Ich habe lange auf Minolta fotografiert und mir als letzte Konsequenz vergangenen Herbst eine 300 zugelegt, nachdem der Objektivpark schon vorhanden war und weitergenutzt werden sollte.
Letztendlich wurde sie inzwischen wieder verkauft, da ich im Architekturbereich Wert auf gering(er)es Rauschverhalten lege und die Sony in diesem Bereich halt nicht so unglaublich prickelnd war (was jetzt allerdings Jammern auf relativ hohem Niveau ist). Auf was ich heute arbeite, verschweige ich an dieser Stelle bewusst, um nicht das übliche leidige Markenvergleichsthema loszutreten.
Bei zwei Dingen trauere ich dieser Kamera aber immer noch nach und hätte sie gerne auf meinem jetzigen Arbeitsgerät:
Das Schwenkdisplay in Kombination mit dem Live-View über einen eigenen Sensor, wodurch der eigentlich bildgebende Chip nicht dauernd beheizt wird. Traumhaft für tiefe Aufnahmepositionen und zusätzlich unbegrenzt lange verwendbar, was für die anderen Systeme nicht unbedingt gilt - manche schalten bereits nach etwa einer halben Minute ab.
Der Bildstabilisator mit der Aussteuerungsanzeige: Abgesehen davon, dass er wirklich gut funktioniert, kann man, indem man sich darauf konzentriert, den Balken kurz zu halten, auch aus dem Live-View heraus extrem ruhig schießen. Diese Information habe ich bei stabilisierten Optiken nicht.
Wer nicht dauernd mit ISO 800 und darüber fotografieren möchte, ist mit einer 300er auf jeden Fall gut bedient, als Alltagsgerät würde ich sie mir jederzeit wieder kaufen. Zumal sie aus meiner Sicht ihrer Nachfolgerin deutlich überlegen ist.