Ein Schutzfilter ist - in Kombination mit der Streulichtblende (GeLi) - der beste Schutz des (teuren) Objektivs insbesondere gegen:
* Staub auf der Frontlinse und im Objektiv; manche abgedichteten Canon L-Objektive werden erst durch ein aufgesetztes (Schutz-)filter staubdicht - von Canon ausdrücklich empfohlen!
* Dreck, Staub und Wind gibt es übrigens dank reger Baustellentätigkeit auch in unseren Gegenden zur Genüge, nicht nur in der Kalahari
* Fingertappser - eigene und fremde Finger!
* Feuchtigkeit - von Regentropfen über Nebel/Luftfuechtigkeit in Kombination mit Ruß und Dreck in der Luft (gibt es ebenfalls in europäischen Städten) bis zu feuchter Aussprache des fotografierten Subjekts
* Putzspuren auf der Frontlinse - weil man die dann nicht putzen muss
* Schutz des Filtergewindes bei fallenlassen oder anstossen mit dem Objektiv
* Vergütungsschäden und Kratzer auf der Frontlinse, deren Austausch bei Objektiven unter 400 Euro regelmässig wirtschaftlichen Totalschaden bedeutet und bei teuren Objektiven auch massiv kostet und garnatiert, dass das Objektiv wochenlang ausser gefecht ist, bis man es wieder zurückbekommt (ausser man ist CPS Mitglied).
Darum verwende ich prinzipiell hochwertige, hart-vergütete Schutzfilter von B&W (clear 007, MRC) oder Hoya (Pro1 digital "Protector"). Wenn man gut einkauft, halten sich die Kosten durchaus in einem angemessenen Rahmen - besonders im Vergleich zum jeweils geschützten Objektiv.
Bisher konnte ich keine negativen Auswirkungen auf die Funktion meiner Kamera (AF, Belichtungsmessung) oder meiner Fotos (mehr Reflexe, Ghosting, Flares) feststellen. Ich setze allerdings niem als zwei Filter übereinander ein. D.h. wenn z.B. ein Polfilter oder sonstiges Effektfilter (egal in welcher Defintion) raufkommt, jkommt vorher das Schutzfilter runter. Ja das ist etwas Schrauberei, aber im allgemeinen für mich akzeptabel. Und ich bin ein ungeduldiger Mensch.
PS: Skylight (KR) und UV-Filter sind an DSLRs dagegen unnötig bzw. "für die Würscht", wie man bei uns sagt.
