliche Bebauung im Nationalpark


no5.jpg
 
Für NO 5 hast Du mitten auf der Straße gehalten - geht doch auch! Der Bildaufbau ist meiner Meinung nach gut gelungen, auch das Motiv gefällt mir, besonders, wie der Wind den Schnee herumweht! Hinten sieht es ja fast aus, als würde Dampf aufsteigen, aber ich glaube, dass das auch nur herumwirbelnder Schnee ist, oder?
 
Das letzte Bild gefällt mir bislang mit großem Abstand am Besten! Mir gefällt der Bildaufbau unheimlich gut. Die Schneeverwehungen sind auch klasse!
 
Für NO 5 hast Du mitten auf der Straße gehalten - geht doch auch! Der Bildaufbau ist meiner Meinung nach gut gelungen, auch das Motiv gefällt mir, besonders, wie der Wind den Schnee herumweht! Hinten sieht es ja fast aus, als würde Dampf aufsteigen, aber ich glaube, dass das auch nur herumwirbelnder Schnee ist, oder?

Schön, dass es dir gefällt! Halten ging einfach: Während der gesamten Zeit, in der ich auf dieser Straße unterwegs war, kam mir genau ein Fahrzeug entgegen. Das weiter hinten ist verwirbelter Schnee, in der Tat.

Das letzte Bild gefällt mir bislang mit großem Abstand am Besten! Mir gefällt der Bildaufbau unheimlich gut. Die Schneeverwehungen sind auch klasse!

Cool, danke :cool:
 
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