Was ist den dein Problem mit den Bildern? Ich finde sie schon recht ordentlich.
Du musst dir halt überlegen wo du die Schärfe haben willst das Objektiv einstellen und warten, bis deine Hunde sich so positionieren, wie du es haben willst. Normalerweise nimmt man so ein Objektiv nicht für belebte Objekte, oder gar Freihandfotografie, aber die Beispiele sind doch ganz vielversprechend.
Zum Prinzip beim Tilten:
Beim Tilten sind 3 Ebenen beteiligt: Die Sensorebene, die Objektivebene und die Schärfeebene. Alle 3 treffen sich in einem Punkt. Wenn das Objektiv nicht getiltet ist, dann sind alle 3 Ebenen parallel (Parallelen treffen sich bekanntlich im unendlichen). Wenn du die Objektivebene nach unten verschwenkst (Sensorebene bleibt Senkrecht), dann verlagert sich die Schärfeebene. Anstatt in einer gewissen Entfernung Senkrecht von oben nach unten zu verlaufen, verläuft sie jetzt mehr von unten/vorne, nach oben/hinten. Wenn du das weiter treibst, kannst du z.B. den ganzen Boden von vorne bis hinten scharf bekommen.
Hier sind ein paar Bilder dazu, die das leichter verständlich machen (Wenn du die zweite Grafik im Abschnitt "Anwendungsbeispiele" insgesamt so drehst, daß die Ebene P - die Sensorebene - senkrecht steht, hast du den beschriebenen Fall, wo der Boden vollständig scharf wiedergegeben wird).
Es wird aber noch komplizierter. Die Schärefeebene ist eigentl. keine Ebene, sondern ein Keil. D.h. im Nahbereich ist die Schärfentiefe geringer als in der Ferne (wie bei normalen Objektiven ja auch). Wenn Du, wie eben beschrieben, den gesamten Boden scharf bekommen hast, dann kannst du in einiger Entfernung auch ein größeres Objekt noch vollständig scharf bekommen. Das funkst nicht mit einem Objekt in der Nähe der Kamera, weil dort die Schärfentiefe noch zu klein ist. Es wäre also ein Bild denkbar, bei dem der gesamte Boden scharf ist, vom vorderen Hund nur die Pfoten scharf sind, der etwas weiter hinten stehende Hund aber vollständig scharf ist.
Hoffe das hilft erst mal und verwirrt nicht zusehr.
Gerd